Sicherheit für "Estrangeiros"

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Sicherheit für "Estrangeiros"

Beitragvon Scala-Bahia » Di 27. Mai 2008, 00:52

bayer hat geschrieben:hallo bahia scala!
ich glaube du wohnst in itapoan-oder?
du solltest wissen,dass itapoan zu den gefaehrlichsten bairros in brasilien gehoert.kein witz-ich habe es zuerst nichtglauben koennen es ist jedoch fakt.ansonsten kann ich admin nur zustimmen.
ansonsten-wenns passiert dann passiert es eben.punkt!!!


ich weiss leider nicht wo ich dein gesicht jetzt einordnen soll. ich denke mal 5 mega-pixel

"itapoan ist sicher mit einer der schlimmsten orte der erde.......soccorro"

was passiert? ein dreier?
ich bin dabei!
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Re: Sicherheit für "Estrangeiros"

Beitragvon bruzundanga » Di 27. Mai 2008, 02:47

In brasilianischen Grosstädten ist die Kriminalitätsrate wirklich nicht gering. Im Hinterland siehts schon besser aus. Wer integriert ist kann schon mal einem kriminellen einen Arschtritt geben ohne Folgen befürchten zu müssen.

Was solls, dem Fragesteller hilfts wenig wenn ich (z.B) sage: Bin sicher und überdies noch abgedeckt durch Vitamin C.

Totzdem wage ich (ohne Gewährleistung) zu sagen:

Die Gefahr eines Gewaltverbrechens ist Prozentual gesehen relativ gering. Meistesn werden die Gringos nur "erleichtert".

Als Begründung wird meistens Mitleid genannt: Dann Schwitzen sie weniger.
(Bezogen auf den tropischen Bereich Brasiliens)
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Re: Sicherheit für "Estrangeiros"

Beitragvon amarelina » Di 27. Mai 2008, 07:11

dass Itapoan einer der gefährlichsten orte in Salvador sein soll ist absoluter quatsch mit sosse...da wüsste ich andere stadtviertel....wo ausländer sowieso nie hinkommen, ausgenommen die, die das milieu explizit suchen.....
ich habe schon so viele touristen beobachtet, einheimische und ausländische, wie sie unentschlossen und unaufmerksam in den strassen und am strand herumstolpern, lassen ihre sachen irgendwo irgendwie liegen, die tasche neben dem stuhl oder noch besser hinter dem stuhl.....man könnte genauso gut einen zettel dranhängen: bitte nehmt mich mit!
sie trampeln auf die strasse, ohne links und rechts zu schauen, freuen sich, wenn sie einen einsamen strandabschnitt finden und wundern sich überhaupt nicht, warum da sonst niemand ist...
wenn man eine stadt oder ein land besucht, wo man noch nie war, dann sollte man halt seine sieben sinne beieinander haben!

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Re: Sicherheit für "Estrangeiros"

Beitragvon Lauros » Di 27. Mai 2008, 08:27

Hmmm!
Ich finde hier schauen viele durch eine Rosa Brille ! Mir als Ausländer ist zwar noch nie was passier habe aber selber knapp in Salvador einen Raubüberfall (mit Pistolen ) gegen ein Internet Cafe nur dadurch nicht miterlebt weil Ich kurz vorher dieses verlassen habe ! Wenn Ich dagegen sehe was im Kreise meiner brasilianischen Familie alles in den letzten 2 Jahren passiert ist (wo alle aus ordentlichen Verhältnissen kommen) , finde ich kann man nicht unbedingt sagen das Brasilien(Salvador ) sicher ist ! Man brauch sich nur täglich a Tarde durchlesen und sieht wie es immer schlimmer wird Raubüberfälle auf Busse kommen oft im zweistelligen Bereich vor Morde nur (die die entdeckt wurden )sind auch in höheren zahlen oft täglich vorhanden !Für viele ist es vielleicht normalzustand immer nach links oder rechts und hinter sich zu sehen ,für mich nicht ! Trotzdem ist Brasilien ein tolles sehr facettenreiches Land man muss halt mit den negativen Eigenschaften Leben und bekommt dann die vielen Positiven sachen mit ,oder man lässt es sein ! :cool:
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Re: Sicherheit für "Estrangeiros"

Beitragvon bayer » Di 27. Mai 2008, 12:17

hallo bahia scala und amarelina
dass itapoan einer der gefaehrlichsten bairros brasiliens ist,ist nicht auf meinen mist gewachsen.die statistik die veroeffentlicht wurde spricht baende.fast taeglich morde ,auch direkt vor meiner ehemaligen haustuer,ueberfaelle in "massen"und taschendiebstaehle ebenfalls in massen.aus diesen gruenden bin ich aus itapoan weg auf die insel.absolute ruhe und friede.ich schlafe oefters in der haengematte am strand.absolut kein problem.
ich bin kein angsthase,doch muss ich mich nicht absichtlich in gefahr begeben.ich finde brasilien nachwievor als ein richtig schoenes und interessantes land.itapoan gefaellt mir nach wie vor und ich fuehle mich wohl hier wie dort.
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Re: Sicherheit für "Estrangeiros"

Beitragvon amarelina » Di 27. Mai 2008, 16:00

von dieser statistik habe ich gehört bayer....ich könnte mir vorstellen, dass das viertel Nova Brasília (was ja zu Itapoan) gehört und noch einige andere weiter raus, richtung flughafen die negativen zahlen so hoch jagt....dorthin verlaufen sich aber relativ selten touristen...
insofern hast sicher recht, dass es auf der insel ruhiger und friedlicher ist....

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Re: Sicherheit für "Estrangeiros"

Beitragvon Takeo » Di 27. Mai 2008, 18:26

amarelina hat geschrieben:dass Itapoan einer der gefährlichsten orte in Salvador sein soll ist absoluter quatsch mit sosse...da wüsste ich andere stadtviertel....wo ausländer sowieso nie hinkommen, ausgenommen die, die das milieu explizit suchen.....
ich habe schon so viele touristen beobachtet, einheimische und ausländische, wie sie unentschlossen und unaufmerksam in den strassen und am strand herumstolpern, lassen ihre sachen irgendwo irgendwie liegen, die tasche neben dem stuhl oder noch besser hinter dem stuhl.....man könnte genauso gut einen zettel dranhängen: bitte nehmt mich mit!
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Tu mal nicht so arrogant!

Wenn ich in Zürich am Hauptbahnhof ankommen würde, würde ich mich mit Sicherheit ganz genauso bewegen... auch in Indien, Australien, der USA etc... und Du wahrscheinlich auch!

Überhaupt: Unwort "Tourist"! Vergesst mal nicht, dass Ihr selber alles Touristen seid - auch in Brasilien! Bekennt Euch einfach dazu und seit nicht so verkrampft: Euch selbst gegenüber, den Kollegen Touristen, den Einheimischen und überhaupt der ganzen Welt!!!!
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Re: Sicherheit für "Estrangeiros"

Beitragvon tinto » Di 27. Mai 2008, 19:00

Böse überfallen wurden an Karneval in Itapoan nur Brasilieros, wie das lustige Paar, das in unserer Pousada in Barra wohnte. In einer Blitzaktion wurden sie all ihrer Habseligkeiten entledigt, wie einige der Umstehenden auch, zackzack, ein Messer an die Kehle, zwei flinke Hände, das Manöver dauerte keine 10 Sekunden. Und die wussten nicht mal wie sie ohne Kohle nach Barra zurückkommen, ich hab für sowas immer ein paar Real in der Badehose und in den Schuhen....

....und ich wiederhole es (un)gerne, bei dem riesigien Festival vor Karneval sagte mir der taxista, er habe reihenweise Leute von dort nach Hause gefahren, die nichts mehr hatten, vor allem kein Auto mehr. Knarre an den Kopf, Geld, Autoschlüssel und Papiere, das wär in drei Tagen ungefähr 100 Mal passiert....naja, bei so viel Gästen ja auch eher belanglos....

..ach ja und dann die nächtliche Busfahrt als der Busfahrer beim Tumult beim Einsteigen plötzlich schrie Ladrao, Ladrao....und ab ging die Post - wir fuhren zum Glück ohne die Jungs mit Vollgas los....die Oma, die wieder aus der offenen flug...egal!

..dass das Hotelpersonal uns vor abendlichen Spaziergängen warnte, ebenso davor, vor dem Hotel auf ein Taxi uzu warten, sondern drinzubleiben bis es kommt, das hat sicher auch keinen Grund.....

....und warum die Leute an Ampeln nicht halten, ihr Auto nie auf der Straße entladen und immer eilig Tore und Türen zu machen, so bald sie drin sind, das ist sicher alles nur, damit es schneller geht....

Komischerweise ist es ja so, dass ich seit 1992 als überwiegend-Tourist selbst nicht ein einziges Mal Opfer einer Straftat wurde, aber sagen wir mal so: Mich wundert die Angst der Einheimischen, derer, die dort tagtäglich leben - sollte sie ohne Grund sein?
Zuletzt geändert von tinto am Di 27. Mai 2008, 19:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Schöne Grüße,
tinto
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Re: Sicherheit für "Estrangeiros"

Beitragvon Martin » Di 27. Mai 2008, 19:17

hallo Passarinho

Es könnte ganz andere Gründe haben, weshalb deine Frau Angstausbrüche kriegt, wenn du dich alleine durch Belems Strassen bewegen solltest. Wer Braslien kennt, weis welchen Ruf diese Stadt genießt :-).

Zu deinen sonstigen Sicherheitsbedenken kann ich dir nur eigene Erfahrungen mitteilen und die hab ich nicht in Belem gesammelt. Auch wir wohnen in einer Landeshauptstadt und diese taucht in den Kriminalstatistiken immer wieder auf den vorderen Rängen auf. Bei genauerem Hinsehen stellt man fest, daß man sich ab einem gewissen Alter statistisch gesehen in Sicherheit wiegen kann. Zumindest was die Tötungsdelikte angeht. Ab ca. 25 jahren ist man aus der gröbsten Gefahr raus. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und wenn man sich dann noch aus Drogengeschäften raushält und mit keiner liierten Schönen anbändelt sinkt die Gefahr einem Gewaltverbrechen zum Opfer zu fallen gegen null.
Ich will hier keineswegs beschönigen, daß die Kriminaltät eine ernstes Problem für die Gesellschaft ist, oder gar in Abrede stellen, aber ich würde sagen, daß die Gefahr für einen Estrangeiro nicht höher ist als für einen Brasilianer.

Gruß Martin
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Re: Sicherheit für "Estrangeiros"

Beitragvon ana_klaus » Di 27. Mai 2008, 19:24

Alles, was hier beschrieben, ist möglich !!!

Überall und in jedem Kaff der Welt. Dieses Problem allein auf Br. zu beziehen ist zu billig. 10 Jahre Brasilien "Feeling" ohne
eine brenzlige Situation machen mir weiter Mut um ein Leben unter Freunden zu geniessen.

klaus
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