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BeitragVerfasst: 06 Jun 2007 15:12 
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Registriert: 28 Nov 2004 18:40
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seitenwandkletterer hat geschrieben:
Wahrscheinlich war aber auch viel Glück dabei
Ich habe mit meinem Post nicht beabsichtigt, die Zurechtlegung gewisser "Strategien" und Einhaltung bestimmter (bzw. Vermeidung anderer) Verhaltensmuster als unrealistisch einzustufen. Meine Absicht war, die Tatsache heraus zu stellen, dass 1. schon alleine die Notwendigkeit von Strategien/Verhaltensmustern grundsätzlich die lauernden Gefahren insbesondere in Metropolen wie SP unterstreicht und 2. dass TROTZ Einhaltung und Umsetzung der Strategien/Verhaltensmuster die Gefahr eines Überfalls oder sonstiger Übergriffe immer und praktisch überall besteht und zwar zu einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit als in beispielsweise Mitteleuropa.

Klar, wer nicht mit dem Omnibus fahren muss, nicht früh morgens oder abends bei Dunkelheit auf die Straße geht, im Hochsicherheitstrakt wohnt und ständig die Sicherheitsleute so ausreichend schmiert, dass ja genügend Motivation vorhanden ist, den Job auch wirklich gewissenhaft auszuführen, nur im gesicherten Panzerwagen fahrt (dabei nicht vergessend, Fenster und Türen stets geschlossen zu halten), bei dem sinkt die Wahrscheinlichkeit, (erfolgreich) überfallen oder durch bala perdidas (Querschläger) erschossen zu werden ...

Ich habe als Urlauber 3 Personen durch Kugeln oder Schlaginstrumente sterben sehen, alle männlich, einen in Rio, einen in Olinda und einen in Recife. Zudem mehrere Schußwechsel auf offener Straße (üb)erlebt und damit sind die innerhalb von Favelabesuchen oder besonders schummrigen Ecken (Busbahnhof RJ) ausgeklammert. Anderen heiklen Situationen (Razzien, plötzlichen Stimmungswechseln im Aufenthalts-Area, merkwürdigem Publikum etc. pp.) bin ich tatsächlich wohl aufgrund einer gewissen Intuition entgangen. Glück war natürlich auch dabei und Glück zu haben ist aus meiner Sicht zwingend notwendig!


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BeitragVerfasst: 06 Jun 2007 16:51 
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Tja, in Kleve war ich leider schon lange nicht mehr, aber in São Paulo bin ich ständig. Dort bewege ich mich total normal und habe auch wirklich keine Angst vor irgendwelchen Übergriffen - ein bisschen Vorsicht und Umsicht ist zwar geboten, aber Überhand muss das jetzt auch nicht nehmen ...

So, das dürft Ihr jetzt in der fernen Bundesrepublik wieder durchdiskutieren und durchkauen, bis auch der letzt Zweifel genommen wurde, dass Brasilien etwa nicht unterentwickelt, arm, ausgebeutet und lebensgefährlich ist!


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BeitragVerfasst: 06 Jun 2007 16:56 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
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supergringo hat geschrieben:
Klar, wer nicht mit dem Omnibus fahren muss, nicht früh morgens oder abends bei Dunkelheit auf die Straße geht, im Hochsicherheitstrakt wohnt und ständig die Sicherheitsleute so ausreichend schmiert, dass ja genügend Motivation vorhanden ist, den Job auch wirklich gewissenhaft auszuführen, nur im gesicherten Panzerwagen fahrt (dabei nicht vergessend, Fenster und Türen stets geschlossen zu halten), bei dem sinkt die Wahrscheinlichkeit, (erfolgreich) überfallen oder durch bala perdidas (Querschläger) erschossen zu werden ...


Mach Dich doch nicht lächerlich mit soviel Schwachsinn...

....auf der anderen Seite müsste ich dann aber fragen: wieso stehst Du denn so auf Brasilien wenn Du das Ganze hier so, wie beschrieben, siehst... ein bisschen Nervenkitzel und das Gefühl ein 'Hero' à la 'Krokodile Dundee' zu sein, dass man wegen seiner imensen Menschenkenntniss und seine scharfen Spürsinns immer wieder heil aus diesem Abenteuer heraus kommt? Nee, Gringão, ganz so schlimm ist's jetzt auch wieder nicht - und nach 'Rio' gehe ich nicht!


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BeitragVerfasst: 06 Jun 2007 17:58 
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Beiträge: 60
Wohnort: Schweiz/Frankreich/Brasilien
http://www.tages-anzeiger.ch/dyn/news/s ... 59035.html

Gefahr wurde scheinbar exportiert !!!


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 Betreff des Beitrags: Sicherheit ist eine Illusion...
BeitragVerfasst: 06 Jun 2007 19:42 
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Registriert: 21 Apr 2007 19:20
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Wohnort: Fortaleza
Takeo hat geschrieben:
supergringo hat geschrieben:
Klar, wer nicht mit dem Omnibus fahren muss, nicht früh morgens oder abends bei Dunkelheit auf die Straße geht, im Hochsicherheitstrakt wohnt und ständig die Sicherheitsleute so ausreichend schmiert, dass ja genügend Motivation vorhanden ist, den Job auch wirklich gewissenhaft auszuführen, nur im gesicherten Panzerwagen fahrt (dabei nicht vergessend, Fenster und Türen stets geschlossen zu halten), bei dem sinkt die Wahrscheinlichkeit, (erfolgreich) überfallen oder durch bala perdidas (Querschläger) erschossen zu werden ...


Mach Dich doch nicht lächerlich mit soviel Schwachsinn...

....auf der anderen Seite müsste ich dann aber fragen: wieso stehst Du denn so auf Brasilien wenn Du das Ganze hier so, wie beschrieben, siehst... ein bisschen Nervenkitzel und das Gefühl ein 'Hero' à la 'Krokodile Dundee' zu sein, dass man wegen seiner imensen Menschenkenntniss und seine scharfen Spürsinns immer wieder heil aus diesem Abenteuer heraus kommt? Nee, Gringão, ganz so schlimm ist's jetzt auch wieder nicht - und nach 'Rio' gehe ich nicht!


Liebe Braslienfreunde,

recht hat der supergringo da schon.... Einige der Tipps wollte ich auch auch posten (klingt seltsam), besser einstellen, als mir der Router abkackte.:
Ganz wichtig der Hinweis, nicht herumzudiskutieren, wenn Ihr eine Knarre am Kopf habt. Shit happens... Ich hatte schon 3 nette Leute in meinem Laden zu Besuch und bei der Gelegenheit 2 Knarren am Kopf. Kann ich auch nicht weiterempfehlen, war aber teilweise auf nicht wechselnde Routine, schlechte Beleuchtung und meine eigene Unvorsicht zurückzuführen....
Ich denke, Ihr müsst auch unterscheiden, ob Ihr hier geschäftlich seid und oder in Brasilien wohnt. Das ist jetzt nicht ausgrenzend gemeint, mündet aber in Sicherheitstipps. .. Es gibt Busse in Fortaleza (Jardineira bspw.), die man uneingeschränkt tagsüber empfehlen kann. Allerdings rate ich abends von öffentlichen Verkehrsmitteln ab. Auch ist ein Transfer vom Flughafen, oft besser privat organisiert als per Taxi... Und Geldgeschäfte gehen auch online oder per TED und sollten ggf. telefonisch vorbereitet werden...

Takeo hat auch recht, man kann in D in jedem Bahnhofsviertel was auf die Fresse bekommen kann oder jetzt mal im Grossraum Heiligendamm...auch wurde ich in meinen Besucherjahren nie in Brasilien überfallen und in Köln dann von einem Taschendieb beklaut.....

Fazit: Locker bleiben, aber Gefahren meiden und Ortskundige fragen,
Immer aufmersam sein, grundsätzlich Autos mit Klima und dunklen Scheiben fahren, in deren Ermangelung an der Ampel die Scheiben schliessen, usw..... sind wichtige Tipps.
Für Besucher Brasiliens heisst es aber, Brasilien zu geniessen, ohne an der Grenze das Gehirn abzugeben, sich von Fremden an Strand Ferienwohnungen andrehen zu lassen, hilfsbereite Jugendliche auf baseado anzusprechen, etc.. Stellt Euch einfach vor, dass die Jungs mit der Knarre nichts zu verlieren haben, wenn es denn mal passieren sollte...



Gruss aus Fortaleza


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BeitragVerfasst: 06 Jun 2007 21:45 
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......ich lese immer von - sich richtig verhalten,strategien einsetzen etc - damit man überfällen gezielt aus den weg gehen kann.....wenn es wirkliche - richtige verhaltensmuster geben würde - sollten es die brasilianer doch am besten wissen welche das sind.....
....es werden aber trotzdem täglich brasilianer und brasilianerinen überfallen...egal ob es stadtteile sind wo 100% der bewohner nur salario minimum verdienen oder in den besseren stadtteilen....es lag wohl daran das diese sich zu auffällig bzw nicht richtig verhalten haben....


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BeitragVerfasst: 07 Jun 2007 00:00 
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tadinho hat geschrieben:
das diese sich zu auffällig bzw nicht richtig verhalten haben....


was heisst richtig verhalten? da musst du dich einschliessen. ich z.b. laufe einfach nach 23.oouhr nicht mehr durch die stadt---ganz einfach.



o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.


http://latinofreunde.net/


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BeitragVerfasst: 07 Jun 2007 01:16 
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@mikelo

...genau das ist die frage...was ist richtig verhalten.....?
....ok du gehst nach 23:00 uhr nicht mehr durch die stadt...andere gehen ab 22:00 nicht mehr durch die stadt....würde aus deren sicht ja bedeuten das du dich nicht richtig verhalten hast falls du um 22:30 uhr überfallen wirst.......mühsames thema


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BeitragVerfasst: 07 Jun 2007 02:13 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1840
... und nicht zu vergessen: es gibt sehr viele Menschen, die gehen nicht vor 23:00 aus dem Haus... auch in Brasilien, und die leben alle komischerweise noch... allerdings nicht vor 11:00 morgens (zugegeben!).


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BeitragVerfasst: 08 Jun 2007 19:11 
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Beiträge: 3431
Wohnort: TUTÓIA - Um Paraíso Perdido no Maranhão!
Takeo hat geschrieben:
... und nicht zu vergessen: es gibt sehr viele Menschen, die gehen nicht vor 23:00 aus dem Haus... auch in Brasilien, und die leben alle komischerweise noch... allerdings nicht vor 11:00 morgens (zugegeben!).


denke, takeo, du weisst genau was ich meine. ich rede auch extra von der stadt---und nicht von den touristrampelpfaden.



o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.


http://latinofreunde.net/


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