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Condor




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BeitragVerfasst: 08 Jun 2007 19:15 
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Beiträge: 1179
das wichtigste ist: aufmerksamkeit, aufmerksamkeit, aufmerksamkeit...
in europa kann ich es mir erlauben halb schlafend durch die stadt (wenigstens in meiner) zu reifeln, in brasilien nicht

amarelina



....das Problem ist, dass wir keinen Ueberblick über unser Leben haben. Weder nach vorn noch nach hinten. Wenn etwas gut geht, haben wir einfach Glück gehabt.
Aus: Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier


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BeitragVerfasst: 09 Jun 2007 13:57 
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mikelo hat geschrieben:
denke, takeo, du weisst genau was ich meine. ich rede auch extra von der stadt---und nicht von den touristrampelpfaden.
Vorletztes mal im Flieger saß eine Mami mit ihrer Tochter. Aus Fortaleza. Sie jammerten, dass der Praia do Futuro nach Einbruch der Dunkelheit für sie aufgrund von Kriminalität tabu geworden sei. Auch im Zentrum sei man nicht mehr sicher. Wem soll ich jetzt glauben, den rosaroten Brillenträgern aus Deutschland und der Schweiz oder den echten Einheimischen. Mit Touripfaden hat das alles nichts zu tun. Im Gegenteil, auch wenn natürlich ausländische Touristen als besonders schwere Goldesel angesehen werden, der brasilianische Otto-Normal-Verbraucher (der eben nicht [nur] auf den Touristenpfaden "trampelt") ist in Wahrheit viel gefährdeter! Aber Ihr könnt natürlich weiter mit Eurem arroganten Besserwissen protzen ... bis es Euch dann selber trifft!


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BeitragVerfasst: 09 Jun 2007 17:36 
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Wohnort: TUTÓIA - Um Paraíso Perdido no Maranhão!
supergringo hat geschrieben:
mikelo hat geschrieben:
denke, takeo, du weisst genau was ich meine. ich rede auch extra von der stadt---und nicht von den touristrampelpfaden.
Vorletztes mal im Flieger saß eine Mami mit ihrer Tochter. Aus Fortaleza. Sie jammerten, dass der Praia do Futuro nach Einbruch der Dunkelheit für sie aufgrund von Kriminalität tabu geworden sei. Auch im Zentrum sei man nicht mehr sicher. Wem soll ich jetzt glauben, den rosaroten Brillenträgern aus Deutschland und der Schweiz oder den echten Einheimischen. Mit Touripfaden hat das alles nichts zu tun. Im Gegenteil, auch wenn natürlich ausländische Touristen als besonders schwere Goldesel angesehen werden, der brasilianische Otto-Normal-Verbraucher (der eben nicht [nur] auf den Touristenpfaden "trampelt") ist in Wahrheit viel gefährdeter! Aber Ihr könnt natürlich weiter mit Eurem arroganten Besserwissen protzen ... bis es Euch dann selber trifft!


genau das habe ich ja geschrieben---weiss nicht was du sagen willst mit deinem post.



o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.


http://latinofreunde.net/


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BeitragVerfasst: 09 Jun 2007 19:48 
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Beiträge: 79
Wohnort: Sao Paulo
besonders gefährlich ist an den strandpromenaden,vor allem bei starkem wind.das risiko von einer herabfallenden kokosnuß erschlagen zu werden ist hier doch wesentlich größer als in deutschland.
also immer - kopf hoch


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BeitragVerfasst: 09 Jun 2007 22:12 
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Registriert: 04 Apr 2007 00:25
Beiträge: 233
hallo,
eigentlich kein touristenthema; gestern wurde die tochter unseres holzhaendlers auf dem weg zur bank ueberfallen, sie hatte mit ihrem auto an einer ampel angehalten, zwei typen, einer links einer rechts ans fenster, sie in die mitte gezwengt sind sie davon gefahren, haben sie dann ausserhalb vom ort gefesselt und ausgesetzt. das auto wurde heute von der polizei wiedergefunden, aber die tasche mit den banksachen war weg. in dieser tasche war unter anderem ein scheck von uns ueber fast 5000 R$, den sie auf der bank abgeben wollte. das maedel hat uns gestern abend noch darueber informiert, ok, anruf bei der 24 std. hotline der bank, der scheck ist gesperrt, somit kein problem.
aber, auf dem scheck ist zwar nicht unsere adresse notiert, die tel.nr aber,
habe unsere kids heute strikte anweisung gegeben auf evt. fragen nach unserer adresse von unbekannten am telefon keine auskunft zu geben, wer weiss ob die ganoven nicht aus den schecks auf andere weise geld machen wollen.
gruss didi


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BeitragVerfasst: 10 Jun 2007 02:19 
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Registriert: 18 Jan 2007 22:00
Beiträge: 191
Wohnort: Blumenau
ich bin jedesmal entsetzt wenn ich lese wie leichtfertig doch einige mit dem thema kriminalität in brasilien umgehen.
solange einen selbst noch nichts passiert ist und man das alles nur HÖRT von freunden, bekannten oder im fernsehen sieht, ist dieses thema interessant, oder auch nicht, für manche schon leidig, aber weit weg von einen selbst und der familie.
das ändert sich aber schlagartig wenn man selbst oder die uns nahestehenden betroffen sind. wenn sie ganz brutal überfallen oder gar getötet wurden, und die opfer lange zeit später noch traumatisiert sind.

blumenau gilt ja auch als eine gegend die offiziell noch nicht so kriminell ist, aber ich denke das entspricht nicht der wahrheit.
sicher kann man das nicht mit rio oder saõ paulo vergleichen, aber hier hat auch die kriminalität einzug gehalten, und das nicht zu knapp.
fast täglich "leichte" überfälle ( bäckerein, lotericas) und schwere raubüberfälle, manchmal mit todesfolge, mit sind leider keine seltenheit mehr.

in unserer strasse ist vor geraumer weile ein opa von paar 70 jahren überfallen und derart schwer misshandelt worden weil sie bei dem alten herrn kein geld gefunden haben, das er für länger zeit ins krankenhaus musste.

ein supermarkbesitzer wurde vor den augen seiner kinder erschossen bei einem überfall.

ein geschäftsmann kam 18.00uhr nach hause: ER WURDE SCHON ERWARTET.
er fand seine 3 jährige tochter auf den schoss eines bewaffneten, die kleine hatte die pistole an der schläfe, und seine frau eine pistole im genick.
zum glück ging alles ohne verletzte und tote ab. nachdem der überfall beendet war und die banditen abgezogen waren hat er sich in seine camionette gesetzt und ist die verbrecher suchen gefahren. die banditen hatten sich nach dem überfall geteilt und sind in 2 fluchautos geflohen. wie auch immer er hat ein auto ( war ein kleiner pkw) eingeholt mit seiner camionette das auto von der strasse gedrängt. das auto mit den insassen darin zu kleinholz gefahren und danach die polizei gerufen.
einer von den verbrechern ist seitdem querschnittsgelähmt.
sicher ist selbstjustiz nicht der richtige weg, aber ich kann diesen vater und ehemann verstehen.

ein bekannter von uns ist ein camionero. sein kollege wurde mit samt lkw entführt und er im mato an einen baum angebunden. ihr könnt euch sicher vorstellen was dieser mann gelitten hat. nach 3 tagen konnte er sich selbst befreien und hat es noch geschafft zur strasse zu kommen.
er hat bis heute einige plastische gesichtsoperationen hinter sich gebracht und sieht immer noch entstellt im gesicht aus. die insekten und ameisen hatten fast sein ganzes gesicht aufgefressen.

ein guter freund von uns, er hat einen uhren und juvelierladen, ist schon 3 mal überfallen worden. seine frau ist so stark traumatisiert, sie brauch nur zu hören das jemand in der nähe überfallen worden ist, dann ist sie tagelang krank und nicht arbeitsfähig.

und so könnte ich euch noch zig beispiele, nur von blumenau, uns ausgenommen, das möchte ich nicht erzählen, hier posten.

@didi
die junge frau, die entführt und ausgeraubt worden ist, hat jetzt sicher für länger oder lange zeit an jeder ampel herzklopfen und angst. und sie hat grosses glück gehabt das nicht mehr passiert ist.
das ein scheck in so grosser höhe von euch gefunden wurde ist sicher auch nicht gut. mir ständen schon wieder die haare zu berge.

@1306
ich gehe einmal davon aus das dir noch nichts passiert ist, sonst hättest du zu so einen ernsten thema nicht so ein leichtfertiges post geschrieben. damit beleidigst du ja all die, die schon überfallen, ausgeraubt und getötet worden sind sowie deren hinterbliebenen.
was ich dir mit auf den weg geben wollte: vergiss nicht immer schön den kopf hoch zu halten wenn du einmal eine pistole an der schläfe oder im mund hast. aber vielleicht hast du ja glück, es ist leichter wind und dir fällt eine kokosnuss auf den kopf und du kommst erst wieder zu bewusstsein, ( oder auch nie mehr) wenn der überfall vorbei ist.


@ irgendwo hat auch einer geschrieben, man darf sich nicht prostituieren, dann wird man auch nicht überfallen. wo und wie hat sich denn der opa oder der lkw-fahrer prostituiert und viele andere mehr?
brasilien hat eine wachsende kriminalitätsrate zu verzeichen und die polizei ist leider machtlos.

<kriminalität gehört zum brasilianischen alltag wie der zuckerrohrschnaps und der fussball> sagte modedesignerin simone pimentel aus saõ paulo.

und ich denke sie hat leider recht.

wer einmal überfallen worden ist vergisst das nie wieder, die erinnerungen verblassen, aber begleiten dich ein leben lang.
gruss periquita



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BeitragVerfasst: 10 Jun 2007 02:40 
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Beiträge: 191
Wohnort: Blumenau
@paula
unsere freunde leben schon immer in saõ paulo und möchten dort auch nicht wegziehen.
ob du diesen job annimmst oder nicht, musst du ganz allein entscheiden.
wenn du mich fragst: MACH ES.
lass dich in saõ paulo von freunden und kollegen beraten zwecks sicherheit, und du wirst sehen du hast spass an deinem job und an deinen leben in brasilien.

mir hat hier ein alter herr (84 jahre) gesagt, der mit 14 jahren von deutschland nach brasilien gekommen ist: wenn du überfallen wirst kannst du nichts machen, wenn du dran bist bist du dran.

er hat hier eine sehr grosse firma, ist ein sehr reicher mann, und ihm ist die ganzen jahre noch nie etwas passiert.
entweder hat er die richtigen sicherheitsvorkehrungen getroffen oder nur einfach glück gehabt.



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BeitragVerfasst: 10 Jun 2007 10:37 
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Kleine Nachricht zum Thema, naja, es betrifft aber vornehmlich Rio:

Zitat:
Se todos fossem iguais a você...

Em Copacabana, um mini-Tolerância Zero tornou o bairro mais seguro. Essa é a solução?

Nelito Fernandes


FORA DAS CALÇADAS
Desde o fim de abril, 263 moradores de rua foram retirados de Copacabana. No mesmo período, a taxa de assaltos a turistas caiu 59%
No primeiro trimestre do ano, o número de roubos em todo o Rio de Janeiro subiu 30% na comparação com 2006. No mês de maio, a guerra entre policiais e traficantes na região da Vila Cruzeiro e no conjunto de favelas do Alemão, na zona norte da cidade, deixou 17 mortos e 56 feridos. Em um período de 24 horas, entre os dias 29 e 30, pelo menos 11 pessoas foram atingidas por balas perdidas. Enquanto isso, em Copacabana, o cenário era outro: a queda no total de assaltos a turistas foi de 59%. Os roubos em geral caíram 32%. Por trás disso há um mutirão de ordenamento urbano chamado CopaBacana, implantado no dia 19 de abril graças a uma parceria entre a Prefeitura e o governo do Estado.

A “faxina” no bairro começou com um mapeamento das áreas críticas. Depois, guardas municipais recolheram 263 moradores de rua, que foram levados a albergues. Sete mendigos tiveram mandado de prisão expedido. Mais de 90 menores infratores foram detidos. Prostitutas foram conduzidas à delegacia. Entre elas, a polícia descobriu cinco menores. Como prostituir-se, em si, não é crime, foi adotada uma estratégia para controlar a atividade: agentes vão fotografar os carros dos possíveis clientes. A medida, polêmica, é defendida como uma proteção às garotas de programa. “Se uma delas sofrer violência no encontro, saberemos quem freqüenta o lugar e poderemos investigar”, diz o coordenador do projeto, o subsecretário estadual de Governo Rodrigo Bethlem.


O CopaBacana é uma espécie de Tolerância Zero, o programa que reduziu o crime em Nova York. Segue a “teoria da janela quebrada”, nascida do seguinte experimento feito por especialistas em segurança nos Estados Unidos: dois carros idênticos foram abandonados numa rua, um deles com o vidro quebrado. Em poucos dias, o carro danificado foi depenado, enquanto o outro nem sequer foi tocado pelos bandidos. Conclusão: o crime se alimenta da desordem. “O clima de vale-tudo é um incentivo à criminalidade. A melhoria da ordem urbana acaba tendo reflexo imediato nos índices de segurança”, diz Bethlem.

Em Copacabana, a polícia conta com a ajuda dos moradores. Um número de telefone foi criado para que qualquer pessoa possa denunciar criminosos anonimamente. As informações passadas já ajudaram a fechar bocas de fumo. Na Vila Cruzeiro, os moradores não têm uma linha direta para denunciar a ação de traficantes ou abusos da polícia.

Apesar do sucesso aparente, o CopaBacana não é uma unanimidade. Para o sociólogo Ignacio Cano, especialista em violência, operações como essa são autoritárias e antidemocráticas. “Ninguém está na rua porque quer, mas por necessidade. Em breve, os mendigos voltam e será preciso fazer tudo de novo”, diz ele. Governo e Prefeitura já anunciaram que vão manter o CopaBacana e estendê-lo a outros bairros do Rio, como Lapa e Barra da Tijuca. Será uma chance para o carioca saber se as melhorias estão sendo feitas para os turistas ou para quem vive na cidade.
Quelle Epoca



_________________________________
Schöne Grüße,
tinto


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BeitragVerfasst: 12 Jun 2007 05:24 
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Registriert: 11 Jul 2006 14:01
Beiträge: 29
Das Thema Kriminalität war für unsere Familie matchentscheidend. Es war der entscheindende Grund, das Thema "Auswandern nach Brasilien" aufzugeben. Wir hatten die Wahrscheinlichkeit, mit schwerer Kriminalität betroffen zu werden, als gering eingestuft. Erfahrungen von anderen haben uns dazu bewogen, diese These zu widerrufen. Euer Wunsch nach Brasilien auszuwandern hängt meiner Ansicht nach von der subjektiven Priorisierung gewisser Kriterien ab (Sicherheit, Wunsch nach Luxus, Lebensfreude, etc.)


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BeitragVerfasst: 12 Jun 2007 13:55 
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Registriert: 24 Apr 2006 17:31
Beiträge: 946
Wohnort: Belo Horizonte
Tolerância Zero wäre sicher ein hilfreicher Ansatz, auch hier in Belo. Aber wo anfangen? Und was dann?

Das Grundproblem ist m.E. dass hier das Leben des anderen nichts wert ist. Das äussert sich darin, dass man zu schnell oder mit 2-3 Bier intus noch Auto fährt, dass Autobusse mitsamt Insassen abgefackelt werden oder Politiker für Medikamente bestimmtes Geld in die eigene Tasche abzweigen. Hinter all diesen Symptomen steckt die gleiche Geisteshaltung, und solange eine Mehrheit das nicht realisiert und bereit ist daran etwas zu ändern, ist auch 'Tolerância Zero' reine Symptombekämpfung.

BB



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