Lemi hat geschrieben:
Das Hauptproblem brasilianischer Grossstädte ist die unkontrollierte Urbanisierung (Favelabildung), die daraus resultierenden sozialen Widersprüche, Beschaffungskriminalität und Ausweglosigkeit mit Bereitschaft zum Töten (No-Future-Generation).
Da hast Du recht. Ich versuche ja auch nur gleiches mit gleichem zu vergleichen. Zürich und Anápolis haben jeweils etwa 320.000 Einwohner. Natürlich hinkt auch hier der Vergleich, den Zürich ist die grösste Stadt der Schweiz. Mit der Agglo kommt sie dann auf gut 1 Mio. Müsste man daher mit SP vergleichen. Passt aber auch wieder nicht, weil natürlich komplett andere Gesellschaft, Kultur und Politik.
Jedenfalls ist es bei mir vor der Haustür definitiv nicht gefährlich für
mich. Ebenso ist das Zürcher Rotlicht-Milieu nicht gefährlich für
mich (bin ja da Hausmeister...). Trotzdem würde ich keinem Fremden empfehlen sich an dem einen noch an dem anderen Ort so zu bewegen, wie ich das kann.
Die Ursache von Kriminalität ist aber auch nicht die unkontrollierte Urbanisierung, sondern die extreme soziale Ungerechtigkeit und die komplett (oder absichtlich) verfehlte Bildungspolitik in Brasilien. Deshalb gehen nämlich die meisten Brasilianer in die grossen Städte. Und da sie nichts besitzen hausen sie zunächst in Favelas, die dann schnell von kriminellen Banden organisiert und geführt sind. Und das ist dann eben das was in Rio, SaoPaulo, Recife, usw. abgeht. - und an einigen diesen Orten kreuzem sich dann die Pfade. Die der Traficantes mit denen der Touris. Und dann gelten die Regeln der Wildnis. Fressen und gefressen werden. Das ist bei uns in GO eben nöch ganz anders. Und GO ist genauso Brasilien, wie die Copa....