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BeitragVerfasst: 28 Jun 2007 19:02 
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OK, lang lang ist's her, dass ich was geschrieben habe, aber nun doch mal wieder...

Wenn ich mal "uns Ausländer" hier in São Paulo nehme, dann das Folgende:

- ein Freund (Deutscher), 190cm klein, rotharig, seit 10 Jahren in São Paulo, wurde noch nie überfallen.
- anderer Freund (Deutscher), 180cm, blond, seit 5 Jahren in São Paulo, wurde noch nie überfallen.
- nächster Freund (Franzose), 180cm, dunkelblond, seit 7 Jahren in São Paulo, wurde noch nicht überfallen.
[...]
- ich, 188cm, blond, seit 3 Jahren in São Paulo, wurde noch nicht überfallen.

Wir drei haben alle keine Autos, sondern fahren mit Motorrädern durch die Stadt. Dabei meiden wir die etwas unschöneren Bairros in der Peripherie und auch z. B. Crackolandia im Centro, fahren aber durchaus alle drei regelmässig nachts.

Etwas aufpassen, bestimmte Ecken meiden, unauffällig kleiden, nicht wie ein Tourist durch die Gegend "eiern", kein fettes Portomonai und kein Nobel-Handy (und das Handy insgesamt am besten Nachts in den dunkleren Ecken einfach auch nicht benutzen)- dann ist das Risiko relativ kalkulierbar.

Seit's gegrüsst
Floriano



SYNDIKAT Jazzclub


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BeitragVerfasst: 28 Jun 2007 20:57 
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Floriano hat geschrieben:
- ein Freund (Deutscher), 190cm klein, rotharig, seit 10 Jahren in São Paulo, wurde noch nie überfallen.

- anderer Freund (Deutscher), 180cm, blond, seit 5 Jahren in São Paulo, wurde noch nie überfallen.

- nächster Freund (Franzose), 180cm, dunkelblond, seit 7 Jahren in São Paulo, wurde noch nicht überfallen.
[...]

- ich, 188cm, blond, seit 3 Jahren in São Paulo, wurde noch nicht überfallen.

Wir drei ....


:roll: Komisch ich komm auf 4 ! :twisted:


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BeitragVerfasst: 28 Jun 2007 21:22 
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Beiträge: 1
[quote="Floriano"]OK, lang lang ist's her, dass ich was geschrieben habe, aber nun doch mal wieder...

Wenn ich mal "uns Ausländer" hier in São Paulo nehme, dann das Folgende:

- ein Freund (Deutscher), 190cm klein, rotharig, seit 10 Jahren in São Paulo, wurde noch nie überfallen.
- anderer Freund (Deutscher), 180cm, blond, seit 5 Jahren in São Paulo, wurde noch nie überfallen.
- nächster Freund (Franzose), 180cm, dunkelblond, seit 7 Jahren in São Paulo, wurde noch nicht überfallen.
[...]
- ich, 188cm, blond, seit 3 Jahren in São Paulo, wurde noch nicht überfallen.

Wir drei haben alle keine Autos, sondern fahren mit Motorrädern durch die Stadt. Dabei meiden wir die etwas unschöneren Bairros in der Peripherie und auch z. B. Crackolandia im Centro, fahren aber durchaus alle drei regelmässig nachts.

Etwas aufpassen, bestimmte Ecken meiden, unauffällig kleiden, nicht wie ein Tourist durch die Gegend "eiern", kein fettes Portomonai und kein Nobel-Handy (und das Handy insgesamt am besten Nachts in den dunkleren Ecken einfach auch nicht benutzen)- dann ist das Risiko relativ kalkulierbar.

Seit's gegrüsst
Floriano[/quote]


Hi Floriano,

ich würde auch gern in São Paulo leben, weiss aber nicht wie ich meinen Lebensunterhalt dort verdienen kann. Wie macht Ihr vier das denn ?

Gruß
etefk


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BeitragVerfasst: 28 Jun 2007 22:09 
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Mann, das ist doch die Lösung. :shock:

Ich kenne arme und schlecht gekleidete Brasilianer, die fahren weder Auto, noch Motorrad, meiden die "schlechte" Viertel, und wurden trotzdem überfallen.

Also die Lösung für alle, die in Brasilien sicher leben wollen:
Motorrad fahren.

Danke, Floriano, Du hast die Sicherheitslücke gestopft.



Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, daß man sie ignoriert.


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BeitragVerfasst: 29 Jun 2007 02:21 
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zambo du hast mir die worte aus dem mund genommen, die lösung ist motorrad fahren um relativ sicher zu sein.
puxa, und wir haben nur autos und nicht ein motorrad, das sieht dann wohl nicht gut für uns aus. :roll:

@PAN 2007
ich komme übrigens auch auf 4, aber floriano spricht nur von drei. oder ist der vierte doch überfallen worden und wird bei dieser aufzählung nicht berücksichtigt?



We are here to make friends :-)


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BeitragVerfasst: 29 Jun 2007 02:38 
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hallo leute,
nun trampelt mal nicht gleich wieder auf floriano rum, ich selber freu mich mal wieder von ihm zu hoeren/lesen. hab selber noch nicht die gelegenheit gehabt im SYNDIKAT vorbeizuschauen, kommt aber auch nochmal.
gruss didi


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BeitragVerfasst: 29 Jun 2007 02:38 
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.....motorrad....habe auch schon darüber nachgedacht....den ich kann mich nicht errinnern was gehört oder gelesen zu haben (bezogen auf rio) das motorradfahrer per waffe zum fahrerwechsel aufgefordert wurden....


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BeitragVerfasst: 29 Jun 2007 11:12 
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tadinho hat geschrieben:
.....motorrad....habe auch schon darüber nachgedacht....den ich kann mich nicht errinnern was gehört oder gelesen zu haben (bezogen auf rio) das motorradfahrer per waffe zum fahrerwechsel aufgefordert wurden....
Tadinho - Du machst ja Deinem Nick alle Ehre.... :lol:
Trotzdem halte ich Motorradfahren in Brasilien fast so gefährlich wie nachts durch eine Favela schlendern. Denn ob es eine balla pertida oder ein Autofahrer ist der einem den Garaus macht ist ja unterm Strich das selbe Ergebnis....
Was Floriano schreibt ist eine Hinweis, den man richtig lesen muss. Er und vermutlich auch seine Freunde leben ja scheinbar in Sao Paulo. Somit hat man den Vorteil, dass man sich etwas besser auskennt und die Sprache versteht, als der Durchschnitts-Tourist an der Copabana. Es macht eben schon sehr viel aus, wenn man die ganze Situation vom Alltag her kennt oder als Touri quasi einfach so mittenrein trampelt.
Mir ist bis anhin auch noch nie etwas passiert und ich hoffe auch, dass das so bleibt. Mein Ex-Schwiegervater wurde jedoch schon vor seiner Hütte zusammengeschlagen, weil er das kleine Kofferradio nicht hergeben wollte. Er hatte es lieber auf den Boden geworfen, was ihm dann eben zahlreiche Schläge einbrachte. Natürlich kann sowas natürlich auch sonstwo auf der Welt passieren.
Die Frage welche Stadt in Brasilien gefährlich ist kann also nicht pauschal beantwortet werden. Ich denke momentan wäre der complexo alemao eine todsichere Adresse....



paz e amor
Severino


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BeitragVerfasst: 29 Jun 2007 11:37 
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Beiträge: 233
tadinho hat geschrieben:
.....motorrad....habe auch schon darüber nachgedacht....den ich kann mich nicht errinnern was gehört oder gelesen zu haben (bezogen auf rio) das motorradfahrer per waffe zum fahrerwechsel aufgefordert wurden....


Na, dann helfe ich dir nach:

Motoqueiro é roubado ao passar em lombada
13/06/2007 - 12:20:00

Às 2h50 de hoje, 13, Leonardo Sampel Viegas, 22 anos, foi assaltado na quadra 27 da Rua Bernardino de Campos, na Vila Falcão.
Quando reduziu a velocidade de sua moto para transpor um obstáculo, foi cercado por dois homens, que anunciaram o assalto, desferindo socos e pontapés.
Levaram R$ 50,00 em dinheiro


Noch öfter geht es aber so aus:

Assaltado e ainda ficou a pé
25/06/07 10:58

Um assalto seguido de roubo de moto foi registrado por volta das 2 horas de hoje na rua Duque de Caxias, bairro Getúlio Vargas de Ijuí.

Gregori Teixeira Bueno disse na polícia civil que trafegava pela referida via pública quando foi abordado por três marginais.

Um deles estava armado de revólver e mandou o motoqueiro entregar o veículo Honda CG 125 Titan, de cor verde, placa AID 71-52, de Ijuí. Ainda levaram a carteira com os documentos pessoais de Gregori Teixeira Bueno.


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BeitragVerfasst: 29 Jun 2007 12:08 
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Das man das Risiko ein Gewaltopfer zu werden durch Wachsamkeit, Verhalten und Unauffälligkeit vermindern kann, das ist richtig. Das haben wir hier aber schon tausendmal durchgekaut.

Ich kann nicht verstehen, wie man die Wahrheit ignorieren kann.
Sao Paulo hat nunmal eine sehr hohe Kriminalität, da ist Deutschland überhaupt kein Vergleich dazu.

Mich kotzen solche Sprüche an, wie "Mir und meinen Kumpels ist nie was passiert". Also haben alle Opfer selbst Schuld, oder wie?

Mir ist in Mittel- und Südamerika nie was passiert. In Deutschland bin ich in einem Waldweg nähe eines 200 Einwohnerdorfs mit einer Schusswaffe überfallen worden.
Schliesst man jetzt daraus, das ein deutsches Kaff gefährlicher ist, als Sao Paulo oder Rio?

Man kann doch ein Land lieben, dort glücklich leben, aber trotzdem realistisch sein, oder?
Neulich beim Africa-Festival in Würzburg haben wir eine deutsche Frau kennengelernt, die mit einem Afrikaner verheiratet ist und in Kapstadt lebt. Sie sagte, dass sie dort glücklich ist und ein ganz normales Leben führt. Die Natur dort ist traumhaft schön. Das einzig traurige ist die verdammt hohe Gewaltkriminalität dort, fügte sie hinzu.
Das nenn ich Realismus.
Die Afrikaner, die ich kennengelernt habe, hatten nie ein Problem damit, über die Kriminalität zu sprechen.

Bei Brasilienfanatikern (einige Brasilianer mit inbegriffen) ist das ein Tabuthema. Immer schön ignorieren und den Stammtischspruch bringen: "Das kann Dir in Berlin auch passieren" (hat mir neulich sogar ein Carioca gesagt).

Natürlich kann das in Berlin passieren, so wie mir im norddeutschen Kuhkaff. Die Wahrscheinlichkeit ist aber in Deutschland überall um ein hundertfaches geringer, als in Brasiliens Metropolen.



Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, daß man sie ignoriert.


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