Sie will jetzt doch in Deutschland arbeiten

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Re: Sie will jetzt doch in Deutschland arbeiten

Beitragvon moni2510 » Di 20. Jan 2015, 08:48

Arbeiten darf sie mit dem zunächst befristeten Aufenthaltstitel sofort, aber sie hat sofort die Verpflichtung den Integrationskurs zu besuchen, sofern sie vor dem Ausländeramt nicht B1 Deutschkenntnisse nachweisen kann.
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Sie will jetzt doch in Deutschland arbeiten

Beitragvon BrasilJaneiro » Di 20. Jan 2015, 11:53

cabof hat geschrieben: Schau mal auf Deine Zeitrechnung - Feb. Mrz. Apr. - dann sind die 90 Tage um, 90 Tage draussen warten und dann ab August wieder einreisen, es sei denn sie bekommt ein Heiratsvisum etc. etc. - oder sie verlängert sofort ihren Aufenthalt, ist möglich aber mit
Auflagen verbunden.


Heiratsvisum muss aber über das Konsulat beantragt werden. Wird höchste Zeit!

cabof hat geschrieben:Bei 8,50 die Stunde macht sie in der Woche mehr als ein SM.


Eine Sado-Maso verdient aber mehr als 8,50€/Std. :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Sie will jetzt doch in Deutschland arbeiten

Beitragvon Brazil53 » Di 20. Jan 2015, 12:45

Nur zur Erinnerung!
Brasilien hat eine Sonderregelung.
Brasilianische Staatsbürger können ohne Visum einreisen, sich 3 Monate hier aufhalten und in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis zu einem anderen Zweck beantragen. (Ausgenommen ist eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitsaufnahmen)

Sie könnte ohne Visum einreisen, innerhalb der 3 Monate heiraten und dann hier die Aufenthaltserlaubnis erhalten, ohne erneut ausgereist zu sein.

Dazu sollten aber alle erforderlichen Papiere, Übersetzungen und Beglaubigungen im Reisegepäck sein.
Denn drei Monate sind bei Behörden keine Ewigkeit und man kommt schnell in Zeitnot!

Und ob man zur Überziehung der Zeit eine Duldung (Fiktionsbescheinigung) bekommt, hängt immer vom Einzelfall ab.
Wenn die Sachlage eine kurzfristige Überziehung notwendig macht und keine Entscheidungen anstehen, welche im Ergebnis ungewiss sind, dann wird es in der Regel eine Verlängerung geben.

So ein Antrag muss ohne Ausnahme noch innerhalb des dreimonatigen regulären Aufenthaltes gestellt werden. Ein Tag Überziehung und man ist gnadenlos auf dem Rückflug!

Wenn es noch rechtliche Fragen gibt, wo erst noch Behörden oder Gerichte Entscheidungen treffen müssen, dann muss man Deutschland wieder verlassen.
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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Re: Sie will jetzt doch in Deutschland arbeiten

Beitragvon Trem Mineiro » Di 20. Jan 2015, 13:46

BrasilJaneiro hat geschrieben:Heiratsvisum muss aber über das Konsulat beantragt werden. Wird höchste Zeit!


Das ist richtig, wird aber nicht klappen. Der Visa-Antrag wird nur angenommen, wenn der vollständig ist. Und zum Antrag gehört das A1-Goethe-Zertifikat und das fehlt ja. Ohne wird der Antrag nicht bearbeitet.

Da bleibt also nur die risikoreiche Alterative. Einreise mit allen Dokumenten für die Hochzeit als Touristin (die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, ausreichend finanzielle Mittel, Einreise über FFM) und auf Befragung nix von Heirat erzählen.

Gruß
Trem Mineiro
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Re: Sie will jetzt doch in Deutschland arbeiten

Beitragvon BrasilJaneiro » Di 20. Jan 2015, 17:15

Brazil53 hat geschrieben:Nur zur Erinnerung!
Brasilien hat eine Sonderregelung.
Brasilianische Staatsbürger können ohne Visum einreisen, sich 3 Monate hier aufhalten und in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis zu einem anderen Zweck beantragen. (Ausgenommen ist eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitsaufnahmen)
Sie könnte ohne Visum einreisen, innerhalb der 3 Monate heiraten und dann hier die Aufenthaltserlaubnis erhalten, ohne erneut ausgereist zu sein.
Dazu sollten aber alle erforderlichen Papiere, Übersetzungen und Beglaubigungen im Reisegepäck sein.
Denn drei Monate sind bei Behörden keine Ewigkeit und man kommt schnell in Zeitnot!
Und ob man zur Überziehung der Zeit eine Duldung (Fiktionsbescheinigung) bekommt, hängt immer vom Einzelfall ab.
Wenn die Sachlage eine kurzfristige Überziehung notwendig macht und keine Entscheidungen anstehen, welche im Ergebnis ungewiss sind, dann wird es in der Regel eine Verlängerung geben.
So ein Antrag muss ohne Ausnahme noch innerhalb des dreimonatigen regulären Aufenthaltes gestellt werden. Ein Tag Überziehung und man ist gnadenlos auf dem Rückflug!
Wenn es noch rechtliche Fragen gibt, wo erst noch Behörden oder Gerichte Entscheidungen treffen müssen, dann muss man Deutschland wieder verlassen.


Das funktioniert nur mit einem Rechtsanwalt. Das Ausländeramt wird sagen, dass es nur über das Konsulat geht und nichts machen. Die haben jetzt genügend Arbeit mit afrikanischen Flüchtlingen die unser Gemeinwesen und unsere Kultur bereichern. Das Standesamt wird sich auch nicht bewegen. Es muss eine Genehmigung vom Oberlandespräsidenten kommen und evtl eine Nichtschwangerschaft nachgewiesen werden. Thema hatten wir schon einmal. Hinzu kommt, dass meistens die Papiere auch nicht komplett sind. Die Zeit läuft einem weg und am Ende hat man nichts erreicht.
Ich betreue zZ eine Kolumbianerin. Neun Jahre mit einem Deutschen schon verheiratet. Letztes jahr zurück nach Bogotá und er verschwand Ende Oktober nach Deutschland. Nun soll er wieder in Kolumbien sein. Hier haben wir alle sozialen Einrichtungen aufgesucht. Alle schön zugehört, um dann zu sagen, dass sie nichts machen können. Sie ist bei mir gemeldet lebt aber bei einer Freundin. Jetzt war ich selbst mal beim Sozialamt. Alles geschildert aber keine direkte Hilfe. Sie soll sich eine Wohnung (bis45qm und 8,06€/qm) mieten. Dann bekäm sie Unterstützung und wäre krankenversichert. Habe aber die Vermutung, wenn die im Pass sehen, dass sie ausgereist ist (war 15 Monate), dass dann das permanente Visum schwindet. Der Mann müsste aber im Februar aus Kolumbien wieder raus, da er für die Verlängerung des Visums die Unterschrift der Frau braucht. Also alles kompliziert auch mit Personen, die schon einige Jahre in Deutschland lebten und den Integrationskurs erfolgreich absolvierten. Selbst Putzfirmen stellen sie ohne Krankenversicherung nicht ein. Jetzt kommst du mit einer Brasilianerin die nie in Deutschland war und die Sprache nicht kann. Zwecklos.
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Re: Sie will jetzt doch in Deutschland arbeiten

Beitragvon cabof » Di 20. Jan 2015, 19:10

Im Prinzip hat unser User noch gute Karten - soll sie als Toursitin einreisen und sich bei einem VHS Kurs anmelden, das ist eine der
Voraussetzungen um die 90 Tage zu verlängern, Knackpunkt sind die Folgekosten wie KV, Finanznachweis und letztendlich natürlich auch
der Kurs und evtl. Fahrgeld und nicht vergessen: eine Meldeadresse. Meine Bekannte hat jetzt die 2. Verlängerung angestrebt, der Termin bei der ABH ist noch offen - sie trägt sich mit dem Gedanken, im Laufe des Jahres zu heiraten - aber das wird dann eine andere Baustelle sein.

Brasiljaneiro - es gibt X Aufenthaltstitel für DE und die meisten haben ein "Verfallsdatum" wie bei einem früheren Fall. Seine
Witwerrente reichte nicht aus (er wäre dann Aufstocker gewesen) und somit "tschüss" und das nach gut 15 Jahren DE (sein verstorbener Partner hat sich nie drum gekümmert etwas Permanentes draus zu machen, die sind alle 6 Monate ausgereist).
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Folgende User haben sich bei cabof bedankt:
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Re: Sie will jetzt doch in Deutschland arbeiten

Beitragvon Brazil53 » Di 20. Jan 2015, 19:59

cabof hat geschrieben:Im Prinzip hat unser User noch gute Karten - soll sie als Toursitin einreisen und sich bei einem VHS Kurs anmelden, das ist eine der
Voraussetzungen um die 90 Tage zu verlängern, Knackpunkt sind die Folgekosten wie KV, Finanznachweis und letztendlich natürlich auch
der Kurs und evtl. Fahrgeld und nicht vergessen: eine Meldeadresse. Meine Bekannte hat jetzt die 2. Verlängerung angestrebt, der Termin bei der ABH ist noch offen - sie trägt sich mit dem Gedanken, im Laufe des Jahres zu heiraten - aber das wird dann eine andere Baustelle sein.

Brasiljaneiro - es gibt X Aufenthaltstitel für DE und die meisten haben ein "Verfallsdatum" wie bei einem früheren Fall. Seine
Witwerrente reichte nicht aus (er wäre dann Aufstocker gewesen) und somit "tschüss" und das nach gut 15 Jahren DE (sein verstorbener Partner hat sich nie drum gekümmert etwas Permanentes draus zu machen, die sind alle 6 Monate ausgereist).


Danke cabof, dass du auch diese Möglichkeit hier erwähnst.
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Re: Sie will jetzt doch in Deutschland arbeiten

Beitragvon moni2510 » Mi 21. Jan 2015, 08:43

falls das eine Option ist, würde ich mich jetzt schon schalau machen, wie es mit Kursen aussieht. Hier bei uns ist alles komplett überbucht und überlaufen. Da ist nix, mit mal schnell zum Sprachkurs anmelden. Und für ein Spachvisum braucht man einen Kurs mit 20h pro Woche... als Selbstzahler auch nicht gerade ein Schnäppchen. Aber ist zumindest eine Option.

Mich würde ja interessieren, wie das mit der Krankenkasse geht... ich habe meinen Mann ja hier mit mir familienversichert. Muss man sonst eine private Versicherung machen????
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Re: Sie will jetzt doch in Deutschland arbeiten

Beitragvon buzios11 » Mi 21. Jan 2015, 10:55

Sprachkurs ist nicht nötig , da sie ja schon A1 hat ( sie lebte ja schon mal 2 Jahre in D ), aber es ist richtig bis sie hier zumindest halbtags arbeiten kann wird schon wieder Weihnachten sein.
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Re: Sie will jetzt doch in Deutschland arbeiten

Beitragvon cabof » Mi 21. Jan 2015, 11:03

offtopic an Moni: ist klar, das in Bayern alle Sprachkurse belegt sind, seit dem Regierungserlass, das alle Deutschen deutsch sprechen müssen, scheint Nachholbedarf zu bestehen :shock:
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