Silveira Martins
Die sogenannte
„Quarta Colônia“ wurde 1877 von Italienischen Einwanderen im geographischen Zentrum von Rio Grande do Sul weit entfernt von den ersten italienischen Siedlungsgebieten gegründet. Ursprünglich wurde das gesamte Gebiet in Anlehnung an einen Politiker, der die Immigration massiv förderte, „Silveira Martins“ genannt. Die zur Besiedlung ausgewählte Gegend liegt in der Serra Geral genauer in der Serra de São Martinho und umfasst heute die Gemeinden von Dona Francisca, Faxinal do Soturno, Ivorá, Nova Palma, Pinhal Grande, Silveira Martins, São João do Polêsine und Teile von Santa Maria (Arroio Grande e Itaára) und von Restinga Seca (Três Vendas, São Rafael, Santuário e Várzea do Meio). Die grösste und auch wirtschaftlich wichtigste Stadt ist Santa Maria (cf.
Elisaudo.de ).
Die schönste Stadt, oder besser redet man von einem Dorf, ist
Silveira Martins, das ungefähr 30 km von Santa Maria entfernt liegt. Die „Serra“ hier gehört zu einem Schutzgebiet für die „Mata Atlântica“ in Rio Grande do Sul.
Alte Gebäude und Hotels aus der Zeit der Besiedlung prägen das Stadtbild von Silveira Martins mit der Kirche „
Santo Antônio de Pádua“, deren Glockenturm dem in Caorle in Italien nachempfunden ist, als Hauptorientierungspunkt. Als wir in der Kirche waren, dachten wir nur, schade, dass wir nicht hier geheiratet haben.
Was sollemer machen?
Ums es ganz ehrlich zu sagen: Es gibt nicht viel zu tun, es sei denn man geht auf eigene Faust wandern. Es soll auch
Ecoturismo in der Gegend geben, ich habe ihn aber nicht getroffen.

Wir waren nur zum Essen in Silveira Martins, da diese Region für die italiensich beeinflusste Küche bekannt ist. Was man definitiv gut kann ist
produtos coloniais kaufen. Also z.B. alle möglichen Salamis, Schinken, Liköre, Weine (sagen wir besser Tafelweine zum Trinken - leider nicht zum Geniessen), Süsses (
Doce de Leite).
Hin und Weg?
Mit dem Auto von Santa Maria aus sind es ca. 30 km. Man fährt die RS-509 Richtung Porto Alegre und ungefähr 10 km nach der Base Aérea biegt man links auf die Strasse Richtung Silveira Martins (beschildert als „
Acesso a Silveira Martins“) ein. Von dort an geht es noch 13 km in einer schönen Mittelgebirgslandschaft weiter bis nach Silveira Martins. Auf dem Weg liegt noch ein Restaurant, das sehr gut sein soll, aber von mir noch nicht getestet wurde. Im Endanstieg kommt man noch an einem Denkmal für die italienischen Einwanderer vorbei, von wo man einen schönen Ausblick auf die Umgebung hat.
Es gibt auch eine Busverbindung von Santa Maria.
Restaurant-Tip
RESTAURANTE LA SORELLA
Endereço: Rua Vitelio Zago, esq. Praça Garibaldi
Fone: (055) 3224-1205
Im
„La Sorella“ gibt es zumindestens Sonntags kein Essen a´la carte. Verschiedene Salami (z.B. Copa) und verschiedene Käse sind zusammen mit Brot als Vorspeise schon gedeckt. Anschliessend gibt es
galeto mit
polenta frita, ein köstliches Safranrisotto, Salat, Spaghetti al Pesto und verschiedenste Sorten Lasagne. Als Nachtisch konnte man aus dem typischen Angebot (
Quindim, Pudim de leite, amrosia etc.) auswählen. Ein Schwachpunkt ist die Auswahl an Rotweinen, aber der „vinho da casa“ ist in Ordnung, nur leider nicht ausgebaut. Insgesamt haben wir im „La Sorella“ sehr gut gegessen und werden mit Sicherheit wieder kommen. Ach so, Kostenpunkt pro Nase R$ 17 fürs Essen und jeweils R$ 1,50 für einen halben Liter Rotwein oder Traubensaft (für den Fahrer). Eine Tischreservierung ist anzuraten.
Quelle:
Elisaudo.de