Sind alle Deutschen in Brasilien so?

Hier können BrasilienFreunde nach Herzenslust plaudern! Forum ist öffentlich einsehbar, bitte Nutzungsbedingungen beachten!

Re: Sind alle Deutschen in Brasilien so?

Beitragvon Takeo » Mi 17. Sep 2008, 14:40

Macumba hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:(...)
Was muss man tun, um am Türsteher der Favela vorbeigelassen zu werden, um an der Favelaparty mitzumachen???


Einfach dat Büchlein von uns Subbagringo kaufen. :mrgreen:


Ah é - acertou na mosca!
Benutzeravatar
Takeo
 
Beiträge: 3956
Registriert: Mo 27. Jun 2005, 23:00
Bedankt: 236 mal
Danke erhalten: 578 mal in 361 Posts

Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Sind alle Deutschen in Brasilien so?

Beitragvon Schwobaseggl » Mi 17. Sep 2008, 15:34

Macumba hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:(...)
Was muss man tun, um am Türsteher der Favela vorbeigelassen zu werden, um an der Favelaparty mitzumachen???


Einfach dat Büchlein von uns Subbagringo kaufen. :mrgreen:


Wennze datt noch in der LE Ausführung mit handschriftlicher Signierung hast wirst sogar in der Sänfte bis zu dem Ort getragen, wo sie dich dann ausrauben und kalt machen :mrgreen:
Dieses Posting darf jeder auslegen wie er denkt.
Ich schreibe es ja auch wie ich denke.
Benutzeravatar
Schwobaseggl
 
Beiträge: 532
Registriert: Mo 9. Jun 2008, 18:14
Wohnort: BH / Patos de Minas
Bedankt: 5 mal
Danke erhalten: 14 mal in 13 Posts

Re: Sind alle Deutschen in Brasilien so?

Beitragvon tinto » Mi 17. Sep 2008, 16:03

Schwobaseggl hat geschrieben:In Deutschland gibt es Armut, Mittelstand und Reiche.

In Brasilien ist es ebenso.

Ist es dann ein Verbrechen dem Mittelstand anzugehören oder gar den Reichen ?

Funktioniert der real existierende Kommunismus in dem Nichtstuer und Hilfsschüler genau das gleiche verdienen wie studierte oder Unternehmer ? Warum studiert man dann noch ? Wo ist der Anreiz ?

Leistung wird halt bezahlt. Wer viel geleistet hat kann sich auch etwas leisten.
Der Rest muss halt knechten.


Brasilien und Deutschland sind da doch sehr, sehr verschieden. Ich bestreite, dass es in Deutschland echte, absolute, existenzbedrohende Armut gibt. Richtig reiche geben sich in Deutschland anders als in Brasilien. Der Abstand zwischen reich und arm ist in Brasilien weitaus größer. Es gibt in Brasilien viel mehr sichtbaren und ausgelebten Reichtum als in Deutschland. In Deutschland dominiert der Mittelstand. Im Mittelstand findest du Studierte und Unternehmer ebenso wie Handwerker.

In Brasilien war dieser Mittelstand lange gar nicht existent. Anfang der 90er Jahren gab es ihn nicht. Weil die Inflation das Erworbene auffraß. Leistung wurde in der Tat nicht belohnt. Heute ist das anders. Der Mittelstand boomt. Lauter Familien, die sich nen Fox oder Gol leisten können und auch mal nen richtigen Urlaub im Nordosten.

Die Reichen in Brasilien schafften damals ihre Kohle außer Landes. Sie zogen Kapital aus dem Land ab und kauften ihre Luxusgüter nur im Ausland. Sie feierten Parties, ließen Straßenkinder erschießen und es scherte sie nicht, wenn um die Ecke jemand verhungerte. Heute ist das auch etwas anders geworden. Da darfs auch mal ein Jet aus heimischer Produktion sein. Da überbietet man sich mit Benefiz-Veranstaltungen. Da werden Arbeitsplätze geschaffen, etwa bei Petrobras oder in der Bauwirtschaft etwa.
_________________________________
Schöne Grüße,
tinto
Benutzeravatar
tinto
Moderator
 
Beiträge: 3909
Registriert: Fr 7. Jan 2005, 09:37
Wohnort: Rheinland/Münsterland
Bedankt: 137 mal
Danke erhalten: 137 mal in 104 Posts

Re: Sind alle Deutschen in Brasilien so?

Beitragvon ana_klaus » Mi 17. Sep 2008, 16:16

ooohhh tinto,

lies was Du gechrieben hast noch einmal durch. Ich bin sicher Du wirst die edit taste benutzen, ich hoffe zumindest, dass Du diesen pontierten Beitrag überdenkst.

Bis dahin
klaus
http://www.pension-brasilien.de
Benutzeravatar
ana_klaus
 
Beiträge: 1317
Registriert: Do 16. Aug 2007, 18:28
Wohnort: Warendorf/Cabo de Santo Agostinho, Praia do Paiva
Bedankt: 332 mal
Danke erhalten: 149 mal in 122 Posts

Re: Sind alle Deutschen in Brasilien so?

Beitragvon Schwobaseggl » Mi 17. Sep 2008, 16:29

tinto hat geschrieben: Brasilien und Deutschland sind da doch sehr, sehr verschieden. Ich bestreite, dass es in Deutschland echte, absolute, existenzbedrohende Armut gibt. Richtig reiche geben sich in Deutschland anders als in Brasilien. Der Abstand zwischen reich und arm ist in Brasilien weitaus größer. Es gibt in Brasilien viel mehr sichtbaren und ausgelebten Reichtum als in Deutschland. In Deutschland dominiert der Mittelstand. Im Mittelstand findest du Studierte und Unternehmer ebenso wie Handwerker.

In Brasilien war dieser Mittelstand lange gar nicht existent. Anfang der 90er Jahren gab es ihn nicht. Weil die Inflation das Erworbene auffraß. Leistung wurde in der Tat nicht belohnt. Heute ist das anders. Der Mittelstand boomt. Lauter Familien, die sich nen Fox oder Gol leisten können und auch mal nen richtigen Urlaub im Nordosten.

Die Reichen in Brasilien schafften damals ihre Kohle außer Landes. Sie zogen Kapital aus dem Land ab und kauften ihre Luxusgüter nur im Ausland. Sie feierten Parties, ließen Straßenkinder erschießen und es scherte sie nicht, wenn um die Ecke jemand verhungerte. Heute ist das auch etwas anders geworden. Da darfs auch mal ein Jet aus heimischer Produktion sein. Da überbietet man sich mit Benefiz-Veranstaltungen. Da werden Arbeitsplätze geschaffen, etwa bei Petrobras oder in der Bauwirtschaft etwa.


Hmmmmmmm

Existenzbedrohende Armut gibt es auch dort. Schau einmal unter die Brücken, in die Schlafsäle der Asyle, und auf die Lüftungsschächte der Kaufhäuser.
Dieses Posting darf jeder auslegen wie er denkt.
Ich schreibe es ja auch wie ich denke.
Benutzeravatar
Schwobaseggl
 
Beiträge: 532
Registriert: Mo 9. Jun 2008, 18:14
Wohnort: BH / Patos de Minas
Bedankt: 5 mal
Danke erhalten: 14 mal in 13 Posts

Re: Sind alle Deutschen in Brasilien so?

Beitragvon Takeo » Mi 17. Sep 2008, 19:45

tinto hat geschrieben:1.) In Brasilien war dieser Mittelstand lange gar nicht existent. (...) Heute ist das anders. Der Mittelstand boomt. Lauter Familien, die sich nen Fox oder Gol leisten können und auch mal nen richtigen Urlaub im Nordosten.

2.) Die Reichen in Brasilien schafften damals ihre Kohle außer Landes. Sie zogen Kapital aus dem Land ab und kauften ihre Luxusgüter nur im Ausland. Sie feierten Parties, ließen Straßenkinder erschießen und es scherte sie nicht, wenn um die Ecke jemand verhungerte.


1.) Mittelstand gab es schon immer - nur vor 'Collor' gab es nur beschränkt Zugang zu Importware...

2.) "Sie feierten Parties, ließen Straßenkinder erschießen und es scherte sie nicht, wenn um die Ecke jemand verhungerte". <- tinto, você tá viajando na maionese!!!
Benutzeravatar
Takeo
 
Beiträge: 3956
Registriert: Mo 27. Jun 2005, 23:00
Bedankt: 236 mal
Danke erhalten: 578 mal in 361 Posts

Re: Sind alle Deutschen in Brasilien so?

Beitragvon tinto » Mi 17. Sep 2008, 20:13

Schwobaseggl hat geschrieben:
tinto hat geschrieben: Brasilien und Deutschland sind da doch sehr, sehr verschieden. Ich bestreite, dass es in Deutschland echte, absolute, existenzbedrohende Armut gibt. Richtig reiche geben sich in Deutschland anders als in Brasilien. Der Abstand zwischen reich und arm ist in Brasilien weitaus größer. Es gibt in Brasilien viel mehr sichtbaren und ausgelebten Reichtum als in Deutschland. In Deutschland dominiert der Mittelstand. Im Mittelstand findest du Studierte und Unternehmer ebenso wie Handwerker.

In Brasilien war dieser Mittelstand lange gar nicht existent. Anfang der 90er Jahren gab es ihn nicht. Weil die Inflation das Erworbene auffraß. Leistung wurde in der Tat nicht belohnt. Heute ist das anders. Der Mittelstand boomt. Lauter Familien, die sich nen Fox oder Gol leisten können und auch mal nen richtigen Urlaub im Nordosten.

Die Reichen in Brasilien schafften damals ihre Kohle außer Landes. Sie zogen Kapital aus dem Land ab und kauften ihre Luxusgüter nur im Ausland. Sie feierten Parties, ließen Straßenkinder erschießen und es scherte sie nicht, wenn um die Ecke jemand verhungerte. Heute ist das auch etwas anders geworden. Da darfs auch mal ein Jet aus heimischer Produktion sein. Da überbietet man sich mit Benefiz-Veranstaltungen. Da werden Arbeitsplätze geschaffen, etwa bei Petrobras oder in der Bauwirtschaft etwa.


Hmmmmmmm

Existenzbedrohende Armut gibt es auch dort. Schau einmal unter die Brücken, in die Schlafsäle der Asyle, und auf die Lüftungsschächte der Kaufhäuser.


Das ist richtig. Aber sie haben Möglichkeiten und Ansprüche, die sie nicht nutzen und bisweilen müssen sie auch unter Betreuung gestellt werden, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Leistungen nach dem SGB XII können sie auf alle Fälle in Anspruch nehmen, Obdachloseneinrichtungen, Tafeln etc auch. Ein jeder wäre also in der Lage, sich das Eistenzminimum zu sichern.

Selbst die ärztliche Versorgung ist gesichert, wenn man sie braucht. Liegt einer hillos auf der Straße, kommt der Krankenwagen. Das ist der Unterschied.
_________________________________
Schöne Grüße,
tinto
Benutzeravatar
tinto
Moderator
 
Beiträge: 3909
Registriert: Fr 7. Jan 2005, 09:37
Wohnort: Rheinland/Münsterland
Bedankt: 137 mal
Danke erhalten: 137 mal in 104 Posts

Re: Sind alle Deutschen in Brasilien so?

Beitragvon tinto » Mi 17. Sep 2008, 20:20

ana_klaus hat geschrieben:ooohhh tinto,

lies was Du gechrieben hast noch einmal durch. Ich bin sicher Du wirst die edit taste benutzen, ich hoffe zumindest, dass Du diesen pontierten Beitrag überdenkst.

Bis dahin
klaus
http://www.pension-brasilien.de


Weswegen. Du meinst das, was ich 1992/1993 selbst gesehen habe, also das hier:

http://www.zeit.de/1993/31/Eine-Gesells ... d?page=all

1992 starben nicht nur über 400 mal eben so in Rio auf diese bestialische Art und Weise, sondern mehr als 600 in Sao Paulo. Die Morde an Straßenkindern und das Massaker mit 111 Toten in Sao Paulos Gefängnis sind genau in jener Zeit passiert, als ich dort am Konsulat war. Niemand braucht mich darüber belehren, was damals passiert ist.

Und das sah man dann letztlich so, und auch dafür gibt es Belege:

Straßenkinder leben in Brasilien gefährlich. Sie sind den reichen Bewohnern von Rio, den Geschäftsleuten und den Reisegesellschaften ein Dorn im Auge. Sie passen nicht in die Stadt. Sie werden überall verjagt, verfolgt. Todesschwadronen kassieren Prämien dafür, dass sie Straßenkinder erschießen. Im Juli 1993 wurden vor der Kathedrale "Candelaria" mitten in Rio acht Straßenkinder im Schlaf von einer Todesschwadron, zum Teil aus Polizisten bestehend, erschossen. Dieser Mord rief zwar weltweit Empörung hervor, aber das Töten geht weiter.
Quelle: http://www.avicres.de/brasilien-wohnhaeuser.htm


Und diese Berichte waren keine Seltenheit, sondern Tag für Tag Realität. Wie ein Krieg eben. Es ist halt passiert. Ich mache keineswegs alle Reichen dafür verantwortlich. Aber nach den Erkenntnissen, die damals ganz übereinstimmend gewonnen wurden, war es so wie oben beschrieben. Niemand hat das übrigens wirklich bestritten. Die Beweislage in mehreren Fällen war eben bedrückend.

Und ich sage auch, dass sich in den letzten 10 Jahren die Verhältnisse stark geändert haben. Was ist also daran falsch?
Zuletzt geändert von tinto am Mi 17. Sep 2008, 20:39, insgesamt 1-mal geändert.
_________________________________
Schöne Grüße,
tinto
Benutzeravatar
tinto
Moderator
 
Beiträge: 3909
Registriert: Fr 7. Jan 2005, 09:37
Wohnort: Rheinland/Münsterland
Bedankt: 137 mal
Danke erhalten: 137 mal in 104 Posts

Re: Sind alle Deutschen in Brasilien so?

Beitragvon donesteban » Mi 17. Sep 2008, 20:34

Tinto, Blödsinn. Das sowas vielleicht mal vereinzelt vorkam, kann ich nicht widerlegen. Dein Statement unterstellt, dass dies normal gewesen sein. Bei uns wurde doch mal kürzlich eine Kannibale verurteilt. Sind wir deutsche Menschenfresser? Ich erinnere an die Nogo-Areas. Aha, an jeder Ecke wartet ein gewalttätiger Nazi? Auch hier gibt es Auswüchse wo z.B. Geschäftsleute andere geschäftsschädliche Individuen eliminieren (wollen). Mal was von der Mafia gehört?

Generell sind Brasilianer kinderlieb. Strassenkinder werden zwar oft ignoriert - sind halt sehr viele - es wird ihnen aber auch oft geholfen. Von Restaurantbesitzern und ganz normalen Leuten. Das sehe ich täglich. Das böse Brasilien sehe ich selten. Es existiert aber auch.
Benutzeravatar
donesteban
 
Beiträge: 1852
Registriert: Do 15. Nov 2007, 19:39
Wohnort: Stuttgart 7/12 Recife 5/12
Bedankt: 7 mal
Danke erhalten: 86 mal in 67 Posts

Re: Sind alle Deutschen in Brasilien so?

Beitragvon ana_klaus » Mi 17. Sep 2008, 20:36

oi tinto,

1992/93, Du kannst rechnen, soll ich Dir Medienberichte aus dieser Zeit aus Europa zitieren? Vergangenheit zählt nicht, Gott sei Dank, Jetzt , Heute und Zukunft bestimmen unser Leben.

klaus
http://www.pension-brasilien.de
Benutzeravatar
ana_klaus
 
Beiträge: 1317
Registriert: Do 16. Aug 2007, 18:28
Wohnort: Warendorf/Cabo de Santo Agostinho, Praia do Paiva
Bedankt: 332 mal
Danke erhalten: 149 mal in 122 Posts

VorherigeNächste

Zurück zu Plauderecke

 


Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Berechtigungen in diesem Forum

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

fabalista Logo

Persönlicher Bereich

Anmelden

Empfehlung

Wortübersetzer

Deutsch/Portugiesisch - Übersetzer in Kooperation mit Transdept

Neu im IAP PortalNetwork

Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]