Skandalöse spanische Einwanderungsbestimmungen für Brasilian

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Re: Skandalöse spanische Einwanderungsbestimmungen für Brasilian

Beitragvon Hamberger » Mo 17. Aug 2009, 04:04

Danke für Eure Beiträge. Habe gar nicht vermutet, dass innerhalb eines Tages so viel Interesse erweckt wird.
Also Rauschgift oder sonstige kriminelle Handlungen schliesse ich aus. Weder ich noch meine Bekannte hatten jemals mit der Polizei oder anderen Ermittlungsbehörden zu tun.
Was aber berichtet wird, ist, dass Spanien die höchste Arbeitslosigkeit in der EU hat, Brasilianer in Spanien angekommen sind und illegal Arbeit gesucht haben. Aber meine Bekannte hatte einen LH Weiterflug nach München und auch den Rückflug nach 2 Monaten gebucht.
Dann lag auch - wie bereits erwähnt - meine Kostenübernahmeerklärung vor, wo auch meine Adresse sowie Telefon- und Handynummer vermerkt waren.
Und schliesslich war ich selbst in Barajas, um für ein persönliches Gespräch zur Verfügung zu stehen.
Auf der offiziellen Homepage des Außenministeriums unter
http://www.bmeia.gv.at/aussenministeriu ... visum.html
heisst es: Für Brasilianer besteht bis zur Dauer von 3 Monate keine Visumpflicht und es sind auch keine zusätzliche gültige Reisedokumente notwendig. Es muss aber ein Reisepass vorgelegt werden; die Einreise mit einem Personalausweis ist nicht möglich.
Der (für sie erste) Reisepass meiner Bekannten wurde erst Ende 2008 ausgestellt, hat noch keine anderen Visumseinträge und ist dadurch auch fern von allfälligen Ablaufbestimmungen.
Zum Begriff skandalös: Ich finde es nach wie vor einen Skandal, wie ich als 59 jähriger Akademiker, der in Österreich geboren wurde und auch hier immer gelebt hat, von den spanischen Behörden als EU Bürger behandelt werde. Ich wurde wie ein Lausbub beim Eingang der spanischen Behörden mit einem winzigen Zettel mit mir nichtssagenden 2 Telefonnummern abgewimmelt.
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Re: Skandalöse spanische Einwanderungsbestimmungen für Brasilian

Beitragvon Trem Mineiro » Mo 17. Aug 2009, 23:00

Oi Hamberger,
Ich hoffe, du hast meine Wortspielerei mit deinem Nick hpoffendlich als Scherz aufgenommen. Ich hatte erst später bemerkt, dass du kein Hamburger, sondern Österreicher bist. Ich verstehe ja deinen Ärger über diesen Vorfall, aber du solltest noch mal ein wenig auf die Realität schauen.
Die Spanier verteidigen nicht nur ihre Grenzen (gegen illegale Arbeitsuchende) sondern auch die Grenzen aller Schengenstaaten. Das Verfahren, nachdem die Visa gewährt werden ist in allen Schengenstaaten einheitlich und grade die Deutschen meckern immer an den Südländern rum, dass sie zu lasch sind. Heute sind grade Spanien und Portugal da viel strenger.
Dein Zitat vom Außenministerium ist ok, aber was da geschrieben steht ist gemessen an Informationen auf vergleichbaren deutschen Seiten sehr dürftig und einige Aussagen sind nicht klar und vieles fehlt auch (Aber die Regeln sind halt gleich und müssten auch in Österreich so benannt werden)
Die schönen Spalten Visa: nötig, ja/nein ist nicht korrekt, weil jeder Einreisende aus Brasilien ein Visum braucht, das für Brasilianer und andere privilegierte Länder bekommt man halt an der Grenzen, dort wo man den Schengen-Raum betritt. Und dieses Visa kann verweigert werden (wie in eurem Fall) Die ja-Fälle/Länder sind Visa, die bereits vorher im Heimatland beantragt werden müssen.
Außer dem Pass braucht man den Nachweis der Finanziellen Mittel. Wie auch in D, gibt es dafür diese Verpflichtungserklärung mit Brief und Siegel. Hatte deine Freundin sowas, oder hattest du nur, was viele hier machen selber ein Schreiben aufgesetzt.
Dazu prüfen die Beamten den Reisezweck, indem sie Fangfragen über Arbeitsaufnahme, wohnen etc. stellen. (Brasilianerinnen gelten leider jeh nach Auftreten als suspekt, ärgert mich auch)
Als letztes bleibt die Rückkehrwilligkeit. Was du schreibst mit dem neuen Pass ohne frühere Stempel, wird genau gegenteilig ausgelegt. Noch nie im Ausland, noch nie zurückgekehrt, keine feste Arbeit, 8 Wochen Urlaub bekommt man sonst nie, …..und dann wird’s hektisch.
Also auf den deutschen Seiten dazu wird erheblich mehr informiert, du scheinst leider zu spät auf unser Forum aufmerksam geworden zu sein, schade. Das ist leider voll von Fällen wie deinem.
Dazu sind Einreisen über Drittländer wie Spanien, Portugal, manchmal auch Frankreich und Holland immer ein wenig problematisch. Du hast wohl als Österreicher das Pech, das es keine direkten Flüge nach Österreich gibt, was dich ja in diese Länder zwingt.
Meine jetzige Frau ist einmal als Sprachstudentin in Madrid und beim zweiten Mal als meine Frau mit FzF-Visum eingereist. Der Typ in Lisboa konnte den Text des Visums (natürlich in Deutsch) nicht lesen, zum Glück können sich Brasilianer und Portugiesen ja verständigen (wenn sie wollen) und meine Frau hat ihm „Visum für Familienzusammenführung“ übersetzt und er hat’s geglaubt.
Ich kann mir schon vorstellen, wie du dich da in Madrid gefühlt hast, auch ich spreche nur ein paar Worte Spanisch und in dort lief nicht viel mit Englisch. Aber das ist das Risiko, wenn man im Ausland ist, da sind die Spanier nicht anders als andere.
In Frankfurt hätte deine Bekannte aller Wahrscheinlichkeit mit dir telefonieren können und zum Schluss wenigstens einen Zettel in die Hand gedrückt bekommen, warum sie abgewiesen wurde und man spricht wenigstens Englisch.
Aber irgendwas muss deine bekannte über ihren Abweisungsgrund ja mitbekommen haben?
Leider dumm gelaufen.

Viele Grüsse
Tiradentes
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Re: Skandalöse spanische Einwanderungsbestimmungen für Brasilian

Beitragvon Christian B. » Mo 17. Aug 2009, 23:52

Hamberger hat geschrieben: Ich finde es nach wie vor einen Skandal, wie ich als 59 jähriger Akademiker,

Was hat das mit Akadmiker sein zu tun? Sind die in Österreich etwas besonderes?
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Re: Skandalöse spanische Einwanderungsbestimmungen für Brasilian

Beitragvon Copafred » Di 18. Aug 2009, 01:12

Christian B. hat geschrieben:
Hamberger hat geschrieben: Ich finde es nach wie vor einen Skandal, wie ich als 59 jähriger Akademiker,

Was hat das mit Akadmiker sein zu tun? Sind die in Österreich etwas besonderes?



Ja sicher, hast du das nicht gewusst ? Es lebe das Kaiserreich mit ihren Titeln wie Oberstudienrat usw.
Gottes schönste Gabe ist der Schwabe!
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Re: Skandalöse spanische Einwanderungsbestimmungen für Brasilian

Beitragvon Tuxaua » Di 18. Aug 2009, 02:41

@Hamberger
Ohne das ich jetzt Klischees pflegen will, aber: darf man mal indiskret nach dem Alter der Eingeladenen fragen?

Die Spanier haben in der letzten Zeit öfter mal "Zoff" bei der Einreise von Braslianerinnen gemacht. Wie wurde denn die Verweigerung deiner Bekannten gegenüber begründet?
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Re: Skandalöse spanische Einwanderungsbestimmungen für Brasilian

Beitragvon chato » Di 18. Aug 2009, 14:41

Hallo

Christian B. hat geschrieben:
Hamberger hat geschrieben:
Ich finde es nach wie vor einen Skandal, wie ich als 59 jähriger Akademiker,

Was hat das mit Akadmiker sein zu tun? Sind die in Österreich etwas besonderes?"


Natürlich sind Akademiker was besonderes, sowohl in Österreich (Geheimrat, etc) als auch in Brasilien (spätestens, wenn sie im Knast landen)

Abracos

chato

PS. Das mit den Einreiseschwierigkeiten in Spanien/Portugal ist doch schon seit längerem bekannt. Vielleicht sind ein paar € mehr für ein Ticket über Deutschland doch gut inverstiert.
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Re: Skandalöse spanische Einwanderungsbestimmungen für Brasilian

Beitragvon esteban38 » Di 18. Aug 2009, 15:20

Wer sich da ein bisschen durchgoogelt stösst jedenfalls auf die Tatsache, dass Brasilien bei seiner Retourkutsche keinen Deut besser vorgeht als die Spanier. Mir fällt auf, dass sich KEINER der "Abgeschobenen", HÜBEN WIE DRÜBEN an die Gesetze gehalten hat und es sich für mich bei der "Abschiebung" nach Dienst nach Vorschrift anhört. Reine Willkür kann ich da nicht erkennen.

Was für mich nicht angeht, ist die BEHANDLUNG sowohl der Betroffenen Reisenden als auch deren Angehörigen. Das find ich in der Sache das wirklich Stossende. Schliesslich sind das alles Menschen und keine Objekte.
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Re: Skandalöse spanische Einwanderungsbestimmungen für Brasilian

Beitragvon BeHarry » Di 18. Aug 2009, 15:27

ha, hamberger, geb zu, Du hast bestimmt auch schon mal den Jörg, den Alpen-Khadafi, gewählt !
(Gott sei ihm gnädig)

Dann bitte jetzt nicht rumheulen !
Das kommt dabei dann halt raus. Pech gehabt - die Einreisebestimmungen wurden den Wünsc hen der EU Bürger halt angepasst.

Erzähl doch mal, wieviel GELD die Dame denn bei der Einreise dabei hatte.
Doch wohl nicht etwa GARNICHTS, oder?

Tja, das geht halt nicht _ und auch wenn Du mit so einem selbstgeschriebenen Wisch da irgendwo hinter der Schranke stehst.
mANCH Länder geben ihren Bürgern auch Auskunft über die Einreisebestimmungen im Zielland.
Hätte der Reisebüroheini vielleicht mal dran denken können, und die Dame vorher aufzuklären.

Jetzt wisst ihr bescheid: nächstes Mal besser aufpassen !
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Re: Skandalöse spanische Einwanderungsbestimmungen für Brasilian

Beitragvon hualan » Mi 19. Aug 2009, 01:10

Ich gehe einmal davon aus, dass der Threadstarter aufgrund seiner akademischen Vorbildung alle Voraussetzungen geschaffen hat, dass die Dame bereits im Besitz eines Schengenvisums C oder gar D war, wie es in Austria möglich ist.
(Leider schmiert mir der Rechner immer wieder ab, wenn ich die Visumsbestimmuingen für Brasilien aufrufen will, wahrscheinlich haben die Ösi-Länder etwas zu verbergen.)

Wieauchimmer, war die Dame im Besitz eines von einer Schengenbotschaft ausgestelltem Visums? Wenn ja, würde ich die spanischen Behörden auf Schadenseratz bis zum St. Nimmerleinstag verklagen.

Edit: Ich sehe gerade, dass Österreich Brasilianern ein Visum "on arrival" ohne Auflagen gewährt.
Da ein Weiterflugticket nach A vorhanden war, hätten die Spanier als reines Transitland die Einreise, die rechtlich gar keine war, nicht verweigern dürfen.

Nochmal: Ich würde klagen.
Gruß, Hualan
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Re: Skandalöse spanische Einwanderungsbestimmungen für Brasilian

Beitragvon esteban38 » Mi 19. Aug 2009, 03:20

hualan hat geschrieben:Ich gehe einmal davon aus, dass der Threadstarter aufgrund seiner akademischen Vorbildung alle Voraussetzungen geschaffen hat, dass die Dame bereits im Besitz eines Schengenvisums C oder gar D war, wie es in Austria möglich ist.
(Leider schmiert mir der Rechner immer wieder ab, wenn ich die Visumsbestimmuingen für Brasilien aufrufen will, wahrscheinlich haben die Ösi-Länder etwas zu verbergen.)

Wieauchimmer, war die Dame im Besitz eines von einer Schengenbotschaft ausgestelltem Visums? Wenn ja, würde ich die spanischen Behörden auf Schadenseratz bis zum St. Nimmerleinstag verklagen.

Edit: Ich sehe gerade, dass Österreich Brasilianern ein Visum "on arrival" ohne Auflagen gewährt.
Da ein Weiterflugticket nach A vorhanden war, hätten die Spanier als reines Transitland die Einreise, die rechtlich gar keine war, nicht verweigern dürfen.

Nochmal: Ich würde klagen.


Ich gehe eher davon aus, dass die Dame als simple Touristin unterwegs war und einfach mal dem Herrn Hamberger ein Besüchlein abstatten wollte.

Zu den Bestimmungen des Schengener Abkommens habe ich folgendes gefunden:

Personenkontrollen

Während innerhalb des Schengen-Gebiets die Personenkontrollen weggefallen sind, werden Personen an den Außengrenzen zu Drittstaaten nach einem einheitlichen Standard kontrolliert. Dazu wurde ein elektronischer Fahndungsverbund (das Schengener Informationssystem) geschaffen und einheitliche Einreisevoraussetzungen für Drittausländer festgelegt. Daher ist an jedem Punkt der Schengen-Außengrenze die Einreise zu verweigern, wenn kein Schengen-Visum vorhanden ist oder aus anderen Gründen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit eines Schengenstaates festgestellt wird.

An den Flughäfen gibt es getrennte Abfertigungen für Flüge aus den Schengen-Mitgliedsstaaten und aus Drittstaaten. Ist ein sogenanntes einheitliches Schengen-Visum von einem Mitgliedsland erteilt worden, besteht Reisefreiheit für einen Kurzaufenthalt in allen Schengen-Staaten. Auch die Inhaber eines Aufenthaltstitels eines Schengenstaates genießen Reisefreiheit in den anderen Mitgliedsstaaten.


Wenn ich das so lese, würd ich davon ausgehen, dass die Spanier da grundsätzlich die Kompetenz hätten, ein Visum zu verweigern. Gehe auch davon aus, dass die das nicht nach Lust und Laune ausüben sondern aufgrund von klaren und eindeutigen Bestimmungen und Weisungen.
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