sos..ajuda para um amigo..(?)

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Beitragvon Tudacudaduda » Fr 17. Aug 2007, 07:35

Sorry, aber die Geschichte stinkt zehn Meilen gegen den Wind nach einer unverschämten Lüge. Das kannst du allein schon daran erkennen, daß er dir hinterher Fotos von seiner Frau im Krankenhaus schicken will. Was soll der Quatsch? Wenn er Fotos hätte und es eine echte Notlage wäre, dann würde er sie schon geschickt haben. Wofür auch immer das dann gut sein sollte...

Da würde ich keine Sekunde in Erwägung ziehen, den Dukatenesel zu spielen. Es gehört schon eine ganz schöne Abgezocktheit dazu, einen flüchtigen Bekannten um Geld in die Größenordnung zu bitten. Falls du Mailadressen anderer Touristen hast, die mit dir dort waren, frag doch mal nach, ob sie das Mail auch erhalten haben.

Am Besten du drehst den Spieß um und schreibst ihm, du könntest einen Sparvertrag über 10.000 Euro auslösen, müßtest dafür aber erst einmal 500 Euro Gebühren an die Bank bezahlen, die du leider gerade nicht hast. Schlag ihm vor, daß, wenn er dir die 500 Euro überweisen könnte, du ihm diese plus dem benötigten Geld eine Woche später zurücküberweisen würdest. Ich garantiere dir: Du wirst nie wieder von dem Knaben hören. Ein Schlitzohr erkennt schnell ein anderes.
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solche und ähnliche Geschichten......

Beitragvon cabof » Fr 17. Aug 2007, 08:37

genug gehört.... auch ich würde kein Geld schicken, ich würde sogar den Kontakt abbrechen (die Einladung war doch schon mit dem Hintergedanken ausgesprochen worden um den Gringo später zu melken)
Soweit ich weiss, sind doch die "Grundbehandlungen" in BR kostenlos und wer glaubt schon, dass er einen Betrag in dieser Höhe (absurd in Piau) von jemandem geliehen bekommt? - Forget it !!!
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Re: solche und ähnliche Geschichten......

Beitragvon Severino » Fr 17. Aug 2007, 10:30

cabof hat geschrieben:.....Soweit ich weiss, sind doch die "Grundbehandlungen" in BR kostenlos und wer glaubt schon, dass er einen Betrag in dieser Höhe (absurd in Piau) von jemandem geliehen bekommt? - Forget it !!!

Das ist so nicht ganz richtig. Mit einem Beinbruch nach einem Motorradunfall wird man in einem öffentlichen Spital, das von der SUS finanziert ist wohl nie drankommen. Diese Behandlung wär zwar gratis, aber die Reihenfolge geht strikt nach Blutverlust pro Minute....
Eine Operation und 4 Tage Spitalaufenthalt liegen in der Grössenordnung von 2.700 R$. Wir haben keinen plano de saude mehr und eines unserer Kinder ist beim Fussballspielen mit dem Handgelenk unglücklich über eine Betonkante gerutscht. War aufgeschnitten bis zum Knochen. Hat in ambulanter Behandlung (Nähen und verbinden) R$ 270 gekostet.
Ein anderes Kind wurde vom Auto angefahren und war auch insgesamt 4 Tage im Spital. Mit diversen Behandlungen (Abschürfen der verbrannten Haut) belief sich die Rechnung auf knapp 2.200 R$.
Die Angaben von dem Kollegen sind also durchaus im Bereich des Möglichen. Trotzdem kann es natürlich ein übler Beschiss sein. Das kann aber letzendlich wohl nur jemand beurteilen, der den Kollegen kennt.
Pauschal nach der Ansicht: "Alle Brasilianer wollen sowieso nur den Gringo abzocken" zu urteilen halte ich für falsch. Vielleicht ist er ja eine der unzähligen ehrlichen Ausnahmen?
Ich würde mir überlegen was ich geben könnte und was mir seine Freundschaft Wert wäre. So in etwa, wie rosa das schrieb... Er schreibt ja slbst auch, dass er eine Hilfe will. Er schreibt nicht, dass er gleich Alles will, sondern erwähnt ja auch, dass er seine Arbeit behalten will. Und um einen Gringo abzuzocken wird üblicherweise nicht 6 Monate gewartet. Aber wie gesagt, ob der Kollege vertrauenswürdig ist oder doch ein Hallodri, das kann nur jemand beurteilen, der ihn persönlich kennt....
paz e amor
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Beitragvon Boli » Fr 17. Aug 2007, 12:12

@ Severino,

alles schön und gut, ABER in BR, keiner der ehrlich ist sucht Hilfe ($$$) bei einem Fremd. Wenn man wirklich Hilfe braucht, geht man zur Obras Sociais der Kirche o. ä. oder eben zur Familie.
Ich bleibe bei meiner Meinung: abzockerei auch wenn die Geschichte stimmen würde!!! :roll: Für solche Sachen manche Brasilianer sind wirklich cara-de-pau :oops:
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tut mir leid....

Beitragvon cabof » Fr 17. Aug 2007, 12:40

möchte die Leute nicht verunglimpfen oder Hilfesuchende pauschalieren aber ich habe n u r Lügengeschichten gehört, zum Glück nicht viel "verloren" aber wenn sich der Notfall dann als neues Handy, Walkman oder eine absurd hohe Telefonrechnung rausstellt...um sich
die Karten oder Horoskope vorlesen zu lassen.... dann kriege ich die
Platze...... sorry
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Beitragvon maria2000 » Fr 17. Aug 2007, 12:48

Wenn jemand in Brasilien einen Unfall erleidet, und kein Geld oder wenig Geld dafür hat, geht man zu einem 'hospital público'. Man stirbt auch in guten ausgerüsteten Krankenhäusern...
Zuletzt geändert von maria2000 am Di 21. Aug 2007, 12:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon pocoto » Fr 17. Aug 2007, 12:55

@Tudacudaduda
So wie der Schelm denkt so ist er! Du bist auf jeden Fall ready for brazil!

@all
Ich denke genauso. Dreh den Spiess um und warte ab. Die Story wo die Mutter gestorben ist kenne ich auch. Ich kannte einen der fuhr mit mir und meiner Frau mit dem Taxi in Rio, er lies es am Handy laeuten und tat so als ob die Mutter gerade gestorben waere. Mit Traenen und allem drum und drann. Er erzaehlte dem Taxista das er nun das Geld fuer das Begraebnis braucht und er nichts zahlen kann. Wir hatten auch kein Geld einstecken. Er hat das so realistisch gemacht, dass nichtmal wir wussten das es nicht stimmt. Der Taxista hat uns dann noch dort hingebracht wo wir hinwollten und hat dann sogar noch Kohle draufgezahlt weil er gejammert hat er weiss nicht wie er das alles zahlen soll. Kaum war das Taxi weg, hat er sich die Traenen weggewischt und gesagt, siehst du Gringo, so faehrt man gratis Taxi in Rio.

Solche Leute nennt man 171 in Brasil und es gibt sie wie Sand auf der Copa.

Vor solchen Leuten muss man sich echt in acht nehmen, denn die machen Sachen auf die wuerde unser einer nie kommen.
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Beitragvon branquelo » Fr 17. Aug 2007, 16:21

Mit der Bezeichnung "171" meint man die Personen die gegen den Artikel 171 des Código Penal verstossen. Hier ein Auszug den ich an deiner Stelle deinem "Freund" einfach schicken würde:

Art. 171 - Obter, para si ou para outrem, vantagem ilícita, em prejuízo alheio, induzindo ou mantendo alguém em erro, mediante artifício, ardil, ou qualquer outro meio fraudulento:
Pena - reclusão, de 1 (um) a 5 (cinco) anos, e multa.

Wenn seine Geschichte stimmen würde hätte er:
1- Die Fotos sofort geschickt
2- Rechnungen und Belege hinzugefügt
3- Dich VOR einer Verlegung in ein hospital particular nach Geld gefragt

Ausserdem leit ihm daunten keiner soviel Geld wenn er keine Garantien hat, ausser villeicht er hat DICH bei einem Geldhai als Garantie (schon bevor er dich um Geld gebeten hat) angeben. In diesem Fall ist er selbst schuld und verdient kein Mitleid.
Und noch was: Ein ehrlicher Brasilianer wäre viel zu stolz um dich bei sowas um Geld zu bitten. Eine Notsituation ist in Brasilien etwas anderes als ein gebrochenes Bein...
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Beitragvon pocoto » Fr 17. Aug 2007, 18:06

branquelo hat geschrieben:Mit der Bezeichnung "171" meint man die Personen die gegen den Artikel 171 des Código Penal verstossen. Hier ein Auszug den ich an deiner Stelle deinem "Freund" einfach schicken würde:

Art. 171 - Obter, para si ou para outrem, vantagem ilícita, em prejuízo alheio, induzindo ou mantendo alguém em erro, mediante artifício, ardil, ou qualquer outro meio fraudulento:
Pena - reclusão, de 1 (um) a 5 (cinco) anos, e multa.

Wenn seine Geschichte stimmen würde hätte er:
1- Die Fotos sofort geschickt
2- Rechnungen und Belege hinzugefügt
3- Dich VOR einer Verlegung in ein hospital particular nach Geld gefragt

Ausserdem leit ihm daunten keiner soviel Geld wenn er keine Garantien hat, ausser villeicht er hat DICH bei einem Geldhai als Garantie (schon bevor er dich um Geld gebeten hat) angeben. In diesem Fall ist er selbst schuld und verdient kein Mitleid.
Und noch was: Ein ehrlicher Brasilianer wäre viel zu stolz um dich bei sowas um Geld zu bitten. Eine Notsituation ist in Brasilien etwas anderes als ein gebrochenes Bein...


Endlich hat mal einer den Paragraphen 171 erklaert. Der ist wichtig in Brasil weil er Auslegungssache ist. Man kann das ziemlich schnell sein. Wenn man Business machen will in Brasil ist er sehr wichtig!

Beim Geldhai einen Gringo als Sicherheit angeben, halte ich fuer etwas uebertrieben, vor allem wenn der Gringo gar nicht in Brasil ist. Da wuerde ich mir keine Sorgen machen.

Wo du recht hast, ist mit den ehrlichen Brasis. Kein gerader Brasi wuerde jemanden auf die Weise um Geld bitten. Er wuerde eher schaun das er den Kopf hoch halten kann als so in die Knie zu gehen, mit allen Mitteln und auf allen Wegen.
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Beitragvon paranaense_Gtba » So 19. Aug 2007, 01:45

merci für eure Tipps. als ich dort war, habe ich ihn eigentlich nicht so abzockerisch eingeschätzt..da meine finanzielle Situation momentan nicht so doll aussieht, werde ich wohl nein sagen. mal schauen, ob er dann noch die versprochnen Fotos schickt. cih persönlich finde es auch recht happig, einen flüchtig bekannten mal so schnell um 2700 Reais anzufragen..und wenn er tatsächlicn ein Problem hätte "se Deus quiser", wird er anderswo Hilfe bekommen, so gross ist mein Gottesvertrauen noch..
abraco
P.S kenne ein anderer Brasilianer, weil ich 6 monate in seinem Haus wohnte und arbeitete..dem würde ich das Geld sofort überweisen..aber der würde mit so einer Frage frühestens am Sterbebett rausrücken..
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