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 Betreff des Beitrags: Spät heiraten und früh scheiden lassen ....... Brasileiros
BeitragVerfasst: 22 Dez 2004 15:02 
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Brasilianer heiraten mit 30 und scheiden sich immer mehr / 44% mehr Scheidungen seit 1993

Os brasileiros estão casando mais tarde e se divorciando ou se separando em proporção cada vez maior, como demonstram as Estatísticas do registro Civil que o IBGE divulgou ontem. Em 1993, a idade média para casar era 27,1 anos para os homens e 24 anos para as mulheres. Em 2003, esses números se elevaram para 30,6 para os homens e 27,2 para as mulheres.

Brasilianer heiraten später und scheiden sich immer mehr, wie die letzte IBGE-Statistik zeigt. 1993 war das mittlere Heiratalter der Männer bei 27,1 Jahren und das der Frauen bei 24 Jahren. 2003 stieg es für Männer auf 30,6 Jahre und für Frauen auf 27,2 Jahre.

Os divórcios aumentaram significativamente em 10 anos. Subiram de 94.986 casos em 1993 para 138.676 (44%), em 2003. As separações judiciais aumentaram de 87.885 para 103.529 no mesmo período, representando um percentual de 17,8%.

Die Scheidungsrate hat sich in den letzten 10 Jahren bedeutend erhöht. Von 95.000 Fällen im Jahr 1993 auf 139.000 Fälle im Jahr 2003 (44% mehr). Die gerichtlichen Trennungen stiegen im gleichen Zeitraum lediglich um 17,8%.

Nos casos não consensuais, as mulheres superaram largamente os homens na hora de pedir a separação judicial: tomaram a iniciativa em 72% dos casos. Nos casos de divórcio não consensuais houve equilíbrio: as mulheres se adiantaram em 53,4% dos casos e os homens em 46,6%. A maioria das separações judiciais (77,9%) e dos divórcios (68,7%) foi, no entanto, consensual.

In Trennungen mit Streit haben die Frauen klar die Überzahl. In 72% der Fälle übernahmen sie die Initiative (ich frag mich nur, warum ?). Bei den Prozessen im gegenseitigen Einvernehmen gibt es ein Gleichgewicht: 53% Frauen und 47% Männer.
Die Mehrheit der Trennungen (78%) und Scheidungen (69%) war im gegenseitigen Einvernehmen.


A proporção de mães menores de 20 anos constitui motivo de preocupação, diz o IBGE. Uma comparação entre 1993 e 2003 mostra que dessa faixa etária no número total de mães subiu de 17,3% para 20,8% no período. O fenômeno está concentrado entre mulheres adolescentes com menor poder aquisitivo.

Der Anteil der Mütter unter 20 Jahren besorgt den IBGE. Im Vergleich zwischen 1993 und 2003 stieg der Anteil von 17% auf 21%. Das Phenomen konzentriert sich auf jugendliche Frauen mit geringerer Kaufkraft.



Man sieht sich,
Lemi

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Zuletzt geändert von Lemi am 22 Dez 2004 15:42, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 22 Dez 2004 15:28 
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Tach,
Hoffe nur das hat nichts mit der Verbreitung des Internet und Velox zu tun.
(Einer sitz nur noch vor dem Rechner).
Dann währen wir wohl alle „separando“ gefährdet.

Also bitte alle auf der Arbeit surfen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Spät heiraten und früh scheiden lassen ....... Brasileir
BeitragVerfasst: 22 Dez 2004 15:49 
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Die Zeitung hat geschrieben:
Der Anteil der Mütter unter 20 Jahren besorgt den IBGE. Im Vergleich zwischen 1993 und 2003 stieg der Anteil von 17% auf 21%. Das Phenomen konzentriert sich auf jugendliche Frauen mit geringerer Kaufkraft.


das mit der "Kaufkraft" ist schön ausgedrückt :lol: und sicherlich auch richtig, aber nicht der Grund, sondern absolut mangelnde Bildung und Denkstrukturen.

Ich verstehe nicht, wie man mit 21 schon 3 Unfall-Kinder haben kann, wobei man sich schon über das erste geärgert hat.


Zuletzt geändert von vasco am 22 Dez 2004 15:58, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 22 Dez 2004 15:58 
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Oi Vasco,

Es wäre mal interessant zu wissen, ob deine These auch in Deutschland haltbar ist ? Sicher sind dort die Unterschiede zwischen "Schlau" und "Dumm" nicht so gravierend, aber tendenziell müsste man doch da auch was sehen.

Das Grossfamilien fast ausschliesslich in Favelas gegründet werden ist hinreichend bekannt. Ob dass nun unbedingt etwas mit dem Alter zu tun hat (IBGE deswegen in Sorge ?), wage ich zu bezweifeln. Sicher gilt die Aussage für alle Altersgruppen, da sie wie Vasco sagt, was mit Bildungsmissstand zu tun hat und der hat ja nichts mit dem Alter zu tun.

Der Faxi-Thread von SG unter "Soziales" gibt übrigens gute Einblicke in den Denkstrukturen zwischen Arm und Reich. Oft ist die Arme nur Objekt ohne irgendwelches nachhaltiges soziales Interesse (Kinder kriegen und gross ziehen usw.).



Man sieht sich,
Lemi

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BeitragVerfasst: 22 Dez 2004 16:06 
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Hi Lemi,

meine Meinung ist, wer nicht viel weiß und nie gelernt hat nachzudenken denkt auch nicht viel nach.
Solche Fälle gibt's in Deutschland natürlich auch massenhaft, aber Empfängnisverhütung und AIDS scheint hier doch bei fast jedem angekommen zu sein.
Wieso nicht in Brasilien ? Weil der Einfluß der Kirchen größer ist ? Eher nicht, die Frauen, die sehr früh Kinder bekommen haben meist auch keine religiöse Ambitionen.
Weil die Männer es nicht "ohne" mögen ? Als hübsche Frau kann man die Regeln bestimmen.
Ich bin der Meinung, die denken einfach nicht so weit. Die Kinder sind zwar nervig, aber sie kommen halt - und fertig.
Oder was denkt ihr ?


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BeitragVerfasst: 22 Dez 2004 16:09 
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Lemi hat geschrieben:
Oft ist die Arme nur Objekt ohne irgendwelches nachhaltiges soziales Interesse (Kinder kriegen und gross ziehen usw.).


Die Leute kann man meiner Meinung nach auch für nichts verantwortlich machen.

Wer Geld und/oder Bildung hat, steht in der Verantwortung. Der Rest kann die Situation kaum ändern.


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BeitragVerfasst: 22 Dez 2004 16:15 
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Ich glaube, der wahre Grund widerspricht etwas deiner "Bildungs-Theorie".

Ich behaupte nämlich, dass Brasilianer zu sehr in die Wahrscheinlichkeitsrechnung vertrauen und sagen "ach was ........ ich bin ja nur in 3 von 30 Tagen fruchtbar ...... wird ja nicht gerade heute sein !"

Anders ausgelegt könnte man es auch einfach nur als Faulheit, Ignoranz und Selbstherrlichkeit bezeichnen.

Man will ja auch nicht die Spassbremse sein.



Man sieht sich,
Lemi

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BeitragVerfasst: 22 Dez 2004 16:21 
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Hi Lemi,

gegen deine Theorie spricht aber, dass es solche "Unfälle" in reicheren Familien kaum gibt. Der arme Teil der Brasilianer wächst ja auch ziemlich stark, wohingegen es in der Mittelschicht und bei den reicheren sogar einen Bevölkerungsrückgang gibt (also weniger als 2,3 Kinder pro Ehepaar im Schnitt).
Das ist wohl auch ein Grund weshalb der prozentuale Anteil der Bevölkerung, der in Favelas und ähnlichen Armenvierteln lebt stetig zunimmt.


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BeitragVerfasst: 22 Dez 2004 16:33 
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Tja - wo du Recht hast, hast du Recht. :shock:

Im allgemeinen sehen Brasilianer aber dem kondomfreien Geschlechtsverkehr gelassener entgegen als die Deutschen ........ natürlich wieder abgestuft je nach Bildungsniveau. :wink:

Es werden übrigens nicht immer "echte" Kondome zur Verhütung benutzt ...... manchmal sieht man auf der Strasse hier auch irgendwelche "Eigenbauten" rumliegen, die nicht sehr vertrauenswürdig aussehen .......... ein anderer Billigkondom, der hauptsächlich von der Bevölkerung geringerer Kaufkraft genutzt wird, sind die Plastik-Tütchen zur Chupp-Chupp - Zubereitung. Da kostet das 10er-Pack wohl nicht mehr als 50 Centavos. :idea:



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Lemi

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BeitragVerfasst: 22 Dez 2004 16:41 
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Aber ich dachte Kondome werden vom Staat verteilt ? Oder funktioniert das nicht richtig ?


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