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 Betreff des Beitrags: Re: Krankenhauswesen in Brasilien
BeitragVerfasst: 29 Aug 2005 11:46 
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Registriert: 28 Nov 2004 12:33
Beiträge: 409
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Hans hat geschrieben:
Mich würde schon ein weiterer Blick hinter den Kulissen des Krankenhauswesen bzw. Ärzteversorgung von Brasilien interessieren, da ich selber damit nie wirklich in Kontakt gekommen bin.

Ich habe nach euren Artikeln/Beiträgen einen guten Bekannten aus BH befragt, was sein Erfahrungen dort waren. Er studiert hier in D Maschinenbau und seine Familien ist wohl dem Mittelstand zuzurechnen.
Er sagte, dass er bei seinen wenigen Krankenhausbesuchen in eigener Sache, sprich Ambulanz und ein echter Aufenthalt, niemals wirklich mehr als 1 Stunde warten mußte und normal behandelt wurde. Der echte Aufenthalt war nach einer Untersuchung für den gleichen Tag festgelegt worden und während des Aufenthalts gab es bezüglich der Behandlung und Essen usw. auch keine Beanstandungen. Allerdings war der Aufenthalt nur drei Tage, danach alles ohne Probleme.

MIR ist schon klar, dass das ein subjektiver Eindruck dieses Bekannten war, ABER liegt es jetzt doch daran in welches Privat-Krankenhaus man kommt, denn er gehört NICHT zu der Oberschicht, also ein normaler Krankenkassen-Beitrag von den Eltern damals bezahlt.
Man muß da wahrscheinlich differenzieren!

Es wäre wahrscheinlich hilfreich weitere Erfahrungen hier wieder zu geben!
Was haltet ihr davon?

Hans


Persönlich weiß ich dazu auch nichts, aber als ich kürzlich in Brasilien war, gab es in "O Dia" ein Bericht über die katastrophale Situation in einem überbelegten Krankenhaus Rios, ich glaube es war das "Miguel Couto".

Die Fotos neben dem Bericht - Behandlungsbetten in denen Leute lagen, die am Tropf hingen, waren einfach im Gang abgestellt, auch direkt neben dem "Empfangstresen" - das war nicht gerade ermutigend dorthin zu gehen.
Man muß dazu sagen, dass es ein kleiner Bericht war, vielleicht eine halbe Seite. Das scheint also nichts besonderes zu sein.

Ich seh's wie Manfred, als älterer Mensch bist du in BR der Arsch (und das nicht nur wegen der Gesundheitsversorgung).
Nur bei uns wird's in absehbarer Zeit bei 50 % Rentnern auch nicht besser sein.


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BeitragVerfasst: 29 Aug 2005 12:02 
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Registriert: 29 Nov 2004 11:15
Beiträge: 626
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Homem morre em fila de atendimento de posto de saúde em MG

Um homem morreu na noite de quinta-feira (25) enquanto aguardava atendimento médico em um posto de saúde no bairro Cardoso, em Belo Horizonte (MG).

De acordo com a PM, Jesus Maia Miranda, 54, teria pressão alta e esperou por mais de duas horas para ser atendido na Unidade de Pronto Atendimento do Barreiro, mas acabou não resistindo.

A gerência da unidade municipal de saúde informou que Miranda chegou ao local no horário da troca de turno e queixava-se apenas de uma dor na perna quando estava na fila, por isso não foi atendido imediatamente. Outras dez pessoas também aguardavam para serem atendidas.

http://www1.folha.uol.com.br/folha/coti ... 2408.shtml


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BeitragVerfasst: 29 Aug 2005 14:45 
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Registriert: 16 Dez 2004 14:20
Beiträge: 1030
Wohnort: Belo Horizonte - Wiesbaden
OI Galera
Man muss sicher immer den Einzelfall sehen. Bei normalen Einfachkrankheiten, sauber diagnostiziert, Kostenübernahme geklärt, läuft das für die Mittelschicht sicher gut. Schließlich überleben das ja die meisten Brasilianer auch. Und bei den medizinischen Zuständen im Jahre 1960 haben sich die Deutschen damals ja auch nicht beklagt.
Unbefridigend ist nur, dass Brasilien als Schwellenland und BH als quasi erste Welt sich noch mit Zuständen zufrieden gibt, wie in den 60gern waren und schlechter (immer auf die Leute mit Geld bezogen.)

Dazu auch in meinem Fall, nörgeln gilt nicht, ich habe gewußt worauf ich mich einlasse, habe ich jedenfall gedacht, nur das es im Ernstfall mal so schlimm sein kann, hätte ich nicht gedacht.

Leider machen diese Probleme es einem seh schwer, sich für einen Lebensabend in Brasilien zu entscheiden, wovon wir doch alle träumen, alte Leute sind hier echt im A....

Gruß

Manfred


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 Betreff des Beitrags: Im Ar....überall?
BeitragVerfasst: 29 Aug 2005 21:39 
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Registriert: 29 Nov 2004 11:01
Beiträge: 175
Wohnort: Nähe Köln
Trem Mineiro hat geschrieben:
OI Galera
Man muss sicher immer den Einzelfall sehen. Bei normalen Einfachkrankheiten, sauber diagnostiziert, Kostenübernahme geklärt, läuft das für die Mittelschicht sicher gut. Schließlich überleben das ja die meisten Brasilianer auch. Und bei den medizinischen Zuständen im Jahre 1960 haben sich die Deutschen damals ja auch nicht beklagt.
Unbefridigend ist nur, dass Brasilien als Schwellenland und BH als quasi erste Welt sich noch mit Zuständen zufrieden gibt, wie in den 60gern waren und schlechter (immer auf die Leute mit Geld bezogen.)

Dazu auch in meinem Fall, nörgeln gilt nicht, ich habe gewußt worauf ich mich einlasse, habe ich jedenfall gedacht, nur das es im Ernstfall mal so schlimm sein kann, hätte ich nicht gedacht.

Leider machen diese Probleme es einem seh schwer, sich für einen Lebensabend in Brasilien zu entscheiden, wovon wir doch alle träumen, alte Leute sind hier echt im A....

Gruß

Manfred


JA es sind Einzelfälle und es zeigt sich erst richtig, wenn es ernst wird, was es wirklich Wert ist!
Es gibt viele unterschiedliche Gesichtspunkte, die für oder gegen Brasilien sprechen.
Ich glaube Alte haben es immer schwer, in Brasilien sind die Zustände der medizinischen Gesundheitsversorgung das Makel und hier in Deutschland sehr oft die Vereinsamung das Makel in der Gesellschaft, in D lassen sie die Alten alleine sterben, weil die Angehörigen, die wenigen, keine Lust haben, sich in der knappen Zeit noch um die Eltern oder Großeltern zu kümmern, okey, viele sind im Altersheim und jeder geruhigt sich damit, da man ja viel viel Geld zahlt, seine "Pflicht" doch getan zu haben.

OB Deutschland oder Brasilien die bessere Alternative ist, hängt von den Angehörigen ab und natürlich von den eigenen Gesundheitszustand, den man im Alter sich erhalten kann und von den benötigten Medikamenten bzw. Behandlungsmethoden und der Bezahlungsmöglichkeiten dergleichen!?!


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