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 Betreff des Beitrags: Re: Steuerzahlung in Brasilien für Ausländer, Frage
BeitragVerfasst: 18 Jun 2008 21:28 
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Oi Meldron
Das glaube ich nicht, ich war die ganze Zeit, so etwa 12 Jahre noch D gemeldet, die erste Zeit, weil ja auch meine Frau noch in D wohnte und als meine Frau mir folgte und wir unsere Wohnung aufgelöst haben, hatten wir uns in die Wohnung unserer Kinder umgemeldet. Steuerlich war aber unser Lebnesmittelpunkt immer in Brasilien gewesen und dieser Lebensmittelpunkt, dort wo man sich physisch aufhält und zur Arbeit geht, zählt.

Gruß
Manfred


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 Betreff des Beitrags: Re: Steuerzahlung in Brasilien für Ausländer, Frage
BeitragVerfasst: 19 Jun 2008 14:03 
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Trem Mineiro hat geschrieben:
Oi Tuxaua
trotz der Angaben über Einkommen (ich habe grade vier Leute mit Vista V drüben, kümmert sich niemand um ihr Einkommen, das voll aus D kommt), sie haben aber auch kein Konto drüben. Ich sehe nur Probleme wenn wir das Visum über die 2 Jahre hinaus verlängern müssen, was ansich schon schwer genug ist, aber da bekommt die Receita wohl eine Kontrollmeldung.
Hallo Manfred,
ist ja interessant.

Bei meiner visto-V-Beantragung wurden die Einkommen in D und in BR dem bras. Arbeitsministerium übermittelt.
Allerdings habe ich damals einen Teil in BR und den anderen Teil in D erhalten, brauchte also zwingend ein Konto in Brasilien und das bras. Steuerbüro hat mir monatlich mein carne leao geschickt. Trotzdem war die Nachzahlung bei der Steuererklärung heftig.
Inwieweit Kontakte vom Arbeitsministerium und der policia federal (Anmeldung der visto-V-Inhaber!) zur receita federal bestehen weiß ich nicht.
Das Risiko, sich in D steuerlich abzumelden und in BR "zu vergessen" sollte man gut abwägen.
Kein Konto in Brasilien und evtl. auch keine eigene CPF sind natürlich Argumente.


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 Betreff des Beitrags: Re: Steuerzahlung in Brasilien für Ausländer, Frage
BeitragVerfasst: 19 Jun 2008 17:44 
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Hier noch einen kleinen Gratistipp für Leute die Kinder haben.

Eine Identidade und CPF lösen für den Anhang, dann auf der Bank ein Sparheft eröffnen
und den Geldstrom darüber leiten.

Bis zum 18. Altersjahr sind die Kids befreit von der Steuer. Man muss aber die jährliche Isento Angabe machen, damit die CPF nicht verfällt.

abraço

James



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 Betreff des Beitrags: Re: Steuerzahlung in Brasilien für Ausländer, Frage
BeitragVerfasst: 19 Jun 2008 21:58 
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Registriert: 28 Mai 2008 11:39
Beiträge: 54
007 hat geschrieben:
Bis zum 18. Altersjahr sind die Kids befreit von der Steuer. Man muss aber die jährliche Isento Angabe machen, damit die CPF nicht verfällt.


Sollte man aber vorher durchrechnen, besonders wer in BRA die DECLARAÇÃO DE IMPOSTO MACHEN muss (weil über dem Freibetrag verdient wird), denn dann wären die Kinder als DEPENDENTE, mit all den mögl. Ausgaben zur Steuerreduzierung wie Schule, KV, etc. evtl. "nützlicher" als einfach ISENTO zu melden. :wink:

:cool:


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 Betreff des Beitrags: Re: Steuerzahlung in Brasilien für Ausländer, Frage
BeitragVerfasst: 19 Jun 2008 22:03 
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Registriert: 12 Nov 2006 17:08
Beiträge: 818
Wohnort: Fortaleza/CE/Brasil
LAWRENCE hat geschrieben:
007 hat geschrieben:
Bis zum 18. Altersjahr sind die Kids befreit von der Steuer. Man muss aber die jährliche Isento Angabe machen, damit die CPF nicht verfällt.


Sollte man aber vorher durchrechnen, besonders wer in BRA die DECLARAÇÃO DE IMPOSTO MACHEN muss (weil über dem Freibetrag verdient wird), denn dann wären die Kinder als DEPENDENTE, mit all den mögl. Ausgaben zur Steuerreduzierung wie Schule, KV, etc. evtl. "nützlicher" als einfach ISENTO zu melden. :wink:

:cool:



Hallo

Ja das ganze gilt natürlich nur, wenn man kein Lohnempfänger, sondern selbständig erwerbender ist.

abraço

James



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 Betreff des Beitrags: Re: Steuerzahlung in Brasilien für Ausländer, Frage
BeitragVerfasst: 19 Jun 2008 22:20 
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Beiträge: 134
:oops: :oops: :oops:
@limalunes

die schweizer machen das so:
dein einkommen in der schweiz wird mit 20% pauschal versteuert sofern du nachweisen kannst, dass du sitz im ausland hast. nachdem du diese 20% abgedrückt hast, melden die schweizer behörden auf keinen fall dein ch einkommen sprich geben keine angaben weiter. wenn du die 20% nicht begleichst, wird dein neuer heimatstaat benachrichtigt.

d.h. du kannst als schweizer im ausland dein ch-einkommen ohne probleme verschweigen. (hast ja mit 20% ordentlich steuern bezahlt). wenn du noch nicht pensioniert bist, daran denken, die ahv dennoch einzubezahlen, die abzüge kommen dich ansonsten sehr teuer zu stehen.

so einfach :^o


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 Betreff des Beitrags: Re: Steuerzahlung in Brasilien für Ausländer, Frage
BeitragVerfasst: 20 Jun 2008 12:12 
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Registriert: 09 Feb 2008 19:58
Beiträge: 23
Hallo Nini
Nochmals eine Verständigungsfrage; ich bin hier in der Schweiz berufstätig und habe auch hier meinen Wohnsitz. Durch die Heirat mit einer Brasilianerin konnte ich auch die Permanencia erlangen und musste eine Adresse (die meines Schwiegervaters) in Brasilien angeben. Da Brasilien das Weldbesteuerungsabkommen kennt und die Schweiz kein Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz hat, könnte es ja sein, dass ich hier in der Schweiz und nochmals in Brasilien Steuern zahlen muss: Bestände hier eine Gefahr?
Im Juli werde ich ein Bankkonto in Brasilien eröffnen und muss hier einen Verdienstnachweis vorlegen, welcher für brasilianische Verhältnisse natürlich unglaublich hoch ist. So könnte ja die Steuerbehörde erfahren, was ich verdiene. Angeblich arbeiten die Behörden zusammen: Bestände auch hier eine Gefahr?
Danke für kompetente Antworten.
Limalunes


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 Betreff des Beitrags: Re: Steuerzahlung in Brasilien für Ausländer, Frage
BeitragVerfasst: 20 Jun 2008 14:57 
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Registriert: 27 Okt 2005 15:21
Beiträge: 243
Wohnort: Urwald
limalunes hat geschrieben:
und die Schweiz kein Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz hat
Da besteht echter Nachholebedarf! :mrgreen:
Ich weiß aber, was du meinst.

Der Verdienstnachweis zur Kontoeröffnung interessiert nur die Bank bei der Eröffnung, entscheidend ist, ob und wenn ja wieviel Geld später auf diesem bras. Konto bewegt wird.
Wichtig ist deshalb, wie du dir deine Zukunft vorstellst.
Ständig in Brasilien wohnen und arbeiten in der Schweiz?
Nur gelegentlich in Brasilien wohnen?
In Brasilien wohnen, nicht mehr arbeiten und vom Schweizer Vermögen leben?

Wenn du ständig in Brasilien wohnst und in der Schweiz weiterhin Einkommen beziehst musst du dieses normalerweise hier versteuern.
Das kannst du evtl. unter den Tisch kehren, solange du keine großen Anschaffungen planst die über deine CPF laufen, z.B. den Kauf eines Hauses. Da würde eine plausible Herkunft des Geldes dann schwierig. Ebenso ist kritisch dürfte sein, wenn du Gelder aus der Schweiz auf dein bras. Konto schaufelst.
Vereinfacht gesagt: du bist ja nicht verpflichtet, in Brasilien Geld zu besitzen/auszugeben. Wenn stimmt, was nini schreibt, ist das Risiko IMO überschaubar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Steuerzahlung in Brasilien für Ausländer, Frage
BeitragVerfasst: 21 Jun 2008 02:46 
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Wohnort: Municipal Mangaratiba
Mahlzeit!

Wahrscheinlich stelle ich wieder eine Frage, die aus dem Zusammenhang vergangener Beiträge längst beantwortet wurden. Aber egal.

Ich "berate" in Brasilien, versehen mit einem Entsendevertrag und einem Vista "V" eine deutsche Firma, die im Auftrage einer brasilianischen Firma ein Stahlwerk errichtet. Aus Gründen der Verkürzung des täglichen Arbeitsweges wohne ich auch in BR.

Nach 180+ Tagen Aufenthalt in BR werde ich hier steuerpflichtig, d.h. ich muss mein Welteinkommen hier mit dem hier höchstmöglichen Steuersatz (27,5% ?) versteuern.
Ich besitze ein Konto bei der Banco Real, auf der jeden Monat ein Teil meines Gehaltes überwiesen wird.

Weder Bank noch Auftraggeber wissen um mein Gesamteinkommen.
Nun frage ich mich, wer schließlich die Höhe meines "Welteinkommens" festlegt, wenn niemand hier in BR meiner Einkommensverhältnisse gewahr wird?

Fragt die BR-Steuer-Institution beim deutschen Finanzamt nach, und leistet das deutsche Finanzamt dann auch "Amtshilfe"?

Wenn nicht, wäre es mir ein Leichtes, einen Gutteil meines Einkommens zu verschweigen. Wer sollte mir "auf die Schliche" kommen?



Gruß, Hualan


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 Betreff des Beitrags: Re: Steuerzahlung in Brasilien für Ausländer, Frage
BeitragVerfasst: 21 Jun 2008 11:11 
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Beiträge: 1030
Wohnort: Belo Horizonte - Wiesbaden
Oi Hualan
Also spätestens jetzt weiß die Receita Federal ja Bescheid, wenn sie hier mitliest. Genaugenommen hast du ja alle Hinweise aus den vorherigen Postings, da steht ja, was man machen könnte.
Du schreibst auch selber, was du an sich machen müsstest, weil du ja ein ehrlicher Staatsbürger bist. Ganz klar, alles darüber hinaus (also weniger angeben) ist nicht legal und ein Risiko.
Und auch klar, die Kontrollmöglichkeiten der RF werden immer feinmaschiger. Wenn dich die TKS z.B. aus Brasilien aus bezahlt, tauchst du dort in der Liste der Autnomos auf, damit wird die RF natürlich schauen, was dieser Autonomo (Selbständiger, der sich selber versichern und versteuern muss) am anderen Ende denn so angibt.
Wenn TKS das Geld aus Brasilien nach Deutschland ausführt um dich dort zu bezahlen, will die INPI wissen wofür das Geld ausgeführt wird. Wir müssen zum Beispiel angeben, wer wie lange sich in Brasilien aufhält (Passkopien mit den Stempeln, damit wir das Geld nach D transferieren können. Beim Visumsantrag musste ja was über deine Bezahlung in Brasilien angegeben werden, damit du nicht als Billiglohn-Arbeiter dort Brasilianern die Arbeit wegnimmst.
Du siehst also, du oder dein Arbeitgeber haben eine Menge Spuren hinterlassen. Das Risiko liegt jetzt darin, ob jemand Lust hat, diese Daten alle zu verknüpfen und dir einen Strick draus zu drehen oder in der zufälligen Stichprobe.
Da der Arbeitgeber/Endkunde dich sicherlich verpflichtet, deine Steuer selbst zu organisieren und zu verantworten, wird er dich nicht schützten, weil Arbeitgeber, dazu noch halb ausländische, in Brasilien massive bestraft werden, wenn was auffällt.

Dazu beziehen sich Tips, was man so gemacht hat, immer auf die Vergangenheit und die Kontrollen sind von Jahr zu Jahr schlimmer geworden. Wir haben unsere Baustellen mit sehr viel Überwachungspersonal früher von BH aus gesteuert, damals war das alles noch harmlos.

Wenn ich mir heute TKS ansehe, wie viele Ausländer da arbeiten, wie viele von denen (alte Hasen) versuchen werden zu tricksen und dann aufkippen werden und das ganze noch in RJ auf ‚nem besseren Dorf ist, würde ich mein eigenes Risiko heute neu bewerten.

Gruß
Manfred


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