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 Betreff des Beitrags: Stipendien für Forschung und Lehre in Brasilien vom DAAD
BeitragVerfasst: 06 Dez 2004 18:41 
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Registriert: 28 Nov 2004 21:47
Beiträge: 688
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Hallo Forum,

ich habe es schon bei Kippe gepostet.

Der erste Kontakt, wenn man ein Stipendium für Brasilien sucht, ist der DAAD. Auf der Website findet Ihr detaillierte Informationen, welche Stipendien es für einen Studienaufenthalt oder Forschungsaufenthalt in Brasilien zur Zeit angeboten werden und wie man sie am besten beantragt.

Ich war 1997 vom DAAD finanziert ein halbes Jahr in Brasilien. Das ganze ging damals beim Beantragen relativ problemlos über die Bühne. Ich bemühe mich zur Zeit wieder um ein Stipendium, was aber in Zeiten von zugedrehten öffentlcihen Geldhähnen nicht mehr so leicht zu sein scheint.

...SWK!


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BeitragVerfasst: 06 Dez 2004 18:48 
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Registriert: 26 Nov 2004 21:23
Beiträge: 2034
Hi SWK,

weisst du, ob es sowas ähnliches auch in Brasilien gibt ?

Wenn z.B. meine Kinder, die ja deutsch sprechen, nach dem Abschluss des "segundo grau" an einer deutsche Uni studieren wollen, können die auch irgendwo eine "bolsa" beantragen oder muss der Papa für alles bluten ?

Nur zur Info: sie haben beide Pässe und sprechen auch beide Sprachen ...... allerdings dauert es noch ein paar Jährchen bis es soweit ist, aber Wissen schadet ja nichts. :wink:



Man sieht sich,
Lemi

http://www.brasilien-forum.net


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 Betreff des Beitrags: in Brasilien gibt´s alles!!!!
BeitragVerfasst: 06 Dez 2004 18:55 
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Registriert: 28 Nov 2004 21:47
Beiträge: 688
Wohnort: Santa Maria / RS
In Brasilien gibt´s alles, oder vielleicht zumindest....

Die Partnerorganisationen des DAADs sind (oder waren)

FAPESP - Fundação de Amparo à Pesquisa do Estado de São Paulo
(dann natürlich nur für Unis im Staat Sao Paulo)
http://www.fapesp.br

CAPES - Coordenação de Aperfeiçoamente de PEssoal de nível Superior
http://www.capes.gov.br

CNPq - Conselho Nacional de Desinvolvimento Scientifico e Tecnologico
http://www.cnpq.br

Die bieten immer Bolsas für Studienauenthalte im Ausland an.

Gruss, SWK!


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BeitragVerfasst: 06 Dez 2004 19:32 
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@ Lemi: Deine Kinder könnten Bafoeg bekommen, wenn es das in einigen Jahren noch geben sollte.

Viele Grüße

Moranguinho


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BeitragVerfasst: 06 Dez 2004 19:35 
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Registriert: 26 Nov 2004 21:23
Beiträge: 2034
Hallo kleine Erdbeere,

dazu noch eine Frage: Haben sie auch Anrecht auf Bafög, wenn ich keinen Wohnsitz mehr in Deutschland gemeldet habe oder reicht es, wenn sich die Kinder einfach am Uni-Ort anmelden (und Papa/Mama in BRA bleiben :lol: ) ?



Man sieht sich,
Lemi

http://www.brasilien-forum.net


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BeitragVerfasst: 06 Dez 2004 20:00 
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Registriert: 30 Nov 2004 09:16
Beiträge: 1050
Wohnort: bei Frankfurt
Hallo Lemi,

ich denke, das geht auch, wenn Ihr in BR wohnt:

Zitat:
BAföG - Gesetz und Verwaltungsvorschrift

§ 8 Staatsangehörigkeit

(1) Ausbildungsförderung wird geleistet

1. Deutschen im Sinne des Grundgesetzes, [...]



Siehe auch:
http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/paragraph/8.html

Wichtig ist nur noch, dass Du nicht zuviel verdienst...

Viele Grüße

Moranguinho


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BeitragVerfasst: 07 Dez 2004 02:37 
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Beiträge: 364
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Lemi hat geschrieben:
Wenn z.B. meine Kinder, die ja deutsch sprechen, nach dem Abschluss des "segundo grau" an einer deutsche Uni studieren wollen,


Hallo Lemi,

leider ist es nicht so einfach. :( Der "segundo grau" berechtigt nicht zum Studium an einer deutschen Hochschule. Der "segundo grau" ist die Grundvoraussetzung zur Teilnahme an der "Feststellprüfung" in der der Studienbewerber seine sprachlichen und fachlichen Kenntnisse nachweist.
Für die Feststellprüfung gibt es aber einen zweisemestrigen Vorbereitungskurs.
Ein harter Brocken für die Bewerber, zumal der "segundo grau" in Brasilien bekanntlich nicht gleich "segundo grau" ist.



Bis dann
Bagi


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 Betreff des Beitrags: Studium, Bafög etc.
BeitragVerfasst: 07 Dez 2004 10:30 
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Registriert: 03 Dez 2004 13:13
Beiträge: 19
Wohnort: Marburg
Oi Lemi,

falls Deine Sprösslinge direkt nach dem Schulende in Brazil mal in Deutschland studieren wollen, müssen sie hier, wie schon geschrieben, die notwendige 'Hochschulreife' erwerben, im allgemeinen durch den Besuch eines Studienkollegs.
Wenn sie allerdings schon einige Semester in Brazil studiert haben (mindesten 4, soweit ich weiss) können sie ohne Probleme ihr Studium hier in Deutschland fortsetzen, die entsprechenden Deutschkenntnisse vorausgesetzt (was ja keine Schwierigkeit darstellen dürfte). Diese müssen aber durch entsprechende Zeugnisse (Goethe-Institut o.ä.) nachgewiesen werden

Das mit dem Bafög dürfte in Deinem Fall auch keine Probleme bereiten. Der Sohn eines Freundes (mit beiden Staatsangehörigkeiten) studiert seit 4 Semestern hier und bekommt ohne Probleme sein Bafög.

Gruss
Heino


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07 Dez 2004 11:09 
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Registriert: 26 Nov 2004 20:45
Beiträge: 1509
Schick Deine Kids für ein Jahr in die USA wenn sie 16 sind, dort möglichst in die 12. Klasse einstufen lassen und dann den High School Abschluss mitmachen lassen.
Das Ganze machst Du kostengünstig mit einer Austauschorganisation wie YFU.org
Deutsch sprechen sie sowieso schon, dann haben sie noch Englisch dazu.
Wenn Du das Abi in den USA entsprechend organisierst, d.h. anspruchsvolle Fächer wie AP Calculus statt Autoreparatur wählst, kommst Du auch in D direkt zur Uni damit.
-t


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BeitragVerfasst: 07 Dez 2004 15:56 
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Registriert: 30 Nov 2004 19:24
Beiträge: 186
Wohnort: Belo Horizonte
Den Nachweis ausreichender deutscher Sprachkenntnisse (Zertifikat: Oberstufe) benötigen natürlich nur ausländische Studienbewerber, d.h. wenn Lemis Sprösslinge mit dem brasilianischen Paß in Deutschland studieren wollen, benötigen sie diesen Nachweis, mit einem deutschen Paß natürlich nicht.
2o grau ist natürlich nicht äquivalent zum deutschen Abitur. Da fehlen erstens 2 Jahre Ausbildung und zweitens sind die Lehrinhalte verschieden.
Das fängt mit der Fremdsprache an. Normalerweise kann man nicht davon ausgehen, daß jemand, der 2o grau hat, auch nur halbwegs des Englischen mächtig ist, ganz zu schweigen von der 2. Fremdsprache. Kenntnisse in Mathematik und Naturwisenschaften sind normalerweise auch nur rudimentär vorhanden. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, denn ich unterrichte (leider) auch in der Graduierung an der UFMG. Ich hatte neulich einen Fall, da war einer Studentin nicht mal der "Satz des Pythagoras" bekannt. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, wenn es sich um eine gute Privatschule handelt. Aber dabei besteht eben immer die Gefahr, daß der Schulabschluß auch gekauft sein könnte. Es ist im brasilianischen System doch eher wahrscheinlich, daß ein etwas anspruchsvollerer Lehrer (jetzt schreien wahrscheinlich alle feministinnen auf, weil ich nur die männliche Bezeichnung benutzt habe) seinen Job verliert, als daß ein dummer Sohn (schon wieder nur die männl. Form ...) reicher Eltern, die das Schulgeld pünktlich überweisen, die Klasse wiederholen muß oder von der Schule fliegt.
Das gleiche trifft auf die Ausbildung an privaten Fakultäten und Hochschulen zu.
Im Fall von Lemi wäre es wohl am besten, die Kinder in eine deutsche Schule zu schicken, aber die gibt es meines Wissens in BH leider nicht. Kämen vielleicht noch die Franzosen oder Amerikaner in Betracht. Aber da weiß ich auch nicht, ob die eine Schule in BH unterhalten.
Einfacher wird es dann schon, wenn man an einer brasil. Uni einen Studienabschluß erworben hat (z.B. Licenciatura oder Bacharelado). das kann dann in Deutschland, je nach Studiengang unterschiedlich, als Zwischenprüfung oder Vordiplom anerkannt werden.
CAPES, in Zusammenarbeit mit dem DAAD gibt normalerweise nur Stipendien für Auslandsstudien, wenn es sich um eine Promotion handelt.


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