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Condor




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BeitragVerfasst: 04 Jul 2007 23:23 
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toller Beitrag, danke!

aus der Sicht eines Mannes sind jedoch die Bikinis erwähnenswert.
Im Paradies kann es nicht schöner sein.

In Guarajuba beobachtete ich mal 2 Männer, die waren nicht nur von der Sonne erhitzt.
Einer cremte dem Anderen das Gesicht ein.
Stirn, Nase, Bäckchen, rund um den Mund, dann kam die Belohnung, ein Kuss.
Ich nahm einen kräftigen Schluck Bier und konzentrierte mich auf andere Sehenswürdigkeiten.

Was mich oft traurig macht, sind Touristen, die den Käseverkäufer von 1,50 Reais auf 1,20 Reais herunterhandeln.
Die Kerle strampeln zick Kilometer pro Tag ab, lächelnd und freundlich, demnach ist der Käse für mich das Geld wert.
Die 20 Bier werden natürlich anstandslos bezahlt.

Ich bin kein Strandtyp, aber auf ein paar Bierchen halte ich es unter dem Sonnenschirm aus.
Eine Freude, die Kinder in den Wellen zu sehen, gröhlend und jauchzend. Mein Lieblingsstrand ist Tiririca, rundum Urwald pur, Natur pur.

Das sind die Freuden des Lebens.



glücklich sein ist ein Geschenk, wer zufrieden ist, hat prima Karten, wer jammert, jammert.
http://www.itacare.com.br/pousada/encontrodasaguas


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BeitragVerfasst: 05 Jul 2007 09:22 
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Registriert: 07 Feb 2006 15:02
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Neto hat geschrieben:
.....Was mich oft traurig macht, sind Touristen, die den Käseverkäufer von 1,50 Reais auf 1,20 Reais herunterhandeln.
Die Kerle strampeln zick Kilometer pro Tag ab, lächelnd und freundlich, demnach ist der Käse für mich das Geld wert.
Die 20 Bier werden natürlich anstandslos bezahlt.....

Sehe ich genauso. Aus Angst als Gringo beschissen zu werden oder wegen der Geiz-ist-geil-Mentalität verlieren einige Touristen (bevorzugt aus Teutonien) jeglichen Anstand gegenüber den hart arbeitenden Kerlen. Oder hat man die gesparten 10 Cent wirklich nötig?



paz e amor
Severino


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BeitragVerfasst: 05 Jul 2007 09:30 
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Ich frage (nach der harten Schule schlechter Erfahrungen) immer vorher nach dem Preis. Ein Preis-Leistungsgefühl entwickelt sich i.d.R. schnell (aber nicht immer und bei jedem Artikel/jeder Dienstleistung). Wenn BRL 1,50 für eine bestimmte Portion Käse üblich ist, zahle ich BRL 1,50. Ruft der Ambulante aber BRL 2 auf, bestehe ich auf BRL 1,50. Wenn er damit nicht einverstanden ist, kann er ohne Verkauf weiter gehen. Hier geht es ums Prinzip und nicht um die Höhe des Betrags!

Neulich in Salvador konnte oder wollte der Buskassierer keine 20 Centavos wechseln. Es sagte, wie üblich: „Du musst warten, bis ich Kleingeld habe.“ Kein Problem. Natürlich bin ich kurz vorm Aussteigen hingegangen und habe mir das Wechselgeld geholt. Ich habe keinen Bock, ständig als dummer, naiver, feiger, ständig Geld verschenkender Gringo-Millionär angesehen zu werden!


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BeitragVerfasst: 05 Jul 2007 09:43 
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supergringo hat geschrieben:
.....Hier geht es ums Prinzip und nicht um die Höhe des Betrags!
.....Ich habe keinen Bock, ständig als dummer, naiver, feiger, ständig Geld verschenkender Gringo-Millionär angesehen zu werden!

Da stimme ich ja soweit zu. Was mir aber schon auffiel, dass auch gefeilscht wurde, obwohl der korrekte Preis vom Gringo verlangt wurde - und das eben auch bei Pfennigbeträgen. Das finde ich daneben. Und dafür haben eben einige Touristen jegliches Gespür verloren - für diese Gratwanderung zwischen Prinzip und Millionär.....



paz e amor
Severino


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BeitragVerfasst: 05 Jul 2007 10:00 
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Ja, okay, das sehe ich ein.

In Recife saß ich mal genau an der Grenze zweier mobiler Strandbarackenverkäufer. Ich hatte den Platz ausgewählt, um mich nicht in die Nähe von fragwürdigen, grauhaarigen Herren aus Europa aufzuhalten. Ich bestellte ein Bier und zündete mir eine Kippe an. Der benachbarte Verkäufer bat mich um eine Zigarette, die ich ihm freundlich übergab. Er fing an zu Jammern. Das Geschäft ginge heute so schlecht. Insgesamt hätte er nur zwei Gäste gehabt und praktisch nichts verkauft. Und er müsse noch seinen schwer beladenen Karren ins Nachtlager am Flughafen ziehen. Ein weiter Weg. Ich bot ihm einen Schluck Bier aus meiner Flasche an, den er gerne annahm.

Beim zweiten Bier kam auch mein Verkäufer hinzu und plauderte mit mir und seinem Konkurrenten. Es war so nett, dass ich noch ein drittes Bier bestellte.

Ich zahlte dem Barackenverkäufer einen Zehner, aufgerundet der Preis für drei Bier inklusive 10% Tax (die ich ihm nicht hätte zahlen müssen, schon deshalb nicht, weil er sein eigener Chef war). Dem anderen steckte ich diskret ebenfalls BRL 10 zu.

Er schien gerührt, umarmte mich, lud mich und seinen Konkurrenten zu einem weiteren Bier ein. Es kam noch zu einem zweiten, dann musste ich gehen. Ich sei kein Deutscher, meinte er beim Abschied, ich sei ein Brasilianer. Da kann man wohl geteilter Meinung sein, ich sah es aber angesichts der dort üblichen teutonischen Recife-Fraktion als Kompliment direkt von seinem Herzen.


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BeitragVerfasst: 05 Jul 2007 10:17 
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supergringo hat geschrieben:
... Er fing an zu Jammern. Das Geschäft ginge heute so schlecht. Insgesamt hätte er nur zwei Gäste gehabt und praktisch nichts verkauft. Und er müsse noch seinen schwer beladenen Karren ins Nachtlager am Flughafen ziehen. Ein weiter Weg. Ich bot ihm einen Schluck Bier aus meiner Flasche an, den er gerne annahm....
.....Er schien gerührt, umarmte mich, lud mich und seinen Konkurrenten zu einem weiteren Bier ein. Es kam noch zu einem zweiten, dann musste ich gehen. Ich sei kein Deutscher, meinte er, ich sei ein Brasilianer. Da kann man wohl geteilter Meinung sein, ich sah es aber als Kompliment direkt von seinem Herzen.

Das Jammern lernen die Brasilianer schon von Klein auf. Einer meiner Schwager ist darin wohl Weltmeister - gäbe es eine Meisterschaft. Inkl. Tränendrüsen und Nasenlaufen beherrscht er das volle Programm. Trotzdem gebe ich ihm nichts, denn eine angebotene Arbeit lehnt er immer dankend ab.....
Auch meine Schwiegermutter ist so ein ähnlicher Fall. O.k. die wird unterstützt (aber knapp gehalten). Dankbarkeit zeigt sie aber nicht. Nach ihrer Meinung ist es richtig, dass wir ihr helfen müssen. Deshalb muss man sich ja nicht bedanken. Den besten Satz von ihr fand ich folgenden: "Ihr wollt ja nur, dass ich mir einen namorado suche, damit ich versorgt bin. Aber daraus wird nichts"



paz e amor
Severino


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BeitragVerfasst: 05 Jul 2007 10:37 
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ich kanns mir vorstellen severino und hab mich gekringelt vor lachen...
aber im ernst, feilschen ist eine meisterschaft. mein mann ist ja ein feilscher von gottes gnaden und schon einige male hatte sich um ihn und um den verkäufer (z.b. hängematte) ein regelrechter ring von leuten gebildet die jedes argument entsprechend beklatscht und die kontrahenten angefeuert haben, genau wie auf dem sportplatz und einige male warf er mir vor meine gegenwart verderbe ihm das geschäft, denn wie soll er glaubwürdig jammern und sich über das leben beklagen, wenn er eine "reiche europäerin" zur frau hat...

amarelina



o problema não é tanto encontrar uma pessoa com quem apeteça dormir, mas sim encontrar uma pessoa com quem apeteça accordar.


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