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am strand verwischen sich die grenzen zwischen arm und reich. alt und jung, gross und klein, schön und hässlich, am strand trifft sich das brasilianische volk.
weit vorne, nah am wasser breiten sich gut eingeölt, auf knochenbrecher von liegestühlen gebettet, dicke schwarze mamas mit ihren kindern aus. halbwüchsige knaben üben den capoeira, den afro-brasilianischen kampftanz oder spielen, wie könnte es anders sein, fussball. alte männer werfen ihre netze aus, andere stochern, wenn ebbe ist, mit langen haken nach krebsen und anderem meeresgetier. ab und zu trottet ein müder esel, hochbepackt mit frischen kokosnüssen oder körben voll grünzeug vorbei. übermütige kleine jungen preschen auf ungesattelten pferden am wasser entlang, dass es hoch aufspritzt und leichtbekleidete mädchen spazieren arm in arm und tuschelnd die köpfe zusammensteckend den strand hinauf und hinunter. die sportgestählten männer wissen sich gekonnt in szene zu setzen und räkeln sich, immer mit einem wachsamen auge auf ein kleines abenteuer hoffend, faul am strand.
da nähert sich um die steinbrocken im meer draussen herum stakend, ein fischerboot mit einem netz im schlepp. sofort sammeln sich kleine buben und rennen schreiend und wild gestikulierend am strand entlang und einige der faulenzer stürzen sich ins wasser, um den fischern zu helfen den fang an land zu bringen. an die fünfzehn männer ziehen mit vereinten kräften das schwere netz herein, während taucher unter wasser dafür sorgen, dass es nirgends hängen bleibt. jeder weiss genau, was zu tun ist.
ich bin fasziniert vom perfekten zusammenspiel der leute.
unter die vergnügte menge mischen sich unzählige strandverkäufer, jeder versucht auf seine weise auf sich aufmerksam zu machen. der eine ruft, der andere singt, der dritte pfeift. es gibt beinahe alles zu kaufen. hüte, hängematten, sonnenbrillen und -cremes, schmuck, vogelkäfige und sogar die dazugehörigen vögel. verkäufer mit pfannen und töpfen behängt, arbeiten sich scheppernd und klappernd durch den tiefen sand, zweirädrige wägelchen mit eiscreme werden mühsam geschoben. fünfjährige knirpse mit blechschüsseln voller erdnüsse auf dem kopf oder gekochten wachteleiern wandern von tisch zu tisch, einige schwenken mit glimmender holzkohle gefüllte büchsen, über denen an ort und stelle käsestücke auf spiesse gesteckt, grilliert werden. männer mit riesigen netzen auf dem rücken, bunte gummibälle und aufblasbares spielzeug darin, stapfen vorüber, andere schleppen taschen voller t-shirts und knallbunte strandtücher.
fast jeden tag beobachte ich bewundernd einen alten mann mit einer schweren einseitigen lähmung. wie er es schafft eine grosse blechschüssel mit gekochten erdnüssen auf dem kopf zu balancieren ohne auch nur den kleinen finger der gesunden hand als stütze zu heben, ist mir ein rätsel. der ganze körper schief und krumm und hinkend schlurft er zwischen den enggedrängten tischen umher, doch die schüssel scheint wie festgewachsen an seinem kopf.
es vergeht kaum eine minute, da man nicht zum kaufen oder mindestens zum hinschauen aufgefordert wird. doch ein freundliches "nein danke" genügt in der regel, um sich vor den vielen angeboten zu retten.
aber manchmal macht es mir auch spass mich auf ein geschäftchen einzulassen oder ich lade einen müde aussehenden dreikäsehoch zu einer cola ein. einige der bürschchen oder kleinen mädchen sind ganz schön gerissen und erfinden tausend geschichten, warum man nun gerade ihre erdnüsschen kaufen sollte und so entwickelt sich ab und zu eine kuriose plauderei.
wenn sich der tag dem abend nähert und der strand sich langsam leert, beginnt das atemberaubende spektakel des sonnenuntergangs.
vom gleissend hellen licht im blauesten aller himmel wird die sonne zum orangeroten feuerball und taucht in minutenschnelle ins meer. wolken wie weisse federwische, vom sinkenden licht angestrahlt, an den rändern flammend in allen schattierungen von glühend rot bis zart rosa und langsam in ein sattes dunkelviolett übergehend, begleiten die inszenierung.
an der küstenstrasse leuchten die ersten strassenlampen auf und die majestätisch anmutenden kokospalmen heben sich jetzt gestochen scharf wie scherenschnitte schwarz gegen die dämmerung ab.
zeit nach hause zu gehen...
schöns tägli
amarelina
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o problema não é tanto encontrar uma pessoa com quem apeteça dormir, mas sim encontrar uma pessoa com quem apeteça accordar.
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