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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
BeitragVerfasst: 30 Okt 2007 15:43 
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Registriert: 07 Feb 2006 15:02
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ralf123 hat geschrieben:
du, lieber severino, bist mit deinem standpunkt natuerlich fein raus...

Lies nochmal ganau, was ich geschrieben habe....



paz e amor
Severino


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
BeitragVerfasst: 30 Okt 2007 15:54 
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Severino hat geschrieben:
Lies nochmal ganau, was ich geschrieben habe....


hab ich gemacht..

..und festgestellt, dass ich dich bis aufs i-tuepfelchen richtig zitiert habe.

nochmal: "dass da auch Johannes keine Chance mehr hat noch was gerade zu biegen" hast du geschrieben.

ok?



gruesse

ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
BeitragVerfasst: 30 Okt 2007 16:06 
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Registriert: 07 Feb 2006 15:02
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Ein Teilzitat aus einem zusammenhängenden Text verfälscht die Aussage. Ich schrieb nämlich auch:
Zitat:
Aber solange es da noch Hoffnung gibt (und die gibt es ja immer in Brasilien) ist die Arbeit von Johannes eben doch sehr wichtig.

und ausserdem
Zitat:
Johannes unterstützt dieses Verhalten indirekt. Er kümmert sich um die Kinder des Taugenichtses und der macht gleich wieder Neue. Da liegt das Problem.
Natürlich wäre es falsch diese Hilfe zu unterlassen - aber es benötigt eben auch die Ursachenbekämpfung.

Und um es mal an einem konkreten Beispiel festzumachen:
Was kann ich tun, um das Verhalten des Schwagers zu ändern, bzw. zu verhindern, dass seine 2. Tochter im nächsten Jahr ebenfalls schwanger ist?



paz e amor
Severino


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
BeitragVerfasst: 30 Okt 2007 16:34 
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Registriert: 14 Jun 2007 11:29
Beiträge: 40
Severino hat geschrieben:
Was kann ich tun, um das Verhalten des Schwagers zu ändern, bzw. zu verhindern, dass seine 2. Tochter im nächsten Jahr ebenfalls schwanger ist?



oi severino,

hier ist nix mit "bzw."!

denn - und da stimme ich dir voll zu - deinen schwager aenderst du nicht mehr.

bei einem, der schon kinder in die welt gesetzt hat und weiter in die welt setzt, setzt johannes ja auch nicht an.

vielmehr wuerde johannes bei der tochter ansetzen - und eins von 10 maedchen kann er auf einen besseren weg fuehren. das gibt ihm gewissheit bei seiner arbeit.

und bei den neun andern - insoweit gebe ich dir da wieder recht - bleibt es halt auch fuer johannes nur bei einer hoffnung.

also severino, wir unterscheiden uns nur in einem klitzekleinen punkt:

du glaubst, in 10 von 10 faellen ist jede hoffnung vergebens; ich dagegen glaube, dass in einem von 10 faellen sich die hoffnung erfuellt.

....und das ist es wohl, was einem mann wie johannes reicht und die starke gibt fuer seine arbeit.



gruesse

ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
BeitragVerfasst: 30 Okt 2007 16:44 
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Registriert: 09 Dez 2004 21:36
Beiträge: 259
Ein Problem auf dieser Welt ist, dass es immer Schlaumeier gibt die alles besser
wissen als der Rest der Welt. Schlimm wird es dann aber, wenn diese Leute
ihren Standpunkt dem Rest der Welt überstülpen wollen.
Ich seh es so: Der Säufer ist für sein Leben verantwortlich, genau wie der
Verwandte von Severino für seins. Man kann versuchen Einfluss zu nehmen
oder Überzeugungsarbeit versuchen. Klappt das nicht ... sei la. Die
resultierenden Kinder haben damit aber nichts zu tun, diesen ist ohne
Bedingung zu helfen. Erstens weil sie nicht für ihr Umfeld können, zweitens
weil Kinder im Allgemeinen ja eben noch keine Verantwortzung für ihr Leben
übernehmen können.
Deshalb ist die Bemerkung Severinos, dass der Pater indirekt die Lebensumstände
des Säufers fördere, völlig überflüssig, eine provokante Frechheit geradezu (und
indirekt eine Aufforderung zu Euthanasie).
Dem Pater geht es erfreulicherweise darum das hier und jetzt zu verbessern,
Severinos Thesen sind dagegen eher nicht von dieser Welt.... :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
BeitragVerfasst: 30 Okt 2007 16:52 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1658
ralf123 hat geschrieben:
also severino, wir unterscheiden uns nur in einem klitzekleinen punkt:

du glaubst, in 10 von 10 faellen ist jede hoffnung vergebens; ich dagegen glaube, dass in einem von 10 faellen sich die hoffnung erfuellt.


Das ist kein "klitzekleiner Punkt", das ist der "entscheidende Punkt":

lieber Ralf, früher habe ich mal genauso gedacht wie Du, auch habe ich gedacht, dass alle Menschen grundsätzlich gleich sind, und Hoffnung besteht. Lieber Ralf, lange Jahre in Lateinamerika, haben mir zwei Sachen gezeigt - und zeigen sie mir immer und immer wieder:
1.) einem nackten Mann kann man nichts in die Taschen stecken. (Metapher)
2.) Die Menschen sind eben doch nicht alle gleich.
Das klingt hart, aber auch bei mir (Europäer), sitzt die kulturelle Erziehung, dass man ans gute im Menschen glaubt, soo tief, dass wir es im grunde genommen immer wieder versuchen, und meine zwei Punkte nicht glauben wollen... aber sie bestätigen sich immer wieder auf's neue.
Und wenn Du mich fragst: Genau DAS ist es, was mich in Lateinamerika so frustriert!

Skorzak sagt sich: der Weg ist das Ziel... er ist ja schliesslich Geistlicher.


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
BeitragVerfasst: 30 Okt 2007 16:54 
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Registriert: 07 Feb 2006 15:02
Beiträge: 3046
Wohnort: Anapolis GO
ralf123 hat geschrieben:
....also severino, wir unterscheiden uns nur in einem klitzekleinen punkt:

du glaubst, in 10 von 10 faellen ist jede hoffnung vergebens; ich dagegen glaube, dass in einem von 10 faellen sich die hoffnung erfuellt.

....und das ist es wohl, was einem mann wie johannes reicht und die starke gibt fuer seine arbeit.

Tja, da ich eher optimistisch bin, hoffe ich doch sehr dass er wenigstens eine Quote von 3 zu 10 erreicht. Aber das hängt eben stark vom Alter der Betroffenen ab. Allerdings gleicht dann die Arbeit von Johannes der von Sissiphus, denn
ralf123 hat geschrieben:
deinen schwager aenderst du nicht mehr.
bei einem, der schon kinder in die welt gesetzt hat und weiter in die welt setzt, setzt johannes ja auch nicht an.

Und ich denke hier muss man sehr wohl auch ansetzen. Ob das auch noch die Arbeit von Johannes sein muss, sei dahingestellt.
Aber ich denke, dass diese "Ursachenbekämpfung" mindestens genauso wichtig ist, wie die "Symptombehandlung". (Ich schreibe das hier in Anführungszeichen, denn es geht um Menschen, nicht um Ursachen oder noch schlimmer Symptome)


Edit: Kam gerade noch rein:
lol hat geschrieben:
Deshalb ist die Bemerkung Severinos, dass der Pater indirekt die Lebensumstände
des Säufers fördere, völlig überflüssig, eine provokante Frechheit geradezu (und
indirekt eine Aufforderung zu Euthanasie).
Dem Pater geht es erfreulicherweise darum das hier und jetzt zu verbessern,
Severinos Thesen sind dagegen eher nicht von dieser Welt....

Ja, das war provokant von mir. Euthanasie wäre aber wohl etwas übertrieben, oder nicht in meiner Absicht. Und die Arbeit des Paters habe ich ja mehrmals ausdrücklich gelobt. Aber sie löst das Problem nicht. Sie mindert die Begleitumstände. Und das ist schon sehr viel.
Ob die Thesen nicht von dieser Welt sind entzieht sich meiner Kenntnis. Da war ich noch nie. Würde eher sagen: "Sie sind nicht von dieser Welt, sie sind aus Brasilien".
Und um noch ein bisschen weiter an diesem interessanten Thema zu diskutieren: Was soll ich mit meinem Schwager tun? Die Kinder zu mir nehmen? 100:1 ist seine Hütte innerhalb kürzester Zeit wieder voll. Obwohl auch so noch ein paar dazukommen werden, bis endlich die Natur mit der Einleitung der Wechseljahre dieses Problem löst...

noch einer:
takeo hat geschrieben:
Das klingt hart, aber auch bei mir (Europäer), sitzt die kulturelle Erziehung, dass man ans gute im Menschen glaubt, soo tief, dass wir es im grunde genommen immer wieder versuchen, und meine zwei Punkte nicht glauben wollen... aber sie bestätigen sich immer wieder auf's neue.
Und wenn Du mich fragst: Genau DAS ist es, was mich in Lateinamerika so frustriert!
Ein wichtiger Punkt. Unsere europäischen Ideen funktionieren in Brasilien nicht. Brasilien ist anders. Unsere Logik begreift das nur schwer.



paz e amor
Severino


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
BeitragVerfasst: 30 Okt 2007 17:03 
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Severino hat geschrieben:
Brasilien ist anders. Unsere Logik begreift das nur schwer.


deshalb verabschiedet euch auch ganz schnell davon, hier etwas aus logischer sicht zu sehen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
BeitragVerfasst: 31 Okt 2007 00:15 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1658
Aber GENAU DAS versuchen wir doch Euch die ganze Zeit klar zu machen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
BeitragVerfasst: 31 Okt 2007 00:26 
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Registriert: 09 Aug 2005 20:22
Beiträge: 3213
Wohnort: TUTÓIA - Um Paraíso Perdido no Maranhão!
Takeo hat geschrieben:
Aber GENAU DAS versuchen wir doch Euch die ganze Zeit klar zu machen!


mal einer meinung mit dir---freu =D> :mrgreen: :lol:



o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.


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