Strassenkinder in Esperantina / Piaui
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Moderator: dimaew
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Strassenkinder in Esperantina / Piaui
hier ein aktueller bericht von dem deutschen theologen johannes skorzak aus esperantina:
( Anm: Johannes Skorzak , stammt aus Siegburg und kümmert sich selbstlos seit über 25 Jahren in Brasilien um die Ärmsten der Armen .
Sein ganzes Leben widmet er dem Hilfsprojekt Amare - er ist ein Mann Gottes und ein grossartiger Deutscher .
Kinderschicksale in Esperantina, Nordosten Brasiliens
Seit Jahren machen zwei geradezu spukhafte Wesen die Strassen von Esperantina unsicher. Überall sind sie im Gewirre dieser kleinen Stadt im Nordosten Brasiliens unter der Äquatorsonne anzutreffen. Blitzschnell fliehen sie - kurzen Schatten ähnelnd - vor wild fluchenden Geschäftsleuten, um einen Pack Joghurtbecher in Sicherheit zu bringen. Plötzlich tauchen sie, eine Strasse weiter, auf, wo sie um ein Paar total verdatterter alter Leute herumtanzen, denen die Zunge herausstrecken und versuchen, ihnen ein “Beinchen zu stellen”.
Im Sonntagsgottesdienst bringen sie den Pfarrer vollständig durcheinander, weil es ihnen gefällt, ausgelassen um den Altar “fangen zu spielen”.
Es sind die “Biester”, die Strassenkinder Domingas und Francisco, so nennen sie die Bewohner und schauen sich dabei, ängstlich sichernd um, ob sich nicht der “Leibhaftige” damit angerufen fühlen möge.
Ihr genaues Alter kennt eigentlich niemand, das Mädchen wird auf 11 und der Junge auf 8 Jahre alt geschätzt.
Ihre kurze Lebensgeschichte ist tragisch und denunziert die Ohnmacht der lokalen Gemeinde.
Die Geschwister stammen aus einem nahen Vorort Esperantinas. Ihr Vater, Senhor Francisco, etwa 70 Jahre, Landarbeiter, vom Alkoholkonsum und Krankheiten geschwächt, ist resigniert. Mit seiner halb so alten, aber geistesschwachen Frau lebt er in einer elenden Palmstrohhütte, ohne Wasser, Strom oder sonstigen Errungenschaften meinschlicher Zivilisation. Seine Frau gab ihm acht Kinder ans “Licht der Welt”; eine unbekannte Zahl von Nachkömmlingen zeugte er in flüchtigen Verhältnissen. Zwei starben gleich im Säuglingsalter. Die Erziehung der älteren Kinder gelang ihnen nicht.
Die ältere Schwester sitzt im Jugendgefängnis wegen Rauschgifthandels ein. Der 19-jährige Sohn João wird im Jahre 2005 von einem seiner Halbbrüder ermordet. Letzterer musste mit ansehen, wie João unter der Macht von Drogen ihren Vater im Schlaf durch Messerstiche in den Hals umzubringen versuchte. Die jüngeren Geschwister Domingas und Francisco werden Zeugen dieses grausamen Gemetzels in den eigenen vier Wänden.
Wenige Monate später bricht ein weiteres tragisches Ereignis über die Familie herein. Betrunkene legen in der Nacht Feuer an die elende Hütte. Wie Zunder geht sie in Flammen auf. Die Bewohner können sich zwar retten, ihre ganzen Habseligkeiten gehen aber in den Flammen zunichte.
Domingas und Francisco schweissen in dieser Schicksalsgemeinschaft zusammen und bilden im Stadtbild ein untrennbares Duo. Sie reissen von zu Hause aus, während der Vater auf dem Feld arbeitet und deren geistig umnachteten Mutter, die Autoriät völlig abhanden gekommen ist. Sie verlieren sich auf den Strassen, machen immer mehr auf sich aufmerksam. Um die Schule schlagen sie einen weiten Bogen und verabschieden sich ganz von ihr. Mit kleinen Überfällen und Betteleien “gewinnen” sie ihren Unterhalt, Domingas beginnt, sich zu prostituieren.
Verzweifelt legt der Vater die eigenen Kinder in Eisenketten an – wie Hunde.
Der Vormundschaftsrat der Stadt ist zu tief ratlos und mit der Situation überfordert. Ersatzfamilien werden gesucht in der näheren und dann - immer weiteren – Umgebung, bis in der fast 200 km fernen Landeshauptstadt Teresina. Domingas und Francisco wehren sich dagegen. Es gelingt den Kindern, aus ihren Familien stets auszubüchsen, auf der Ladefläche eines Lastwagens versteckt oder mit Hilfe eines geklauten Fahrrades nach Esperantina zurück zu kommen.
Endlich kommen die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung auf die Idee, die beiden in das Kinderhaus Amare am anderen Stadtrand von Esperantina mit einem Kleinbus zu bringen. Da kommen dann im März 2007 die Neuen an. Mitten unter den schon 367 meninos in der Amare fallen sie erst noch lange auf. Rastlos laufen sie von einer Gruppe in die andere, sitzen nicht still, bewerfen ihre Kollegen mit Steinen oder greifen sich sonst tätig an. Die Erzieherinnen der Amare wollen aufgeben, rufen um Hilfe. Es fällt schliesslich der Bus aus. Die Ersatzstücke mussten erst aus São Paulo angeschafft werden. Lange Zeit können die Kinder nicht gebracht werden. Die Erzieherinnen atmen erleichtert auf: “Endlich eine Erholung von diesen Plagegeistern!”
Eines Tages kommen zwei rote kleine Köpfe auf einmal atemlos und prustend die steile Anhöhe zum Kinderhaus Amare hinauf gestürmt. Es sind die beiden. Den 7 km weiten Weg hinweg sind sie unter der Äquatorhitze alleine zu Fuss gekommen. Die beiden, verschwitzt, verdreckt und stinkend, werden von der Hausleiterin Sônia empfangen, bekommen von ihr ein Stück Seife ausgehändigt und werden von ihr unter die Dusche geschoben. Dann atmet Sônia tief durch und der Anflug eines leichten Lächelns scheint ihr übers Gesicht zu gehen.
Seit dreizehn Jahren wird Amare von Freunden in der Heimat unterstützt. Viele ähnliche Schicksalen konnten zum Guten gewendet werden. Dank des solidarischen Einsatzes aller, die dazu beitragen.
Johannes Skorzak
Oktober 2007
( Anm: Johannes Skorzak , stammt aus Siegburg und kümmert sich selbstlos seit über 25 Jahren in Brasilien um die Ärmsten der Armen .
Sein ganzes Leben widmet er dem Hilfsprojekt Amare - er ist ein Mann Gottes und ein grossartiger Deutscher .
Kinderschicksale in Esperantina, Nordosten Brasiliens
Seit Jahren machen zwei geradezu spukhafte Wesen die Strassen von Esperantina unsicher. Überall sind sie im Gewirre dieser kleinen Stadt im Nordosten Brasiliens unter der Äquatorsonne anzutreffen. Blitzschnell fliehen sie - kurzen Schatten ähnelnd - vor wild fluchenden Geschäftsleuten, um einen Pack Joghurtbecher in Sicherheit zu bringen. Plötzlich tauchen sie, eine Strasse weiter, auf, wo sie um ein Paar total verdatterter alter Leute herumtanzen, denen die Zunge herausstrecken und versuchen, ihnen ein “Beinchen zu stellen”.
Im Sonntagsgottesdienst bringen sie den Pfarrer vollständig durcheinander, weil es ihnen gefällt, ausgelassen um den Altar “fangen zu spielen”.
Es sind die “Biester”, die Strassenkinder Domingas und Francisco, so nennen sie die Bewohner und schauen sich dabei, ängstlich sichernd um, ob sich nicht der “Leibhaftige” damit angerufen fühlen möge.
Ihr genaues Alter kennt eigentlich niemand, das Mädchen wird auf 11 und der Junge auf 8 Jahre alt geschätzt.
Ihre kurze Lebensgeschichte ist tragisch und denunziert die Ohnmacht der lokalen Gemeinde.
Die Geschwister stammen aus einem nahen Vorort Esperantinas. Ihr Vater, Senhor Francisco, etwa 70 Jahre, Landarbeiter, vom Alkoholkonsum und Krankheiten geschwächt, ist resigniert. Mit seiner halb so alten, aber geistesschwachen Frau lebt er in einer elenden Palmstrohhütte, ohne Wasser, Strom oder sonstigen Errungenschaften meinschlicher Zivilisation. Seine Frau gab ihm acht Kinder ans “Licht der Welt”; eine unbekannte Zahl von Nachkömmlingen zeugte er in flüchtigen Verhältnissen. Zwei starben gleich im Säuglingsalter. Die Erziehung der älteren Kinder gelang ihnen nicht.
Die ältere Schwester sitzt im Jugendgefängnis wegen Rauschgifthandels ein. Der 19-jährige Sohn João wird im Jahre 2005 von einem seiner Halbbrüder ermordet. Letzterer musste mit ansehen, wie João unter der Macht von Drogen ihren Vater im Schlaf durch Messerstiche in den Hals umzubringen versuchte. Die jüngeren Geschwister Domingas und Francisco werden Zeugen dieses grausamen Gemetzels in den eigenen vier Wänden.
Wenige Monate später bricht ein weiteres tragisches Ereignis über die Familie herein. Betrunkene legen in der Nacht Feuer an die elende Hütte. Wie Zunder geht sie in Flammen auf. Die Bewohner können sich zwar retten, ihre ganzen Habseligkeiten gehen aber in den Flammen zunichte.
Domingas und Francisco schweissen in dieser Schicksalsgemeinschaft zusammen und bilden im Stadtbild ein untrennbares Duo. Sie reissen von zu Hause aus, während der Vater auf dem Feld arbeitet und deren geistig umnachteten Mutter, die Autoriät völlig abhanden gekommen ist. Sie verlieren sich auf den Strassen, machen immer mehr auf sich aufmerksam. Um die Schule schlagen sie einen weiten Bogen und verabschieden sich ganz von ihr. Mit kleinen Überfällen und Betteleien “gewinnen” sie ihren Unterhalt, Domingas beginnt, sich zu prostituieren.
Verzweifelt legt der Vater die eigenen Kinder in Eisenketten an – wie Hunde.
Der Vormundschaftsrat der Stadt ist zu tief ratlos und mit der Situation überfordert. Ersatzfamilien werden gesucht in der näheren und dann - immer weiteren – Umgebung, bis in der fast 200 km fernen Landeshauptstadt Teresina. Domingas und Francisco wehren sich dagegen. Es gelingt den Kindern, aus ihren Familien stets auszubüchsen, auf der Ladefläche eines Lastwagens versteckt oder mit Hilfe eines geklauten Fahrrades nach Esperantina zurück zu kommen.
Endlich kommen die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung auf die Idee, die beiden in das Kinderhaus Amare am anderen Stadtrand von Esperantina mit einem Kleinbus zu bringen. Da kommen dann im März 2007 die Neuen an. Mitten unter den schon 367 meninos in der Amare fallen sie erst noch lange auf. Rastlos laufen sie von einer Gruppe in die andere, sitzen nicht still, bewerfen ihre Kollegen mit Steinen oder greifen sich sonst tätig an. Die Erzieherinnen der Amare wollen aufgeben, rufen um Hilfe. Es fällt schliesslich der Bus aus. Die Ersatzstücke mussten erst aus São Paulo angeschafft werden. Lange Zeit können die Kinder nicht gebracht werden. Die Erzieherinnen atmen erleichtert auf: “Endlich eine Erholung von diesen Plagegeistern!”
Eines Tages kommen zwei rote kleine Köpfe auf einmal atemlos und prustend die steile Anhöhe zum Kinderhaus Amare hinauf gestürmt. Es sind die beiden. Den 7 km weiten Weg hinweg sind sie unter der Äquatorhitze alleine zu Fuss gekommen. Die beiden, verschwitzt, verdreckt und stinkend, werden von der Hausleiterin Sônia empfangen, bekommen von ihr ein Stück Seife ausgehändigt und werden von ihr unter die Dusche geschoben. Dann atmet Sônia tief durch und der Anflug eines leichten Lächelns scheint ihr übers Gesicht zu gehen.
Seit dreizehn Jahren wird Amare von Freunden in der Heimat unterstützt. Viele ähnliche Schicksalen konnten zum Guten gewendet werden. Dank des solidarischen Einsatzes aller, die dazu beitragen.
Johannes Skorzak
Oktober 2007
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velhinho - Beiträge: 13
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Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
velhinho hat geschrieben:Ihr Vater, Senhor Francisco, etwa 70 Jahre, Landarbeiter, vom Alkoholkonsum und Krankheiten geschwächt, ist resigniert (WIESO RESIGNIERT - JEDER IST SEINES GLÜCKES SCHMIED!). Mit seiner halb so alten, aber geistesschwachen Frau lebt er in einer elenden Palmstrohhütte, ohne Wasser, Strom oder sonstigen Errungenschaften meinschlicher Zivilisation. Seine Frau gab ihm acht Kinder ans “Licht der Welt”; eine unbekannte Zahl von Nachkömmlingen zeugte er in flüchtigen Verhältnissen (GUT GEMACHT! PIMMEL NICHT UNTER KONTROLLE???). Zwei starben gleich im Säuglingsalter (DIE ARMEN KINDER!!!). Die Erziehung der älteren Kinder gelang ihnen nicht.
Die ältere Schwester sitzt im Jugendgefängnis wegen Rauschgifthandels ein. Der 19-jährige Sohn João wird im Jahre 2005 von einem seiner Halbbrüder ermordet. Letzterer musste mit ansehen, wie João unter der Macht von Drogen ihren Vater im Schlaf durch Messerstiche in den Hals umzubringen versuchte. Die jüngeren Geschwister Domingas und Francisco werden Zeugen dieses grausamen Gemetzels in den eigenen vier Wänden.
(...)
Verzweifelt legt der Vater die eigenen Kinder in Eisenketten an – wie Hunde.
(WER EBEN KEIN MENSCH IST, BENIMMT SICH HALT WIE EIN TIER...)
Sag' ich ja: Geschlechtskrankheit Schwangerschaft- in Ursache und Wirkung genau wie eine Krankheit. Wenn Dieser 70-Jährige seinen Pimmel besser unter Kontrolle hätte, wäre sein gesamtes Schicksal leichter, und besonders das seiner armen Kinder ganz erspart geblieben... Er hat nichts als Leid und Elend gezeugt! Da braucht man nicht so zu tun, als ob ein grausames Schicksal über ihn hereingebrochen wäre, das hat er sich und seiner geistesschwachen Frau und seinen kindern alles angetan!
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Takeo - Beiträge: 3641
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Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
Pater Skorzaks Einsatz ist natürlich bewundernswert, aber anstatt nur an der Auswirkung des Elends herumzubasteln, sollte er mal zu den eigentlichen Verursachern gehen, und sagen: Alter, wenn Du nicht sofort aufhörts in der Gegend 'rumzuficken, schlage ICH Dir persönlich die Fresse ein und reserviere Dir ein Platz in der Hölle - wo Du hingehörst ... anstatt von Alkohol und Resignation etc... zu schwafeln. "Senhor" Francisco ist ein versoffenes verantwortungsloses Schwein, sonst nix!
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Takeo - Beiträge: 3641
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Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
Braco Takeo. An diesem Beispiel kann nun jeder nachvollziehen, was eines der grössten Probleme in Brasilien ist. Takeo hat geschrieben:"Senhor" Francisco ist ein versoffenes verantwortungsloses Schwein, sonst nix!
und da füge ich noch hinzu:
der sinnlos in der Gegend herumfickt und auch offensichtlich geistig-behinderten Frauen nicht verschont. Dass sich die jüngste Tochter aus solchen Familienverhältnissen im Nordosten erst mit 11 prostituiert, finde ich allerdings erstaunlich. Eigentlich müsste die doch schon 3 eigene Kinder haben. Eins vom Vater, eins vom Bruder und das dritte von einem Sex-Touristen.
Und so lobenswert die Arbeit des Paters ist. Es ist Symtombehandlung und nicht die Bekämpfung der Ursache. Hart aber wahr. Die Geschichte des senhor pilão und der senhora xoxota. Vielleicht hätte es ja für Strom gereicht, wenn sie sich mal mit Arbeiten statt mit Ficken und Saufen beschäftigt hätten. Und wenn die Kinder da nicht auch noch immer zusehen mussten, wären sie vielleicht auch nicht auf Drogen gelandet. Natürlich nur se Deus quiser.
paz e amor
Severino
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Severino - Beiträge: 3394
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Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
Takeo hat geschrieben:Pater Skorzaks Einsatz ist natürlich bewundernswert, aber anstatt nur an der Auswirkung des Elends herumzubasteln, sollte er mal zu den eigentlichen Verursachern gehen, und sagen: Alter, wenn Du nicht sofort aufhörts in der Gegend 'rumzuficken, schlage ICH Dir persönlich die Fresse ein und reserviere Dir ein Platz in der Hölle
oi takeo,
anscheinend ist dir mal wieder eine laus ueber die leber gelaufen.
velhinho berichtet uns vom schicksal der kinder - der KINDER, takeo!
du bist doch ein studierter mann. da frage ich dich, natuerlich nur rein rhetorisch, (und nehme mal an, DU waerst auch von dem betreffenden "verursacher gezeugt worden): was wuerde sich fuer dich aendern, wenn der pater dem "verursacher" im nachhinein "die fresse einschlägt".
nichts, lieber takeo - und deshalb zieht der pater sowas gar nicht erst in erwaegung, ist halt intelligent, der mann, sondern er hilft halt von vorneherein den kindern, die nun halt mal da sind und nichts dafuer koennen.
du kannst ja froh sein, dass du persoenlich keine hilfe vom pater benoetigst.
aber dass du hier so beschissene kommentare ablieferst, ist schon enttaeuschend.
@velhinho
in einem forum wie diesem herrscht halt meinungsfreiheit.
solltest dich aber von so einer meinung, wie der von takeo, nicht verdriessen lassen. anscheinend ist er ueber sein eigenes schicksal verbittert, wo ihm vielleicht niemand hilft...
gruesse
ralf
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ralf123 - Beiträge: 40
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Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
Oi ralf123,
ich glaube Du verstehst Takeo nicht richtig. Obwohl Du ja eigentlich ihn fragst, möchte ich Dir gerne meine Meinung zu der obigen Geschichte sagen:
Brasilien ist das Land der Zukunft, heisst es immer und schon seit vielen Jahren. Und tatsächlich gibt es nicht nur in der Gegend um São Paulo Menschen, die ihrer täglichen Arbeit nachgehen und versuchen ihr Leben zu meistern.
Dann gibt es aber eben auch diese Taugenichtse (wie ober erwähnter Senhor), die durch ihr Verhalten den auf die Fahne geschriebenen Progresso verhindern. Und entgegen von vielen Klischees gibt es die nicht nur im Nordosten.
Lange Rede - kuzer Sinn: Dank diesem verantwortungslosen Verhalten einfach irgendwo Kinder in die Welt zu setzen und diese ihrem Schicksal zu überlassen, ist Brasilien heute da wo es ist. Nämlich immer noch das Land der Zukunft. Aber keinen Schritt weiter.
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die Kinder dieses senhors andere Lebenswege ins auge fassen würden wie Krimineller oder Drogenabhängiger. Und das wird auch der Pater nicht mehr gerade biegen. Deshalb finde ich es legitim bei solchen Menschen eine Schwangerschaft durchaus einer Krnakheit gleichzusetzen. Was nämlich fehlt ist darüber nachzudenken, was denn aus der Brut werden soll. Und noch schlimmer: Die Brut wächst heran, wird geschlechtsreif und tut dann genau das Gleiche wie ihr Erzeuger: Saufen, Rumficken und den Fortschritt behindern. Nur tut das jetzt nicht nur der Senhor, sonder alle seine unzähligen Nachkommen - soweit sie überhaupt das Alter der Geschlechtsreife erlangen. Und das ist eben brasilianische Alltags-Realität. Und deshalb wird Brasilien immer das Land der Zukunft bleiben - es den Menschan aber dabei nicht besser gehen...
ich glaube Du verstehst Takeo nicht richtig. Obwohl Du ja eigentlich ihn fragst, möchte ich Dir gerne meine Meinung zu der obigen Geschichte sagen:
Brasilien ist das Land der Zukunft, heisst es immer und schon seit vielen Jahren. Und tatsächlich gibt es nicht nur in der Gegend um São Paulo Menschen, die ihrer täglichen Arbeit nachgehen und versuchen ihr Leben zu meistern.
Dann gibt es aber eben auch diese Taugenichtse (wie ober erwähnter Senhor), die durch ihr Verhalten den auf die Fahne geschriebenen Progresso verhindern. Und entgegen von vielen Klischees gibt es die nicht nur im Nordosten.
Lange Rede - kuzer Sinn: Dank diesem verantwortungslosen Verhalten einfach irgendwo Kinder in die Welt zu setzen und diese ihrem Schicksal zu überlassen, ist Brasilien heute da wo es ist. Nämlich immer noch das Land der Zukunft. Aber keinen Schritt weiter.
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die Kinder dieses senhors andere Lebenswege ins auge fassen würden wie Krimineller oder Drogenabhängiger. Und das wird auch der Pater nicht mehr gerade biegen. Deshalb finde ich es legitim bei solchen Menschen eine Schwangerschaft durchaus einer Krnakheit gleichzusetzen. Was nämlich fehlt ist darüber nachzudenken, was denn aus der Brut werden soll. Und noch schlimmer: Die Brut wächst heran, wird geschlechtsreif und tut dann genau das Gleiche wie ihr Erzeuger: Saufen, Rumficken und den Fortschritt behindern. Nur tut das jetzt nicht nur der Senhor, sonder alle seine unzähligen Nachkommen - soweit sie überhaupt das Alter der Geschlechtsreife erlangen. Und das ist eben brasilianische Alltags-Realität. Und deshalb wird Brasilien immer das Land der Zukunft bleiben - es den Menschan aber dabei nicht besser gehen...
paz e amor
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Severino - Beiträge: 3394
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Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
Severino hat geschrieben:Oi ralf123,
ich glaube Du verstehst Takeo nicht richtig.
oi severino,
ich verstehe sehr wohl, was ihr, takeo und du, meint. dazu siehe unten.
ich verstehe aber auch, was velhinho uns sagen wollte - und DAS, so scheint es mir, wollte takeo gar nicht erst zur kenntnis nehmen: dass es menschen gibt, wie pater Skorzak, die nicht mit den achseln zucken und sagen : pech gehabt, sondern die kindern aus desolaten verhaeltnissen helfen wollen, ohne gleichzeitig den vaetern und muettern (die muetter hat takeo uebrigens vergessen) "die fresse einzuschlagen".
Severino hat geschrieben:
Dann gibt es aber eben auch diese Taugenichtse (wie ober erwähnter Senhor), die durch ihr Verhalten den auf die Fahne geschriebenen Progresso verhindern....
Lange Rede - kuzer Sinn: Dank diesem verantwortungslosen Verhalten einfach irgendwo Kinder in die Welt zu setzen und diese ihrem Schicksal zu überlassen, ist Brasilien heute da wo es ist.
und hier ueberseht ihr, du und takeo, dass doch der "oben erwaehnte senhor" selbst kind eines anderen "senhors" ist.
wuerde man also takeo beim wort nehmen wollen, dann muesste er saemtliche vorfahren ausrotten, die er noch lebend zu greifen kriegt, und dazu natuerlich auch noch saemtliche brueder und schwestern des betreffenden "senhors".
spaetestens dann haette takeo, wenn er sich das mal ueberlegt haette, merken muessen, dass sein vorschlag nicht konstruktiv ist, sondern nur aus irgendeiner verbitterung resultiert. aber vielleicht sagt er ja dazu noch selbst was.
Severino hat geschrieben:Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die Kinder dieses senhors andere Lebenswege ins auge fassen würden wie Krimineller oder Drogenabhängiger. Und das wird auch der Pater nicht mehr gerade biegen.
ich persoenlich stehe auch eher auf dem standpunkt (aehnlich wie takeo und du), dass es ganz ausgesprochen problematisch ist, jemanden aus so einer spirale des "herumfickens" - dein ausdruck, severino - herauszubekommen.
aber ich weiss, dass es leuten, wie dem pater, durchaus gelingt, dem einen und andern schon helfen zu koennen.
und dafuer lebt der pater...
und das ist ein riesengrosses glueck fuer die wenigen, die er mit seiner hilfe erreicht...
gruesse
ralf
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ralf123 - Beiträge: 40
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Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
ralf123 hat geschrieben:
aber ich weiss, dass es leuten, wie dem pater, durchaus gelingt, dem einen und andern schon helfen zu koennen.
und dafuer lebt der pater...
und das ist ein riesengrosses glueck fuer die wenigen, die er mit seiner hilfe erreicht...
und wenn es nur ein einziger waere---es wuerde sich rentieren. besser, als sich bequem zurueckzulehnen---mit dem gedanken im hinterkopf---wird ja eh nichts.
o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.
Nur für Bewohner des Kantons Zürich/auch auf dumpfe Trolle anwendbar
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mikelo - Beiträge: 4490
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Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
ralf123 hat geschrieben:velhinho berichtet uns vom schicksal der kinder - der KINDER, takeo!
du bist doch ein studierter mann. da frage ich dich, natuerlich nur rein rhetorisch, (und nehme mal an, DU waerst auch von dem betreffenden "verursacher gezeugt worden): was wuerde sich fuer dich aendern, wenn der pater dem "verursacher" im nachhinein "die fresse einschlägt".
Ja, ralf, mir ist spätestens dann eine Laus über die Leber gelaufen, als ich wieder diese Geschichte, dieses Exempel an PURER Ignoranz präsentiert bekam!
Dass es um die Kinder geht ist mir klar... Ich habe geschrieben, dass die Arbeit vom Pater lobenswert ist.
Und wenn der Pater diesem ignoranten Schwein mal anständig die Fresse polieren würde, und ihm dabei die hochproduktiven Eier ins Gesäss braten würde, würden die Kinder 1.) sehen, dass der Lebenswandel ihres Vaters wohl nicht ganz richtig ist, da selbst der sonst so friedliche Hochwürden so in Rage gerät, und 2.) nicht noch mehr Geschwister aufgetischt kriegen, die sie dann später irgendwie mit durchfüttern müssen und dadurch noch elender werden.
Wer brasilianische Realität nur halbwegs kennt, weiss genau was ich meine. Alles andere ist nichts weiter als Armutsromantik von Exotikdurstigen.
Hmod: post zusammengefuegt
mikelo hat geschrieben:und wenn es nur ein einziger waere---es wuerde sich rentieren. besser, als sich bequem zurueckzulehnen---mit dem gedanken im hinterkopf---wird ja eh nichts.
Denk mal über ein Zitat nach, welches eine Müllsammlerin gesagt hat, die ihre 2 (!) Kinder (Jungen) trotz grosser Armut in den brasilianischen Mittelstand befördert hat:
"Ajude quem merece - não quem precisa!"
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Takeo - Beiträge: 3641
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Re: Strassenkinder in Esperantina / Piaui
2 Zitate:
Und eine Synopse:
Es ist doch wohl klar, dass es sich hier nur um Symptombehandlung handelt. Dass auch die Ursachen bekämpft werden sollten ist eine weitere Selbstverständlichkeit.
Nur Takeo verliert halt mal schnell den Kopf, wenn, und hier hat er recht, immer und immer wieder nur Symptome behandelt werden. Die "Krankheit" ist ja eigentlich an der Wurzel fassbar. Das eigentliches Problem scheint mir politischer Natur zu sein. Die hierfür zuständigen nicht exakten Wisssenschaften hätten die Werkzeuge bei Fuss.
Wenn ein Mensch den Unschuldigen hilft, kann man ihn nicht für die Deppen verantwortlich machen, die das Unheil verursacht haben.
Die Schutzimpfung ist eine Schulbildung die zum kritischen Denken befähigt. Leider greift sie erst, wenn heute eingeführt, in der nächsten Generation.
Also hat Ralf123 die Situation richtig erkannt.
Nicht der Pater vielmehr die hier in Brasilien zuständigen Autoritäten müssten die Watsche verabreichen.
Mas
C'est la vie
wollte takeo gar nicht erst zur kenntnis nehmen
Es ist Symtombehandlung und nicht die Bekämpfung der Ursache.
Und eine Synopse:
Es ist doch wohl klar, dass es sich hier nur um Symptombehandlung handelt. Dass auch die Ursachen bekämpft werden sollten ist eine weitere Selbstverständlichkeit.
Nur Takeo verliert halt mal schnell den Kopf, wenn, und hier hat er recht, immer und immer wieder nur Symptome behandelt werden. Die "Krankheit" ist ja eigentlich an der Wurzel fassbar. Das eigentliches Problem scheint mir politischer Natur zu sein. Die hierfür zuständigen nicht exakten Wisssenschaften hätten die Werkzeuge bei Fuss.
Wenn ein Mensch den Unschuldigen hilft, kann man ihn nicht für die Deppen verantwortlich machen, die das Unheil verursacht haben.
Die Schutzimpfung ist eine Schulbildung die zum kritischen Denken befähigt. Leider greift sie erst, wenn heute eingeführt, in der nächsten Generation.
Also hat Ralf123 die Situation richtig erkannt.
Nicht der Pater vielmehr die hier in Brasilien zuständigen Autoritäten müssten die Watsche verabreichen.
Mas
C'est la vie
lumpesina o lumpesinato!
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bruzundanga - Moderator
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