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 Betreff des Beitrags: Strassenverkehr und seine Tücken
BeitragVerfasst: 27 Aug 2008 23:16 
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Registriert: 16 Feb 2006 16:10
Beiträge: 164
Wohnort: Meistens zu Hause
Hallo

Habe eben in den örtlichen Nachrichten von Joao Pessoa einen Bericht über einen Verkehrsunfall Motorrad gegen Auto gesehen . Der Unfall ereignete sich auf der vierspurigen Schnellstrasse BR 230 auf den Richtungsfahrbahnen in Richtung Joao Pessoa . Wenn ich das Ganze richtig mit bekommen habe fuhr das Auto in Richtung Joao Pessoa und der Motorradfahrer gegen den Verkehrsfluß in Richtung Cabedelo ganz klar contra mao wie man hier sagt . Der Effekt ein Toter und zwei schwer Verletzte .
Aber das was mich zu diesem Beitrag zu schreiben veranlaßt sind die Statements anschließend . Von der Policia Rodoviaria kein Wort zum Verkersvergehen des Motorradfahres das er der Unfallverursacher ist weil er gegen die Fahrtrichtung gefahren ist. Und die Tränen des Papas ja der Junge hat doch einen Helm getragen . Wenn man sich das so überlegt bleibt einem nur noch Kopfschütteln übrig .
Ach ja habe ja ganz vergessen zu erwähnen das contra mau Fahren wird hier schon in den Schulen im Unterricht gelehrt .

Bis denne und neulich
Männlein



Irren ist menschlich sagte der Hahn und stieg von der Ente und dann auf den Schwan .
Geschmackssache sprach der Affe und biß in das Stück Kernseife .


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenverkehr und seine Tücken
BeitragVerfasst: 27 Aug 2008 23:28 
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Registriert: 07 Feb 2006 15:02
Beiträge: 3173
Wohnort: Anapolis GO
Tja, da habt ihr ein gutes Bildungssystem da im Nordosten. Verkehrserziehung gibt es hier in keiner der Schulen, die ich kenne. Und ein weit verbreiteter Irrglaube der Brasilianer ist eben, dass der Helm vor tödlichen Unfällen schützt. Traurig, aber wahr....
Ich muss immer die Stirn runzeln, wenn ich sehe, dass die Eltern ihre Kinder mit dem Moped oder Fahrrad von der Schule abholen, ihnen dann einen Erwachsenenhelm aufsetzen und kaum zu Hause amgekommen dann unbeaufsichtigt auf der Strasse spielen lassen. Die einzigen die noch klüger sind, sind die, die an der Kreuzung nicht bremsen, sondern einfach durchbrausen - wo doch die Hälfte hier die Musikanlage auf voller Lautstärke hat....
Aber Brasilien und Verkehr ist eben ein ganz trauriges Kapitel dieses Landes.....



paz e amor
Severino


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenverkehr und seine Tücken
BeitragVerfasst: 28 Aug 2008 02:10 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1959
Goiás ist am schlimmsten! Bitte nicht ganz Brasilien in einen Topf werfen!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenverkehr und seine Tücken
BeitragVerfasst: 28 Aug 2008 06:36 
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Beiträge: 416
Wohnort: Sergipe / z.Z. Afrika
Hier bei uns an der Kreuzung wird kurz gehupt und dann ohne zu schauen ob was kommt durchgefahren, wenn
dann mal beide hupen und durchfahren krachts auch schon mal heftig. Die Verkehrsregeln kennt niemand. Das ist inzwischen ein Zeitvertreib von mir die Leute nach Verkehrsregeln zu fragen, die Hoechstgeschwindigkeit in BR wusste keiner der Befragten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenverkehr und seine Tücken
BeitragVerfasst: 28 Aug 2008 12:30 
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Registriert: 05 Nov 2006 14:18
Beiträge: 384
Wohnort: im Hinterland, aber nicht in der Pampa
Eine "Hoechstgeschwindigkeit" gibt es ja auch nicht, es gibt nur eine "maximal zugelassene Geschwindigkeit", die von Stasse zu Strasse unterschiedlich ist. Sorry wegen der Haarspalterei, aber da die Brasilianer selbst schon nicht so genau wissen, was laeuft, sollten wir versuchen klar zu reden.
Meine Tochter hat gerade vor ein paar Wochen den Fuehrerschein gemacht. Die Ausbildung (hier im Ort) war schon toll: Eine Woche pauken fuer den theoretischen Teil, natuerlich locker bestanden (ich muss vielleicht dazu sagen, dass meine Tochter zu dem Zeitpunkt ein gutes halbes Jahr in Brasilien gelebt hat und vorher kein Portugiesisch gesprochen hat). Der praktische Teil fuer Auto war dann so spannend, dass sie irgendwann keine LUst mehr hatte. Der "Parcour" bestand aus immer derselben Runde durch den Ort, maximal 2. Gang. Natuerlich gabs bei der Pruefung, die dann auf demselben "Parcour" stattfand keine Probleme. Und dann kam das Beste: Motorradfahrstunden bzw. -pruefung. Fahrstunden auf einem abgelegenen Platz ohne Verkehr. Der Fahrlehrer ist mit ihr hingefahren (sie hinten) und dort durfte sie dann die bei der Pruefung erforderlichen Uebungen machen. Entlang eines durchgezogenen Strriches etwa 30 Meter geradeausfahren und dann Slalom um ein paar Huetchen. Nach der dritten Fahrstunde hat sich der Fahrlehrer an den Rand des Platzes schlafen gelegt und meine Tochter hat alleine geuebt (scharf bremesen, was nicht vorgesehen war; laengere Geradeausfahrt, was nicht vorgesehen war, huetchen enger zusammen, was n icht vorgesehen war usw.) Uebrigens hochschalten aus dem ersten in den zweiten Gang hat der Fahrlehrer ihr nur auf haftiges DRaengen gezeigt.
So und jetzt die Frage: Wenn das die normale Fahrschule und Fahrpruefung ist (was ich nicht weiss), wie soll dann jemand wissen, das contra-mão-Fahren nicht normal ist?



Interpunktion und Orthographie dieses Beitrags ist frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenverkehr und seine Tücken
BeitragVerfasst: 28 Aug 2008 15:49 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1959
1.) So, und jetzt meine Frage:

fährt man denn in Deutschland tatsächlich besser, nach so intensiver Fahrschule, oder weil es so viele VerkehrsREGELUNGEN gibt... im allgemeinen fand ich deutsches Autofahren bes. auf der Autobahn mindestens genauso unverschämt wie in Brasilien. Ich habe NIE in Deutschland Fahrstunde gehabt, und wo ich meinen Führerschein (A3) gemacht habe, wurde bereits geschlossen wegen erheblichen Mängeln, trotzdem habe ich NIE Probleme mit dem Autofhren in Deutschland noch in Brasilien gehabt.

2.) Ich habe noch nie so viele und so strenge Radrakontrollen gesehen wie im Staat São Paulo... in Ribeirão Preto und Campinas MUSS man sich an die Geschwindikeitsregeln halten, auch Ampeln, überall wird fotografiert, und es regnet Multas, auch auf den Fernstarssen wie die Anhanguera: voller Radarfallen... man kann garnicht schneller als 100 - 110 km/h fahren wenn man nicht seinen Führeschein und sein Geld verlieren will!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenverkehr und seine Tücken
BeitragVerfasst: 28 Aug 2008 16:38 
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Registriert: 04 Okt 2007 13:15
Beiträge: 63
Wohnort: Salvador
Takeo hat geschrieben:
1.) So, und jetzt meine Frage:

fährt man denn in Deutschland tatsächlich besser, nach so intensiver Fahrschule, oder weil es so viele VerkehrsREGELUNGEN gibt... im allgemeinen fand ich deutsches Autofahren bes. auf der Autobahn mindestens genauso unverschämt wie in Brasilien. Ich habe NIE in Deutschland Fahrstunde gehabt, und wo ich meinen Führerschein (A3) gemacht habe, wurde bereits geschlossen wegen erheblichen Mängeln, trotzdem habe ich NIE Probleme mit dem Autofhren in Deutschland noch in Brasilien gehabt.


2.) Ich habe noch nie so viele und so strenge Radrakontrollen gesehen wie im Staat São Paulo... in Ribeirão Preto und Campinas MUSS man sich an die Geschwindikeitsregeln halten, auch Ampeln, überall wird fotografiert, und es regnet Multas, auch auf den Fernstarssen wie die Anhanguera: voller Radarfallen... man kann garnicht schneller als 100 - 110 km/h fahren wenn man nicht seinen Führeschein und sein Geld verlieren will!!!

Zu Punkt 1:
Ja, man fährt in Deutschland eindeutig besser und vor allem rücksichtsvoller. Man beachtet Zebrastreifen, hält auch mal an, wenn eine Person die Straße überqueren möchte, läßt auch mal jemanden ausparken und besteht nicht mit Hupkonzerten auf seine Vorfahrt, Man kann in der Regel rückwärts fahren. Man findet es auch nicht total toll, die Alarmanlage mal eben laufen zu lassen, oder am Sonntag Nachmittag den Schalldämpfer vom Motorrad abzubauen und die Straßen auf und ab zu fahren und man fährt in Deutschland auf der rechten Straßenseite usw.


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenverkehr und seine Tücken
BeitragVerfasst: 28 Aug 2008 17:00 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1959
Man wird aber auch angemacht, weil man auf einer sogenannten "Spielstrasse" (7km/h) mit 20 Stundenkilometern vorbeirast... oder man muss ein Hupkonzert über sich ergehen lassen, wenn man dann tatsächlich mal mit 7km/h im 1.Gang bei Standgas vor sich hin ruckelt... und das nur weil irgendwelche Kinder in Strassennähe gesichtet werden...(und diese Kinder wissen - als gewissenhafte Bundesbürger - natürlich um ihren Status und überqueren dann besonders langsam ihre "Spielstrasse" mit frechem Blick, der sagen will:"vorsicht - ich hab' hier das Sagen und wenn Du nicht aufpasst gibt's 'ne saftige Anzeige!!!)

Lustig ist auch, mitten in der Winternacht 20 Minuten (!) vor einer einsamen Bauampel ausharren zu müssen, bis sie sich entscheidet mal auf grün zu springen... nur weil die Polizei nichts zu tun hat und nur darauf wartet sog. Verkehrsraudis ein Knöllchen zu verpassen... auch kriegt man gerne ein Knöllchen, wenn man morgens um 04:00 (am) mit dem Fahrrad durch die menschenleere Fussgängerzone fährt...

Ohh ja, und wehe, man bleibt mal mit seinem Auto auf einer Parklücke stehen, die für Behinderte markiert ist... man parkt zwar nicht, der Motor ist noch nichtmal aus, und es ist auch weit und breit kein Behinderter in Sicht, höchsten der hirngeschädigte Verkehrskontrolleur, der mit starrem 'Killerface' sein Knöllchenblock zieht und starr einen Strafzettel austeilt... sem jeiteo... Beschwerden bitte ans Bundesgericht für Verkehr oder so...

überhaupt: lustig ist auch, wenn man mal in infiniter Ignoranz nicht weiss, dass 'Pappe' kein 'Papier' ist, und diese in die Papiertonne stopft und sich hinterher am Oberlandesgericht wiederfindet...


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenverkehr und seine Tücken
BeitragVerfasst: 28 Aug 2008 19:06 
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Registriert: 13 Dez 2007 21:31
Beiträge: 125
Ich hatte in meinem Autofahr-Leben bisher zweimal richtig Stress:
Das erste Mal, als ich versucht habe in Paris in den Kreisverkehr um den Arc de Triomphe rein und vor allem an der richtigen Ausfahrt auch wieder raus zu fahren und das zweite Mal, als ich in Porto Alegre versehentlich zum Abbiegen auf einer Busspur gelandet bin und trotz des Busses hinter mir bremsen musste. :oops:

Abgesehen davon, dass ich beide Male den Knall fast schon hören konnte, fand ich die Reaktionen deutlich freundlicher als in Deutschland...

Da ich aber in brasilianischen Städten meistens als Fußgängerin unterwegs war, muss ich ptrludwig schon zustimmen- Rücksichtnahme, Ampeln o.ä. waren hierbei meist außer Kraft gesetzt und gewonnen hat ganz klar das Auto :wink:

Aber auch Takeo muss ich zustimmen: Autofahren in Deutschland ist nur bedingt besser und macht kaum Spaß- ich bin täglich ca. 80km im Berufsverkehr unterwegs und Rücksichtnahme ist hier ein Fremdwort. Gewonnen hat entweder die Person mit dem größeren Auto oder der Hoffnung auf die bessere Versicherung :wink:

Grüße,
lb


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 Betreff des Beitrags: Re: Strassenverkehr und seine Tücken
BeitragVerfasst: 28 Aug 2008 20:07 
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Registriert: 08 Jul 2006 10:05
Beiträge: 1295
Takeo hat geschrieben:
Ohh ja, und wehe, man bleibt mal mit seinem Auto auf einer Parklücke stehen, die für Behinderte markiert ist... man parkt zwar nicht, der Motor ist noch nichtmal aus, und es ist auch weit und breit kein Behinderter in Sicht


.................ja genau und kaum hast den motor ausgemacht, bist ausgestiegen und davon gewackelt, kommt so einer :mrgreen: und braucht den parkplatz :mrgreen:
dann stellt a senhora ihre benzinschleuder so, dass du nicht mehr wegkommst, bis a senhora ihre einkäufe erledigt hat....und das kann dauern.... ~ö~

amarelina



não há diferença entre um sábio e um tolo quando ambos estão apaixonados.


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