Heute habe ich mal wieder Cupim - den Höcker vom Zeburind - gegrillt. Wenn man es richtig macht, kann man es anschliessend mit der Gabel zerteilen. Aussen kross, innen weich ... und mit einem ganz besonderen Geschmack .... einfach lecker und noch nicht einmal teuer.
Aber wie wirds gemacht:Ich nehme das Cupim (meines hatte ca. 1.8 kg / Kilopreis 3.99 R$) steche es mit dem Messer an und stecke geviertelte Knoblauchzehen hinein. Da kann man schon einige Zehen verwenden. Dann reibe ich das ganze Fleisch noch krĂ€ftig mit Knoblauchsalz und ein wenig grobem Salz ein. Danach wickele ich es in spezielle transparente Backfolie ein und stecke es auf einen Spiess (dafĂŒr am besten einen mit zwei dĂŒnnen Spiessen nehmen, auf dem Foto sieht man gut die Löcher). An den vier Einstichstellen nochmals ein wenig Folie anbringen/verdrehen, damit spĂ€ter kein oder kaum Saft herauslĂ€uft. Danach das ganze noch in Alufolie einwickeln.
Nun auf den Grill damit! Je nach Grösse rund 2 - 2 1/2 Stunden von jeder Seite (also insgesamt 4-5 Stunden) bei starker Hitze ca. 30 Zentimeter ĂŒber der Holzkohle grillen. Das Feuer muss heiss sein, wirklich heiss. Nach den 4 Stunden die Alufolie und die andere Folie abmachen (nicht ĂŒber dem Grill, weil eine Menge Fleischsaft dabei rauslĂ€uft) und das Cupim rund 10 Minuten von jeder Seite schön kross anbrĂ€unen. Fertig.
Das Cupim brĂ€t also die ganze Zeit im eigenen Saft, was auch fĂŒr den Geschmack wichtig ist. Manche kochen es im Schnellkochtopf, da geht viel Geschmack dabei verloren. Cupim kann man nicht einfach so grillen, da wird es zĂ€h, zĂ€h, zĂ€h .... und hart wie Leder. Der Höcker ist ja ein Vorratsspeicher, deshalb ist das ganze Fleisch von Fettadern durchzogen.
Eigentlich ganz easy, halt ein wenig zeitaufwendig. Allerdings muss man sich nicht um das Fleisch kĂŒmmern, sondern nur ums Feuer. Einmal die Stunde nachsehen, evtl. etwas Holzkohle nachfĂŒllen und rumdrehen. Ich habe heute um 12 Uhr das Feuer angemacht, gegessen haben wir um 17:30 Uhr.
Hier noch ein Foto eine halben Höckers, man sieht schön die Fettadern. Beim einfachen Spiess habe ich damals auch Lehrgeld bezahlt, man kann es nicht gut wenden, es dreht sich immer wieder zurĂŒck. Beim ersten Mal habe ich es sogar ganz normal gegrillt, es war faktisch ungeniessbar, so zĂ€h war es. Aber inzwischen bin ich Profi.

Ein letzter Tip: Wenn man wissen will, ob es wirklich gut und fertig ist, schneidet man die Folie halt ein paar Milimeter oben auf und steckt einfach einen mindestens daumendicken Stiel eines Kochlöffels oder Àhnliches ins Fleisch und testet so, ob das Fleisch weich genug ist. Es muss ganz leicht gehen. Eine abgeschnittene Scheibe (5-7mm) muss sich spÀter wirklich nur mit der Gabel zertrennen lassen.