Theologe Frei Betto: In Brasilien wird systematisch gefolter

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Theologe Frei Betto: In Brasilien wird systematisch gefolter

Beitragvon Teckpac » Do 2. Jul 2009, 19:44

tinto hat geschrieben:
Nunja, wer oder was ist denn deiner Meinung nach ein Killer?

Ermittlungspannen, Ermittlungsdruck, Falschaussagen, erpresste Geständnisse, unklare Beweislagen, widersprüchliche Zeugenaussagen. Wir Juristen wissen doch alle, womit wir es tagtäglich zu tun haben. Wir wissen doch alle nur zu gut, wie viele vollstreckte Todesurteile es gibt, bei denen die vermeintlichen Täter unschuldig hingerichtet wurden. Manchmal beweist eine DNA-Analyse, das Geständnis eines anderen erst jahrzehnte später die Wahrheit.

Es mag nur einen Grund geben, gegen die Todesstrafe zu sein: Und der ist, du kannst sie zwar fordern, aber wohl kaum wieder rückgängig machen, wenn sie gegen den falschen (vermeintlichen)Täter vollstreckt ist.

Und dann, wenn es sie doch gibt, und sie doch fälschlicherweise vollstreckt wurde, sollte man als Genugtuung für den vermeintlichen täter wahllos irgendeinen Befürworter der todesstrafe auswählen, und....sagen wir mal: gleiches mit gleichem vergelten.

Hatte mich, so glaube ich, doch klar genug ausgedrückt!! Und dass so ein Schuldspruch nur gefällt werden sollte, wenn der Täter des vorsätzlichen Mordes zu 100% überführt wurde, setze ich vorraus!! Und was redest Du da denn für einen Quatsch von wegen Gleiches mit Gleichem vergelten??? Du bist Jurist?....ich bin entsetzt über solch ein Posting eines Juristen!!
Ei äm schocket!! :shock:
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Re: Theologe Frei Betto: In Brasilien wird systematisch gefolter

Beitragvon BrasilJaneiro » Do 2. Jul 2009, 19:49

tinto hat geschrieben:
Nunja, wer oder was ist denn deiner Meinung nach ein Killer? Kennst du einen persönlich und weißt, dass er es getan hat? Würdest du Deine hand dafür ins Feuer legen, dass er es war?

Ermittlungspannen, Ermittlungsdruck, Falschaussagen, erpresste Geständnisse, unklare Beweislagen, widersprüchliche Zeugenaussagen. Wir Juristen wissen doch alle, womit wir es tagtäglich zu tun haben. Wir wissen doch alle nur zu gut, wie viele vollstreckte Todesurteile es gibt, bei denen die vermeintlichen Täter unschuldig hingerichtet wurden. Manchmal beweist eine DNA-Analyse, das Geständnis eines anderen erst jahrzehnte später die Wahrheit. Wissen wir alle, gibt es in den USA zuhauf. Da gibt es ja auch 150 jahre haft und Millionen Schadesersatz wegen einer verschluckten Fischgräte.

Es mag nur einen Grund geben, gegen die Todesstrafe zu sein: Und der ist, du kannst sie zwar fordern, aber wohl kaum wieder rückgängig machen, wenn sie gegen den falschen (vermeintlichen)Täter vollstreckt ist.

Und dann, wenn es sie doch gibt, und sie doch fälschlicherweise vollstreckt wurde, sollte man als Genugtuung für den vermeintlichen täter wahllos irgendeinen Befürworter der todesstrafe auswählen, und....sagen wir mal: gleiches mit gleichem vergelten.


Mir kommen gleich die Traenen. Die armen unschuldigen Verbrecher. Und die boese Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter. Nach dem was du da sagst, koennten wir auch gleich die Justiz aufloesen. Wenn darin kein Vertrauen mehr steckt, dann koennen wir auch der Anarchie freien Lauf lassen.
Zum Ausgangspunkt: Die Zustaende in brasilianischen Gefaengnissen sind miserabel. Ob einsitzende Verbrecher gefoltert werden ist nicht offiziell bekannt. In Guatanamo schon. Habe ja schon gesagt, dass ich mit allen Verbrechern kurzen prozess machen wuerde aber auch ordentliche, saubere und anstaendige Gefaengnisse erwarte ohne Folterungen.Jeder kann sich vorher ueberlegen, wenn schlechte Zustaende bekannt sind, ob er unbedingt ein Verbrechen ausfuehren will. Ich wuerde mir das in Brasilien zehn mal ueberlegen. Das Problem der Todesstrafe liegt nicht im Versehen der Justiz einen falschen verurteilt zu haben, sondern der Missbrauch der Politik um missliebige politische Gegner los zu werden. Wenn man dies ausschliessen koennte, dann waere die Todesstrafe fuer Moerder die geeignete Strafe.
Mir sind jedenfalls die Opfer wichtiger, als irgendwelche Seelendoktors, Rechtsverdreher und natuerlich den taetern.

P.S. Die DNA Analyse ist die beste Erfindung der Kriminaltechnik seit ???. Dadurch konnten in den letzten Jahren viele Taeter ueberfuehrt werden und Unschuldige ausgeschlossen werden.
Ich hoffe das du als Jurist das mal einen Staatsanwalt oder Richter sagst. "Ermittlungspannen, Ermittlungsdruck, Falschaussagen, erpresste Geständnisse, unklare Beweislagen, widersprüchliche Zeugenaussagen" Ist das der traurige Umgangston von Juristen?
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Re: Theologe Frei Betto: In Brasilien wird systematisch gefolter

Beitragvon Habu » Do 2. Jul 2009, 20:16

Nun, wir können noch weitere 10 Seiten aneinander vorbeireden. Da ist die Fraktion xy die dem Staat ein Mordmonopol geben will und dies mit ihrer Empathie für die Opfer begründet und da die andere, die eben gegen Tötung von krimineller wie auch staatlicher Seite ist, laut Herrn xy die Anarchisten, wenn nicht gar Komplizen von Verbrechern.
Hier sollte man sich aber mal fragen warum Fraktion xy so einen Vergeltungswahn hat. Selbst schon mal Opfer gewesen oder warum dürsten jene, die selber noch nie Opfer waren, so nach Todesstrafe?
Sorry, BrasilJaneiro, jemand der sich den Zimmermann reinzieht und mit ihm (oder seinen Nachfolgern, schnaub) auf Menschenjagd geht, disqualifiziert sich zumindest moralisch.
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Re: Theologe Frei Betto: In Brasilien wird systematisch gefolter

Beitragvon BrasilJaneiro » Do 2. Jul 2009, 20:28

Habu hat geschrieben:
Sorry, BrasilJaneiro, jemand der sich den Zimmermann reinzieht und mit ihm (oder seinen Nachfolgern, schnaub) auf Menschenjagd geht, disqualifiziert sich zumindest moralisch.


Ach so siehst du das. Die Polizei geht auf Menschenjagd. Ich wuensche dir nicht, dass du mal Opfer bist. Dann wuerdest du so etwas nicht mehr sagen. Oder sagst du dann der Polizei sie solle die Ermittlungen einstellen, weil du sie nicht zur Menschenjagd verfuehren willst.??????
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Re: Theologe Frei Betto: In Brasilien wird systematisch gefolter

Beitragvon tinto » Do 2. Jul 2009, 20:46

BrasilJaneiro hat geschrieben: ...P.S. Die DNA Analyse ist die beste Erfindung der Kriminaltechnik seit ???. Dadurch konnten in den letzten Jahren viele Taeter ueberfuehrt werden und Unschuldige ausgeschlossen werden.
Ich hoffe das du als Jurist das mal einen Staatsanwalt oder Richter sagst. "Ermittlungspannen, Ermittlungsdruck, Falschaussagen, erpresste Geständnisse, unklare Beweislagen, widersprüchliche Zeugenaussagen" Ist das der traurige Umgangston von Juristen?


So ist es. Diese Dinge werden ja auch eingestanden. Da muss man gar nicht lange rumgoogeln. Das ist Alltag. Du lernst es schon in den Vorlesungen bei namhaften Professoren der Kriminologie oder des Strafrechts. Es ist ja auch kein Zweifel daran, dass ein Teil der Täter wirklich überführt wird und dass es auch gute Ermittlungsergebnisse gibt.

Aber eine Garantie, dass es immer so ist, gibt es eben einfach nicht.

Dass mit der DNA-Analyse ist eben auch so eine Sache, die durchaus Fehleranfällig ist. Da hat sich bekanntlich die Polizei in Deutschland und halb Europa bereits lächerlich gemacht, indem sie jahrelang mit riesigem Aufwand und Sonderkommissionen eine Täterin suchte, die zig Morde und allerlei Verbreichen, diebstähle, einbrüche begangen haben soll. nun war es aber die schlichte Einpackerin von Wattestäbchen, die zur Spurensicherung dienten und die haben sie endlich als einzig in Betracht kommende Person identifiziert......merkt Euch: auch bei DNA-Spuren wird bisweilen was vorgetäuscht, was vertauscht, nicht richtig dokumentiert oder es ist auch die Frage wann wessen DNA wodurch wohin gelangt ist.

Nimmst du dem täter die Waffe ab oder...Ziehst Du das Messer aus dem Opfer, um ihm zu helfen, bist du schnell der Täter, wenn der flüchtig ist und niemand was gesehen hat oder ein zeuge meint, du seist ihm sowiso schon merkwürdig vorgekommen....und dann noch deine DNA auf dem Ding....
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Re: Theologe Frei Betto: In Brasilien wird systematisch gefolter

Beitragvon Takeo » Do 2. Jul 2009, 21:25

Westig hat geschrieben:Diese Anfrage von Takeo geht wieder einmal unter die Gürtellinie. Und zeigt das auf, was ihn zu bewegen scheint, wenn von Frei Beto die Rede ist. (...)


uuuhh westig - reg' Dich ab...
diese geistige Metapher war einfach zu gut um sie nicht zu bringen... ich lach' jetzt noch!!!
Glaub' doch nicht dass die Welt in ehrfuchtvolle Anbetung versinkt ob eines Frei Betto... wer iss das überhaupt... :roll:


Habu hat geschrieben:Da ist die Fraktion xy die dem Staat ein Mordmonopol geben will (...) Hier sollte man sich aber mal fragen warum Fraktion xy so einen Vergeltungswahn hat. Selbst schon mal Opfer gewesen oder warum dürsten jene, die selber noch nie Opfer waren, so nach Todesstrafe?


ICH will schonmal garnichts... und ich hab' auch schon ein paar mal in 'ne Knarre gekuckt... kribbliges Gefühl!
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Re: Theologe Frei Betto: In Brasilien wird systematisch gefolter

Beitragvon BrasilJaneiro » Do 2. Jul 2009, 21:27

tinto hat geschrieben:
So ist es. Diese Dinge werden ja auch eingestanden. Da muss man gar nicht lange rumgoogeln. Das ist Alltag. Du lernst es schon in den Vorlesungen bei namhaften Professoren der Kriminologie oder des Strafrechts. Es ist ja auch kein Zweifel daran, dass ein Teil der Täter wirklich überführt wird und dass es auch gute Ermittlungsergebnisse gibt.

Aber eine Garantie, dass es immer so ist, gibt es eben einfach nicht.

Dass mit der DNA-Analyse ist eben auch so eine Sache, die durchaus Fehleranfällig ist. Da hat sich bekanntlich die Polizei in Deutschland und halb Europa bereits lächerlich gemacht, indem sie jahrelang mit riesigem Aufwand und Sonderkommissionen eine Täterin suchte, die zig Morde und allerlei Verbreichen, diebstähle, einbrüche begangen haben soll. nun war es aber die schlichte Einpackerin von Wattestäbchen, die zur Spurensicherung dienten und die haben sie endlich als einzig in Betracht kommende Person identifiziert......merkt Euch: auch bei DNA-Spuren wird bisweilen was vorgetäuscht, was vertauscht, nicht richtig dokumentiert oder es ist auch die Frage wann wessen DNA wodurch wohin gelangt ist.

Nimmst du dem täter die Waffe ab oder...Ziehst Du das Messer aus dem Opfer, um ihm zu helfen, bist du schnell der Täter, wenn der flüchtig ist und niemand was gesehen hat oder ein zeuge meint, du seist ihm sowiso schon merkwürdig vorgekommen....und dann noch deine DNA auf dem Ding....


Als Krimifan haette ich der Polizei schon vorher sagen koennen, dass es dieses Phantom nicht gibt. War absolut unrealistisch. Die DNA ist sicher. Und wenn es Zweifel gibt, dann bleiben auch mutmassliche Moerder, wie im Fall der 24jaehrigen Salatbarbesitzerin in Koeln auf freien Fuss. Und ich hoffe mal, dass jeder so intelligent ist, dass er einen Verletzten nicht das Messer rauszieht. Das lernt man doch schon in der Volksschule. Ausserdem hat man heute ein Handy. Wenn ein Verbrechen geschieht oder geschehen ist, dann kann die erste Reaktion nur die Polizei rufen sein. Und die Polizei ist so intelligent, dass sie dem Taeter nie direkt sagen wird, dass DNA Spuren von ihm am Tatort gefunden wurde, sondern immer vorher fragen wird, ob er sich am Tatort schon vorher mal aufgehalten hat.
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Re: Theologe Frei Betto: In Brasilien wird systematisch gefolter

Beitragvon tinto » Do 2. Jul 2009, 21:34

BrasilJaneiro hat geschrieben:
tinto hat geschrieben:
So ist es. Diese Dinge werden ja auch eingestanden. Da muss man gar nicht lange rumgoogeln. Das ist Alltag. Du lernst es schon in den Vorlesungen bei namhaften Professoren der Kriminologie oder des Strafrechts. Es ist ja auch kein Zweifel daran, dass ein Teil der Täter wirklich überführt wird und dass es auch gute Ermittlungsergebnisse gibt.

Aber eine Garantie, dass es immer so ist, gibt es eben einfach nicht.

Dass mit der DNA-Analyse ist eben auch so eine Sache, die durchaus Fehleranfällig ist. Da hat sich bekanntlich die Polizei in Deutschland und halb Europa bereits lächerlich gemacht, indem sie jahrelang mit riesigem Aufwand und Sonderkommissionen eine Täterin suchte, die zig Morde und allerlei Verbreichen, diebstähle, einbrüche begangen haben soll. nun war es aber die schlichte Einpackerin von Wattestäbchen, die zur Spurensicherung dienten und die haben sie endlich als einzig in Betracht kommende Person identifiziert......merkt Euch: auch bei DNA-Spuren wird bisweilen was vorgetäuscht, was vertauscht, nicht richtig dokumentiert oder es ist auch die Frage wann wessen DNA wodurch wohin gelangt ist.

Nimmst du dem täter die Waffe ab oder...Ziehst Du das Messer aus dem Opfer, um ihm zu helfen, bist du schnell der Täter, wenn der flüchtig ist und niemand was gesehen hat oder ein zeuge meint, du seist ihm sowiso schon merkwürdig vorgekommen....und dann noch deine DNA auf dem Ding....


Als Krimifan haette ich der Polizei schon vorher sagen koennen, dass es dieses Phantom nicht gibt. War absolut unrealistisch. Die DNA ist sicher. Und wenn es Zweifel gibt, dann bleiben auch mutmassliche Moerder, wie im Fall der 24jaehrigen Salatbarbesitzerin in Koeln auf freien Fuss. Und ich hoffe mal, dass jeder so intelligent ist, dass er einen Verletzten nicht das Messer rauszieht. Das lernt man doch schon in der Volksschule. Ausserdem hat man heute ein Handy. Wenn ein Verbrechen geschieht oder geschehen ist, dann kann die erste Reaktion nur die Polizei rufen sein. Und die Polizei ist so intelligent, dass sie dem Taeter nie direkt sagen wird, dass DNA Spuren von ihm am Tatort gefunden wurde, sondern immer vorher fragen wird, ob er sich am Tatort schon vorher mal aufgehalten hat.


Tja, umso mehr muss man sich wundern, was die Polizei in den Monaten vor der Aufkärung so in der Sendung "aktenzeichen xy" im ZDF und in der tagesschau zu diesen DNA-Spuren zu sagen wusste, ne? Da wusstest sogar schon du als Krimifan besser bescheid als diese Beamten.

Und zu deinen hoffnungen kann ich ja hier nur noch mal sagen, dass die Menschen angesichts eines sschocks fast immer nicht das tun, wozu die Volksschule rät.

Und in Sachen falsche Beschuldigung ist dir sicher auch präsent, dass wir hier ausgiebig den fall einer brasilianerin in der schweiz diskutiert hatten, die behauptete Nenazis hätten sie angegriffen und dadurch sei ihr Ungeborenes gestorben....

Jaja, ihr könnt ja alles besser wissen. Aber mal abgesehen, dass rund 30 Prozent aller tatsächlichen morde unentdeckt bleiben, weil sie wie Suizid oder natürlicher Tod aussehen: warum sollte bei den anderen ermittelten Taten immer die Wahrheit rauskommen?

Wer von Euch Befürwortern der Todesstrafe garantiert dafür?
Zuletzt geändert von tinto am Do 2. Jul 2009, 21:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Theologe Frei Betto: In Brasilien wird systematisch gefolter

Beitragvon Takeo » Do 2. Jul 2009, 21:39

Brasil und tinto... wenn man Euch so liest, hat man das Gefühl man ist bei "Derrick" oder so... ihr müsst Euch nur wieder vor augen führen über welche Dimensionen wir hier sprechen... nicht dass ein Mörder seinem Opfer kurz das Messer in die Därme schiebt, sondern ein ausgewachsener Stellungskrieg wo Warlords mit Kalashnikovs und israelischen Schnellfeuergewehren regieren... insofern reden wir hier teilweise nicht von einem bundesdeutschen Amtsgericht sondern von einer art Kriegstribunal...
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Re: Theologe Frei Betto: In Brasilien wird systematisch gefolter

Beitragvon BrasilJaneiro » Do 2. Jul 2009, 21:43

tinto hat geschrieben:
BrasilJaneiro hat geschrieben:
tinto hat geschrieben:
So ist es. Diese Dinge werden ja auch eingestanden. Da muss man gar nicht lange rumgoogeln. Das ist Alltag. Du lernst es schon in den Vorlesungen bei namhaften Professoren der Kriminologie oder des Strafrechts. Es ist ja auch kein Zweifel daran, dass ein Teil der Täter wirklich überführt wird und dass es auch gute Ermittlungsergebnisse gibt.

Aber eine Garantie, dass es immer so ist, gibt es eben einfach nicht.

Dass mit der DNA-Analyse ist eben auch so eine Sache, die durchaus Fehleranfällig ist. Da hat sich bekanntlich die Polizei in Deutschland und halb Europa bereits lächerlich gemacht, indem sie jahrelang mit riesigem Aufwand und Sonderkommissionen eine Täterin suchte, die zig Morde und allerlei Verbreichen, diebstähle, einbrüche begangen haben soll. nun war es aber die schlichte Einpackerin von Wattestäbchen, die zur Spurensicherung dienten und die haben sie endlich als einzig in Betracht kommende Person identifiziert......merkt Euch: auch bei DNA-Spuren wird bisweilen was vorgetäuscht, was vertauscht, nicht richtig dokumentiert oder es ist auch die Frage wann wessen DNA wodurch wohin gelangt ist.

Nimmst du dem täter die Waffe ab oder...Ziehst Du das Messer aus dem Opfer, um ihm zu helfen, bist du schnell der Täter, wenn der flüchtig ist und niemand was gesehen hat oder ein zeuge meint, du seist ihm sowiso schon merkwürdig vorgekommen....und dann noch deine DNA auf dem Ding....


Als Krimifan haette ich der Polizei schon vorher sagen koennen, dass es dieses Phantom nicht gibt. War absolut unrealistisch. Die DNA ist sicher. Und wenn es Zweifel gibt, dann bleiben auch mutmassliche Moerder, wie im Fall der 24jaehrigen Salatbarbesitzerin in Koeln auf freien Fuss. Und ich hoffe mal, dass jeder so intelligent ist, dass er einen Verletzten nicht das Messer rauszieht. Das lernt man doch schon in der Volksschule. Ausserdem hat man heute ein Handy. Wenn ein Verbrechen geschieht oder geschehen ist, dann kann die erste Reaktion nur die Polizei rufen sein. Und die Polizei ist so intelligent, dass sie dem Taeter nie direkt sagen wird, dass DNA Spuren von ihm am Tatort gefunden wurde, sondern immer vorher fragen wird, ob er sich am Tatort schon vorher mal aufgehalten hat.


Tja, umso mehr muss man sich wundern, was die Polizei in den Monaten vor der Aufkärung so in der Sendung "aktenzeichen xy" im ZDF und in der tagesschau zu diesen DNA-Spuren zu sagen wusste, ne? Da wusstest sogar schon du als Krimifan besser bescheid als diese Beamten.


Wenn man nicht die DNA bei der Ermordung der Polizistin in Heilbronn gefunden haette, dann waere die Polizei auch garnicht dieser Spur so nachgegangen. Aber es war der einzige Strohhalm. Dem Peter Falk oder dem Erik Ode waere das nicht passiert.
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