Tipps und Kniffe für Häuslebauer in Brasilien

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Re: Tipps und Kniffe für Häuslebauer in Brasilien

Beitragvon Hebinho » Di 10. Mär 2009, 12:57

Die andere Moeglichkeit (die ich immer nehme):

Immer die Luesterklemmen so kaufen, dass ALLE anzuschliessenden Draehte in den Querschnitt passen und dann etwas laenger abisolieren, nur von EINER Seite her einfuehren und BEIDE Schrauben fuer die Verbindung anziehen.

Dadurch ist die Klemm- und Auflageflaeche schon wesentlich groesser!

Wenn keine Endhuelsen fuer Litzenkabel zu bekommen sind: Litzenenden mit Loetkolben und gutem Loetdraht verzinnen (bitte keinen Dachrinnenloetkolben und vor allem KEIN Loetfett nehmen, das ist saeurehaltig und das Kabel wird mit der Zeit "zerfressen"!)
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Re: Tipps und Kniffe für Häuslebauer in Brasilien

Beitragvon Hebinho » Di 10. Mär 2009, 14:15

Fuer Interessierte habe ich mal zum Thema "Elektroinstallation in Brasilien" ein PDF-Dokument hochgeladen:

http://www.pinkolatorium.com/instal01.pdf

Janz verjesse: Dient angehenden Elektroingenieuren als Vorlage zum Kennenlernen der Praxis
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Re: Tipps und Kniffe für Häuslebauer in Brasilien

Beitragvon Hebinho » Mi 11. Mär 2009, 15:34

Weil ich gerade vorhin die Bilder vom Hinterhof auf Dietmars Grundstueck sah, faellt mir noch ein wichtes Thema ein:

Asbest!

Der Grossteil der noch vor 4-5 Jahren verbauten Eternit-Wellplatten ist asbesthaltig. Man kann das dadurch erkennen, dass an der Unterseite ein entsprechender Warnhinweis auf "amiante" aufgedruckt ist!

Die Brasilianer gehen mit dem Zeugs ja nicht gerade zimperlich um, wenn man sieht, wie alte Eternitdaecher abgerissen und die Platten bzw. deren Teile durch die Gegend geworfen werden.
Selbst auf meinem Sitio ist dieses Zeug noch im Gebrauch (Dach des Hauses). Asbest darf zwar in den meisten Bundesstaaten nicht mehr in Eternitgegenstaende oder Bremskloetze oder Isolierungen verbaut und verkauft werden, das Problem sind jedoch die bestehenden "Altlasten" der Gegenstaende (bis hin zur "caixa d'agua") die damit voll belastet sind und irgendwann fachgerecht entsorgt werden muessten. Nur bitte jetzt keine Diskussion darueber beginnen, was brasilianische Arbeiter unter "fachgerecht" verstehen, denn ich denke, da sind sich alle zo ziemlich einig!

Solange das Zeug nicht bewegt oder zerbrochen wird, ist die Faserabgabe sehr gering. Trotzdem sollte man bei Kleinkindern in der Naehe vorsichtig sein, wenn irgendwo abgerissen wird!
"Uns Alten" macht das kaum noch was aus (erste Randerscheinungen treten auch bei kurzzeitigem Kontakt erst nach etwa 20 Jahren auf, wer dauernd damit Kontakt hat, wird frueher "bedient"), nur bei Kids, die den Rest eines langen Lebens noch vor sich haben, sieht das anders aus.
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Re: Tipps und Kniffe für Häuslebauer in Brasilien

Beitragvon Cheesytom » Fr 13. Mär 2009, 23:39

Da ich weder dem Holz- und Eisenhaendler vertraue (die drehen mir Beides ueberdimensionierte an), noch den pedreiros hier (wenn ich mir deren Baustellen so anschaue, incl. der Eigenen), stelle ich die Frage mal hier:
Ich moechte vor meinem Ladenlokal ein Vordach bauen. Ca. 2,4 m lang und 6 m breit, links und rechts ein Betonpfosten und darauf eine linha, am liebsten aus Massaran duba, aber im Zweifel auch aus mista (richtig geschrieben? Wol eher nicht.). Obendrauf dann caibros, hipas und telha colonial.
1. Wie sollte das Eisen dimensioniert sein?
2. Wie sollte die linha dimensioniert sein?
3. Der eine Traeger fuer die caibros (auch ein caibro) wird an der Hauswand mit zig Schrauben in dem Sturz befestigt. Alle wieviel cm Schrauben?
Bedanke mich schonmal fuer die Tips.
P.S.: Da hier auch vorgewurfen wurde, das Forum durch bloede Fragen nur als Werbetraeger zu missbrauchen, habe ich meine Signatur bei dieser Frage ausgeschaltet. Bei Antworten, die ich geben kann, haltet ihr und ich einen Hinweis auf die Taetigkeit der aktiven User fuer gerechtfertigt.
Mann, was in diesem und in anderen Foren Einem so Alles unterstellt wird.....?
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Re: Tipps und Kniffe für Häuslebauer in Brasilien

Beitragvon cebolinha » Sa 14. Mär 2009, 07:53

Admin hat geschrieben:[...]Hierzu nur ein kleiner Denkanstoss:
Eine ordnungsgemaess durchgefuehrte Wickelverbindung "wire-wrap" hat einen um ein Vielfaches geringeren Uebergangswiderstand von einem Leiter zum anderen, als bei einer Luesterklemme.
Grund dafuer ist die groessere Kontaktflaeche zwischen den Leitern.

Genau! Deswegen wickle ich erst und sichere dann mit einer groß genug dimensionierten Klemme.
(der geringstmögliche Übergangswiderstand ist wohl gerade bei am Limit dimensionierten Leitungsquerschnitten wichtig?)
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Re: Tipps und Kniffe für Häuslebauer in Brasilien

Beitragvon Männlein » Sa 14. Mär 2009, 11:44

Cheesytom hat geschrieben:Da ich weder dem Holz- und Eisenhaendler vertraue (die drehen mir Beides ueberdimensionierte an), noch den pedreiros hier (wenn ich mir deren Baustellen so anschaue, incl. der Eigenen), stelle ich die Frage mal hier:
Ich moechte vor meinem Ladenlokal ein Vordach bauen. Ca. 2,4 m lang und 6 m breit, links und rechts ein Betonpfosten und darauf eine linha, am liebsten aus Massaran duba, aber im Zweifel auch aus mista (richtig geschrieben? Wol eher nicht.). Obendrauf dann caibros, hipas und telha colonial.
1. Wie sollte das Eisen dimensioniert sein?
2. Wie sollte die linha dimensioniert sein?
3. Der eine Traeger fuer die caibros (auch ein caibro) wird an der Hauswand mit zig Schrauben in dem Sturz befestigt. Alle wieviel cm Schrauben?
Bedanke mich schonmal fuer die Tips.
P.S.: Da hier auch vorgewurfen wurde, das Forum durch bloede Fragen nur als Werbetraeger zu missbrauchen, habe ich meine Signatur bei dieser Frage ausgeschaltet. Bei Antworten, die ich geben kann, haltet ihr und ich einen Hinweis auf die Taetigkeit der aktiven User fuer gerechtfertigt.
Mann, was in diesem und in anderen Foren Einem so Alles unterstellt wird.....?


Hallo

Also ich mache keine Vorwürfe und bin kein Statiker . Aber wenn das mein Problem wäre würde ich für den vorderen Querbalken Masaranduba nehmen in der Dimension 7X20 cm allseitig gehobelt .
Für die Tragestützen würde ich Balken in entsprechender Länge der Dimension 14x6 allseitig gehobelt ebenfalls Masaranduba nehmen . Die mit 8mm Stehbolzen verschraubt werden . Wie das gemacht wird findest du überall in der Nachbarschaft Beispiele dafür .
Nun zur Bedeckung Caibros und Hippas würde ich ebenfals Hobe,n lassen . Aber das wichtigste bei der Angelegenheit ist die Dachneigung . Die Telhas colonial brauchen einen gewissen Neigungswinkel der nicht zu klein sein darf sonst tropft es bei Regen unter deinem schönen Vordach .
Und die Befestigung an der Wand würde ich mit 40x8 mm Flacheisen hinten Schwalbenschwanz machen Zur Befestigung des Balken vorne ein 8 mm Loch und davon brauchst du vier Stück . Die Dinger in den Sturz eingelassen . Fertig . So würde ich das machen .

Bis denne und neulich
Männlein
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Re: Tipps und Kniffe für Häuslebauer in Brasilien

Beitragvon Hebinho » Sa 14. Mär 2009, 12:39

cebolinha hat geschrieben:[quote="Admin...(der geringstmögliche Übergangswiderstand ist wohl gerade bei am Limit dimensionierten Leitungsquerschnitten wichtig?)


Bei am Limit dimensionierten Querschnitten spielt das die gleiche Rolle wie sonst, nur nicht vergessen, dass du bei "am Limit dimensionierten Querschnitten" eine nicht erhebliche Menge Energie durch den Eigenwiderstand der Leitung "verbraetst" (Spannungsabfall ueber die Leitung in Volt multipliziert mit dem Strom, der durch die Leitung fliesst = verlorene Leistung)!

Angenommen, beim Einschalten des Duschkopfes liegen statt der 220 Volt dort nur noch 200 Volt an, es fliesst bei den Dingern ein Strom von 20 A (bei Stellung 4400 W), dann wirfts du durch die zu duenne Leitung glatte 400 Watt in Form von Waerme weg. Es sind praktisch ein paar Watt weniger, weil der Strom unter 20 A zu liegen kommt, aber durch entsprechenden Leitungsquerschnitt kann man den Verlust unter die Haelfte bekommen (Spannungsabfall 5 bis max. 10 Volt).
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Re: Tipps und Kniffe für Häuslebauer in Brasilien

Beitragvon Cheesytom » Sa 14. Mär 2009, 15:10

Männlein hat geschrieben:Hallo

Also ich mache keine Vorwürfe und bin kein Statiker . Aber wenn das mein Problem wäre würde ich für den vorderen Querbalken Masaranduba nehmen in der Dimension 7X20 cm allseitig gehobelt .
Für die Tragestützen würde ich Balken in entsprechender Länge der Dimension 14x6 allseitig gehobelt ebenfalls Masaranduba nehmen . Die mit 8mm Stehbolzen verschraubt werden . Wie das gemacht wird findest du überall in der Nachbarschaft Beispiele dafür .
Nun zur Bedeckung Caibros und Hippas würde ich ebenfals Hobe,n lassen . Aber das wichtigste bei der Angelegenheit ist die Dachneigung . Die Telhas colonial brauchen einen gewissen Neigungswinkel der nicht zu klein sein darf sonst tropft es bei Regen unter deinem schönen Vordach .
Und die Befestigung an der Wand würde ich mit 40x8 mm Flacheisen hinten Schwalbenschwanz machen Zur Befestigung des Balken vorne ein 8 mm Loch und davon brauchst du vier Stück . Die Dinger in den Sturz eingelassen . Fertig . So würde ich das machen .

Bis denne und neulich
Männlein

Erst mal Danke fuer die Tipps.
Die Tragestuetzen sollen Betonpfeiler werden und dazu fehlt mir noch ein Tip ueber die Dimension der Eisenstaebe. Wenn da noch Einer was zu weiss?
Maennlein, bei 2,40 m Laenge, wieviel cm Gefaelle wuerdest Du empfehlen?
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Re: Tipps und Kniffe für Häuslebauer in Brasilien

Beitragvon Hebinho » Sa 14. Mär 2009, 15:37

Fuer die "Saeulen" zum Abstuetzen von Vordaechern, Terassenueberdachungen etc. hatte mir einer unserer pedreiros einen Tipp gegeben:

Fuer die Betondecken gibt es "vigas premoldadas", das sind Gebilde, bei denen ein Armierungsstahlgebilde mit dreieckigem Querschnitt einseitig in Beton eingebettet ist, und das in die zu vergiessenden Decken eingesetzt wird. Siehe Bild:
viga.jpg
viga.jpg (8.02 KiB) 346-mal betrachtet


Er nimmt fuer solche einfachen Tragsaeulen zwei dieser vigas, setzt die mit den vergossenen Flaechen nach aussen zeigend zwischen zwei Verschalbretter und giesst den Innenraum mit Beton aus. Damit hat man an den Schmalseiten bereits eine glatte Flaeche mit leicht gerundeten Kanten und die Armierung ist ebenfalls vorhanden.

Die Idee ist ganz gut (meiner Meinung nach) und wenn die Seitenkraefte auf eine solche Saeule nicht allzu gross werden, haelt es wahrscheinlich ewig.

Natuerlich muss ein entsprechender "Sockel" unter der Saeule vorbereitet werden.
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Re: Tipps und Kniffe für Häuslebauer in Brasilien

Beitragvon Cheesytom » Sa 14. Mär 2009, 16:22

Sach mal Herbert:
Ist Dein Pedreiro eigentlich Bauingeneur, bekommt nur keine Stelle in seinem Beruf und schlaegt sich als Pedreiro durch :D ?
Ich hab, ausser vigas premoldadas, nix kapiert, am wenigsten die Zeichnung.
BFN.JPG


Die Mauern der Terasse sind freistehend und dienen als Sichtschutz. Da muessen sowieso noch Betonpfeiler ans Ende, aber die muessen wohl durch das Vordach entsprechend dimensioniert sein.
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