sid) Totaler BMW-Triumph beim Saisonauftakt der Tourenwagen-WM in Curitiba/Brasilien: Nach den beiden Sprintrennen standen jeweils drei BMW-Werksfahrer auf dem Siegerpodest. Dabei sorgte Vize-Weltmeister Jörg Müller in Lauf eins für den 25. WM-Sieg seines Arbeitgebers in der vierjährigen WM-Historie.
Der 37-Jährige aus Hückelhoven nutzte als Trainingsschnellster im ersten Rennen die Gunst der Stunde und hatte bei seinem Start-Ziel-Sieg im Schnitzer-BMW 320si 0,421 Sekunden Vorsprung vor seinem Markenkollegen und Titelverteidiger Andy Priaulx (Großbritannien). Rang drei (1,234 Sekunden zurück) belegte Müllers Teamkollege, BMW-Neuzugang Augusto Farfus.
Der 23 Jahre alte Brasilianer drehte anschließend in seiner Heimatstadt den Spieß um und gewann souverän vor Priaulx (4,378 Sekunden zurück) sowie Müller (5,691). "Wir hatten alle Drei ein richtig gutes Auto. Ich bin überrascht, dass die Konkurrenz hier keine Chance hatte. Unser BMW hat sehr viel Potenzial, darauf läst sich aufbauen", sagte Müller dem sid.
Müller nach zwei Rennen an der Spitze des Klassements
Folgerichtig liegen mit Müller, der seinen insgesamt achten WM-Sieg feierte, Farfus und Priaulx auch gleich drei BMW-Piloten punktgleich (16 Zähler) an der Tabellenspitze. Der frühere Formel-1-Fahrer Gabriele Tarquini (Italien), der sich im Seat Leon mit den Rängen vier und fünf begnügen musste, belegt nach 2 von insgesamt 22 Läufen mit sieben Punkten Rückstand den vierten Platz (9 Punkte).
Der beinamputierte Italiener Alessandro Zanardi kollidierte im zweiten Rennen beim Kampf um die Führung mit dem Briten Robert Huff (Chevrolet Lacetti) und fiel weit zurück. Immerhin konnte der 40-Jährige am Ende noch Rang sechs erobern. Zuvor war Zanardi Siebter.
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