Trauer in Brasilien

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Trauer in Brasilien

Beitragvon BeHarry » Sa 30. Jan 2010, 22:22

Itacare hat geschrieben:
BeHarry hat geschrieben:
Westig hat geschrieben:Und auch wenn Du viele hier im Forum als Heiden bezeichnest: etliche von denen sind wahrscheinlich christlicher als viele "Christen". Auch wenn sie sich, wie im nebenan laufenden Haiti-Thread zu lesen ist, "nur" um Strassenkoeter kuemmern. Aber ihre Mitmenschen anstaendiger behandeln als so manche Christen das tun, die mit ernsten Gesichtern in der BeHarry-Kirche sitzen.


Na, das glaube ich nun ja nicht.
Warum versuchst Du eigentlich mich immer in allen möglichen Threads anzugreifen.
Kannst Du nichtmal beim Thema bleiben, bitte, statt hier alles zu zerfleddern. Danke.


Wenn Du eines Tages mit gutem Beispiel voran gehst.... warum nicht?


Ja, entschuldige, dass ich vergessen habe, Dich zu erwaehnen. Der Beitrag galt natuerlich auch fuer Dich.
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Re: Trauer in Brasilien

Beitragvon Itacare » Sa 30. Jan 2010, 23:17

BeHarry hat geschrieben:Ja, entschuldige, dass ich vergessen habe, Dich zu erwaehnen. Der Beitrag galt natuerlich auch fuer Dich.


Ist das jetzt die neue Art, alle einlullen bevor Du wieder mit geballtem Käse losschlägst, oder arbeitest Du darauf hin, dass wir Dich langsam ernst nehmen? Liegt nur an Dir.... mir ham nix dagegn...
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Re: Trauer in Brasilien

Beitragvon BeHarry » So 31. Jan 2010, 08:54

Itacare hat geschrieben:
BeHarry hat geschrieben:Ja, entschuldige, dass ich vergessen habe, Dich zu erwaehnen. Der Beitrag galt natuerlich auch fuer Dich.


Ist das jetzt die neue Art, alle einlullen bevor Du wieder mit geballtem Käse losschlägst, oder arbeitest Du darauf hin, dass wir Dich langsam ernst nehmen? Liegt nur an Dir.... mir ham nix dagegn...


Bleib beim Thema. Das wuerd mir schon reichen.
Aber ein paar Gelangweilte nutzen ja das Forum hier anscheinend lieber, um ihre Persönlichen Spannungen abzubauen.
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Re: Trauer in Brasilien

Beitragvon Frank N. Furter » So 31. Jan 2010, 15:20

Wie sehen denn die Friedhöfe aus? Kennt ihr die aus eigenen Besuchen?
Letztens liefen wieder die Mooshammer-Reportagen hier, wegen dessen Beeridigung in seiner pompösen Grabkammer und da wurde von den Menschenauflauf beim Trauerzug berichtet. Gibt es sowas auch in Brasilien? Was passiert, wenn ein Stadturgestein stirbt? Passiert das quick and dirty oder mit Pomp?
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Re: Trauer in Brasilien

Beitragvon dimaew » So 31. Jan 2010, 15:41

Bei meinem Schwiegervater waren (geschätzte) 1.000 Leute im Verlauf von ungefähr 20 Stunden Velório und mindestens 500 auf dem Friedhof.

Meine Mutter hat schon vor langer Zeit gesagt (als auch in Deutschland die Steinplatten auf dem Grab modern wurden): "Ich will nicht so eine Platte auf dem Grab. Die bekomme ich am jüngsten Tag ja nicht hochgestemmt" :D
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt (chin. Sprichwort)
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Re: Trauer in Brasilien

Beitragvon Westig » So 31. Jan 2010, 21:27

Frank N. Furter hat geschrieben:Wie sehen denn die Friedhöfe aus? Kennt ihr die aus eigenen Besuchen?
Letztens liefen wieder die Mooshammer-Reportagen hier, wegen dessen Beeridigung in seiner pompösen Grabkammer und da wurde von den Menschenauflauf beim Trauerzug berichtet. Gibt es sowas auch in Brasilien? Was passiert, wenn ein Stadturgestein stirbt? Passiert das quick and dirty oder mit Pomp?


Wie sehen "die" Friedhoefe aus?
Da gibt es in Brasilien total heruntergekommene im Landesinnern, und da gibt es pompoese, sehr traditionsreiche, wie in Paris und in Buenos Aires und in Lima, mit klassizistischen riesigen Grabdenkmaelern. Und Kapellen in denen die Saerge oder Urnen liegen, vergleichbar fast mit den unterirdischen Kapellen im Vatikan...

Und seit einigen Jahren auch begruente, Baumbestandene, neuangelegte, auf denen das Aufstellen von Denkmaelern nicht zugestanden wird.

Und wenn ein Stadturgestein stirbt - da waeren vielleicht eher alteingesessene Politiker zu nennen - laeuft das in etwa so ab wie von dimaew beschrieben: Trauerfeier in einem Begraebnisunternehmen, anschliessend lange Autokarawane zum Friedhof. Und dann dort ein in einer Mauer eine Nische, da kommt der Sarg rein, und je nach Beruehmtheitsgrad und vor allem je nach Kapital, wird da eine Stein, - Granit,- Marmorplatte mit dem Namen des Verstorbenen vor die Oeffnung gemauert, und abrazos gibt es zuhauf, und das wars.

Vielleicht 3 % der Anwesenden kommen jemals in ihrem Leben nochmal zu diesem Grab. Wahrscheinlich weniger. In Sued-Brasilien und dort in den europaeisch-staemmigen Doerfchen in Rio Grande do Sul z.B. ist das ganz anders, eher wie auf einem Friedhof in Deutschland. Volkstrauertag gibt es da, Allerseelen, Blumengiessen mehrfach die Woche, Besuche am Grab.

Beeindruckende Bilder gibt es im Netz von lateinamerikanischen Friedhoefen. Mal unter cementerios Lima oder c. Buenos Aires bei "imagenes" oder "Fotos" suchen, oder die einzelnen Friedhoefe direkt ancklicken. z.B. das blumenreiche und ohne Grabmonumente gefuehrte "Cemiterio Parque das Flores", in Recife. Wenn es der Moderator gestattet, hier ein interessanter link. Es gibt also sehr wohl das, was einige hier im Forum "Totenkult in Brasilien" nennen....

http://images.google.com/imgres?imgurl= ... N%26um%3D1
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Re: Trauer in Brasilien

Beitragvon daniel 78 » Mo 1. Feb 2010, 11:07

BeHarry hat geschrieben:
Westig hat geschrieben:Und auch wenn Du viele hier im Forum als Heiden bezeichnest: etliche von denen sind wahrscheinlich christlicher als viele "Christen". Auch wenn sie sich, wie im nebenan laufenden Haiti-Thread zu lesen ist, "nur" um Strassenkoeter kuemmern. Aber ihre Mitmenschen anstaendiger behandeln als so manche Christen das tun, die mit ernsten Gesichtern in der BeHarry-Kirche sitzen.


Na, das glaube ich nun ja nicht.


Das glaube ich ja nun in auf jeden Fall!
Die Nachbarn, die früher uns Kinder vom Rasen gejagt habe, als wir Fussball gespielt haben, oder die anderen Nachbarn, die nach meinem Hund getreten haben, als ich arglos mit ihm spazieren gegangen bin, oder die nächsten Nachbarn, die ständig durch Lästereien und Lügen für Streit gesorgt haben, waren alles sooo christliche Menschen und jeden Sonntag in der Kirche gesessen. Oder mein Cousin, der als Messmer im Augsburger Dom arbeitet und bei Familienfesten über die Leute lästert, die im Gottesdienst um die Sitzplätze am weitesten vorn streiten etc. etc. könnte noch ein paar Beispiele bringen. Diese Doppelmoral vieler "Gläubiger" wirdert mich an!

Sorry für´s Off-Topic werden.
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Re: Trauer in Brasilien

Beitragvon Frank N. Furter » So 7. Feb 2010, 11:39

Westig hat geschrieben:Vielleicht 3 % der Anwesenden kommen jemals in ihrem Leben nochmal zu diesem Grab. Wahrscheinlich weniger.

Die 97% der Brasilianer haben also keinen ausgeprägten "Totenkult"? Achten die überhaupt ihre Toten? Ausser dass Straßen, Plätze undsonstiges nach denen benannt wird, interessieren die nicht weiter, oder?
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Re: Trauer in Brasilien

Beitragvon Kalle » So 7. Feb 2010, 15:56

Hi,

also alljährig am Zweiten November (Dia de Finados = Feiertag) ist auf den Friedhöfen die Hölle(?!) :wink: los.
Geschmacklos finde ich die Angewohnheit die Gräber in Alufarbe für diesen Feiertag aufzufrischen! Die Schubladen-abtl. (Wie der Friedhof Sao Joao Batista in Rio, die Schubladen sind oben vom Corcovado aus zu sehen!). Der Sao Joao ist einer der ältesten friedhöfe Rio's. Dort liegen u.a. Carmen Miranda, Tom Jobim, Cazuza, Santos Dumont.
Vielerorts gibt's auch die sog. "Getsemani" wo eine einfache kleine platte im Rasen hindeutet wer da liegt.

http://www.flickr.com/groups/cemiterios-brasil/
..
"A vida é uma peça de Teatro, que não permite ensaios. Por isso, cante, chore, dance, ria e viva intensamente antes que a cortina se feche e a peça termine sem aplausos."
(Charlie Chaplin)

Gruß,
Kalle
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