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BeitragVerfasst: 26 Sep 2006 08:31 
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Nein, falsch ist das nicht. Aber eben eine "schöne" Statistik. 1 Dollar am Tag gibt also etwa 60 R$ im Monat. Dazu kommen ca. 30 R$ pro Kind aus der bolsa familia. Der salario minimo ist 350 R$. Dafür muss man 42 Stunden an 6 Tagen pro Woche arbeiten und davon kann man aber nicht leben. Das reicht gerade um nicht zu verhungern. Aber wohnen und sich anziehen muss man ja auch noch. Stell Dir einfach vor Du müsstest mit 2 EURO am Tag in Deutschland leben...
Es ist also nur die Frage wo man den Strich zieht zwischen arm und reich...
Ich persönlich finde es eine Frechheit zu behaupten, dass ein Brasilianer mit unter R$ 1000 pro Monat (das ist so etwa das Durchschnittseinkommen) nicht arm sei....



paz e amor
Severino


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BeitragVerfasst: 26 Sep 2006 09:06 
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Noch eine schöne Statistik, die man für die Wiederwahl von Lula missbrauchen kann:

A segunda edição da pesquisa Retrato das Desigualdades, realizada pelo Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada (Ipea) e pelo Fundo de Desenvolvimento das Nações Unidas para a Mulher (Unifem), aponta que na parcela de 10% dos mais pobres da população brasileira (dentro do total de 30,2% de pobres), 71% são negros.

Entre os 10% mais ricos, os negros são 18%. E 1% deles tem 11,3% de negros. “Há um embranquecimento da população conforme se sobe na pirâmide social”, avaliou Luana Pinheiro, coordenadora da pesquisa no Ipea.

O estudo divulgado hoje (25) também levantou diferenças no nível de escolaridade e no acesso a educação, saúde, previdência, trabalho, habitação e saneamento, para homens e mulheres, negros e brancos, da zona urbana e rural. E foi realizado com base nos dados coletados anualmente, de 1993 a 2004, pela Pesquisa Nacional por Amostra de Domicílios (Pnad), do Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE).

“Muitos dados seguem a tendência apontada na primeira edição da pesquisa. O que chama realmente atenção é que, apesar de verificarmos melhoras para quase todos os grupos, as diferenças entre eles se mantêm”, afirma Pinheiro.

De acordo com a pesquisa, o grupo que mais sofre discriminação – racismo e sexismo – é o de mulheres negras. Elas demoram mais para conseguir trabalho, têm menos escolaridade e menos acesso a cuidados para a saúde, trabalham mais tempo e têm a pior remuneração. A coordenadora avaliou que “a discriminação é resultado de um problema histórico, de estereotipar as pessoas conferindo a elas menor capacidade e menor inteligência. É o que acontece com este grupo”.

O estudo mostra que em 1993, os brancos estudavam 2,1 anos a mais que os negros e que em 2004 a diferença caiu para 1,9 ano. Se não forem tomadas medidas específicas, afirmou a pesquisadora do Ipea, essa realidade tende a se perpetuar: "Grupos diferentes precisam ser tratados de maneiras diferentes. Ações afirmativas temporárias, como as cotas para negros em universidades públicas, podem alterar este quadro”.

O acesso à saúde também é diferenciado, aponta a pesquisa. Enquanto 44,5% das mulheres negras nunca haviam realizado exame clínico de mamas em 2004, o total de brancas sem o exame era de 27%. E 20% da população negra nunca fizeram consultas odontológicas, contra 12% da população branca.

Em relação à exclusão digital, 92,4% da população negra não tinham acesso a um computador em 2004, contra 76,9% da população branca. O percentual de negros que não tinha acesso à internet era de 94,7% e o de brancos, de 82,2%.

Fonte: Agência Brasil



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Severino


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BeitragVerfasst: 26 Sep 2006 10:22 
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sorry, aber das sind nun mal Statistiken. Wie willst Du sonst vergleichen? Mit Deiner subjektiven Meinung, oder mit gefühlten Werten? Oder durch eine Umfrage hier im Forum?

Natürlich kann man Statistiken auch für den eigenen Vorteil verwenden oder auch mißbrauchen. Dies wird permanent auf der ganzen Welt gemacht. Nur Alckmin scheint da eine Ausnahme zu sein. Zumindest erreicht er nicht die Wähler, obwohl er die meisten Medien eigentlich hinter sich hat.

Was anderes wäre es natürlich, wenn es eine gefälschte Statistik ist. Aber ich bin mir sicher, dass sogar in Brasilien eine Fälschung bemerkt werden würde.

p


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BeitragVerfasst: 26 Sep 2006 12:12 
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Severino hat geschrieben:
Nein, falsch ist das nicht. Aber eben eine "schöne" Statistik. 1 Dollar am Tag gibt also etwa 60 R$ im Monat. Dazu kommen ca. 30 R$ pro Kind aus der bolsa familia. Der salario minimo ist 350 R$. Dafür muss man 42 Stunden an 6 Tagen pro Woche arbeiten und davon kann man aber nicht leben. Das reicht gerade um nicht zu verhungern. Aber wohnen und sich anziehen muss man ja auch noch. Stell Dir einfach vor Du müsstest mit 2 EURO am Tag in Deutschland leben...
Es ist also nur die Frage wo man den Strich zieht zwischen arm und reich...
Ich persönlich finde es eine Frechheit zu behaupten, dass ein Brasilianer mit unter R$ 1000 pro Monat (das ist so etwa das Durchschnittseinkommen) nicht arm sei....


Es ist ja viel schlimmer. Es wird ja behauptet, dass jemand, der Salario minimo verdient, NICHT arm sei ....

Habe mir dazu meine Gedanken gemacht: http://brasilblog.net/2006/09/23/arm ... i-65-r-an/



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BeitragVerfasst: 26 Sep 2006 12:51 
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Zitat:
Armut in Brasilien auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren


Das war sicherlich kein "Verdienst" von Lula - sondern von Cardoso - aber stimmt schon, daß sich früher viele nicht mal Fleisch leisten konnten.

Für die Industrie wäre Lula allerdings ne Katastrope - (oder auch wieder nicht wenn man auf Rohstoffe spekuliert) - sein nationaler Kurs (Ausländer nehmen uns die Arbeit weg, der Real muß stärker werden...etc...) wird zwar viele Wählerstimmen reinholen, aber nicht unbedingt die Arbeitsplätze sichern oder zum Vorteil von "Einwanderen" sein.

Im Endeffekt ist es egal - wenn die Herstellungskosten den Weltverkaufspreis übersteigen (wegen nem zu starken Real) werden halt die Produktionslinien in andere Länder verlegt .... das ist heutzutage kein Problem mehr und geht schneller als man denkt.

Immerhin konnten wir ja auch die alten digital-TV Linien endlich nach Südamerika verscherbeln "Dank" Lula und man wird wohl noch mehr verkaufen können wenn er wieder gewählt wird 8)

....... ob das alles aber so gut für Brasilien ist, bezweifle ich schwer 8)


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BeitragVerfasst: 26 Sep 2006 14:13 
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Das wird Lula nicht gefallen. Habe gerade das neueste Wettbewerbs-Ranking des Weltwirtschaftsforums eingesehen: Brasilien ist innerhalb eines Jahres von Platz 57 auf 66 zurückgefallen.

Der Spiegel-Artikel dazu ist hier zu finden: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,439339,00.html

PS: Deutschland ist von Rang 6 auf 8 und die USA sind von Platz 1 auf 6 abgerutscht.

Das gesamt Ranking gibt es hier einzusehen: http://www.weforum.org/pdf/Global_Compe ... nkings.pdf

http://www.weforum.org/en/initiatives/g ... /index.htm


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BeitragVerfasst: 26 Sep 2006 14:24 
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Oi jorginho,
Das Ranking lässt sich aber nicht mit früheren vergleichen da sogenannte "weiche" Faktoren in der Bewertung neu hinzugekommen ist. Daher ist ein Vergleich mit älteren Daten nicht sinnvoll.....
Ausserdem die Schweiz neu auf Platz 1 ?



paz e amor
Severino


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 Betreff des Beitrags: Pobre e miserável
BeitragVerfasst: 26 Sep 2006 14:49 
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Im deutschen würde man von Armen und von im Elend lebenden sprechen.

Mit Sicherheit ist bei 60 U$ pro Monat die Elendsgrenze gemeint.

Man kann diesen Artikel auch folgendermassen intrpretieren:

Unter der Regierung Lula wurden mit assistenzialistischen Massnahmen einige Prozent der bras. Bevölkerung aus dem absoluten Elend in eine elendige Armut befördert.

Prost Mahlzeit

Bruzundanga



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BeitragVerfasst: 28 Sep 2006 11:59 
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Zitat:
Unter der Regierung Lula wurden mit assistenzialistischen Massnahmen einige Prozent der bras. Bevölkerung aus dem absoluten Elend in eine elendige Armut befördert.
:lol:

Naja, wer weiss, wie es bei einem andern gewesen wäre....
Neben den Prozenten geht es am Sonntag aber auch an die Promille:

Zitat:
No próximo domingo, 1º de outubro, a Secretaria de Segurança Pública não vai baixar a portaria que proíbe a venda de bebidas alcoólicas no dia da eleição.


Irgendwann machen die Behörden dann am Tag der Wahlpflicht wohl auch noch Alkoholkontrollen im Abstimmungslokal, denn jetzt könnte man sich ja zuhause vollaufen lassen und dann am Ende gar besoffen für den Falschen stimmen....



paz e amor
Severino


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 Betreff des Beitrags: Promillekonferenz und Lei seca
BeitragVerfasst: 28 Sep 2006 13:49 
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Da müssten wir doch glatt (alle die in Brasilien sind) am Sonntag eine Promillekonferenz im Forum führen.
Da kann dann jeder sagen ob er es schafft seine Promille proportional zur Prozentzahl seines Wunschkandidaten zu halten.
Aber Vorischt, wenn der Proportionalitätsfaktor nicht zu gering angesetzt wird kann dass bei Lula-Anhängern zu einem saftigem Rausch ausarten.
Ich warte schon mal auf Vorschläge.

Bruzundanga



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