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 Betreff des Beitrags: trotz allem, Lula bei 47 %
BeitragVerfasst: 25 Sep 2006 05:44 
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Registriert: 30 Nov 2004 08:10
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Brasilien: Lula vor Wiederwahl
zurückWenige Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien ist der Vorsprung von Amtsinhaber Luiz Inacio Lula da Silva einer Umfrage zufolge geschrumpft. Dennoch wird er wohl wiedergewählt.

47 Prozent der Befragten in dem bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas würden für Lula stimmen, wie eine von der Nachrichtenagentur Estadao veröffentlichte Erhebung des Instituts Ibope gestern zeigte. Auf den wichtigsten Herausforderer Geraldo Alckmin entfielen demnach 33 Prozent.

Zuletzt hatte Ibope für Lula noch 49 Prozent und für Alckmin 30 Prozent ausgewiesen. Allerdings liegt die Fehlerquote bei plus oder minus zwei Prozentpunkten. Für einen Sieg bei der Abstimmung am 1. Oktober sind 50 Prozent plus eine Stimme nötig. Ein zweiter Wahlgang ist nicht ausgeschlossen.



Gruss brasilmen Thomas
http://www.brasilmen.de


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BeitragVerfasst: 25 Sep 2006 09:15 
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Vielleicht.....trotz allem

vertrauen die Wähler dem Lula mehr als allen anderen korrupten Politikern, die sowieso nur an die Macht kommen wollen, weil sie das Geld abräumen wollen.......es geht dem Wähler wohl um das geringere Übel!!.....oder wen sie dafür halten...???


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BeitragVerfasst: 25 Sep 2006 10:01 
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Jeitinho hat geschrieben:
Vielleicht.....trotz allem

vertrauen die Wähler dem Lula mehr als allen anderen korrupten Politikern, die sowieso nur an die Macht kommen wollen, weil sie das Geld abräumen wollen.......es geht dem Wähler wohl um das geringere Übel!!.....oder wen sie dafür halten...???


Weniger korrupt? Geringeres Übel? Bis jetzt sind schon die Köpfe etlicher ranghoher Regierungs- und Parteimitglieder gerollt: u.a. jene von José Dirceu, Antonio Palocci, José Genoino, Benedita da Silva, Luiz Gushiken,Waldomiro Diniz, Delúbio Soares, Sílvio Pereira und nun werden wohl auch noch die von Freud Godoy sowie Jorge Lorenzetti geopfert. Dazu kommt dann noch der Kopf des ehemaligen Wahlkampfleiters Duda Mendonça. Und nie hat Lula auch nur das Geringste von den Schweinereien, die seine teilweise engen Vertrauten da machten, gewußt? Man fragt sich da dann doch: Wie doof oder ignorant ist der brasilianische Wähler?


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 Betreff des Beitrags: Vorneweg:
BeitragVerfasst: 25 Sep 2006 11:00 
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Vorneweg: Ich will in keinem Fall Lula verteidigen.

Aber was soll denn bitte das Austauschen der Köpfe durch eine Wahl oder Abwahl bewirken, wenn die grosse Korruption in der Verwaltung heimisch ist. Man kann ja wohl kaum per Wahlurne den gesamten öffentlichen Dienst austauschen, oder? Natürlich sind die Köpfe alle aus der Lula-Gesellschaft aber die Korruption ist doch soweit verbreitet und so gut - im negativsten Sinne - ausgearbeitet, dass das alles doch schon wesentlich länger als nur die vier Lula-Jahre läuft.

Ein ganz anderes Beispiel, wie gut das ganze hier organisiert ist: Ich bin jetzt an einer Uni fest angestellt. Als ich das "concurso público" gemacht habe, stand in Einstellungsbedingungen, dass eine "conta no Banco do Brasil ou no Banco Santander" erforderlich sei. OK, BB ist noch normal für einen Servidor Público, meistens gibt es als Alternative noch die Caixa Economica Federal, aber die Banco Santander ist normalerweise nur in SP als Alternative gelistet, weil sie früher mal die BANESP (Banco do Estado de SP) war. Ich bin aber in Rio Grande do Sul und als ich den Vertrag unterschrieben habe, kam als Bank nur noch die Banco Santander in Frage. Warum also Banco Santander/BANESP? Die Lösung ist einfach: Der Direktor der Universität, bei der ich angestellt bin und der Bankdirektor der Banco Santander spielen zusammen Golf. Ausserdem finanziert die Banco Santander die neuen Erweiterungsbauten. Über diverse andere Bonifikationen oder Provisionen, die durch die Kontoeröffnungen evtl fliessen, will ich nicht reden. Natürlich ist es illegal, dass die Uni einen Mitarbeiter zwingt das Konto bei einer bestimmten Bank zu eröffnen. Man könnte auch dagegen klagen, nur dass man dann für die Dauer des Prozesses kein Gehalt bekommt, müsste dann billigend in Kauf genommen werden.

So funktionert das hier und es hat schon vor Lula so funktioniert und es wird auch nach Lula so weitergehen.

Daher wird es unmöglich sein, den Erfolg jeder zukünftigen brasilianischen Regierung am Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein von Korruption zu messen. Und jeder Politiker, der sagt, dass er die Korruption in Brasilien abschaffen will, lügt. Jeder hier weiss das.

...SWK!



"Onde tudo que se planta cresce e o que mais floresce é o amor"


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorneweg:
BeitragVerfasst: 25 Sep 2006 12:47 
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seitenwandkletterer hat geschrieben:
Aber was soll denn bitte das Austauschen der Köpfe durch eine Wahl oder Abwahl bewirken, wenn die grosse Korruption in der Verwaltung heimisch ist.


Die bekämpft man dann aber nicht, indem man den bürokratischen Wasserkopf noch weiter vergrößert, so wie es Lula massiv getan hat. :wink:

Aber ansonsten hast du natürlich schon bis zu einem gewissen Punkt Recht: Die Korruption wird durch die Wahl einer anderen Partei sicher auch nicht abgeschafft. Hat aber auch keiner behauptet.


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 Betreff des Beitrags: Estrela Cadente
BeitragVerfasst: 25 Sep 2006 14:54 
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Klar ist wohl, dass man die Korruption weder mit Abwahl noch mit Absetzung von Lula abschafft. Aber darum gehts auch nicht. Dieser Kampf kann nur mitel bis langfristig gewonnen werde (wenn überhaupt). Sieht man aber den Zynismus mit dem der Bürger abgespeist wird, wünscht man sich mehr kritische Wähler die denn sagen: So nicht!

@swk
da Du an der UNI abrbeitest dürftest genügend port. verstehen umd den folgenden Artikel zu verstehen.

http://www.estadao.com.br/ultimas/nacional/eleicoes2006/noticias/2006/set/17/153.htm

Die Dreistigkeit mit der hier agiert wird ist schon bezeichnend. Der Wähler ist offensichtlich (glaubt man) zu dumm und den Politologen, Soziologen sowie der Presse sagt man: Ihr könnt euch eure Theorie bzw. kritischen artikel sonstwohin stecken. So wirds gemacht. Schaut her dann könnt Ihr etwas lernen.

Beispiele gibt es zu hauf.

Letztendlich ist dass unverblümte Demagogie gemischt mit Populismus von feinsten , gewürzt mit arcaischem clientelismus.

Wer sich dabei wohlfühlt dem seis vergönnt.

Desta vila de torre de marfim
de vossos servo Bruzundanga



Com as palavras todo cuidado é pouco, mudam de opinião como as pessoas. (J. Saramago)


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 Betreff des Beitrags: Re: trotz allem, Lula bei 47 %
BeitragVerfasst: 25 Sep 2006 15:34 
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brasilmen hat geschrieben:
Brasilien: Lula vor Wiederwahl
zurückWenige Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien ist der Vorsprung von Amtsinhaber Luiz Inacio Lula da Silva einer Umfrage zufolge geschrumpft. Dennoch wird er wohl wiedergewählt.

47 Prozent der Befragten in dem bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas würden für Lula stimmen, wie eine von der Nachrichtenagentur Estadao veröffentlichte Erhebung des Instituts Ibope gestern zeigte. Auf den wichtigsten Herausforderer Geraldo Alckmin entfielen demnach 33 Prozent.

Zuletzt hatte Ibope für Lula noch 49 Prozent und für Alckmin 30 Prozent ausgewiesen. Allerdings liegt die Fehlerquote bei plus oder minus zwei Prozentpunkten. Für einen Sieg bei der Abstimmung am 1. Oktober sind 50 Prozent plus eine Stimme nötig. Ein zweiter Wahlgang ist nicht ausgeschlossen.


also die letzte Umfrage "Ibope" die ich finde ist diese hier vom 21/09:
http://www.ibope.com.br/calandraWeb/ser ... F10069C933

Lula: 49%
Rest: 42%

Damit hätte er 54% aller gütigen stimmen.

Nach der von BrasilMen zitierten wäre der 2. Wahlgang ja schon fast erreicht. Immerhin gibt es ja noch rund 4% unentschlossene.

Lula: 47%
Rest: 45%

Nur noch 51% der gütigen stimmen.

NUR NOCH EINE WOCHE - FORA LULA


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BeitragVerfasst: 25 Sep 2006 17:11 
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Ist doch klar, bei so Nachrichten wie dieser:

Zitat:
Armut in Brasilien auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren
Samstag 23. September 2006, 07:33 Uhr



Rio de Janeiro (AP) Unter der Regierung von Präsident Luiz Inacio Lula da Silva ist die Armut in Brasilien auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gesunken. Dies geht aus einer Studie der Getulio-Vargas-Stiftung hervor, die am Freitag in Rio de Janeiro veröffentlicht wurde. Demnach befinden sich zurzeit 42 Millionen Brasilianer oder 22,7 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Schwelle zur Armut, die mit einem verfügbaren Einkommen von einem Dollar (78 Cent) am Tag festgelegt ist.
Beim Amtsantritt des sozialistischen Politikers im Jahr 2003 lag der Anteil noch bei 28,1 Prozent. Die Armutsrate habe den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen vor 25 Jahren erreicht, sagte der Leiter des Zentrums für Sozialpolitische Studien bei der Getulio-Vargas-Stiftung, Marcelo Neri. Dies sei vor allem auf das Regierungsprogramm «Bolsa Familia» zurückzuführen, das die ärmsten Familien finanziell unterstützt, falls sie ihre Kinder zur Schule schicken.





_________________________________
Schöne Grüße,
tinto


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BeitragVerfasst: 25 Sep 2006 17:21 
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tinto hat geschrieben:
Ist doch klar, bei so Nachrichten wie dieser:

Zitat:
Armut in Brasilien auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren
Dies sei vor allem auf das Regierungsprogramm «Bolsa Familia» zurückzuführen, das die ärmsten Familien finanziell unterstützt, falls sie ihre Kinder zur Schule schicken.




DAS ist das Problem. Die "Bolsa Famila" ist kein Werk der aktuellen Regierung. Sie hat nur die Programme umbenannt und zusammengefügt die die PSDB :!: entwickelt hat (bolsa escola ect.)
Nun haben viele der Armen angst eine neue Regierung würde die "Bolsa Familia" streichen was natürlichunter unter o.g. Gesichtspunkt volkommender Schwachsinn ist.


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BeitragVerfasst: 25 Sep 2006 18:08 
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Beiträge: 141
Wohnort: München
tinto hat geschrieben:
Ist doch klar, bei so Nachrichten wie dieser:

Zitat:
Armut in Brasilien auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren
Samstag 23. September 2006, 07:33 Uhr



Rio de Janeiro (AP) Unter der Regierung von Präsident Luiz Inacio Lula da Silva ist die Armut in Brasilien auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gesunken. Dies geht aus einer Studie der Getulio-Vargas-Stiftung hervor, die am Freitag in Rio de Janeiro veröffentlicht wurde. Demnach befinden sich zurzeit 42 Millionen Brasilianer oder 22,7 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Schwelle zur Armut, die mit einem verfügbaren Einkommen von einem Dollar (78 Cent) am Tag festgelegt ist.
Beim Amtsantritt des sozialistischen Politikers im Jahr 2003 lag der Anteil noch bei 28,1 Prozent. Die Armutsrate habe den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen vor 25 Jahren erreicht, sagte der Leiter des Zentrums für Sozialpolitische Studien bei der Getulio-Vargas-Stiftung, Marcelo Neri. Dies sei vor allem auf das Regierungsprogramm «Bolsa Familia» zurückzuführen, das die ärmsten Familien finanziell unterstützt, falls sie ihre Kinder zur Schule schicken.




wieso? ist die Nachricht falsch?


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