Tutóia - ein Paradies? Und mehr aus dem Nordosten.

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Tutóia - ein Paradies? Und mehr aus dem Nordosten.

Beitragvon supergringo » Mi 12. Mai 2010, 22:56

Fortsetzung aus -> beitrag150486.html#p150486

Nach meiner Vertreibung aus dem Paradies bin ich wieder in den Nordosten. Von Macapá ueber Belem fuer eine Nacht nach Sao Luis in Maranhao und direkt weiter (zehn Stunden mit dem Omnibus). Nach Tutóia am oestlichsten Rand dieses Bundesstaates. Dem Wohnort eines Users.

Ein neues Paradies?
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Re: Tutóia - ein Paradies? Und mehr aus dem Nordosten.

Beitragvon Timao » Do 13. Mai 2010, 02:30

supergringo hat geschrieben:Fortsetzung aus -> beitrag150486.html#p150486

Nach meiner Vertreibung aus dem Paradies bin ich wieder in den Nordosten. Von Macapá ueber Belem fuer eine Nacht nach Sao Luis in Maranhao und direkt weiter (zehn Stunden mit dem Omnibus). Nach Tutóia am oestlichsten Rand dieses Bundesstaates. Dem Wohnort eines Users.

Ein neues Paradies?


HI SG,

fuehlt man sich dort in der Nordoskultur oder ist dort auch noch Einflusse vom Norden vorhanden wie z.b.Sao Luiz and andere Maranhao gebiete des nordteils, erzehl doch mal mehr (ok ist ja eher suedlichers Strand Maranhao), erzaehl mal bitte mehr vom Strand, Pratos tipicos, cento , gatinhas maranhense.

Guss aus dem suedlichen und sehr kalten Africa (halt untem im Sueden). Ubrigens SUPER Esse (hab grad nen Kudo steak gegessen und nen Flasche Pinotage getrunken und nen Creme Brulet zum Nachtisch und alles SEHR billig aber sehr gut (nur von den Frauen halt ich mich zumindestens hier fern). Multikulur alias Weinkultur, Indian Food, Chinese, Mozambique portugues usw ist hier schon vielbesser als meine so heissgeliebte MonoKultur in Cera (trotzdem freue ich mich bald wieder dort zu sein umgarnt von den warmen Traumstraenden usw...).
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Re: Tutóia - ein Paradies? Und mehr aus dem Nordosten.

Beitragvon Lemi » Do 13. Mai 2010, 09:39

supergringo hat geschrieben:Nach Tutóia am oestlichsten Rand dieses Bundesstaates. Dem Wohnort eines Users.

Ein neues Paradies?


Quatsch. Tutoia macht zwar viel Reklame dafür, dass es ein aufstrebendes Tourismusdorf ist, aber wenn man über den stinkenden Hafen anreist (wie ich), dann in eine der wenigen Pousadas kommt, wo das Duschwasser nach Gülle stinkt und abends nach einer Kneipe mit etwas Essbaren suchen muss (es gab eine Einzige), dann fragt man sich, wie gut die Leute auf Touris vorbereitet sind. Am Strand der Flussmündung des Rio Parnaiba gab es keine einzige Barraca und das Wasser lud auch nicht zum Baden ein.

Wer sich mit wenig zufrieden gibt - auch was die Natur betrifft - kann in die "pequenos lencois" fahren, die nicht weit von Tutoia weg sind, aber wenn ich schon mal in der Region bin, fahre ich natürlich in die richtigen "Lencois Maranhenses". Gleiches gilt für die Ausflüge im Flussdelta. Da bieten Fischer vereinzelte Touren zu den Schlafplätzen der Guaras an. Die schönere Delta-Tour macht man auf jeden Fall von Parnaiba aus, in dessen Nachbarschaft mit Luis Correa auch ein sehr schöner Strand ist. Auch die Infrastruktur ist im Piaui besser als in Maranhao.
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Re: Tutóia - ein Paradies? Und mehr aus dem Nordosten.

Beitragvon mikelo » Do 13. Mai 2010, 10:56

Lemi hat geschrieben:Quatsch.


eigentlich sollte man auf dein gekritzele gar nicht antworten. nur so viel-- ***gelöscht***
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Re: Tutóia - ein Paradies? Und mehr aus dem Nordosten.

Beitragvon tinto » Do 13. Mai 2010, 11:19

SG kann seine Eindrücke ja mal mit Fotos belegen. Ansonsten kann man sich ja auch mal auf google earth umsehen, wie viele Kneipen und Restaurants es gibt. Aber wie das Dusch- und Toilettenwasser richt, werden wir wohl hier nicht dokumentieren können....
_________________________________
Schöne Grüße,
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Re: Tutóia - ein Paradies? Und mehr aus dem Nordosten.

Beitragvon Bastos » Do 13. Mai 2010, 11:38

Lemi hat geschrieben:
supergringo hat geschrieben:Nach Tutóia am oestlichsten Rand dieses Bundesstaates. Dem Wohnort eines Users.

Ein neues Paradies?


Quatsch. Tutoia macht zwar viel Reklame dafür, dass es ein aufstrebendes Tourismusdorf ist, aber wenn man über den stinkenden Hafen anreist (wie ich), dann in eine der wenigen Pousadas kommt, wo das Duschwasser nach Gülle stinkt und abends nach einer Kneipe mit etwas Essbaren suchen muss (es gab eine Einzige),



Wenn man den Bericht vom Lemi, den ich wegen seiner guten Kenntnis und objektiven Schreibweise uebrigens sehr schaetze, liest, versteht man natuerlich, warum SG als Ueberraschung bei einem User aus diesem Forum schlafen durfte (musste).
Es gab keine Alternativen - schoene Ueberraschung. SG wird sicher noch berichten.
Diskutiere nicht mit dem Idioten,denn er zieht dich auf sein Niveau
und schlaegt dich dort mit seiner riesigen Erfahrung.
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Re: Tutóia - ein Paradies? Und mehr aus dem Nordosten.

Beitragvon mikelo » Do 13. Mai 2010, 11:59

Bastos hat geschrieben: SG wird sicher noch berichten.



und dir ***gelöscht*** wieder einmal beweisen, dass du von nichts eine ahnung hast--davon aber viel. :mrgreen: :mrgreen:

***gelöscht***
musst dich mit dem bericht noch ein bisschen gedulden--***gelöscht***
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Re: Tutóia - ein Paradies? Und mehr aus dem Nordosten.

Beitragvon tja » Do 13. Mai 2010, 13:00

Lemi hat geschrieben:

Quatsch. Tutoia macht zwar viel Reklame dafür, dass es ein aufstrebendes Tourismusdorf ist,



die werdens halt machen wie unser dort wohnender User, der unerreichte Altmeister des copy and paste
:muahaha: :muahaha: :muahaha:
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Re: Tutóia - ein Paradies? Und mehr aus dem Nordosten.

Beitragvon Teckpac » Do 13. Mai 2010, 13:43

tja hat geschrieben:
Lemi hat geschrieben:

Quatsch. Tutoia macht zwar viel Reklame dafür, dass es ein aufstrebendes Tourismusdorf ist,



die werdens halt machen wie unser dort wohnender User, der unerreichte Altmeister des copy and paste
:muahaha: :muahaha: :muahaha:


Den achso überall geschätzten User??? :twisted:
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Re: Tutóia - ein Paradies? Und mehr aus dem Nordosten.

Beitragvon Lemi » Do 13. Mai 2010, 15:29

Ich copy und paste jetzt auch mal ... direkt aus meinem Bericht von der NO-Rundreise voriges Jahr:

Nach ca. 3 Stunden Fahrt wurde die Landschaft monoton und bestand nur noch aus riesigen Mangrovenwäldern. Das Sitzfleisch wurde auf den harten Holzbänken ziemlich stark strapaziert und durch häufigen Positionswechsel versuchte man der schmerzenden Muskulatur ein Schnippchen zu schneiden, was aber immer nur für ein paar Minuten gelang.

Insgeheim wünschte man sich bald da zu sein, da die Landschaft und der Fluss kurz vor dem Zusammentreffen so breit war, dass man seine Ufer kaum noch erkannte. Die Fahrt wurde nun von Monotonie und dem konstanten Nageln des Dieselschiffsmotors bestimmt. Ab und zu begegneten wir Fischerbooten. Der Hafen von Tutoia schien nicht mehr weit zu sein. Nach 6 Stunden Fahrt von der Ost- zur Westseite des Deltas sahen wir die erste Siedlung. Nach einer weiteren halben Stunde kamen wir im abgewrackten und stinkenden Hafen der Kleinstadt Tutoia an. Der Weg zu unserer vorab gebuchten Pousada, namens Guarás, war nicht weit.

In Tutoia war eigentlich gar nichts weit. Bei Ankunft lächelt uns die Dorfjugend unverhohlen an. Es ist noch unklar, ob es eine Begrüßungslächeln für die offenbar seltenen Touristen oder das verzweifelte „Hol-mich-hier-raus“-Lächeln war. Als wir die gleichen Damen (es gab nicht allzu viele in Tutoia) abends auf dem Ausgehboulevard noch mal sahen und sie wieder lächelten, wussten wir, dass es die zweite Option war ...

Die Suche nach einem einigermaßen ordentlichen Restaurant erwies sich als schwierig. Tutoia hatte eigentlich nur Lanchonetes. Selbst eine Bäckerei fanden wir nicht. Wir hielten uns also vorläufig mit den mitgebrachten Keksen über Wasser.

Unser Zimmer war eigentlich nicht schlecht für seinen Preis. Es standen 4 Betten drin, es gab einen Fernseher und auch noch etwas Platz fürs Gepäck. Auch das Bad war okay, einzig und allein der Güllegestank, der sich beim Öffnen des Wasserhahns bzw. der Dusche, verbreitete, nahm einem jeglichen Wunsch Zähne zu putzen oder zu duschen. Auch hier hatte man also ein Problem. Ich hatte den Eindruck, dass sich das Grundwasser mit dem Klowasser vermischte und dann wieder zurück in die Wasserbehälter gepumpt wurde. Das Verzehren von Koli-Bakterien soll nicht so gesund sein, weswegen wir nun auf die Benutzung von Mineralwasser beim Zähneputzen umstellten. Allein der Geruch des Leitungswassers erzeugte einen Würgreiz.

Die Pousada Guaras würde von einem rührigen Ehepaar geleitet. Die ältere Dame betreibt nebenbei einen Hühner-Grill. Der Dono macht die Ausflüge in die nahegelegenen Orte Caburé und Barreirinhas. Ich hatte bereits mit ihm abgesprochen, dass wir mit seinem Toyota anschließend nach Barreirinhas weiter fahren würden. Und wieder sollte es mehrere Stunden über Sandstrassen vorbei an schwarzen Schweinen ins Herz des Bundesstaats Maranhão gehen. Asphalt Fehlanzeige.

Tutoia hat ebenfalls wie Parnaiba hervorragende geografischen Bedingungen, um sich zu einer Touristenattraktion zu entwickeln. Es gab Strand, den Fluss und die kleinen Sanddünen, die das Eingangstor zu den „Grandes Lencois Maranhenses“ bildeten. Nur interessiert sich in dieser Gegend scheinbar kein Bürgermeister für Touristen. Die Einheimischen lebten deshalb von der Fischerei und dem Einzelhandel, allesamt Gewerke, die nicht wirklich Gewinn abwerfen. Dies sah man dem Dorf an. Dem Favela-Status sehr nahe, gab es kaum Highlights.

Lediglich ein Fischer versuchte sich nebenbei ein Zubrot zu verdienen und machte am späten Nachmittag Ausflüge für 100 R$/Boot für einen Ausflug zum „Dormitorio dos Guaras“, dem Schlafplatz der knallig roten Flamingos.

Bei einem Spaziergang durchs Dorf entdeckten wir nun doch noch ein Restaurant. Es wurden einfach Tische mitten auf der Strasse aufgebaut. Die Speisekarte war nicht nur allumfassend, sondern auch noch extrem billig. Wir orderten eine „Moqueca de Peixe“, die 40 R$ kostete und für 4 Mann reichen sollte. Und das tat sie. Wir waren also höchstzufrieden mit dem Tagesausklang.

Als wir am nächsten Tag aufwachten, wurden wir vom einzigen Regen während unserer 3-wöchigen Rundreise überrascht. Der Himmel sah nicht so aus als wöllte er sich öffnen. Ich plante kurzfristig um und überredete unseren Pousada-Besitzer uns noch heute nach Barreirinhas zu fahren. Obwohl ihm das nicht besonders recht war, da sein Fahrer bereits 2 Touren in den Knochen hatte, versprach er uns, dass es Mittag losgehen könnte. Als wir merkten, dass sich die Abfahrt verzögern würde, zogen wir uns noch ein gegrilltes Huhn, frisch von seiner Frau zubereitet, rein und bestiegen bei strömenden Regen die Ladefläche des Toyotas.

Wir ließen Tutoia hinter uns. Eigentlich hat die Stadt eine touristische Zukunft. Irgendjemand muss sich rühren und etwas ankurbeln. Aber auch unverfälscht und ursprünglich gebliebene Städte haben ihren Reiz.



Nützliche Infos Parnaiba / Tutoia

Parnaiba: Pousada Chalet Suiço (deutschsprachig):

HP: www.chalesuico.com.br
Mail: chalesuico@bol.com.br
Telefon: (86) 3321-3026 (Nelma und Robert Schiess)
Preis: DZ/Fr: 60 R$
4-Bettzimmer: 90 R$

Ausflug Delta do Rio Parnaiba: 45 R$ p.P.

Boot nach Tutoia (90% des Delta): 330 R$ (ca. 6,5h)




Tutoia: Pousada Guarás:

HP: http://www.pousadaguaras.hpg.com.br/
Mail: gibt’s nicht
Telefon: (98) 3479-1341 oder (98) 9604-3628 (Sr. Domingo)
Preis: DZ: 30 R$ (ohne AC), 40 R$ (mit AC)
4-Bettzimer: 50 R$ (ohne AC), 70 R$ (mit AC)

Toyota nach Caburé: 250 R$
Toyota nach Barreirinhas: 300 R$

Bootsausflug zum Schlafplatz der Guarás: 100 R$ (ca. 2 Stunden)
Man sieht sich,
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