Umziehen nach Deutschland

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Wie lange hat Deine Permanencia gedauert?

Umfrage endete am So 13. Jan 2008, 00:14

4 Wochen - alles fertig
4
31%
Ein paar Monate musste ich schon warten
1
8%
Halbes Jahr und länger, aber das ist ja normal
8
62%
 
Abstimmungen insgesamt : 13

Beitragvon dietmar » Mi 27. Jun 2007, 23:05

Gessler hat geschrieben:Entschuldigung,aber wieso gibt´s immer noch Leute die ihr Visum für Br. nicht in ihrem Heimatland beantragen? Ich hatte mein Visum nach nicht einmal 2 Monaten in der Hand (oder besser im Paß),damit konnte ich problemlos die CPF beantragen und auf der Bank ein Konto eröffnen ,etc.
Nach 3 Monaten hatte ich die CIE bekommen.Alles problemlos und OHNE einen Centavo Schmiergeld.


Wann man die CIE hat ist doch egal. Wann man das Visum hat, doch auch. Wenn man das Protocolo hat, ist wichtig. Ich hatte es am gleichen Tag und war legal im Land. Hat irgendwas um die 50 Euro gekostet mit allen Beglaubigungen, etc.

Im Pass habe ich gar nix (ist aber von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden).

CPF bekommt man auch ohne Visum - sogar als Tourist. Die Nummer hatte ich nach 48 Stunden, die Karte kam ein paar Tage später. Für das Konto gilt selbiges.

Die CTPS hatte ich nach sogar schon 2 oder 3 Wochen nach Beantragung der Perma.

CIE = 3 Monate, dass war mal. Im Moment scheint es 12-15 Monate zu dauern. Aber die kann man ja eh erst in Brasilien machen.

In meinem Fall wollte ich die Perma nicht in Asuncion/Paraguay beantragen, daher habe ich es hier gemacht. Es soll nämlich noch Leute geben, die aus Drittstaaten kommen! :)
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Re: Umzug - Brasilien - Deutschland

Beitragvon derRay » Mi 27. Jun 2007, 23:34

David Nawrocki hat geschrieben:schau mal hier: Aliança Navegaçao e Logistica Ltda.

Av. Princesa Isabel 599,9 andar- centro
E.-mail - jorge.nassar@vix.allianca.com.br

Tel.. XX 27/3232 -1422 Fax. XX27/3222-1297


Das hört sich sehr gut an… werde ich mal versuchen.
Die internationalen Umzugsfirmen stehen im Ruf sehr teuer zu sein und wir werden sowieso das allermeiste hier verkaufen und nur mit ein/zwei Palletten nach D gehen. Am liebsten im Sammelcontainer.

O_Periquito, ich will mir nicht wirklich einen Anwalt nehmen, um meine Permanencia durchzuboxen, das ist für mich deutsches Denken.

Ich habe keine Lust mehr "rumzudoktern", schließlich geht's um unser Leben und seinen Beginn und Gang. Wir sind noch jung und wir verschwenden hier unsere Zeit, anstatt Karriere und Studium zu starten. In Deutschland wird's auch noch ein bißchen dauern, aber die Perspektive ist einfach besser. Auch für unsere Tochter.

Apropos Geduld, das lustige ist, dass ich mehr Geduld habe, wie alle Brasilianer, die ich hier getroffen habe. Wenn's nämlich um den eigenen Vorteil geht, dann sind die lieben Brasilianer plötzlich nicht mehr so geduldig und locker, sondern schroff und sehr ungeduldig.

Contador ist Schwindel, genau.

Ich bin auch mit dem Protocolo bewaffnet schon überall gewesen, aber wegen der PF-Story gehen alle meine befristeten Dokumente wieder zum Teufel, wieder loslaufen u.s.w.. Nee Leute, es macht einfach keinen Spaß.

Wenn man natürlich Geld aus D erhält oder einen Job mit 5000-6000 Reais hat (und dann in die Signatur "Willkommen in der Unterschicht" schreibt?! - War für mich schon schräg, und sehr deutsch :? ), dann machts bestimmt auch Spaß. Aber so als normalo, neee. War gut hier zu sein für die Geburt und wegen dem Familienzusammenhalt, aber jetzt reichts. Hab' einfach nicht den Eindruck, dass wir hier erwünscht sind.

:x

Gruß Ray
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Beitragvon Gessler » Do 28. Jun 2007, 00:26

Wann man die CIE hat ist doch egal. Wann man das Visum hat, doch auch. Wenn man das Protocolo hat, ist wichtig. Ich hatte es am gleichen Tag und war legal im Land. Hat irgendwas um die 50 Euro gekostet mit allen Beglaubigungen, etc.
Das seh ich anders: probier einmal ein Bankkonto zu eröffnen OHNE Visto permanente.
Die CIE ist egal wann du sie bekommst,aber das entscheidende ist das visto permanente,ohne das geht gar nix!
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Beitragvon O_Periquito » Do 28. Jun 2007, 00:26

dann wünsche ich dir alles gute für deinen start in deutschland.

was mich aber wirklich wundert, das policia federal so "unhöflich" zu euch ist. so lange wie wir mit PF zu tun hatten wegen unseren papieren haben die beamten immer versucht uns zu helfen. naja, hier ist santa catarina, und in jeden bundesland kann es ja anders zugehen.
We are here to make friends :-)
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Beitragvon amarelina » Do 28. Jun 2007, 08:57

ich weiss, der ray wollte nur eine information über den umzug nach deutschland...
trotzdem habe ich mir so meine gedanken gemacht, weil die rückkehr in das jeweilige heimatland von vielen leuten als versagen empfunden wird. und zwar sowohl von denen, die "es geschafft haben" als auch von den zuhause gebliebenen.
ich selber gehöre in die kategorie derer, die "es nicht geschafft haben" und bin seit märz 07 wieder in ch. nicht dass ich mich irgendwo bei irgendwem rechtfertigen müsste, aber man wird ja gefragt: was ging warum schief... zurückgekehrt für wie lange oder für "immer"...(für immer geht man in meinen augen höchstens in die ewigen jagdgründe)
dann gibt es, wie ich mal im BF irgendwo gelesen habe, noch die kategorie derer, die ein paar monate hier, ein paar monate da leben und die gehören, dann auch nicht zu den "echten"...
umgekehrt beobachte ich hier in der ch dasselbe bei den brasilianer/innen. wer hat "es" geschafft...ein job, genügend geld, genügend grosse uhr, die richtigen markenkleider und -schuhe...und oft "hält der/diejenige durch" auf kosten der gesundheit oder der lebensqualität. sie halten durch, weil sie nicht als versager gelten wollen/können. lohnt sich das alles?

amarelina
"Wenn man sich mit einem langweiligen, unglücklichen Leben abfindet, weil man auf seine Mutter, seinen Vater, seinen Priester, irgendeinen Burschen im Fernsehen oder irgendeinen anderen Kerl gehört hat, der einem vorschreibt, wie man leben soll, dann hat man es verdient."
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Beitragvon Severino » Do 28. Jun 2007, 10:14

amarelina hat geschrieben:...... wer hat "es" geschafft...ein job, genügend geld, genügend grosse uhr, die richtigen markenkleider und -schuhe...und oft "hält der/diejenige durch" auf kosten der gesundheit oder der lebensqualität. sie halten durch, weil sie nicht als versager gelten wollen/können. lohnt sich das alles?

Oi Amarelina,
Du stellst hier die Frage nach dem Sinn oder Wert des Lebens - wenn auch indirekt. Und die kann nunmal jeder nur für sich selbst beantworten, denn jeder hat ja andere Wertvorstellungen und auch Ziele. Und jeder der noch Ziele hat ist für mich ganz sicher kein Versager. Einer der die dicke Rolex am Handgelenk blitzen lässt ist für mich aber auch kein Gewinner. Einfach einer mit ner dicken Uhr. Fertig.
Was mir aber immer wieder auffällt ist wie schnell wir Europäer eigentlich vergessen wie gut es uns geht. Morgens im Bus in Zürich: Alles traurige Gesichter - doch alle sind gesund, haben Wohnung, Geld und auch sonst alles, was man eigentlich zum Leben braucht - ausser Zufriedenheit. Dank dem finanziellen Desaster als Randerscheinung meiner Scheidung - habe ich wieder gelernt mein Leben zu geniessen und zwar nach meinen Wertvorstellungen und nicht nach denen die durch die Gesellschaft aufdiktiert werden. Das nenn ich Leben. Und das Einzige was da noch dazu gehört ist das Glück gesund zu sein. Wir alle werden nackt geboren und ab diesem Tag steht bereits unumstösslich fest, dass wir sterben werden. Das dazwischen ist das Leben. Und was man daraus macht, liegt an jedem einzelnen selbst. Ob man in Brasilien, der Schweiz oder in Deutschland diese Zeit verbringen darf ist doch ganz egal. Glücklich sein kann man überall. Auch wenn gewisse Rahmenbedingungen vorgegebe sind - daran kann man ja nichts ändern. Studieren ist nunmal in Deutschlanf gut, Krankenversicherung in der Schweiz und das Wetter in Brasilien.....
paz e amor
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Beitragvon Severino » Do 28. Jun 2007, 10:32

Sorry, mein voriger Beitrag war komplett off-topic. Aber amarelina hörte sich traurig an und auch derRay hatte eine Bemerkung Richtung "Unterschicht" gemacht und deswegen sind mir die Finger über die Tasten geflutscht....

Zurück zum Thema:
Die Frage nach Permanencia kann ich noch nicht beantworten. Werde aber versuchen das bereits in der Schweiz zu machen....
Von der Idee Umzugsgut hin- und herzutransportieren halte ich persönlich auch nicht viel. Denn einerseits ist das ein gewaltiger Papierkrieg und andererseits muss ich ja auch nicht meinen ganzen Krempel in der Welt rumschicken. Persönliche Dinge wie Fotos, Dokumente, CDs usw kann man ja bei 2x32 kg ganz gut mitnehmen.... Mit den eingesparten Transportkosten kann man ja dann schon wieder viele Dinge neu kaufen. Jedoch bin ich immer wieder erstaunt, was Leute so alles bei einem Umzug mitschleppen - die Hälfte ist eigentlich Müll. Erlebe ich immer wieder, im Schnitt etwa 50 Mal pro Jahr.... Aber ist mir ja egal, wird ja nach Stunden abgerechnet :lol:
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Beitragvon Julia » Do 28. Jun 2007, 12:24

Hallo an alle, und besonders an amarelina,

also ich finde, dass diese Fragen (von deinen Bekannten in der Schweiz) doch noch nicht bedeuten müssen, dass man sich schämen muß oder so, wenn man zurückkehrt.
Diese Fragen können doch auch einfach nur Neugier sein, man vergleicht deine Erfahrungen mit seinen eigenen, und auch, um aus deinen Erfahrungen zu lernen. Eine Bewertung ist da nicht unbedingt drin, mein ich.

Und ausserdem, wenn es für den jeweiligen einfach besser ist, zurückzugehen, dann ist es doch einfach nur vernünftig, das auch umzusetzten.

Wenn derRay schreibt, er ist noch jung, und sie haben bessere Chancen in Europa, und er will nicht den Rest seines Lebens auf dem Standard da in Brasilien stehenblieben, also meinen Respekt hat er, das ist sehr vernünftig. Ich habe in meiner Zeit in Brasilien einige gesehen, die in so einer Situation zum Alkohol gegriffen haben, das fand ich nicht so clever.
Außerdem, sie können es doch zu einem späteren Zeitpunkt wieder mal versuchen.

Wenn ich so lese was o_periquito meint, also sie haben nach 10 Jahren in Blumenau noch immer keine richtigen Freunde gefunden, und beim Lesen bekomme ich irgendwie den Eindruck, so richtig ist sie da nie angekommen, bzw. da ist immer noch eine große Distanz, dann finde ich es überhaupt nicht verkehrt nach 1,5 Jahren einfach nur konsequent zu sein. Keine weitere Zeit verlieren, das finde ich überzeugend.

Tut mir leid, hier so etwas offtopic zu sein. Als eventueller Tipp noch, vielleicht kann dir die Spedition Hamburg Süd einen Container verschiffen, auch ohne Umzugsunternehmer, das müßte viel billiger sein.

Viel Glück !
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Beitragvon amarelina » Do 28. Jun 2007, 14:11

oi julia, warum besonders an mich? ich schäme mich für gar nichts...ich habe mir lediglich so ein paar gedanken zur "aus- und rückwanderung" gemacht...(wobei von wandern kann da ja keine rede sein).
wenn die nachteile überwiegen ist es besser an einen anderen ort, meinetwegen zurück zu gehen...


amarelina

p.s. hab gerade gesehen, dass es einen ähnlichen, resp. passenderen thread gibt zu dem thema, vielleicht gibt es da noch was zu sagen...
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Schande? Versagensangst? Nöööö, nicht wirklich.

Beitragvon derRay » Fr 29. Jun 2007, 01:00

So Mädels,

ich find's schon schade, nicht zurück gehen zu können und zu sagen: ich hab das-und-das aufgerissen, aufgemacht… internationale Erfahrung etc. Aber es war mir auch einfach nicht beschieden, ich bin halt kein Ingenieur und hab dementsprechend nichts in meinem Bereich gefunden.

Und dann wird in meinem Bereich hier auch einfah schlecht bezahlt. Und ich habe keine Lust dann bei 1000R$ einzusteigen und wenn ich immer brav war, vielleicht mal in die 2000-3000R$ aufzusteigen. Das würde reichen, wenn Brasilien so billig gewesen wäre, wie ich es mir vorgestellt habe.

Aber das ist ja schon häufig genug diskutiert worden.

Im Großen und Ganzen freue ich mich zurückzugehen und bereue gar nicht, nicht hiergewesen zu sein und nicht wieder zurückzugehen. Ich weiß genau warum und wer weiß, vielleicht kommen wir ja auch irgentwann wieder zurück, dann aber ganz sicher wieder mit einem guten Grund im Gepäck ;-)

Scham muss nur der haben, der sich nicht bewegt. Ich kann sagen, dass ich meinem Leitspruch: >Immer raus aus der Komfortzone!< mit meinem Hauruckausgewander-nach-Brasilien wieder voll treu geblieben bin.

Herzlich

Ray
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