Umzug nach Brasilien / Deutschland

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Umzug nach Brasilien / Deutschland

Beitragvon brasil-network » Di 14. Dez 2004, 18:49

Hallo Leute

Mich würde interessieren wie Ihr (die jetzt in Brasilien wohnen) den ganzen Umzug nach Brasilien gemacht habt.

- Seit Ihr Fluchtartig abgehauen.... 8) ?
- Seit Ihr gut vorbereitet nach Brasilien?
- Die Ferien verlängert und dort geblieben?
- Wie habt Ihr Euer Mobiliar mitgenommen (mit Container verschifft oder per Flugzeug transportiert?)
- Anders....

Wäre interessant Eure Erfahrungen zu sehen!

Grüsse!

Brasil Network
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Beitragvon Lemi » Di 14. Dez 2004, 20:47

Hi B-N

ich bin schon 2 mal nach Brasilien umgezogen ..... jedesmal mit einem Umzugscontainer.

Die anderen Details und Motive meiner Übersiedlung hatte ich ja schon mal geschrieben.

Zumindest bin ich beim 1. Mal soweit vorbereitet gewesen, dass ich eine Arbeitserlaubnis und ein temporäres Visum in der Tasche hatte, was sich als vorteilhaft erwies, da ich mich so vom ersten Tag an besser auf meinen Job konzentrieren konnte, anstatt ewig lang auf Behörden herumzuwarten.

Beim 2. Mal war ich dann schon verheiratet und hatte Dauervisum ..... alles ging also völlig reibungslos.

Falls du Kontakte zu Firmen brauchst, die dir ein Angebot für einen Umzug machen können, benachrichtige mich. Ich hab da ein paar Empfehlungen.

Ich hatte mich damals für die teuerste Option entschieden: den Haustür zu Haustür - Transport, obwohl ich noch gar keine Haustür in Brasilien hatte ....... :huh: So erspart man sich sämtlichen Ärger mit dem brasilianischen Zoll, was nicht nur aufreibend und zeitaufwendig sein kann, sondern im Nachhinein auch noch teuer. Je nachdem wie viel du zu tranportieren hast, kannst du Kisten oder einen Container verwenden. Die Preise schwanken dementsprechend, aber ich kann dir mal paar Referenzpreise nennen, falls du willst.

Mal gucken, ob ich die alten Aktenordner noch finde ........
Man sieht sich,
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Beitragvon Hans-Joachim Menzel » Di 14. Dez 2004, 21:57

Hallo,

ich bin 1993 mit Sack und Pack umgezogen, denn es wurde vom DAAD bezahlt. Als das Projekt 1996 beendet war und ich zunächst mal nach Deutschland zurück mußte, aber schon meine permanência beantragt hatte, haben wir den Umzug von Recife nach Minas gemacht und die Dinge bei meinen Schwiegereltern gelagert. 1997 bin ich dann definitiv nach BH gegangen, weil ich dort eine Arbeit gefunden hatte.
Wenn ich den Umzug von deutschland nach Brasilien selbst hätte finanzieren müssen, hätte ich wohl nur das Nötigste mitgenommen, halt alles, was man im Flieger und als unbegleitetes Fluggepäck mitnehmen kann. Wahrscheinlich ist es kostengünstiger und weniger nervenaufreibend (habt ihr schon mal einer Umzugsfirma in Brasilien bei der Arbeit zugeschaut ??? Macht das mal in Recife und ihr wißt, was ich meine). Ihr glaubt gar nicht, wie wenig man wirklich benötigt und wie schnell man wieder die ganze Bude vollgestellt hat.

Gruß

H-J
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Beitragvon Bagi » Di 14. Dez 2004, 22:18

Hallo Brasil Network,

wenn der Umzug über den Arbeitgeber abgewickelt werden kann ist es schon OK. Aber wenn man ihn aus eigener Tasche bezahlen muss, usw. würde ich vorziehen alles hier vor Ort in Brasilien neu zu kaufen.
Bis dann
Bagi
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Beitragvon Floriano » Mi 15. Dez 2004, 03:43

Meine Planungszeit betrug nur etwa ein halbes Jahr, war aber soweit ausreichend. Die Permanência habe ich hier nach meiner Hochzeit beantragt, war viel Rennerei, allerdings nach gut zwei Wochen auch abgehakt. Meine Arbeitserlaubnis habe ich seit einer Woche in der Tasche (hergekommen Mitte September).

Das meiste Umzugsgut und alles was schwer war (Kommode, Bücher, Schallplatten, CD's, ...) habe ich per Lufthansa Cargo geschickt, da ich dort einen Bekannten habe. In diesem Falle musste der Bekannte die Sendung in seinem Namen aufgeben und mich als Empfäger in Brasilien angeben. Da es sich um persönliche und gebrauchte Güter handelte, konnte der Zoll keine Steuern erheben und ich habe pro Kilogramm Luftfracht inklusive Sicherheitsgebühr (11. September) etwa 1,50 Euro bezahlt. Der Flughafen in BRA nimmt dann nochmal Lagergebühr, bei mir waren es knapp 60,00 Reais. Wichtig ist, dass Du Deine Bordkarten aufhebst, da Du sonst die Sachen nicht einführen kannst!

Florian
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Beitragvon Jorginho » Mi 15. Dez 2004, 07:14

Ich bin wie Floriano per Lufthansa-Cargo umgezogen und habe damals für 1020 Kilo genau 8.178,23 DM gelöhnt. Ich habe den Container zusammen mit meinem Bruder und zwei Freunden selbst beladen, mußte nur noch ein paar Kartons mit Büchern zurücklassen. In São Paulo habe ich den Krempel auch selbst abgeholt, dort für 100 R$ zwei Typen mit einem LKW angeheuert und alles nach Hause gekarrt. Hat wunderbar geklappt. [Nebenbemerkung: Unser späterer Umzug nach Portugal mit dem bekannten Unternehmen Granero war dann eine totale Katastrophe, über die ich einen Roman schreiben könnte. Nur soviel: Ich habe Anfang des Jahres den Prozess gegen das portugiesische Partnerunternehmen von Granero gewonnen!]

Peter hat schon Recht, wenn er schreibt: "wenn man ihn aus eigener Tasche bezahlen muss, usw. würde ich vorziehen alles hier vor Ort in Brasilien neu zu kaufen." Hätte ich ja gerne gemacht, aber ich habe einige Tausende CDs und Bücher... da hätte ich einerseits einen Riesenverlust gemacht, wenn ich die in Deutschland vertickt hätte, und zweitens keine Chance gehabt, sie mir in Brasilien neu zu kaufen. Da mußte ich dann in den saueren Apfel beißen und latzen. Allein für die Umzugsversicherung habe ich über 2000 DM gezahlt.
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Beitragvon Mineiro_Alemão » Mi 15. Dez 2004, 12:41

Also ich habe damals (2000) nur eine große Alukiste (Collico-DB) per Luftfracht vorausgeschickt. Habe für ca. 65 kg damals Haus-Haus ca. DM 300,- bezahlt. Durch Kontakte zu einer Luftfrachtspedition hab ich nur die Netto Frachtrate gezahlt und auch die Abholung zu Hause in Deutschland brauchte ich nicht zu bezahlen :wink:

Bin dann selbst etwa eine Woche später nach Brasilien geflogen, da ich ja wusste das es seine Zeit dauern würde bis die Kiste in CNF (BH) abholbereit bzw. zur Einfuhrabfertigung bereit stehen würde. Hat dann nochmals etwa 2 Wochen gedauert, bis sich die bras. Partnerspedition bei mir gemeldet hat und die Kiste zur Einfuhrabfertigung fertig war. Musste dann leider persönlich zur Einfuhrabfertigung am Flughafen (CNF) erscheinen obwohl zwar ein Zolldeklarant (Despachante) der Spedition anwesend war konnte ich eigentlich alles selber erledigen. Dies wurde zum Glück von der Spedition auch anerkannt und auf eine Berechnung des Despachante verzichtet. Musste dann nur den Transport der Kiste vom Flughafen nach Hause bezahlen, da ich damals noch keine Auto hatte, sonst hätte ich die Kiste gleich nach der Abfertigung mitnehmen können.

Dummerweise ist der Intl. Flughafen von BH (CNF) ca. 60 km vom Stadtzentrum weg. Somit war der größte Aufwand die Fahrt mit dem Bus dorthin und zurück. Obwohl der Zeitaufwand für die Abfertigung auch nicht ohne war, hat so ca. 1,5 bis 2 Std gedauert. Und das ohne das ich warten musste bis ich dran kam, da nichts los war. Aber bis die Tussi von der RECEITA FEDERAL mal alle Angaben im EDV-System hatte :? das hat gedauert :oops: . Die Anschliessende Inspektion ging dann recht schnell, nur schnell die Kiste aufgemacht, ein Blick des Beamten in die Kiste und fertig.
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Umzug nach Brasilien

Beitragvon Bigbang » Do 22. Sep 2005, 18:59

Wohne in USA und habe letztes Jahr meine komplete Einrichtung nach Brasilien, per Container verschickt, unter anderem Elektrogeraete, Computer, Drucker etc. (wie ihr wisst gibt's hier in US 110V). Alle Geraete neu oder fast neu. Da ich keine Permanencia besitzte, erzaehlte man mir zuerst ich muss alles Auflisten und dann Verzollen was dann natuerlich ja nicht mehr interessant, von den Kosten gewesen waere. :shock:
Also hab ich mir eine Internationale Spedition gesucht die in Brasilien ansaessig ist und Vertretungen in USA hat. Nachdem ich die Kontaktaufnahme hergestellt hatte, wurde mir wieder berichtet das ich Verzollen muss und die Einfuhrsteuer zahlen muesste. Nachdem ich fragte ob es denn nicht auch noch nee andere Moeglichkeit gaebe, wurde mir gesagt, das ich eventuell einen Container mit einem Brasilaner/in teilen koennte und so wuerden meine Sachen nicht verzollt werden, da fuer Brasilaner/in es hier keine Probleme gab.
Lange Worte kurzer Sinn. Meine Einrichtung wurde abgeholt (super verpackt) und 10 Wochen spaeter in Vitoria/ES angeliefert (ausgepackt) ohne Probleme. Alles war vollstaendig.... einfacher ging es wirklich nicht. :D

Hoffe das hilft so manchen weiter.

Bigbang
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Beitragvon Trem Mineiro » Sa 24. Sep 2005, 13:31

Hallo BigBang
Ich habe meinen Hausstand auch vor 10 Jahren mit nach Brasilien genommen. Basis war ein temporäres Visum für 2 Jahre. Man kann Hausstand, auch neu, schön aufgelistet, ohne Probleme zollfrei nach Brasilien einführen. Nur meine Weinflaschen wurden nicht anerkannt. Das kostete 100 % Zoll, allerdings hatten die keine Ahnung was mittelalter französicher Bordeau kostete. Aber vorsicht, Liste aufbewahren, bei der irgendwann mal anstehenden Rückreise müssen die Sachen im Prinzip wieder raus.

Gruß

manfred
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Beitragvon Bigbang » Sa 24. Sep 2005, 14:49

Hallo Trem Mineiro,
ich habe diesen Post geschrieben, da ich ja eigentlich keine Voraussetzung (sprich Visa, Permanencia etc) habe. Die Dinge die ich mitschickte waren ja nicht nur Moebel, sondern auch hochwertige Elektrogeraete wie neuen
Dell PC, Flatscreen, Hochdruckreiniger, Bosch Werkzeuge etc., was ja normal mindestens 100% Einfuhrsteuer kostet. Fuer das ganze (ca. 20ft Container) habe ich 3000 Dollar bezahlt was meines erachtens relativ guenstig war. Ich habe hier keinen Finger krumm gemacht, die haben alles schoen verpackt und natuerlich wieder ausgepackt.
Das beste waren die 2 Dreiersofas, die gingen nicht in den Fahrstuhl. Die Jungs haben die Sofas in den 14ten Stock, ueber die Treppe hochgetragen. Unglaublich, das haetten die hier in US oder Germany bestimmt nicht gemacht! Dafuer gab's dann auch ein schoenes Trinkgeld....
Ja die Dokumente bewahre ich natuerlich auf...

Gruss
Frank
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