Neue Underberg-Partnerschaft: Die „Grupo Thoquino“ übernimmt ab sofort den Vertrieb des Original-Magenbitters in der Portionsflasche in Brasilien. Was „Tante Erna“ Underberg früher in Brasilien abfüllte, wurde weiter entwickelt – es wird nun als „Brasilberg“ angeboten. „Semper idem“ – Underberg ist beständig in der Qualität und einzigartig auf der Welt. Nun auch in Brasilien. Dort, wo Jahrzehntelang Liter-Flaschen verkauft wurden, auf denen zwar ein Underberg-Etikett klebte, in die allerdings nicht der berühmte Magenbitter aus Deutschland abgefüllt worden war sondern eine brasilianisches Spezialität. Produziert von „Tante Erna“, der Witwe von Dr. Paul Underberg,hergestellt auf Zuckerrohrbasis mit brasilianischen Kräutern.
In Portionsflaschen
Das ist nun alles anders, berichtete gestern Emil Underberg im Gespräch mit der Rheinischen Post: Sein Haus hat jetzt auch die Namensrechte für Brasilien – ab sofort wird als Underberg nur noch der Magenbitter in der typischen Portionsflasche mit Strohpapier aus deutscher Produktion verkauft werden.
„Tante Ernas“ Produkt gibt es allerdings auch weiterhin. Dazu begründete das Haus Underberg eine Kooperation mit der „Grupo Thoquino“, deren Spitze gestern im Underberg-Stammhaus Rheinberg war: die Inhaber Hugo Aquino Filho und sein Sohn Hugo Aquino Neto sowie Helio Penanha Delbons als technischer Leiter.
Vor 99 Jahren gegründet, gehört die „Grupo Thoquino“ zu den ganz wenigen brasilianischen Unternehmen mit einer Firmengeschichte von mehreren Generationen. Conhaque ist nach wie vor das Hauptprodukt ihres Portfolios, das ab sofort um eine Marke größer ist: Gemeinsam entwickelten Underberg und die „Grupo Thoquino“ nämlich „Tante Ernas“ Produkt weiter, stellten den Markennamen sensibel um – und füllten in der vorigen Woche den ersten „Brasilberg“ ab. „Die erste Kiste haben wir nach Rheinberg geschickt“, berichtete Hugo Aquino Filho gestern im Gespräch mit der Rheinischen Post – eine Geste der Verbundenheit mit dem Hause Underberg, hinter dem die Brasilianer – so Aquino – mehr sehen als ein wichtiges Produkt: einen großen Namen, ein Symbol von Unternehmerschaft, ein Stück Firmen-Philosophie.
„Brasilberg“ wird zunächst ausschließlich für den Markt in Brasilien produziert. Abgefüllt in einer Anlage mit einer Stunden-Kapazität von 55 000 Flaschen. Wie viel davon „Brasilberg“ sein wird? „Wir sind am Anfang, wir werden nun den Markt testen“, so Hugo Aquino Neto. Die Unternehmer sind sicher: „Brasilberg“ – Alkoholgehalt: 42 Prozent – wird viele Geschmacksrichtungen treffen. Hugo Aquino Neto: „Man kann ihn pur trinken. Mit Tonic. On the Rocks oder im Kaffee.“
Noch weitere Produkte?
Der erste Underberg „made in Germany“ wird von der „Grupo Thoquino“ als Vertriebspartner der Rheinberger Anfang April auf den brasilianischen Markt gebracht werden. Ob noch weitere Produkte aus dem umfassenden Underberg-Programm dazu genommen werden? Verhandlungen laufen.
http://www.rp-online.de/public/arti...heinberg/421084