Holger3 hat geschrieben:
>Zum einen freut sich Brasilien bis heute, Deutschland mit rund 300 Soldaten, die noch dazu zu spät kamen
LOL.
Gewisse Dinge haben offenbar einfach Kultur in .br
Brasilianer, die zu spaet kamen...
Klingt fuer mich wie "Fische die im Wasser leben" oder "Kuehe, die Gras fressen"

Holger,
auch Du bist zu spät. Wir hatten uns schon geeinigt, daß die FEB eine kämpfende Truppe und kein symbolisches Kontingent war. Aber auch nicht gerade kriegsentscheidend.
Meinem Vater, der als Wehrmachtssoldat den Rückzug von Nordafrika durch Italien mitgemacht hat und erst ganz zum Schluß an die Ostfront kam, war die brasilianische Kriegsbeteiligung übrigens nicht bekannt. Es scheint, daß er der FEB erfolgreich aus dem Weg gegangen ist - "Alemão é sopa".
Die Sympathien in Brasilien lagen auch früher durchaus auf Seite der Achsenmächte. Einmal waren die europäischen faschistischen Diktaturen Vorbild für den Estado Novo unter Getúlio Vargas, dann kamen die meisten Immigranten ausgerechnet auch diesen Ländern - Italien, Deutschland und Japan. Da wundert es mich, daß Brasilien überhaupt aktiv am 2. Weltkrieg teilgenommen hat.
Der Beitrag von 2001 hinter dem Link, den Tinto eingestellt hat, stammt übrigens von unserem Freund Klaus Hart. Seitdem hat er sicher besser Portugiesisch gelernt und ein Taxifahrer würde seine Schauspielkünste nicht mehr zeigen, weil er eben direkt mit ihm reden kann. Brasilien bietet eben jedem etwas, auch Vorurteile mit denen deutsche Journalisten Zeilen füllen können.
Viele Grüße,
Bequimão