Hallo, meine Frau fängt nun einen Job an und ich bin ein bisschen verwirrt. Sie sagt zwar, dies wäre überall in Brasilien so, aber ich frage mich, ob es dafür eine gesetzliche Grundlage gibt.
Die Firma zahlt angeblich 100 R$ Beneficario Familiar für unsere 1-jährige Tochter.
Desweiteren will die Firma folgende Unterlagen:
- Antecedentes Criminais (Direto na delegacia)
- Antecedentes Criminais (Forum)
- Carta da Apresentacao do ultimo emprego
- Carteira profissional
- Cartoa do PIS
- CPF
- RG
- Titulo Eleitor
- Certificado de escolaridade
- Comprovante de residencia
Bis dahin alles klar.
Dann jedoch noch
- Certidao casamento o RG da companheira
- Certidao nasciment filhos menores de 14 anos
- Carteira de vacinacao dos filhos menores de 5 anos
.........
Nun meine Fragen:
1. Ist dies üblich?
2. Für was werden die Daten Kind/Partner verwendet?
3. Werden später daraus Ansprüche bzgl. irgendeiner Versicherung abgeleitet?
Ich finde das nämlich gar nicht so toll, meine Passkopien, Protocolo dort abzugeben, aber angeblich muss ich das tun, weil wir zusammen leben.
4. Wenn ich einen Job habe, bekomme ich dann auch dieses zusätzliche Geld für das Kind oder gibt es einen Höchstbetrag und wird gegeneinander verrechnet?
5. Gibt hier dann einen nationalen Datenabgleich.
Ich bin ja nicht so erfreut über den Datenschutz in Brasilien. Wenn ich in Fortaleza mit meiner CPF ein Bügeleisen kaufe, wird man das wohl noch Jahre später nachvollziehen können, oder?
Wer meinen Blog kennt, weiss, dass ich ja wirklich nichts zu verstecken habe, aber ich frage mich halt, ob das alles nicht ein bisschen weit geht, und ob man das nicht ein wenig einschränken kann.
Getreu dem Motto, meine Freunde dürfen alles wissen, der Staat aber nicht alles speichern.
Viele Fragen, hoffentlich viele Antworten ... vielleicht hat ja auch jemand was grundsätzliches zu Beschäftigungsverhältnissen und Rechte/Pflichten des Arbeitnehmers zu berichten (Kündigung, 13. Gahalt, Versicherungen, etc.)
Bis dann, Dietmar