Oi Gente
Noch nach rekapitulieren. Ich wohne in D werde in D angestellt und gehe dann befristet nach Brasilien.
Üblich sind folgende Konditionen.
Man behält weiterhin das Gehalt, wie man auch bisher gezahlt bekommen hat. Dazu gibt es Tagegeld, für Brasilien ist das nach Finanzamt-Tabelle so um die 30 Euro/Tag. Dazu stellt man dir ein Hotelzimmer. Ist das Hotelzimmer mit Frühstück, zieht man dir 10 % von Tagesgeld ab. Das Tagegeld ist steuerfrei.
Ist der Einsatz länger als 90 Tage, ist eine Tagegeldzahlung an sich nicht mehr zulässig, dann ist eine Auslandszulage in Höhe von 20 % des Brutto-Gehaltes zu zahlen. Diese Zulage wird dann aber versteuert.
Bei Richtmeistern (gewerblich) kann man anstatt der Hotelkosten auch (wie früher) eine Tagespauschale vereinbaren, die wird auch so bei 50 Euro liegen und ist steuerfrei, man kann sich dann eine billige Unterkunft selbst suchen, selbst kochen und die Spesen überwiegend einstecken. Ohne so eine Regelung gehen unsere gewerblichen Leute kaum noch raus, das hat auch das Finanzamt dann wohl eingesehen. Bei Angestellten oder gar ATs ist das nicht üblich. Ab einem Einsatz von 189 Tagen im Ausland oder mehr /Jahr entfällt die Steuerpflicht im Inland (glaubhafte Verlagerung des Lebensmittelpunktes ins Ausland) Die Firma kann, wenn man einen Entsendungsvertrag in der Hand hat, das im Vorfeld beantragen, oder halt später über den Lohnsteuerjahresausgleich.
Besonderheit: eine Entsendung an eine Tochtergesellschaft ist nicht möglich und hat Konsequenzen wegen der Sozialversicherung, man muss also immer zu einem Kunden entsandt sein (Baustelle)
Ein Reise (Touri-Klasse) jedes Jahr, Soziale Firmen z.Not. auch mal alle 6 Monate, aber nicht üblich.
Wenn du Glück hast, gibt einen Baustellenwagen (alter Gol oder so) sonst sitzt du im Baustellenbus mit den Arbeitern zusammen, der die einsammelt.
Wenn man dann wegen der neuen Arbeitsanforderung/schwieriger Auslandeinsatz mehr Geld fordert, bekommt man lustigerweise zu hören, das man doch wegen Spesen und Steuerfreiheit sowieso schon reich genug wird, und arbeiten müsste man fern von daheim ja auch wohl kaum.(neidische Sesselfurzer).
@CC
du hast dich von Brasilien nach Deutschland entsenden lassen

?????
@Severino
das mit dem Ingenieur (elektrisch 6 - 16.000 R$) halte ich für sehr hoch, so wiel haben wir noch nie gezahlt. Müsste ein alter Sack in leitender Position sein, für die 16..schon bald Werksleiter oder mehr.
@Vinhedense
Wenn das mit den € 4.000 eine Mussbestimmung wäre, wie schön für viele, aber meist reicht es, wenn man einen Werkvertrag mit dem brasilianischen Kunden hat. Was wir dann berechnen liegt bei 100 € die Stunde (€ 20.000/Monat), aber das bekommt der Mann natürlich nicht.
Gruß
Manfred