Aktuelle Tendenzen und Prognosen der brasilianischen Regierungspolitik und Wirtschaftsentwicklung / Daten und Fakten aus der mehr als 500-jährigen Geschichte Brasiliens
Registriert: 03 Nov 2006 20:49 Beiträge: 331 Wohnort: Hamm
Hallo Manfred,
also wir bemerken in Deutschland auch höhere Preise bei Lebensmittel. Nudelpreise haben sich verdoppelt, Brot ca. 10%(2007), Milchprodukte ca. 30%(2007), Strom ca. 16% in den letzten 3 Jahren,nur die Telekommunikationsgebühren sind gefallen(bei uns zuhause ca. 38%).
In diesem Zusammenhang gefällt mir folgender Blogeintrag gut.
und nicht zu vergessen, die Miete steigt auch immer und die Nebenkosten noch stärker und der Sprit wird auch nicht billiger ...habe heute getankt für 1,38*9 Euro/Liter in Berlin und das war zum Wochenende günstig ... und die Strompreise sind auch nicht gerade geringsten
Registriert: 03 Nov 2006 20:49 Beiträge: 331 Wohnort: Hamm
Adrianon123 hat geschrieben:
und nicht zu vergessen, die Miete steigt auch immer und die Nebenkosten noch stärker
Wir haben die Miete vor 2 Jahren gesenkt, in der Hauptsache wir haben einen zuverlässigen Mieter. Letztes Jahr mussten wir aber die Nebenkosten(ohne Heizung) aber erhöhen. Was mich ärgert, hier auf dem Land verfallen die Immobilienpreise. Bei einem Hausverkauf, zur jetzigen Zeit würden wir ca. 20T bis 30T Euro Verlust machen.
Grüsse Bernd
"In Mallorca trifft man mehr Deutsche als in Berlin."
Thomas Gottschalk am 23.6.2007
In diesem Zusammenhang gefällt mir folgender Blogeintrag gut.
Mich erinnert die Situation Brasiliens irgendwie an die Holländische Krankheit[/url].
Grüsse Bernd
Gelungener Verweis. Ich habe auch den Eindruck, das Brasilien genau diese Entwicklung mitmacht. Nur das sich in dem Land von den Verantwortlichen keiner drum schert. Ich befürchte allerdings, da kommt Deutschland auch noch näher dran.
tja so ist das in Deutschland ...das lebensnotwendige wird teurer und der Luxus wird billiger (weil andere Statten nachsetzen und eine größere Kaufkraft haben +mehr Menschen/mehr Bedarf)... aber was nutzt uns das? ... solange es den Hartz 4 Empfänger gut, auch wenn er wenig hat und ... der Deutsche im westlichen Teil von Deutschland immer noch glaubt es geht ihm gut, wird es nicht besser / der Export immer noch steigt, weil der Bedarf nach Erzeugnissen aus Deutschland (made in Germany /schon lange nicht mehr ist, was es ist) gekauft wird ... schert sich die Wirtschaft nicht ums eigene Land ... aber sollten die Exporte fallen, werden sie wieder aufwachen und versuchen, das Volk dazu animieren Geld auszugeben, was sie nicht haben und das sieht es nicht mehr so gut aus in Deutschland ... weil das intelligente junge Volk weg ist und in anderen Ländern hier Glück gesucht haben und Familien gründen... (80% unsere Autos sind sowieso Firmenwagen und wenn ich Mercedes fahren will, bestelle ich mir ein Taxi) ...
Registriert: 03 Nov 2006 20:49 Beiträge: 331 Wohnort: Hamm
Trem Mineiro hat geschrieben:
Ich habe auch den Eindruck, das Brasilien genau diese Entwicklung mitmacht. Nur das sich in dem Land von den Verantwortlichen keiner drum schert.
Ich glaube, die zahlen erstmal die Auslandschulden ab. Und einen passenden Beitrag habe ich dazu gefunden: http://zeus.zeit.de/text/2005/11/rohstoff Die weiterführenden Links sind auch interessant. Ich sage mal kein Grund zur Panik. Die meisten Investoren hatten Panik vor der Wahl Lulas gehabt. Die Grafik habe ich im Brasilienblog gefunden. Seine Meinung wäre da sehr interessant zu diesem Thema.
Um die Diskussion ein bisschen aufzulockern.
Adrianon123 hat geschrieben:
solange es den Hartz 4 Empfänger gut, auch wenn er wenig hat und ...
Meine Nachbarin ist am ersten Arbeitstag umgekippt, weil meine Nachbarn nix zu essen hatten. Das habe ich nur zufällig rausbekommen, weil ich grade am PC vom Nachbarn sass und sie vom Krankenwagen angeliefert wurde. Ich habe dann erstmal eine große Einkaufstüte genommen, und habe unsere Vorräte dezimiert. Meine Frau war nicht so begeistert. Als ich die Tüte rüber brachte, saß die Mutter vom Nachbarn da. Der war es total peinlich, dass es ihrem Junior und Freundin so dreckig ging.
Ok ich bin vom Thema abgekommen.
"In Mallorca trifft man mehr Deutsche als in Berlin."
Thomas Gottschalk am 23.6.2007
Registriert: 24 Jan 2006 15:13 Beiträge: 234 Wohnort: Planeta terra
seitenwandkletterer hat geschrieben:
Mein Kommentar zur Teuerung: 1. Immobilien: Steigen unverhältnismässig, sowohl die Mieten als auch die Verkaufspreise. Einige Grundstücke haben hier innnerhalb von 5 Jahren ca. 200 % zugelegt und das ausserhalb von geschlossenen Condominios. ...SWK!
Stimmt leider ! Da wir auf der Suche nach einer Chacara in der Nähe meiner "Schwiegerfamilie" sind, habe ich habe am Wochenende mit einem befreundeten Immobilienhändler telefoniert und er sagte, daß gerade relativ viel auf Pump gekauft wird, da die Zinsen relativ niedrig sind. Dementsprechend steigen natürlich die Preise. Ich werde mir spätestens Ende des Jahres eine Chacare zulegen, weil ich mir sehr sicher bin das der Real noch mehr zulegen wird. Die Zeiten von 1:4 sind vorbei.
Bernado: sicher gibt es solche Fälle hier in Deutschland, aber es ist nicht nur auf Hartz4 zurück zuführen... da hängt auch eine familiäre Beziehung dahinter und das ist das schlimme hier dran.... bei solchen Fällen hat nicht nur der Staat versagt, auch die Familie...
beispiel von mir... mußte 2 Jahre lang von 630 Euro im Monat auskommen, als ich meinen Techniker gemacht habe und das war auch keine schöne Zeit... es gab zwar noch etwas Mietzuschuss von 6 Euro und das GEZ umsonst, den Rest mußte ich alleine bestreiten...630-280Miete-40Strom-50Tel/Int-30Fahrtkosten=230/30Tage=rund 7 Euro am Tag zu essen ausgeben... (habe so gut wie möglich alles mitgenommen, was umsonst war)
und Berlin ist nicht geade billig ... aber ich habe es geschafft und es war eine harte Zeit
Jacare:
wenn viele Brasilianer auf pump ihre Hauser und Wohnungen kaufen, obwohl der Lebenstandart teurer wird, kann es dann nicht auch zu so einer Kriese wie in der USA kommen, der Dollar wird ja nicht lange so schwächeln und wieder in die andere Richtung drehen...Brasilien ist ja nicht die USA, die es Wirtschaftlich so aufnehmen kann.
Registriert: 28 Nov 2004 21:47 Beiträge: 688 Wohnort: Santa Maria / RS
Adrianon123 hat geschrieben:
wenn viele Brasilianer auf pump ihre Hauser und Wohnungen kaufen, obwohl der Lebenstandart teurer wird, kann es dann nicht auch zu so einer Kriese wie in der USA kommen, der Dollar wird ja nicht lange so schwächeln und wieder in die andere Richtung drehen...Brasilien ist ja nicht die USA, die es Wirtschaftlich so aufnehmen kann.
Wenn ein einzelner ein Haus/Grundstück kauft sollte man eigentlich nicht von Spekulation sprechen, aber viele rechnen mit dem Ansteigen des Grundstückswertes. Beispiel: 1 Haus (220000 R$) Eigenleistung 100000 R$ Finanzierung 120000 R$ in 120 Raten via Caixa Summe aller Raten (ca.) 210000 R$ Also eine Gesamtleistung von ca. 310000 R$.
Spekuliert man mit der historischen Verdreifachung (und das ist für diese Region über die letzten 15 Jahre gesehen noch niedrig angesetzt) der Imobilienwerte innerhalb von 10 Jahren, dann ist man fein raus. Und das ist immer das Hauptargument der Imobilienmakler. Aber das Gegenszenário spielt natürlich in deren Überlegungen keine Rolle. Was ist wenn der Imobilienmarkt zusammenbricht, die Wirtschaft? Darauf gibt´s keine Antworten.....
...SWK!
"Onde tudo que se planta cresce e o que mais floresce é o amor"
Tja Leute - der Abstieg auf "globales Niveau" tut weh, nicht war??? Und das ist für Euch erst der Anfang, hier in Lateinamerika ist man schon seit langem daran gewöhnt!
Mitglieder in diesem Forum: Keine Mitglieder und 0 Gäste
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen