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BR und seine Vor und Nachteile im Vergleich zu Deutschland
BRL zu Euro
Ein mir in Erinnerung gebliebener Satz aus der VWL hieß , ein fallender Wechselkurs (R$ zu $) schiebt dem Ausland den schwarzen Peter zu, d.h. die Exporte aus BR werden für die Ausländer billiger, für den Inländer fliest mehr Geld, aber die Importe werden teurer, damit werden mehr inländische Güter gekauft.
Bei hohem Wechselkurs (R$ zu $) sind Exporte teuer (allerdings werden bei der momentan vorhandenen Nachfrage die hohen Preise bezahlt) und Importe sind billig. Da manche Rohstoffpreise steigen, ist es für BR gut, dort wo allerdings eine große internationale Konkurrenz besteht (z.B. Landwirtschaftliche Produkte) ist es für BR schlecht.
Für alle in BR lebenden oder reisenden Deutschen, die in Devisen denken, ist es auch schlecht, dass der BRL sich vor allem am $ orientiert und nicht am €.
In Ecuador hat man vor Jahren den Kampf ganz aufgegeben und den Dollar als Zahlungsmittel eingeführt.
Inflation
Ein anderes Thema ist die Inflation, ich lebte 1984 mal in Israel, als die Preise monatlich um 20% stiegen, Jahresinflation so ca. 900 %. Das wurde immer abends nach Geschäftsschluss im Radio bekannt gegeben, dass am nächsten Tag alles 25% mehr kostet. Die Waren wurden gar nicht mehr mit Preisen ausgezeichnet, sondern nur noch mit Refernznummern, die Preisliste wurde dann kurz ausgetauscht. Danach kann man über eine Teuerungsrate in D von 2% nur noch müde lächeln.
Die hohen Zinsen schaden auch der brasilianischen Industrie, Varig ist schon pleite.
Nächster Kurssturz im Jahr 200X ? an der Börse
Wartet mal ab, wenn die Börsen weltweit zurückgehen, dann wird die BOVESPA auch fallen, alles Geld wird aus BR abgezogen um fällige Spekulations-Kredite zu bezahlen und der REAL fällt wieder ins Bodenlose. Wer erinnert sich noch an 1997 ? Von 90000 auf 10000 im freien Fall.
@Strandläufer, ich glaube Du hast einige Fehler in Deiner Argumentation bezüglich Wirtschaftszusammenhänge.
Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht ????
Daß es in Deutschland nicht sooo schlecht ist, merkt man wenn man aus dem Ausland zurückkommt. Nur die Laune ist schlecht, im Meckern sind die Deutschen schon Weltmeister.
Ein (bekloppter)Afrikaner erzählte mir nach seiner Deutschlandreise 1990, dass es in den Städten so viele Bettler gäbe, dass der Staat den Bettlern Musikinstrumente gebe, damit es nicht so auffalle. Heute wäre das vielleicht sogar eine gute Idee….sozusagen ein kulturelles Beschäftigungsprogramm
Gerade lese ich im Internet, dass die Neuwagenpreise in D mit die höchsten in der EU sind. Warum wohl ? Weil es anscheinend noch genügend Leute mit dickem Geldbeutel gibt, die diese Preise bezahlen. Ich selbst habe andere Präferenzen, deshalb kann ich auch nur über die Jammerei lachen. Da es für mich keinen Sinn macht ein neues Auto in D zu fahren (steht öfter mal für ein paar Jahre abgemeldet rum) suche ich oft nach einem gleichaltrigen Wagen, der genauso vergammelt aussieht. Den finde ich dann aber nicht, oder wenn, dann sitzt ein Türke drin.
Ein ganz anderes Problem das sich in Deutschland stellt und für das niemand eine Lösung hat (die funktioniert), ist die demografische Entwicklung.
Alle Probleme die heute in D angeführt werden, sind lächerlich im Vergleich zu den Perspektiven in einem Land, das in 30 Jahren nur noch eine winzige junge Bevölkerung hat. Nicht nur die Rentendiskussion ist dann hinfällig, auch das ganze Gesundheitssystem wird nicht mehr funktionieren.
Diejenigen, die die Möglichkeit haben, werden sich den Verpflichtungen aus den Sozialgesetzen entziehen, auch wenn die Politik versucht dem mit immer neuen Gesetzen gegen zu wirken. Hier ist die Kreativität der Bevölkerung schneller. Man sieht dies in der Entwicklung der Schattenwirtschaft. Die Großverdiener (privat oder auch Industrie) werden mittels Wohnsitzverlagerung oder kreativer Buchhaltung ihre Gewinne im Ausland versteuern. Durch die in den letzten 25 Jahren auf Besitzstandswahrung ausgerichtete Politik werden die jungen und gebildeten Deutschen, die hier keine Chance mehr sehen, abwandern. Die in hilflosem Aktivismus ins Land geholten Ausländer integrieren sich nicht so einfach wie man dies einmal erhoffte, also auch keine Möglichkeit mehr das Bevölkerungsdefizit auszugleichen. Außerdem wird es bei den Verlierern der Globalisierung einen heftigen Nationalismus geben, da wird sich manch ein ausländischer „hochqualifizierter Greencardanwärter“ überlegen, ob er wirklich nach Deutschland will oder nicht doch woandershin.
Fazit : Fachkräftemangel auf der ganzen Linie ? nicht ganz, man kann dann ja die Alten wieder aus dem Altersheim holen und bis 97 arbeiten lassen.
Was ist in BR besser ?
Objektiv gesehen nicht viel (lassen wir mal die hübschen Frauen und das warme Klima beiseite), allerdings hat man dort mehr persönlichen Freiraum, vorausgesetzt man kann sich das leisten (also schon mal ansparen).
Auch sind die deutschen Weltmeister im anderen Vorschriften machen (na ja CH nicht mitgezählt). Also was ich meiner Tochter alles nicht mit in den Kindergarten mitgeben darf, kein Cola (ok) keinen Saft, nur Tee (den sie nicht mag) oder Wasser (mag ich auch nicht), keine Süßigkeiten, dazu zählen die sogar Kekse ohne Zucker, und natürlich keine Einwegverpackungen. Manchmal denke ich, das ist ja kein Kindergarten sondern ein Knast. Naja, lange bleibt sie eh nicht dort, solange bis Papi wieder ein Projekt im Ausland an nimmt.
Ansonsten lasse ich die Argumente von ‚lol’ nicht ganz gelten, denn die Stimmung ist es die in D gefährlich ist. Selbst wenn alle den Sack voll Geld haben, hilft es dem Selbständigen nicht, der Mangels Kundschaft in den Konkurs geht. Die Billigkonkurrenz ist nicht unbedingt Schuld daran, sondern die gefühlte Unsicherheit, die den Leuten den Spaß am Geldausgeben nimmt. Und bei € 2.900.000.000.000 Kapital dürfte da noch manch ein Taler zum Konsum vorhanden sein.
Zumindest da haben die Brasilianer uns was voraus, auch wenn sie in der Scheiße sitzen, konsumieren sie doch jeden Real den sie haben sofort.
Und das ist doch auch der Grund warum sich so mancher Gringo in BR wohl fühlt, man kann sich mehr leisten als die Mehrheit, wird beneidet und steht über der Masse. Da schwillt manch einem der Kamm und er fühlt sich als Hahn im Korb, wenn dann auch noch die Mädels ihn (sein Geld) so toll finden.
patecuco
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