Verpflichtungserklärung und Krankenvrsicherung.

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Verpflichtungserklärung und Krankenvrsicherung.

Beitragvon ikarus72 » Fr 5. Jan 2018, 12:56

Hallo zusammen, ich hätte mal wieder eine Frage an die Fachleute hier. Meine Frau und ich wollen eine entfernte Verwandte meiner Frau aus Brasilien nach Deutschland einladen. Heute war ich bei der Ausländerbehörde und habe mir die Verpflichtungserklärung abgeholt. Auf dem mir übergebenen Merkblatt zur Verpflichtungserklärung Tand der Hinweis, dass man für die Krankheitskosten seines Besuches aufkommen muss und dass zum Abschluss einer Krankenversicherung geraten wird. Dann kam noch der Hinweis, dass man für die Kosten aufkommen muss, die von einer Krankenversicherung nicht abgedeckt werden und für ggf. anfallende Abschiebekosten.
Meine Frage ist nun, ob mir jemand hier eine Krankenversicherung empfehlen kann, die alle Kosten abdeckt und ich ruhig schlafen kann. Es bringt mir ja nichts, wenn ich eine vermeindlich günstige Versicherung abschließe. die aber im Krankheitsfall nicht alles abdeckt. Ich denke da mal an einen Krankenhausaufenthalt, der schnell teuer werden kann. Ach ja, Ziel ist, dass unser Besuch nicht nur die drei Monate bleibt, sondern deutlich länger (dann logischer weise nicht mehr als Besucher). Also die Versicherung müsste dann auch für längere Zeit taugen. Wie kann man sich denn gegen die Abschiebkosten absichern? Gibt's da auch z.B. n Haftplichtversicherung für??

Vorab vielen Dank für eure Antworten.
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Re: Verpflichtungserklärung und Krankenvrsicherung.

Beitragvon cabof » Fr 5. Jan 2018, 13:20

Hallo - keinen Kopp machen. Warum soll denn der Besuch abgeschoben werden? Da muss aber schon was schweres vorfallen mit Fluchtgefahr und so.... ansonsten bekommt man eine Aufforderung in x-Tagen das Land zu verlassen, dann ist praktisch nur das Rückflugticket fällig.

Warum eine Verpflichtungserklärung?

Einreise als Tourist und nach 3 Monaten eine Verlängerung beantragen, KV sollte man schon haben da bieten sich zB Hanse-Merkur, Würzburger oder die
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Eine Abschiebekostenübernahmeversicherung ist mir nicht bekannt.
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Re: Verpflichtungserklärung und Krankenvrsicherung.

Beitragvon GatoBahia » Fr 5. Jan 2018, 17:08

Wenn du diese Erklärung unterschreibst kaufe dir bitte jetzt den Strick, du wirst ihn dir später nich mehr leisten können :shock:
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Re: Verpflichtungserklärung und Krankenvrsicherung.

Beitragvon ikarus72 » Fr 5. Jan 2018, 17:27

Ich hoffe das mit dem Strick ist ironisch gemeint. Sorry, wenn ich das nicht alles so locker sehen kann. Bin eben vorsichtig.
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Re: Verpflichtungserklärung und Krankenvrsicherung.

Beitragvon GatoBahia » Fr 5. Jan 2018, 17:41

ikarus72 hat geschrieben:Ich hoffe das mit dem Strick ist ironisch gemeint. Sorry, wenn ich das nicht alles so locker sehen kann. Bin eben vorsichtig.

Leider nicht, ich habe das alles schon durch :shock: Iclusive einer Erpressung durch die nicht zur Ausreise wilige :idea: Mindestens an Kosten 10.000 € :twisted:
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Re: Verpflichtungserklärung und Krankenvrsicherung.

Beitragvon ikarus72 » Fr 5. Jan 2018, 17:50

Das ist eine Verwandte meiner Frau, also von der Seite befürchte ich nichts. Ich hab nur Sorgen, dass z.B bei einem nötigen Krankenhausaufenthalt, der ja schnell teuer werden kann, nicht alle Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.
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Re: Verpflichtungserklärung und Krankenvrsicherung.

Beitragvon moni2510 » Fr 5. Jan 2018, 18:41

Mach es einfach nicht... ich bereue es bis heute, sowas jemals für eine Person gemacht zu haben.

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Re: Verpflichtungserklärung und Krankenvrsicherung.

Beitragvon MESSENGER08 » Fr 5. Jan 2018, 19:03

Brasilianer können visafrei nach Deutschland und Alle Schengenläder für 90 Tage als Touristen einreisen. Also besteht gar kein Anlass überhaupt an eine Verpflichtungserklärung zu denken. Davon kann man nur abraten.

Ausserdem sind Brasilianer die in die EU Staaten reisen auch verpflichtet eine EU-weite krankenversicherung abgeschlossen zu haben, die wenigstens EUR 35.000,- abdeckt. Entweder besorgt sie sich die schon in BRA oder über Euch in Deutschland, als s.g. INCOMING Versicherung.

Wichtig ist auch das sie dann direkt von BRA nach Deutschland fliegt und nicht über Portugal, Spanien oder Holland. Besonders wenn die Dame alleine reisen sollte, kommt es in diesen Ländern sehr häufig zu Porblemen. Dort wird auch viel schärfer darauf geachtet ob die Krankenversicherung vorliegt, und ob die Reisende über genügend finanzielle Mittel verfügt um den gewünschten Aufenthaltszeitraum zu finanzieren, etc. etc... :oops:

:cool:
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Re: Verpflichtungserklärung und Krankenvrsicherung.

Beitragvon ikarus72 » Fr 5. Jan 2018, 19:20

Ich habe mit meiner Frau darüber gesprochen. Sie hat Angst, dass wir ohne Verpflichtungserklärung nach Ablauf der drei Monate Probleme bekommen, den Besuch hier zu behalten. Dann für ein Jahr Deutschkurs. Wie gesagt... Ziel ist es, dass die Junge Frau etwas länger bei uns bleibt. Hat meine Frau da berechtigte Sorgen??? Bräuchte unser Besuch für die Verlängerung um ein weiteres Jahr (also nach Ablauf der drei Monate) nicht eh einen Nachweis, dass der Lebensunterhalt gesichert ist? Wie sieht der denn aus? Spätestens da müsste ich doch so eine Verpflichtungserklärung abgeben, oder?
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Re: Verpflichtungserklärung und Krankenvrsicherung.

Beitragvon brasilharry » Fr 5. Jan 2018, 19:25

Wie schon beschrieben, eine Verpflichtungserklärung ist nicht nötig und würde ich auch nicht unterschreiben. Hoffe, der Aufenthalt über 3 Monate hinaus soll legal sein, sonst wäre das Risiko bei einer Verpflichtungserklärung überhaupt nicht mehr überschaubar. Wer hat dir denn erzählt, dass sie eine Verpflichtungserklärung braucht? Die wird nur aus Ländern benötigt, wo vorher ein Visa beantragt werden muss, dazu gehört Brasilien nicht.

Zur Einreise und den sonstigen Voraussetzungen gibts genügend Infos hier. Krankenversicherungen hat cabof schon genannt, die unterscheiden sich nur minimal, z.B. in der Selbstbeteiligung. Warum hast du denn solche Angst, dass die Frau ins Krankenhaus muss? Du solltest dir darüber im klaren sein, dass die incoming Versicherung nur akute und unvorhersehbare Krankheiten absichert. Wenn deine Bekannte hier her kommt um sich gesundheitlich zu sanieren oder schon kränklich ist, dann wird das nichts. Da hilft dir keine der genannten Versicherungen. Was du noch machen kannst, ist eine Reiserücktrittskosten, bzw. Reiseabbruchversicherung für sie abzuschliessen. Das geht auch für Ausländer. In diesem Falle kannst du bei unvorhersehbaren Ereignissen den (Rück-)Flug umbuchen, so dass sie schnell zurück nach Brasilien kommt ohne zusätzliche Kosten.
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