Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon cabof » Sa 7. Mai 2016, 00:43

Nein, in Köln braucht es keinen "vereidigten" Übersetzer beim Standesamt, in anderen Instanzen schon. Habe das mehrmals durchgezogen (über die Jahre) und auch auf Behördengängen genügte es immer einen "Sprachkundigen" dabei zu haben. Wenn die Sache juristisch belangt ist, dann empfehle ich div. portg. Anwälte/Notare und ziehe mich zurück. Ich maße mich nicht an, gebe auch keine Empfehlungen, helfe einfach nur bis Punkt X - die Entscheidungsfindungen überlasse ich den BR`s. Betreue im Moment ein Hartz IV Problem... komme nicht weiter, nächste Woche ist ein Gespräch mit einem Sozialanwalt angesagt. Bin hier nicht der Übervater, ziehe keine
finanziellen Vorteile - einfach nur menschliche Hilfe für BR`s die etwas verloren sind. DA und HIER sage ich nur.... ich betonne es - sind Mädels oder auch Frauen im fortgeschrittenen Alter die von DE Männern doof gehalten wurden, fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel wenn es nicht mehr klappt. Da braucht man nicht mit dem Finger auf "Latinos" zu zeigen.... es gibt auch DE die ganz schön die Partnerin leimen.... bis hin zum 5stelligen Euro-Betrag. Spreche hier nur aus meiner BR Turma...
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon chris0211 » Mo 9. Mai 2016, 08:07

Hallo zusammen und lieben Dank für eure Antworten.

Ich habe in den letzten Tagen viel telefoniert und die gesamte Prozedur schaut nach den Aussagen des Standesamtes und des Ausländeramtes wie folgt aus. Evt. könnt ihr mir das ganze ja bestätigen:

Standesamt:
Alle nötigen Dokumente dürfen an dem Tag, an dem man den Termin zur Eheschließung beim Standesamt vereinbart nicht älter als 6 Monate sein. Sollte der Termin der Hochzeit dann auf ein Datum gelegt werden welches weit nach Ablauf der Gültigkeit der Dokumente liegt, ist dies kein Problem mehr. Vor Terminvereinbarung müssen alle Dokumente:

- von der deutschen Auslandsvertretung in Brasilien legitimiert werden
- von einem anerkannten Übersetze in Deutschland übersetzt werden
- beim Standesamt eingereicht und die Ehefähigkeit des zukünftigen Ehepartners vom OLG geprüft werden

Ausländerbehörde
Laut Ausländerbehörde hat meine Frau nach der Eheschließung 90 Tage Zeit einen Deutschkurs zu absolvieren. Auf die Nachfrage was denn geschehen würde, wenn der Deutschkurs erst 60 Tage nach Eheschließung beginnen würde sagte man mir, dass die Anmeldung zu einem Deutschkurs bei Visumsbeantragung dann auch erst einmal reichen würde. Ich denke dieser weg ist nicht gewünscht, aber mit Nachdruck möglich.

Natürlich werden wir zusehen, dass meine Zukünftige schon vorher deutsch lernt. Sie belegt auch bereits einen Kurs, aber 1x in der Woche, dass reicht einfach nicht aus. Und mehr ist aus beruflichen Gründen einfach nicht drin. Ich lerne ebenfalls viel mit ihr. Aber ein Lehrer bin ich nicht. Daher versuchen wir die Grundlage in Brasilien zu schaffen um ihr den Einstieg in einen Kurs in Deutschland so einfach wie möglich zu machen.

Viele Grüße

Chris

P.S.
Einen Dolmetscher für die Trauung werden wir so oder so hinzuziehen (wollen). Denn es wird Familie meiner Frau zur Trauung anreisen, und wir halten es einfach für eine gute Idee. So verstehen sie die Trauung auch ;-)
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon DerBer » Mo 9. Mai 2016, 09:28

Whow ist das echt noch so kompliziert? Ich hab gedacht nachdem man Millionen einfach so über die Grenze gelassen hat und denen alles kostenlos zur Verfügung stellt das sich auch hier was geändert hat. :twisted:

Macht euch keine Sorgen wegen der Sprache. Die vom Standesamt interessiert das ganze nicht so sehr. Die wollen nur ein sicheres Gefühl haben
das deine Zukünftige versteht das sie dort heiratet und es nicht um den Kauf einer Waschmaschine geht. Dazu langt je nach Beamten auch eine
Privatperson als Übersetzer. Wir hatten jedoch einen richtigen Dolmetscher da direkt im Anschluss an die Termine noch andere Dinge erledigt
werden mussten.
Die ersten die nach den Sprachkentnissen gefragt hatten war das Ausländeramt. Und die Beamten bei uns sind froh wenn sie "nachweisbare"
Sprachkentnisse in Form von Zertifikaten vom Goethe Institut oder einem anderen anerkannten Institut haben. Solange das kein B2 und höher
ist muss sie ohnehin den Sprachkurs machen. Ich habe es auch schon erlebt das Sie nicht mal Guten Tag sagen konnte beim Termin im Auländeramt.
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon chris0211 » Mo 9. Mai 2016, 09:41

Ja, es scheint leider noch so kompliziert zu sein. Mir persönlich geht das mit dem Deutschtest gegen den Strich. Denn meine zukünftige hat tatsächlich durch Ihren Job so wenig Freizeit, dass sie es gerade 1x die Woche zum Deutschkurs schafft. Und das ist einfach zu wenig.

Hier könnte sie, da sie geplant im ersten Jahr eh nicht arbeiten wird (ohne deutsch ja schwierig) direkt mit einem Kurs einsteigen der 5x die Woche stattfindet. Das halte ich einfach für effektiver. Und ich verstehe nicht, warum einem da solche Hürden in den Weg gelegt werden.
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon DerBer » Mo 9. Mai 2016, 10:12

chris0211 hat geschrieben:Ja, es scheint leider noch so kompliziert zu sein. Mir persönlich geht das mit dem Deutschtest gegen den Strich. Denn meine zukünftige hat tatsächlich durch Ihren Job so wenig Freizeit, dass sie es gerade 1x die Woche zum Deutschkurs schafft. Und das ist einfach zu wenig.

Hier könnte sie, da sie geplant im ersten Jahr eh nicht arbeiten wird (ohne deutsch ja schwierig) direkt mit einem Kurs einsteigen der 5x die Woche stattfindet. Das halte ich einfach für effektiver. Und ich verstehe nicht, warum einem da solche Hürden in den Weg gelegt werden.


Hey immer locker. Meiner Frau hat es rein behördlich NULL gebracht das sie A1 hatte als sie hier angekommen ist. Wie gesagt eine bekannte
von uns hatte gar nix und musste auch nur zum gleichen Kurs wie meine Frau. Was ich dir aber sagen kann ist das das Niveau des Sprachkurs/Integrationskurs extrem niedrig ist. Die wenigsten die dort waren wollten auch die Sprache lernen. Am besten ist ihr sprecht daheim
nur noch deutsch. So haben wir das gemacht und es hat auch super geklappt.

Und ja es wird schwer schwer in der Zeit einen Job zu finden. Zumal ihr auch die Ausbildung/Studium oder so noch anerkennen lassen solltet
(google -> anabin). Auch da vorher anfragen welche Dokumente nötig sind.

Und auch dran denken die Ehe im Konsulat eintragen zu lassen (Termin machen) und auch neue Ausweise mit neuem Namen holen. Das ganze mit dem Ausländeramt abstimmen dass man das vor dem eAT macht, da der frische eAT sonst gleich wieder ungültig wird wenn ein neuer Reisepass vorliegt.
(erneute Kosten)
Und auch die Sache mit der Wahlpflicht im Konsulat regeln.

Macht euch auch mal über eine Vorsorgevollmacht Gedanken am besten sich mal mit einem Notar beraten.
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon angrense » Mo 9. Mai 2016, 11:58

chris0211 hat geschrieben:Hallo zusammen und lieben Dank für eure Antworten.

Ich habe in den letzten Tagen viel telefoniert und die gesamte Prozedur schaut nach den Aussagen des Standesamtes und des Ausländeramtes wie folgt aus. Evt. könnt ihr mir das ganze ja bestätigen:

Standesamt:
Alle nötigen Dokumente dürfen an dem Tag, an dem man den Termin zur Eheschließung beim Standesamt vereinbart nicht älter als 6 Monate sein. Sollte der Termin der Hochzeit dann auf ein Datum gelegt werden welches weit nach Ablauf der Gültigkeit der Dokumente liegt, ist dies kein Problem mehr. Vor Terminvereinbarung müssen alle Dokumente:

- von der deutschen Auslandsvertretung in Brasilien legitimiert werden
- von einem anerkannten Übersetze in Deutschland übersetzt werden
- beim Standesamt eingereicht und die Ehefähigkeit des zukünftigen Ehepartners vom OLG geprüft werden

Ausländerbehörde
Laut Ausländerbehörde hat meine Frau nach der Eheschließung 90 Tage Zeit einen Deutschkurs zu absolvieren. Auf die Nachfrage was denn geschehen würde, wenn der Deutschkurs erst 60 Tage nach Eheschließung beginnen würde sagte man mir, dass die Anmeldung zu einem Deutschkurs bei Visumsbeantragung dann auch erst einmal reichen würde. Ich denke dieser weg ist nicht gewünscht, aber mit Nachdruck möglich.

Natürlich werden wir zusehen, dass meine Zukünftige schon vorher deutsch lernt. Sie belegt auch bereits einen Kurs, aber 1x in der Woche, dass reicht einfach nicht aus. Und mehr ist aus beruflichen Gründen einfach nicht drin. Ich lerne ebenfalls viel mit ihr. Aber ein Lehrer bin ich nicht. Daher versuchen wir die Grundlage in Brasilien zu schaffen um ihr den Einstieg in einen Kurs in Deutschland so einfach wie möglich zu machen.


Viele Grüße

Chris

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Einen Dolmetscher für die Trauung werden wir so oder so hinzuziehen (wollen). Denn es wird Familie meiner Frau zur Trauung anreisen, und wir halten es einfach für eine gute Idee. So verstehen sie die Trauung auch ;-)


aufgrund all dieser schwierigkeiten in DE haben wir dann in Dänemark geheiratet und danach die trauung ins DE un BR register eintragen lassen. und ob deine zukünftige dann nach 60, 90 oder erst nach 6 monaten zum kurs geht ist dann egal. abschieben können sie deine ehefrau nicht mehr! :idea:
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon chris0211 » Mo 9. Mai 2016, 13:25

warum werde Unterschiede gemacht? ich sag mal so, verheiratet ist doch verheiratet, oder nicht? wenn ich einmal verheiratet bin, sollte eine Ausweisung meiner Frau doch so oder so recht schwierig sein, oder nicht?
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon GatoBahia » Mo 9. Mai 2016, 13:54

chris0211 hat geschrieben:warum werde Unterschiede gemacht? ich sag mal so, verheiratet ist doch verheiratet, oder nicht? wenn ich einmal verheiratet bin, sollte eine Ausweisung meiner Frau doch so oder so recht schwierig sein, oder nicht?


Die Ausländerbehörde spielt sich da ein wenig auf, sie sind ganz einfach sackig das sie in dem Fall einer Eheschließung mit einem ausländischen Partner kein Mitspracherecht haben :idea:
(Kind mit einem ausländischen Elternteil mögen sie auch ganz besonders :cool: )

Mir persöhnlich ist nur ein! Fall bekannt wo man nach drei Jahren die Niederlassungserlaubnis wegen fehlender Sprachkenntnisse verweigert hat. Das Mädel lässt jetzt eben aller zwei Jahre ihre Aufenthaltserlaubnis neu stempeln :idea: Is dann eben Pech für den ollen Goethe :lol:

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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon angrense » Mo 9. Mai 2016, 17:41

chris0211 hat geschrieben:warum werde Unterschiede gemacht? ich sag mal so, verheiratet ist doch verheiratet, oder nicht? wenn ich einmal verheiratet bin, sollte eine Ausweisung meiner Frau doch so oder so recht schwierig sein, oder nicht?


ja das schon.... allerdings sind die dokumente für eine heirat in DK wesentlich übersichtlicher und leichter zu beschaffen! :idea:
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon GatoBahia » Mo 9. Mai 2016, 18:13

angrense hat geschrieben:
chris0211 hat geschrieben:warum werde Unterschiede gemacht? ich sag mal so, verheiratet ist doch verheiratet, oder nicht? wenn ich einmal verheiratet bin, sollte eine Ausweisung meiner Frau doch so oder so recht schwierig sein, oder nicht?


ja das schon.... allerdings sind die dokumente für eine heirat in DK wesentlich übersichtlicher und leichter zu beschaffen! :idea:


Ich seh den Unterschied nicht, ich bekomme eine Liste und arbeite die ab :?: Wenn die doofe Nuss von einer Verlobten ihre Zweitschrift der Geburtsurkunde nicht falsch gefalzt ständig mit sich rum geschleppt hätte wäre ich jetzt schon an den Herd gekettet :!:

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