Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon angrense » Mo 6. Jun 2016, 12:12

chris0211 hat geschrieben:
Staatsangehörige Australiens, Brasiliens, El Salvadors, Israels, Japans, Kanadas, Neuseelands, Südkoreas und der Vereinigten Staaten von Amerika können die erforderliche Aufenthaltsgenehmigung auch nach der Einreise einholen.


Zitat von der Webseite des Auswärtigen Amtes. Die Behörden scheinen selbst etwas überfordert zu sein was die Regelungen betrifft. Denn meine Zukünftige benötigt schlicht und ergreifend kein Heiratsvisum und Fertig.

Man man :-)


ganz offiziell braucht sie das heiratsvisum, wenn sie in DE heiraten willst. du mußt es halt schaffen in 3 monaten zu heiraten. bei der einreise bloß nix von heiraten sagen, sonst könnte es u.u. probleme geben! :idea:
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon cabof » Di 7. Jun 2016, 13:41

Wenn man mit einem sog. "Heiratsvisum" einreist, braucht man nichts zu sagen - die Sache ist klar. Einfacher ist es aber als Turi einreisen und dann hier den Kram erledigen, reichen die 90 Tage nicht, verlängern. Komplex... weiterführende Hinweise habe ich hier gefunden...

http://www.mth-partner.de/auslaenderrecht-anwalt/auslanderrecht-das-heiratsvisum-und-der-ehegattennachzug-zu-deutschen/
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon Colono » Di 7. Jun 2016, 15:27

Jawohl Cabof,

besser als in dem von dir zitierten Link kann man es nicht formulieren. Leider will man das manchmal in Deutschland nicht so recht kapieren. Man versucht dieses wichtige Grundrecht seitens der Bundes- und Landesregierung seit geraumer Zeit aufzuweichen. Vor einigen Jahren war es der Zwangsaidstest, heute ist es der Deutschnachweis. Vielleicht kommt irgendwann der Fahneneid. Es braucht halt immer eine gewisse Zeit bis man Einsieht dass solche Vorschriften die der Freizūgigkeit, Selbstbestimmungsrecht, Recht auf Familie und Diskriminierungsverbot entgegenstehen nicht zu einem Rechtstaat passen. Eher in einen Rechtsstaat gehören.

Da einer der Ehepartner Deutscher ist, ist zu beachten, dass Artikel 6 GG (Schutz von Ehe und Familie) gegenüber dem deutschen Staatsangehörigen eine besondere Wirkung entfaltet.
Dem deutschen Staatsangehörigen soll es somit grundsätzlich nicht verwehrt werden, seine Ehe- und Familiengemeinschaft in Deutschland zu führen.
Es besteht daher für den nachziehenden Ausländer ein gesetzlicher Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis, sofern der deutsche Ehegatte seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hat und die weiteren Zuzugsvoraussetzungen vorliegen.
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon cabof » Di 7. Jun 2016, 17:39

Colono.... was hier in DE abgeht... ich lese nicht die gesamte Presse.... Köln reicht mir, das wäre schon ein Grund zur Auswanderung.
Ziehe nur mal ein kurzes Fazit... da war die Brasileira ein paar Tage über den 90 erlaubten.... Abschiebung! Heute gelesen, ein Nafri ist
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon GatoBahia » Di 7. Jun 2016, 17:51

cabof hat geschrieben:Colono.... was hier in DE abgeht... ich lese nicht die gesamte Presse.... Köln reicht mir, das wäre schon ein Grund zur Auswanderung.
Ziehe nur mal ein kurzes Fazit... da war die Brasileira ein paar Tage über den 90 erlaubten.... Abschiebung! Heute gelesen, ein Nafri ist
30 x polizeilich aufgefallen... Daten aufgenommen und wieder laufen gelassen.... Gesetzgebung BRD und Übervater EU Brüssel - das sprengt
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Hatte ich heut ja auch schon mal angedeutet, das deutsche Ausländerrecht ist purer selektiver Rassismus gewürzt mit einer heftigen Priese an Willkür. Die abgeschobene Brasileira steht jetzt wohl für etliche Flugziele auf eine no-fly Liste :idea:

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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon angrense » Di 7. Jun 2016, 18:23

cabof hat geschrieben:Colono.... was hier in DE abgeht... ich lese nicht die gesamte Presse.... Köln reicht mir, das wäre schon ein Grund zur Auswanderung.
Ziehe nur mal ein kurzes Fazit... da war die Brasileira ein paar Tage über den 90 erlaubten.... Abschiebung! Heute gelesen, ein Nafri ist
30 x polizeilich aufgefallen... Daten aufgenommen und wieder laufen gelassen.... Gesetzgebung BRD und Übervater EU Brüssel - das sprengt
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der thread läuft aber hier aus dem ruder! du bist schon wieder offtopic! [-X
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon GatoBahia » Di 7. Jun 2016, 18:35

:roll: :roll: :roll: :roll: :shock: #-o

Gato :lol:
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon cabof » Di 7. Jun 2016, 19:15

Für wahr - es läuft mal wieder aus dem Ruder, wie fast alle Freds hier, Unterschied... ich habe mich mitziehen lassen, sorry - kommt nicht wieder vor.

Tenho que manter minha postura... boa noite.
Cabof
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon GatoBahia » Di 7. Jun 2016, 19:25

Zum Abschluss: Katerchen sein spezieller Sürftip!

https://www.stadt-zuerich.ch/prd/de/index/bevoelkerungsamt/FriedhofForum.html

"Das Friedhof Forum ist das erste Schweizer Kultur- und Servicezentrum zu Sterben, Tod, Bestatten, Trauern."

Gato :shock:
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon chris0211 » Do 9. Jun 2016, 08:10

Ihr könnt euch ja gar nicht vorstellen in wie fern mit das alles Kopfschmerzen bereitet. Wir gehen nun wie folgt vor:

1. Dokumente besorgen (alle nicht älter als 6 Monate zum Tag der Anmeldung der Eheschließung)

- Beglaubigte Kopie Reisepass (machen wir in GER)
- Wohnsitzbescheinigung (certificado de residência) vom Notar
- Einkommensnachweis (comprovante de renda)
- Geburtsurkunde (certidão de nascimento)
- Ledigkeitsbescheinigung (certidão de estado de civil)

(Aufgrund einer Vorehe mit einem Brasilianer)
- Eheurkunde mit Auflösungsvermerk (certidão de casamento com averbação do divórcio)
- Scheidungsurteil (sentença de divórcio)
- Anschrift des Ex-Ehegatten (wie dämlich)

Diese Dokumente wird meine zukünftige bei der deutschen Botschaft in BRA authentifizieren lassen und bei Ihrem nächsten Besuch mit nach Deutschland bringen. Ich werde die Dokumente dann hier von einem zugelassenen Übersetzer übersetzen lassen und beim Standesamt zur Anmeldung der Eheschließung einreichen (mitsamt Vollmacht meiner zukünftigen, dass ich die Anmeldung für die Vornehmen kann). Zudem muss sie auch vor dem Standesamt an Eides statt erklären, dass keine Ehehindernisse bestehen.

Wenn dann nun alles durch ist und keine Gründe gegen die Hochzeit sprechen, wird Sie einen Monat vor Eheschließung als Tourist einreisen (sofern es dann keine Probleme mit der Einreiche gibt, weil unser Bundespolizei unter Umständen weiß, dass ein Termin zu Eheschließung ansteht. Aber ich glaube das Prfen die bei der Einreise ja nicht. Grund ist einfach: Urlaub) Wir werden dann hier heiraten. Nach der Eheschließung stelle ich das Ausländeramt vor vollendete Tatsachen und beantrage einen Aufenthaltsgenehmigung zumindest vorläufig, damit sie hier ihren Deutschkurs machen kann.

Ich hoffe das geht alles gut :-)

Grüße

Chris
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