Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon chris0211 » Di 3. Mai 2016, 21:33

Hallo zusammen,

meine Verlobte und ich wollen im nächsten Jahr hier in Deutschland heiraten. Nun herrscht bei uns etwas Verwirrung was den Nachweis der deutschen Sprache betrifft. Zwar belegt sie einen Deutschkurs in Brasilien (sie lebt noch dort), aber geplant war eigentlich, dass wir heiraten und die den Deutschkurs dann hier in Deutschland belegt.

Nun hatte ich schon viel über das Thema gelesen und war mir schon fast zu 100% sicher, dass meine Verlobte den Test nach A1 vor der Eheschließung, bzw. zur Beantragung der Aufenthaltsgenehmigung nachweisen muss. Dann hatte ich im Internet aber gelesen, dass die Sprachkenntnisse erst für die Dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bzw. Niederlassungsgenehmigung nach 3 Jahren nachgewiesen werden müssen. Dies hatte ich dann auch einen Rechtsanwalt gefragt, der dies so bestätigte.

Allerdings lese ich so viel über die Sprachvoraussetzungen zur Eheschließung, dass ich mir hier doch unsicher bin. Könnt ihr mir evtl. weiterhelfen?

Danke und viele Grüße

Chris
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon angrense » Mi 4. Mai 2016, 00:16

oi chris,

wenn ihr auf einem deutschen standesamt heiraten möchtet muß sie sich auf einfache weise auf deutsch unterhalten können. ansonsten verlangt das standesamt die hinzuziehung eines dolmetschers. nach der heirat in DE kannst du einen aufenthaltstitel für deine frau beantragen. sie bekommt dann von der AB ein papier zur "verpflichtung eines integrationskurs". das heißt dann sie muß einen a1 kurs belegen. meist wird der aufenthaltstitel dann nur für 1 jahr ausgestellt und muß jährlich verlängert werden wenn das a1 zertifikat nicht erreicht wurde. a1 ist dann auch grundvoraussetzung für die niederlassungserlaubnis nach 3 jahren. hat sie den a1 kurs dann immer noch nicht erfolgreich absolviert geht es weiter mit aufenthalstitel für 1-2 jahre!
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon chris0211 » Mi 4. Mai 2016, 21:17

Hallo,

lieben dank für die Info! Das hilft schon mal weiter. Gibt es da auch etwas offizielles zu wo man das noch mal nachlesen oder erfragen kann?

Vielen Dank und viele Grüße

Chris
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon angrense » Do 5. Mai 2016, 15:40

mein statement basiert auf rein persönlicher erfahrung.
wenn du rechtskräftige infos benötigst, dann mußt du bei deinem standesamt und bei der hiesigen AB nachfragen. :idea:

ps: hier noch was offizielles zum thema integrationskurs:
http://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/Integrationskurse/TeilnahmeKosten/Aufenthaltstitel_nach/aufenthaltstitel_nach-node.html
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon chris0211 » Fr 6. Mai 2016, 11:00

Dankeschön! Am Montag werde ich mal beim Ausländeramt hier in Düsseldorf anrufen. Mal sehen was die so sagen :-)
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon angrense » Fr 6. Mai 2016, 12:57

erfahrungsgemäß wirst du am telefon eher abgewimmelt. persönliches vorsprechen ist immer besser! :idea:
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon GatoBahia » Fr 6. Mai 2016, 13:11

Bei binationalen Ehen die Trauung eigentlich immer mit Dolmetscher, bringt dir nichts wenn die Ehe irgendwann infrage gestellt wird (Kinder?!). Zumindest macht es sich bei der Scheidung gut wenn die Ehe nicht gleich komplett angefochten wird :shock:

Gato :idea:
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon BrasilJaneiro » Fr 6. Mai 2016, 20:01

chris0211 hat geschrieben:Hallo zusammen,

meine Verlobte und ich wollen im nächsten Jahr hier in Deutschland heiraten. Nun herrscht bei uns etwas Verwirrung was den Nachweis der deutschen Sprache betrifft. Zwar belegt sie einen Deutschkurs in Brasilien (sie lebt noch dort), aber geplant war eigentlich, dass wir heiraten und die den Deutschkurs dann hier in Deutschland belegt.

Nun hatte ich schon viel über das Thema gelesen und war mir schon fast zu 100% sicher, dass meine Verlobte den Test nach A1 vor der Eheschließung, bzw. zur Beantragung der Aufenthaltsgenehmigung nachweisen muss. Dann hatte ich im Internet aber gelesen, dass die Sprachkenntnisse erst für die Dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bzw. Niederlassungsgenehmigung nach 3 Jahren nachgewiesen werden müssen. Dies hatte ich dann auch einen Rechtsanwalt gefragt, der dies so bestätigte.

Allerdings lese ich so viel über die Sprachvoraussetzungen zur Eheschließung, dass ich mir hier doch unsicher bin. Könnt ihr mir evtl. weiterhelfen?

Danke und viele Grüße

Chris


Die Deutschkenntnisse können auch vor Ort getestet werden. Dazu musst du Kontakt mit dem Leiter der Ausländerbehörde aufnehmen. Heiraten in Deutschland ist komplizierte als in Brasilien. Da hatte ich schon detaillierter in einen anderen Strang vor 5 Jahren geschrieben. Da die Ausländerbehörde mit der FickiFicki Einwanderung zu überfordert ist, würde ich dir raten, in Brasilien zu heiraten und damit die Ausländerbehörde vor vollendeten Tatsachen zu stellen. Dann ist das deine Frau, du meldest sie beim Einwohnermeldeamt an und anschließend bei der Ausländerbehörde.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon cabof » Fr 6. Mai 2016, 22:49

Sehe ich nicht so. Ehe bedeutet hüben wir drüben Papierkram. Das Mädel was hier geheiratet hat stand mitten im VHS Sprachkurs, ohne Abschluss - ich habe mich bei der Standesbeamtin als Trauzeuge und Übersetzer vorgestellt. Übersetzer wäre nicht nötig, im Vorgespräch mit der Braut meinte sie, Deutschkenntnisse ausreichend,
auch ohne Abschluss. In Köln alles easy.
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Re: Verwirrung über Nachweis der Deutschkenntnisse

Beitragvon angrense » Fr 6. Mai 2016, 22:57

cabof hat geschrieben:Sehe ich nicht so. Ehe bedeutet hüben wir drüben Papierkram. Das Mädel was hier geheiratet hat stand mitten im VHS Sprachkurs, ohne Abschluss - ich habe mich bei der Standesbeamtin als Trauzeuge und Übersetzer vorgestellt. Übersetzer wäre nicht nötig, im Vorgespräch mit der Braut meinte sie, Deutschkenntnisse ausreichend,
auch ohne Abschluss. In Köln alles easy.


sorry, aber der dolmetscher muß ein beeidigter übersetzer sein. hätte in deinem falle nix gebracht! :idea:

ps: deswegen sagte ich ja "auf einfachste weise auf deutsch unterhalten" ... sorry, aber ist nicht nur in köln so. damit du wieder runter kommst! :mrgreen:
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