Botschaftsflüchtling hat geschrieben:
fortale hat geschrieben:
Bist Du gerade aus der Kneipe gekommen? So ein Geschwafel ohne Hand und Fuss, das hilft nun wirklich niemanden.
Mach mal halblang, Erich
Was @fortale geschrieben hat, birgt schon Substanz.
Ich habe 1995 auch eine Filiale für meine deutsche Muttergesellschaft gegründet. Da hat mein Vorstand auch nicht so einfach gesagt, gehe hin und Gründe. Wir sind zu einem spezialisierten Anwalt gegangen (der auch wusste, wo die gültigen Informationen stehen) und haben uns beraten lassen. Mit dem Konzept bin ich dann (zum x-mal) nach Brasilien gegangen, habe dort einen Anwalt und eine Fach-Sekretärin engagiert und dann die Firma Gründen lassen. Der Anwalt saß mit 1% mit drin und hat die Anmeldung gemacht, in der Zeit hat die Sekretärin die formale Arbeit gemacht und die Vorverträge für Büro, Bankkonto, Steuernummer, Telefon etc. gemacht, auch meine Wohnung und Auto besorgt, was alles nicht so einfach war. Als die Firma (eine Limitada, was sonst) dann so nach 3 Monaten vorläufig gegründet und eingetragen war, wurde alles auf die neue Firma umgeschrieben.
Während der ganzen Zeit hatte ich ein Arbeitsvisum, mit dem ich mich offiziell um unsere Kunde/Aufträge in Brasilien gekümmert habe. Anschließend irgendwann dann die Permanencia beantragt.
Ehrlich gesagt waren in der ganzen Phase die Höhe des Eigenkapitals, mein Visum etc. die geringeren Sorgen, für mich war es schwieriger, die Erwartungen, die man an die neue Firma in Form von Marktpräsenz, Umsatz, Kosten und Gewinn gesetzt hatte, zu realisieren. So leicht macht man in Brasilien nun auch nicht Geschäfte, die ganze Firmengründung war da nur zweitrangig, mit ein wenig Geld kann man da alle Nebenschauplätze erschlagen.
Gruß
Manfred
PS: wenn ich damals unsere Firmengründung hier im Forum diskutiert hätte, würde ich heute wahrscheinlich immer noch Briefe in der Postabteilung im Keller sortieren

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