Auto Bild hat mal nachgerechnet:
Zitat:
Kann ich den Gol selbst importieren?
Bis der Gol vor der heimischen Haustür steht, muss man 17.772 Euro zahlen. Das lohnt sich nicht.
Den Gol gibt es mit zwei Motorisierungen: Als 1.0 VHT Flex und als 1.6 VHT Flex. Das VHT steht für Volkswagen high torque und Flex für flexi fuel, also die Möglichkeit, Benzin und Ethanol sowie jegliche Mischung beider Stoffe zu fahren. Beide Saugmotoren erfüllen in etwa die Euro-4-Norm. Das brasilianische Messverfahren ähnelt dem deutschen, ist aber nicht identisch. Die Grundausstattung ist mager: kein ABS und ESP, keine Airbags, keine Servolenkung, keine E-Fenster, Radio oder andere Extras. Aber ein Reserverad. Brasilien hat 27 Bundesstaaten mit unterschiedlichen Steuergesetzen.
Im Schnitt liegen aber 35 Prozent Steuern auf jedem Fahrzeug, das dort vertrieben wird: Mehrwertsteuer, eine Art Industriesteuer und Zulassungssteuer. Stehen die Fahrzeuge beim Vertragshändler, sind bereits alle Steuern bezahlt, und der Händler kann sie vom brasilianischen Staat nicht zurückfordern.
Will man also einen Wagen aus Brasilien importieren, kommen folgende Kosten zusammen:
• Kaufpreis: Gol 1.6 (103 PS): 11.800 Euro
• Zollabwicklung Brasilien: 133 Euro
• See-Fracht: 537 Euro
• Fracht-Versicherung (1,5 % Kaufpreis): 177 Euro
• EU-Einfuhrzoll (10 %): 1265 Euro
• Entladekosten/Zollpapiere: 350 Euro
• Einfuhrumsatzsteuer: 2710 Euro
• Umrüstung, TÜV (gesch.): 800 Euro
• Endpreis: 17.772 Euro.
Ergebnis: Der Import auf eigene Faust lohnt sich nicht.
Aber wenn VW den Gol exportiert, kann es günstiger werden. Dieser Weg hat schon beim Fox geklappt.
http://www.autobild.de/artikel/erster-fahrbericht-vw-gol_738916.html