Wäre das auch hier möglich .

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Re: Wäre das auch hier möglich .

Beitragvon Itacare » Mo 7. Dez 2009, 22:28

Dann sollen die Muslims ihre Türmchen eben in München bauen.
Solange die nicht höher werden als der Frauendom, stört es keinen :mrgreen:
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Wäre das auch hier möglich .

Beitragvon Takeo » Mo 7. Dez 2009, 23:32

amarelina hat geschrieben:............@dimaew, ich habe eher den eindruck, dass das verbot aufgehoben werden könnte, wenigstens wird schon darüber diskutiert....

amarelina


Würdest Du Dich denn für Kirchtürme genauso einsetzten wie für Minarette???

Ich glaube es geht nicht um Minarette oder um Religionsfreiheit, es geht um Machtdemonstration und Presenz! Das sind alles kleine und feine Unterschiede. Die Räucherstäbchen der Hindus oder Synagogen der jüdischen Gemeinde haben bei weitem nicht den Symbolcharakter wie Minarette der Moslems.
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Re: Wäre das auch hier möglich .

Beitragvon Itacare » Di 8. Dez 2009, 00:05

Warum so verbissen?

Egal was gebaut wird, Wohnhäuser, Geschäftshäuser, Krankenhäuser, griechische Kirchen, jüdische Kirchen,....wir sind mit unseren Kranleistungen dabei.
Da wird man auch als „Ungläubiger“ ohne Hintergedanken zum Tee in die in die Moschee eingeladen. Alles ganz normale Menschen. Nicht jeder Österreicher heißt mit Vornamen Adolf.
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Re: Wäre das auch hier möglich .

Beitragvon dimaew » Di 8. Dez 2009, 00:19

Itacare hat geschrieben:Warum so verbissen?

Egal was gebaut wird, Wohnhäuser, Geschäftshäuser, Krankenhäuser, griechische Kirchen, jüdische Kirchen,....wir sind mit unseren Kranleistungen dabei.
Da wird man auch als „Ungläubiger“ ohne Hintergedanken zum Tee in die in die Moschee eingeladen. Alles ganz normale Menschen. Nicht jeder Österreicher heißt mit Vornamen Adolf.


Und zumindest in Deutschland gibt es, völlig egal was gebaut wird, ob Wohnhaus, Krankenhaus, Kirche, Kindergarten mindestens einen, der dagegen ist und sei es nur, um eben dagegen zu sein. Als Referandar hab ich 1987 drei Monate im Regierungspräsidium im "Baureferat" gearbeitet. Bis dahin war mir gar nicht bewusst, gegen was alles "Widerspruch" eingelegt werden kann :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Wäre das auch hier möglich .

Beitragvon Takeo » Di 8. Dez 2009, 00:58

Itacare hat geschrieben:Warum so verbissen?


Weil der Islam sich genau wie das Christemtum von vor 500 Jahren verhält. Jede Religion versucht zu bekehren, der Islam versucht seine Religion aufzuzwingen. Aber gut, vielleicht habt Ihr ja recht... is ja auch nicht mein Problem, die Minarette in der Schweiz...
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Re: Wäre das auch hier möglich .

Beitragvon dimaew » Di 8. Dez 2009, 01:10

Es ist schon richtig, Teile der islamischen Welt versuchen dem Rest der Welt ihr eigens Bild aufzudrängen. Ich denke, dagegen hat jedermann/frau das Recht sich zu wehren.
Aber wie immer und überall ist nicht alles Islamist, was eine Burka trägt oder einen langen Bart hat. Auch dort gibt es die gemäßigten Anhänger Mohameds, die für sich in Anspruch nehmen, nach ihrer Façon zu leben und dies anderen ebenfalls zugestehen. Nach meiner Ansicht sollte man diese "Mohamedaner" nicht nur nicht bekämpfen, sondern unterstützen. So wie sich das Christentum in weiten Bereichen fortentwickelt hat und noch fortentwickelt (irgendwann sind die Ewig-Gestrigen ja mal weg), entwickelt sich auch der Islam fort. Und da gilt es, diese Fortentwicklung in eine Bahn zu lenken, die ein Miteinander aller Menschen ermöglicht und kein gegeneinander fördert.
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Re: Wäre das auch hier möglich .

Beitragvon jorchinho » Di 8. Dez 2009, 01:37

Dimaew, muss ich dir komplett Recht geben.
War ein paar Mal in der Türkei als Urlauber, nach ein paar Tagen mit Einheimischen, die in den Touri-Zentren arbeiten, sehr gut klar gekommen. Die Folge war eine eine Einladung in entferntere Dörfer, wo sie herstammten und lebten. Einfache Häuser, kleines Dorf, aber mächtig viel Herzlichkeit und teilweise Staunen. Ein Ausländer besucht uns....
Einige Idioten gibt es überall, kommt aber auch drauf an, wie man sich selbst gibt und mit den jeweiligen Menschen umgeht. Respekt und nicht zu viel Neugier hilft oft weiter.
Und von den Türken, die ich dort kennengelernt habe, aber auch von anderen Gegenden können sich in vielen Ländern einige Leute etwas abgucken, was leider viele nicht mehr kennen: Freundlichkeit, reden und einfach zusammen leben...........geht doch heute kaum noch anders (übrigens, mein bester Kumpel ist Perser (kein Iraner, da besteht er drauf)......
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Re: Wäre das auch hier möglich .

Beitragvon Takeo » Di 8. Dez 2009, 02:11

wieso nicht zuviel 'Neugier'? Ich habe immer festgestellt, dass gerade die dusselige Neugier seitens Touris (meine!) bei Einheimischen besonders gut ankommt: wer, wieso, weshalb, warum... aber immer schön locker bleiben, wir sind ja schliesslich alles 'nur' Menschen... abstossend ist bei Touris eher dieses "im grunde weiss ich ja bescheid"... oder aber dieses übervorsichtige "bloss nichts falsch machen, bloss nichts falsches fragen"... die Einheimischen lachen sich oft über die blöden Tourifragen kaputt (meine!)... dabei kommt viel Spass, sehr viel Spass auf... allerdings kann ich fast nur von Lateinamerika berichten, wie es anderswo ist, weiss ich nicht...
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Re: Wäre das auch hier möglich .

Beitragvon amarelina » Di 8. Dez 2009, 07:07

Takeo hat geschrieben:
Würdest Du Dich denn für Kirchtürme genauso einsetzten wie für Minarette???

Ich glaube es geht nicht um Minarette oder um Religionsfreiheit, es geht um Machtdemonstration und Presenz! Das sind alles kleine und feine Unterschiede. Die Räucherstäbchen der Hindus oder Synagogen der jüdischen Gemeinde haben bei weitem nicht den Symbolcharakter wie Minarette der Moslems.


.............ich setze mich überhaupt nicht für minarette ein, wie käme ich dazu? ich glaube ich habe hier hinreichend auch schon in anderen threads klargemacht, dass ich persönlich mit religion nichts am hut habe.
aber das mit dem symbolcharakter hast du recht. so ein minarett-türmchen hat wirklich nur symbolcharakter, die moscheen sind ja deswegen nicht verboten und die religionsausübung auch nicht und wenn die bösen moslemischen obermuftis die Schweiz übernehmen wollten, dann hätten sie sicher andere möglichkeiten. sie könnten z.b. ihre viele milliarden geparkten dollars abzügeln, das würde dann den Schweizern wiederum nicht so passen.

vor ein paar tagen hat bundesrat Rudolf Merz in einem interview gesagt, der bundesrat hätte vielleicht im vorfeld darüber diskutieren müssen, ob diese initiative überhaupt zulässig war.
das hätten die sich früher überlegen sollen #-o

die Schweiz fährt sowieso ein extrazüglein in Europa und mit solchen aktionen stellen sie sich nur noch mehr ins abseits. insgesamt hat die ganze polemik der Schweiz weitaus mehr geschadet als genützt und wenn irgendwelche dummen niederländischen oder englischen rechtspopulisten die Schweiz für diese abstimmung loben, dann stinkt mir das gewaltig!

amarelina
"Wenn man sich mit einem langweiligen, unglücklichen Leben abfindet, weil man auf seine Mutter, seinen Vater, seinen Priester, irgendeinen Burschen im Fernsehen oder irgendeinen anderen Kerl gehört hat, der einem vorschreibt, wie man leben soll, dann hat man es verdient."
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Re: Wäre das auch hier möglich .

Beitragvon littlebee » Di 8. Dez 2009, 21:14

amarelina hat geschrieben:die Schweiz fährt sowieso ein extrazüglein in Europa und mit solchen aktionen stellen sie sich nur noch mehr ins abseits. insgesamt hat die ganze polemik der Schweiz weitaus mehr geschadet als genützt und wenn irgendwelche dummen niederländischen oder englischen rechtspopulisten die Schweiz für diese abstimmung loben, dann stinkt mir das gewaltig!
amarelina


Weißt Du, was mich daran am Meisten stört?

So eine Extra-Wurst ist die Schweizer-Geschichte garnicht, eher im Gegenteil- kaum hat dort mal jemand das Maul aufgemacht, kommen auf einmal auch in anderen Ländern die (Rechts-)Populisten aus den Löchern gekrochen, machen "Stimmung" und loten die Möglichkeiten aus.

Und dann geht es nicht mehr um eine sachliche Diskussion der Möglichkeiten, sondern nur noch um Stimmungsmache und alle (egal deutscher oder türkischer oder sonstwas Kulturverein etc.) sehen sich auf einmal gezwungen, eine Position zu ergreifen.

Und damit ist alles an erreichter "Integration" wieder auf 0 gesetzt egal, was man vorher "erarbeitet" hat und wie lange man vorher gut miteinander ausgekommen ist...
Ich habe das hier in meiner Umgebung mehrfach mitbekommen und es kotzt mich nur noch an!

Meiner Meinung nach gibt es für diese kirchlichen Dinge nur zwei Möglichkeiten- entweder alle haben die gleichen Rechte und Pflichten (und werden nach gleichen Kriterien kontrolliert) oder der jeweilige Staat legt im Vorfeld eine Staatsreligion fest und alle anderen müssen Sonderkonditionen vereinbaren/akzeptieren o.ä.

Liebe Grüße,
littlebee

PS @Takeo
Ich muss Dir zustimmen, denn auch in Europa habe ich noch nie schlechte Erfahrungen damit gemacht, interessiert nachzufragen :wink:
In China war es irgendwie nicht gerne gesehen, dass ich einen Hutong nicht nur besucht sondern auch fotografiert habe- vielleicht lag das aber "nur" daran, dass der einer Innnenstadt-Sanierung zum Opfer fallen sollte bzw. mittlerweile gefallen ist...
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