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 Betreff des Beitrags: Warum der Franke Werner Völkel der brasilianischen Urbevölke
BeitragVerfasst: 09 Mär 2007 14:29 
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Registriert: 30 Nov 2004 08:10
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Missionar, Manager und Ermutiger
Warum der Franke Werner Völkel der brasilianischen Urbevölkerung das Evangelium bringt

Für die indianische Urbevölkerung Brasiliens ist schon lange nichts mehr, wie es einmal war. Ihre Lebensgrundlage, der Tropenwald, ist vielerorts abgeholzt. Statt Fallenstellen und Spurensuchen beschäftigen sie sich heute mit ihrer Stereoanlage und dem monatlichen Lebensmittelpaket der Regierung. Oft genug werden sie allerdings von skrupellosen Geschäftemachern ausgebeutet. Galten christliche Missionare früher häufig als Kulturzerstörer, so sind sie heute für manchen Indianerstamm die letzte Hoffnung. Werner Völkel (45) aus Geroldsgrün bei Hof ist einer dieser Missionare, die ihr Leben dafür einsetzen, das Leben der Indianer zu verbessern.


Foto: Mockler
»Hier bin ich, sende mich«: Werner Völkel kam von Geroldsgrün nach Lagoa Rica.
Wie kommt ein gelernter Kunststoff-Formgeber aus Franken dazu, Ureinwohner Brasiliens mit der Botschaft der Bibel bekannt zu machen? Werner Völkel wurde 1983 bei einem Jugendmissionstag klar, dass der biblische Missionsauftrag auch ihm gilt. Zwei Wochen später lag er nach einem Motorradunfall im Krankenhaus und erkannte, dass Gott ihm sein Leben erhalten hat, um ihm zu dienen. Freunde brachten ihm in die Klinik Predigtkassetten von der Bobengrüner Pfingsttagung. Thema war Jesaja 6, Vers 8, in der Gott fragt: »Wen soll ich senden? Wer wird mein Bote sein?« Werner Völkel antwortete mit dem Propheten: »Hier bin ich, sende mich.«

In Absprache mit seinem Gemeindepfarrer Gerhard Hägel entschied sich Völkel für eine Ausbildung an der Bibelschule Adelshofen (bei Heilbronn) und knüpfte erste Kontakte zur evangelikalen Deutschen Indianer Pionier Mission (DIPM). Dieses Missionswerk wurde Anfang der 60er-Jahre bei Stuttgart gegründet, prominentester Vorsitzender war bis 2001 der spätere württembergische Landesbischof Gerhard Maier. Das Missionswerk mit Sitz in St. Johann auf der Schwäbischen Alb arbeitet heute in Paraguay und Brasilien, veranstaltet aber auch Kinderwochen und Zelt­evangelisationen in Deutschland.

Werner Völkel lebt mit seiner Frau Angelika und der Tochter Sarah in der Nähe von Dourados, 1200 Kilometer westlich von São Paulo. Die benachbarte Indianersiedlung Lagoa Rica hat 750 Einwohner. Besaßen die Indianer früher in der brasilianischen Gesellschaft kaum mehr als den Status von »Tieren des Waldes«, so kommen sie heute immer stärker in den Genuss staatlicher Leistungen. Das hat auch Auswirkungen auf die Mission. Die medizinische Arbeit der Missionsstation, die 1969 gegründet wurde, hat vor sieben Jahren der Staat übernommen. Die Missionsschule wurde 2005 an den Staat abgegeben. Beide Einrichtungen widerlegen das alte Vorurteil, evangelische Mission würde die Leute nur mit Bibelversen traktieren, sich aber nicht um das Wohl der Menschen kümmern. Krankenhilfe, Alphabetisierung, Gesundheitserziehung, landwirtschaftliche Unterstützung hatten immer einen gewichtigen Anteil bei der Weitergabe des christlichen Glaubens.

Tatsächlich hat sich die Mission inzwischen aber erheblich verändert. War sie Ende der 60er-Jahre buchstäblich Pionier-Arbeit, wie sie im Namen der DIPM festgehalten ist, geht es heute immer mehr darum, indianische Christen in ihren missionarischen Anstrengungen zu helfen. So liegt heute ein Schwerpunkt darauf, christliche Indianergemeinden zu unterstützen und ihre Leiter zu schulen. Das Thema Pioniermission ist damit allerdings noch lange nicht vom Tisch. Nach wie vor gelten von 258 Indianerstämmen in Brasilien 92 als unerreicht - dort haben also die Indianer noch nie die Botschaft der Bibel gehört.

Werner Völkel hat neben der Arbeit auf der Missionsstation noch eine herausfordernde Zusatzaufgabe. Für die DIPM ist er seit über einem Jahr Feldleiter in Brasilien. Das bedeutet: Er betreut die 23 Missionare auf sieben Stationen, die sich über ein Gebiet von 3000 Kilometern erstrecken. Bei seinen Besuchen spricht er mit ihnen über die Entwicklung der missionarischen Arbeit sowie über strategische Personal- und Finanzfragen. Er ist froh, dass er mit den Kollegen auch seelsorgerlichen Austausch pflegen und im Gebet die Arbeit gemeinsam vor Gott bringen kann. So ist der Franke Werner Völkel in Südamerika Prediger, Manager und Ermutiger - und würde seinen Einsatz als evangelischer Missionar mit keinem Beruf tauschen.

http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news ... _11_01.htm



Gruss brasilmen Thomas
http://www.brasilmen.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum der Franke Werner Völkel der brasilianischen Urbev
BeitragVerfasst: 10 Mär 2007 15:56 
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brasilmen hat geschrieben:
Besaßen die Indianer früher in der brasilianischen Gesellschaft kaum mehr als den Status von »Tieren des Waldes«, so kommen sie heute immer stärker in den Genuss staatlicher Leistungen.
...
http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news ... _11_01.htm


Hallo Freunde,
Da "Tiere des Waldes" in Anführungsstrichen steht, nehme ich an, daß es sich um ein Zitat des Missionars handelt. Wäre ich Brasilianer würde ich darin eine kaum entschuldbare Beleidigung meines Landes, seiner Geschichte und Kultur sehen. Sicher war Brasilien eine Sklavenhaltergesellschaft, es war und ist aber auch ein christliches Land.

Viele Grüße
Bequimão



Não bebo, não fumo, não cheiro,
Às vezes minto um pouco.


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BeitragVerfasst: 11 Mär 2007 09:35 
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wie wuerden wohl europaeer reagieren, wenn eingeborene aus brasilien daher kaemen und sie von ihren waldgeistern und ihren naturgoetter ueberzeugen wollten?
woher wollen die missionare aus europa wissen, ob die einheimischen sie ueberhaupt wollen, das "wort gottes" aus ihrer sicht natuerlich der richtige, ueberhaupt hoeren wollen? ob sie den ueberhaupt brauchen?
ich bin einverstanden, wenn leute aus europa ihnen beispielsweise beistehen im kampf gegen grossgrundbesitzer und industriekonzerne, die ihnen immer mehr von ihrem land wegnehmen, aber muessen sie deswegen an ihren gott glauben? wer sagt, dass der gott der europaeer (nicht meiner) der richtige ist? dass es dieser ist, an den man glauben muss?
immerhin ist es mir ein kleiner trost zu wissen, dass es noch 92 staemme von einheimischen gibt, die bis jetzt von solchen leuten verschont wurden.

amarelina



não há diferença entre um sábio e um tolo quando ambos estão apaixonados.


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 Betreff des Beitrags: Ureinwohnern die Bibel bringen
BeitragVerfasst: 22 Mär 2007 21:32 
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die indianische Kultur Brasiliens ist zum Großteil zerstört, und das vor allem durch diese Bibel-Heilsbringer. Auf deren Kosten gehen unzählige Tote und unendliches Leid. Laßt doch "in Gottes Namen" die paar wenigen in Ruhe, die noch übrig sind. Ich weiß wovon ich reden, habe seit dreißig Jahre Ureinwohner besucht und in Ruhe gelassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ureinwohnern die Bibel bringen
BeitragVerfasst: 23 Mär 2007 16:51 
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baependi hat geschrieben:
die indianische Kultur Brasiliens ist zum Großteil zerstört, und das vor allem durch diese Bibel-Heilsbringer. Auf deren Kosten gehen unzählige Tote und unendliches Leid. Laßt doch "in Gottes Namen" die paar wenigen in Ruhe, die noch übrig sind. Ich weiß wovon ich reden, habe seit dreißig Jahre Ureinwohner besucht und in Ruhe gelassen.


Hallo,
Eine vollkommene Isolation ist nicht möglich und wohl auch nicht wünschenswert. Es gibt z.B. Krankheiten, die nur mit moderner Medizin behandelt werden können.

Mal ein Gedankenexperiment:
Nehmen wir an, daß es in 10.000 Jahren die Menschheit noch gibt und Frieden und Wohlstand herrscht. Sollen die Nachkommen dieser Indigenen dann immer noch isoliert in einer Steinzeitkultur leben? Man kann auch nicht sagen, daß es ihre eigene Wahl ist. Kennen sie überhaupt den Rest der Welt?

Viele Grüße,
Bequimão


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BeitragVerfasst: 23 Mär 2007 17:11 
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für was müssen die eingeborenen den "rest der welt" kennen? und wer meinst du mit "rest der welt"? müssen sie britney spears kennen oder die deutschen superstars oder germanys nexttopmodel...
diese leute leben nicht isoliert in ihrer steinzeitkultur... schön wärs, wenn sie das noch könnten. sie werden bedroht von allen seiten, wegen ihrem land und wegen den rohstoffen die es in ihren angestammten gebieten gibt. so sieht die sache aus.
abgesehen davon hat sich die menschheit in 10 000 jahren ziemlich sicher erfolgreich selber ausgerottet, mit oder ohne gott...

amarelina



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 Betreff des Beitrags: Eine vollkommene Isolation ist nicht möglich...
BeitragVerfasst: 23 Mär 2007 18:03 
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natürlich lassen sie sich nicht auf Dauer isolieren. Aber was haben denn die Missionare den Indianern gebracht? Einzig die verlogene Moralvorstellung der christlichen Kirchen. Die Indianer hatten schon immer ihre eigene Religion und Mythologie. Und dann kommen die Missionare und bringen Ihnen das angebliche Heil.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine vollkommene Isolation ist nicht möglich...
BeitragVerfasst: 23 Mär 2007 18:33 
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Wohnort: TUTÓIA - Um Paraíso Perdido no Maranhão!
baependi hat geschrieben:
natürlich lassen sie sich nicht auf Dauer isolieren. Aber was haben denn die Missionare den Indianern gebracht? Einzig die verlogene Moralvorstellung der christlichen Kirchen. Die Indianer hatten schon immer ihre eigene Religion und Mythologie. Und dann kommen die Missionare und bringen Ihnen das angebliche Heil.



nicht zu vergessen: die krankheiten, an der zigtausende zugrunde gingen.
deswegen: einfach in ruhe lassen. um die eigenen sachen kuemmern----aber das faellt europaern halt schwer.



o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.


http://latinofreunde.net/


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23 Mär 2007 21:27 
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amarelina hat geschrieben:
wie wuerden wohl europaeer reagieren, wenn eingeborene aus brasilien daher kaemen und sie von ihren waldgeistern und ihren naturgoetter ueberzeugen wollten?
woher wollen die missionare aus europa wissen, ob die einheimischen sie ueberhaupt wollen, das "wort gottes" aus ihrer sicht natuerlich der richtige, ueberhaupt hoeren wollen? ob sie den ueberhaupt brauchen?
ich bin einverstanden, wenn leute aus europa ihnen beispielsweise beistehen im kampf gegen grossgrundbesitzer und industriekonzerne, die ihnen immer mehr von ihrem land wegnehmen, aber muessen sie deswegen an ihren gott glauben? wer sagt, dass der gott der europaeer (nicht meiner) der richtige ist? dass es dieser ist, an den man glauben muss?


amarelina


Nun ja, die germanische Kultur und die germanische Lebensweise wurde ja auch durch die Römer und Napoleon nachhaltig beseitigt. Zuvor gab es hier weder die christliche Religion, noch Buchstaben und Zahlen oder das nunmehr bekannte auf christlichem Glauben und christlicher Lehre basierende Rechtssystem. Beschwert sich aber heute darüber niemand. Warum sollte es Indianern besser ergehen als uns?



_________________________________
Schöne Grüße,
tinto


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 24 Mär 2007 08:26 
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...warum es den eingeborenen brasiliens besser ergehen sollte?

weil wir von ihnen lernen könnten, sehr viel lernen könnten...

und wie bitte? rechtssystem das auf christlichem glauben und christlicher lehre basiert... ist nicht dein ernst oder?

amarelina



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