warum kein acai in deutschland????????

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Re: warum kein acai in deutschland????????

Beitragvon cabof » Do 21. Aug 2014, 15:59

Wir haben der Oma in Cabo Frio mal ein paar Tulpenzwiebeln mitgebracht - nix geworden. Da muß man sich schon auskennen, je nach Beschaffenheit des Samens, locker in die Taschen packen, im Schuh - Blumen-Samen-Tütchen sind schon mengenweise rübergegangen, habe
den Fortschritt nicht mehr verfolgt.
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Re: warum kein acai in deutschland????????

Beitragvon zagaroma » Do 21. Aug 2014, 18:55

Das haben wir auch schon öfter probiert: Tomatensamen aus Italien, Erdbeersamen aus Deutschland, usw. usw. Es wird nix, das Klima ist zu unterschiedlich, der Boden auch. Jetzt machen wir's ganz einfach: eine schöne Tomate aufschneiden und in die Erde stecken, eine Erbeere in die Erde stecken, eine Woche warten und schwupps kommen die neuen Pflanzen raus und wachsen wie von Zauberhand. Gerade probiere ich es mit Orangen. Zu Hause fühlen sich auch die Pflanzen wohl.
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Re: warum kein acai in deutschland????????

Beitragvon moni2510 » Do 21. Aug 2014, 20:43

ich hab Ananas, Melone, Wassermelone etc. gezogen... geht alles wunderbar. Samen aus Deutschland funzt nicht.
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: warum kein acai in deutschland????????

Beitragvon cabof » Do 21. Aug 2014, 21:02

moni2510 hat geschrieben:ich hab Ananas, Melone, Wassermelone etc. gezogen... geht alles wunderbar. Samen aus Deutschland funzt nicht.


das kann ich aber so nicht bestätigen.... :oops: :oops: :oops:
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Re: warum kein acai in deutschland????????

Beitragvon BeHarry » Fr 22. Aug 2014, 03:27

cabof hat geschrieben:Wir haben der Oma in Cabo Frio mal ein paar Tulpenzwiebeln mitgebracht - nix geworden. Da muß man sich schon auskennen, je nach Beschaffenheit des Samens, locker in die Taschen packen, im Schuh ...

Bitte lasst so etwas sein !
Ihr könnt damit ein ganzes ökosystem umdrehen. Im Schnitt entwickelt sich jede 10. Pflanze/Tierart die irgendwo eingeschleppt wird (oft von "Tulmpenfreunden") zu einer invasiven Art. Zudem bringt man auf diese Art leicht auch ein paar Insekten mit (selbst in Samen) oder Sporen - welche wiederum ganze Pflanzenfamilien ausrotten könnten (fragt mal die Australier, was dort mit der Pusteblume los ist).

Also, entweder richtig, mit entsprechenden Vorsichtsmassnahmen; unter Kontrolle & Biologischen Versuchsreihen, oder Finger von lassen !

Aber auch Anfrage (für die Bioterroristen unter Euch) besorge ich Euren Zuckerbauern gerne mal ein paar Hoplochelus marginalis, Chilo sacchariphagus oder Perkinsiella saccharicida. Stellt Euch dann aber darauf ein, dass die Zuckerpreise (und auch der Cachaça(!!)/Alkohol an der Tanke) wohl so 20-50% teurer werden wird, weil die Ernteausfälle in etwa genauso hoch werden könnten.
Brasilein würde dann woyhl (speziell für Euch :mrgreen: ) wieder die Todesstrafe enführen.

Erdbeeren: ja es geht auch in den Tropen ! sind jedoch sehr pilzanfällig - mit entsprechender Dosis an Fungiziden geht das. Gibt dann lecker aussehend Giftbomben - aber egal, man muss sie ja nicht selbst essen.
Ein bekannter von mir macht das im grossen Stil (nicht Brasilien) macht auch gutes Geld damit. Er fliegt die Stecklinge aber ein (weiss nicht warum, vielleicht kommt's ihm einfach nur günstiger als die selbst zu ziehen).

Açai: ich hab' mich mal schlau-gelesen, ist wirklich interessant. Kriegt man hin (nein, ist nicht für Deutschland), scheint eine easy Pflanze zu sein. Wäre mal was interessantes. Und die Ecken, wo das wächst, also überschwemmbares Land, ist anderswo Brachland, bekomme ich "hinterhergeschmissen".
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Re: warum kein acai in deutschland????????

Beitragvon BeHarry » Fr 22. Aug 2014, 03:32

BeHarry hat geschrieben: besorge ich Euren Zuckerbauern gerne mal ein paar Hoplochelus marginalis, Chilo sacchariphagus oder Perkinsiella saccharicida.
...


Da fällt mir ein: hier lief doch vor ein paar Jahren so ein abgefuckter Zuckerrohrschneider rum. Weiss jemand, wo dem sein Acker ist? Dem würde ich gerne sowas mal über die Felder streueen.....
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Re: warum kein acai in deutschland????????

Beitragvon acai » Fr 22. Aug 2014, 04:54

beharry, palmen ansich sind anspruchslos. nur aus deinen stecklingen, wird nichts. palmen sind monokotyledonen dh. einkeimblättrige pflanzen. diese lassen sich nicht als steckling ziehen. kappe eine palme und sie wird sterben. :|
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Re: warum kein acai in deutschland????????

Beitragvon BrasilJaneiro » Fr 22. Aug 2014, 05:56

moni2510 hat geschrieben:ich hab Ananas, Melone, Wassermelone etc. gezogen... geht alles wunderbar. Samen aus Deutschland funzt nicht.


Ich habe vor 26 Jahren auch mal versucht aus verschiedenen Samen, unter anderem Walderdbeeren, Pflanzen zu ziehen. Bevor ich aber die Entwicklung beobachten konnte, vergnügten sich meine 56 Hühner über die Pflanzenpracht. Ich habe dann aber auch schnell gemerkt, dass man nichts aus Deutschland benötigt. Mit Manga, Banana ouro und Mamão ist mein Obstbedarf in Brasilien gedeckt. Bei Gemüse fehlt zwar Sellerie. Aber in Deutschland hab ich dieses Zeug auch nie gebraucht. Steckt ja heute alles in der Tüte. :mrgreen: :wink: :^o #-o
Was ich mich aber immer gefragt habe, war, warum Maracuja nicht in Deutschland angebaut wird. Der wuchs bei uns an der Mauer kilometerweit. Bei jedem Wetter. Diese Frucht kann man zwar nicht essen wie anderes Obst aber für die Getränkeindustrie müsste sie interessant sein, es sei denn, dass auch hier mehr aus dem Labor kommt.
Übrigens konnte ich mich in Brasilien in den letzten Jahren besonders mit Kaki und Litschi günstig satt futtern.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: warum kein acai in deutschland????????

Beitragvon moni2510 » Fr 22. Aug 2014, 08:11

stimmt, Maracuja wächst bei uns auch wie Unkraut, wir haben einfach mal die Kerne getrocknet und eingeplanzt. Denke aber, es ist zu kalt in Deutschland.
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: warum kein acai in deutschland????????

Beitragvon cabof » Fr 22. Aug 2014, 08:12

Beharry - was willste in Brasilien noch kaputtmachen? Das besorgen die BR schon selbst mit dem unterentwickelten Umweltbewußtsein, da kommt es sich nicht auf ein paar EU Samen an - der Kaffee stammt auch nicht ursprünglich aus Brasilien. An Früchten fehlt es beileibe nicht es sein denn man steht auf Stachelbeeren, Rhabarber und Preiselbeeren etc. - braucht man nicht zum Überleben.
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