Was einem in Rio so passieren kann

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Was einem in Rio so passieren kann

Beitragvon cabof » Do 20. Feb 2014, 10:46

Europa ist nicht Deutschland. Möchte nicht wissen, wieviele Blauäugige in Spanien (als Beispiel) Papiere in Landessprache unterschrieben haben und am A.... gepackt wurden. Ich verweise hier besonders auf "Timesharing" und das ist mir in Fortaleza/CE angetragen worden, nachdem ich und meine Holde (sie war drauf und dran zu unterschreiben) einen schönen Tag auf Kosten der Verbrecherfirma verbracht- mit Schimpf und Schande habe ich das Büro verlassen..... ich habe die Lebensweisheit nicht mit Löffeln genossen, verlangt jemand mein Geld oder Unterschrift - mache ich die Schotten dicht. Mein letztes Beispiel betrifft meine Holde, sie
ist mit 20 reais reingefallen, in Paraty - hat sich von einer Alten bequatschen lassen und eine Broschüre gekauft. Beim nächsten Mal werde ich "zahlen" mit einem Faustschlag in die Fresse (sorry, rege mich gerade auf).
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Re: Was einem in Rio so passieren kann

Beitragvon Itacare » Do 20. Feb 2014, 11:55

Es soll auch Leute geben, die ein Auto kaufen und bezahlen, ohne sich den Fahrzeugbrief aushändigen zu lassen #-o
Meist in Verbindung mit einem vermeintlich besonders guten Schnäppchen. Also wie gehabt, Dummheit, Angst oder Geldgier.

Wobei ich im vorliegenden Fall die Hintergründe nicht kenne und deshalb frage.

Aufgrund ausbleibender Antworten schließe ich also darauf: reingelegt, von Anfang an absichtlich betrogen, kein sauberer Verkauf, kein Eintrag ins Grundbuch etc.

Wie Albert selig schon sagte, es gibt 2 Dinge die grenzenlos sind, das Universum und die Dummheit der Menschen. Wobei er sich beim Universum nicht ganz sicher sei........ :mrgreen:
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Re: Was einem in Rio so passieren kann

Beitragvon moni2510 » Do 20. Feb 2014, 12:06

als diese ganzen Verkäufe in Vidigal über die Bühne gingen war das alles noch posse, sprich ohne Registrierung. Seit UPP und co wurden viele Gebäude registriert und legalisiert, sie haben Strom- und Wasseruhren... aber alles davor war und ist Wildwest und das hätten den Beteiligten da auch klar sein müssen...
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Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Was einem in Rio so passieren kann

Beitragvon cabof » Do 20. Feb 2014, 13:06

Mein Schwiegervater sagte mir mal, es ist es sehr heikel in Brasilien etwas in Strand/Meeresnähe zu erwerben weil es gesetzlich der Marine gehört (Uniao, Regierung, Militär)... wäre es 1:1 übertragbar in DE gäbe es kein Vertun, es gäbe vom Grundbuchamt keine Erlaubnis.... scheint in BR fliessend zu sein.
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Re: Was einem in Rio so passieren kann

Beitragvon Frankfurter » Do 20. Feb 2014, 13:24

Kann hier der Spruch greifen :Gier frisst Hirn ????
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Re: Was einem in Rio so passieren kann

Beitragvon frankieb66 » Do 20. Feb 2014, 13:31

cabof hat geschrieben:Mein Schwiegervater sagte mir mal, es ist es sehr heikel in Brasilien etwas in Strand/Meeresnähe zu erwerben weil es gesetzlich der Marine gehört (Uniao, Regierung, Militär)...

da hat er recht ... gilt übrigens nicht nur für Meeresstrand, sondern auch für andere Gewässer (z.B. (Stau-)Seen) ...
"Joel de Meneses Niebuhr, em interessante artigo sobre o tema, assevera que "a praia é de dimensão variável: há faixas de praias, por exemplo, de 1 (um ) metro, 10 (dez) metros ou de 60 (sessenta) metros, dependendo da largura de faixa de material detrítico" [09]. "Nesse sentido, os 33 (trinta e três) metros a partir da linha da preamar-média de 1831, que constituem o terreno da marinha, podem ultrapassar a faixa de praia, bem como a faixa de praia pode ultrapassá-los, ou mesmo pode haver terreno de marinha em locais em que não haja praia" [10].
Leia mais: http://jus.com.br/imprimir/11417/o-regime-juridico-das-praias-marinhas#ixzz2tregeeWg
"

... und dieses Gesetz wird in letzter Zeit konsequenter kontrolliert und auch umgesetzt ... einem Kumpel von mir wird demnächst seine 600-Platz-"Baracke" in SSA abgerissen (er ist einer der letzten, viele seiner Nachbarbaracken wurden bereits abgerissen) ...
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Re: Was einem in Rio so passieren kann

Beitragvon zagaroma » Do 20. Feb 2014, 13:50

cabof hat geschrieben:Mein Schwiegervater sagte mir mal, es ist es sehr heikel in Brasilien etwas in Strand/Meeresnähe zu erwerben weil es gesetzlich der Marine gehört (Uniao, Regierung, Militär)... wäre es 1:1 übertragbar in DE gäbe es kein Vertun, es gäbe vom Grundbuchamt keine Erlaubnis.... scheint in BR fliessend zu sein.


Nein, die Standlinie gehört nicht der Marina, es ist aber sozusagen deren "Hoheitsgebiet" und sie haben das Nutzungsrecht. Eine vor 1900 festgelegte Linie bestimmt den Teil des Strandes, der nicht mit festen Bauten blockiert werden darf, um (im Kriegsfall) der Marine freien Zugang zum Land zu garantieren.

Die Küstenlinie ändert sich durch das Meer allerdings ständig, so dass diese Linie nun zum Teil weit im Landesinneren verläuft und teilweise die Küste gar nicht mehr berührt (wie bei uns). Wenn man ein Strandgrundstück kauft, durch das die Linie der Marina geht, gehört es zwar dem Eigentümer, man muss aber eine jährliche Steuer an die Marina entrichten, zusätzlich zum IPTU, und man darf deren Teil nicht bebauen.

Ein Freund von mir hatte hier grosse Probleme mit der Korrosion der Küste, der Strand vor seinem Haus wurde überflutet und das Meer schwappte gegen die Mauer seines Gartens. Er ist zur Stadtverwaltung und hat die Baugenehmigung für eine Schutzmauer bekommen, hat sie für teures Geld gebaut. Dann kam die Marina und sagte nee, hier kann man keine Mauer bauen. Mit einem Bagger kamen sie, um die Mauer zu demolieren, aber sie war zu solide und der Bagger brach kaputt. Da wurden sie richtig sauer und haben meinen Freund dazu verdonnert, seine Mauer selber abzureissen und er muss 500 R$ Strafe bezahlen für jeden TAG, an dem die Mauer noch steht. Die Geschichte ist jetzt vor Gericht, er hatte ja eine Baugenehmigung.
Andere Anwohner haben zum Schutz ihrer Häuser einfach grosse Granitblöcke lose angeschüttet und hatten keine Probleme, das ist ja kein fester Bau.
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Re: Was einem in Rio so passieren kann

Beitragvon cabof » Do 20. Feb 2014, 13:57

Frankie - genau das ist in Cabo-Frio/Peró/Praia das Conchas angesagt: aus welchem Grund auch immer sollen dort die gemauerten Strandkioske entfernt werden - gemunkelt wird von den "Verdes" wegen Landschaftsverschandelung... hinter der Hand: Der Bürgermeister lässt abreissen und verscherbelt die Grundstücke an einen Investor - da dieser Strandabschnitt wohl nicht so strategisch wichtig ist, bleibt die Marine aussen vor.
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Re: Was einem in Rio so passieren kann

Beitragvon moni2510 » Do 20. Feb 2014, 14:54

Frankfurter hat geschrieben:Kann hier der Spruch greifen :Gier frisst Hirn ????


Besser kann man es kaum beschreiben ...
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Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Was einem in Rio so passieren kann

Beitragvon Cheesytom » Do 20. Feb 2014, 14:59

Die União kann - wie in Maceió geschehen - die Nutzung der Strandabschnitte der Stadt überlassen. Deshalb gibt es in Maceió so viele Strandbarracas. Das scheint im o.g. Fall nicht so zu sein, da die União/Marina die Baugenehmigung, die durch die Stadt genehmigt wurde, nicht anerkennt.
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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