Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich ?

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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon Itacare » Fr 14. Feb 2014, 22:41

cabof hat geschrieben:Noch eine Anmerkung zu den Urlaubskosten: ich und einige andere in den Foren setzen pro Tag Rio etc. mit 100 Euros an, bei Zimmerteilung und Befolgung der Hinweise von Insidern kann man diese auf 70-80 Euronen minimieren. Ich sage einfach so: 2 Personen
in Deutschland (Schwarzwald bis Basel und für wenig Geld auch Frankreich) kann man mit 60 Euronen stemmen, 2 Personen. Da ich hier keine Werbung machen möchte, näheres per PN. Solche Angebote fehlen leider in Brasilien.


Rio ist eine Großstadt, kann man nur mit anderen Großstädten der Welt vergleichen. An Bahias Küsten - natürlich muss man sich auskennen - kommt man mit 100 Euro für 4 Personen gut hin, gemeint sind gute Unterkunft und Verpflegung, die 100-Fuß-Yacht kostet natürlich extra :mrgreen:
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon Trem Mineiro » Sa 15. Feb 2014, 00:44

Diese Vergleiche sind auch schwierig

Klar ist Rio eine Großstadt, zumindest mit den Größten Favelas bzw. Arbeitereinfachvierteln(sag ich mal einfach)Salvador und viele andere brasilianische Städte haben das gleiche Problem. Da hab ich nur ein paar Zonen, wo ich ein Hotel mieten/buchen kann.

Belo hat ungefähr einen mittleren Durchmesser von 20 km, davon ist der ansehnliche Bereich mal großzügig auf 3 km begrenzt, für Touristen und Geschäftsleute sogar noch weniger.

Basel, war weiter oben genannt, gebe ich mal einen Durchmesser von 5 km, da find ich aber in einem Kreis von 4 km in allen Stadtteilen akzeptable Hotels, von 50 bis …..aufwärts. In den einen KM tu ich mal so, als würde ich da nicht hingehen können (an der werksmauer von Sandoz oder dem Schaustellerwinterparkplatz)

In Brasilien geht das einfach nicht, weil für die meisten Gäste die Städte nach unserem Verständnis ziemliche No-Go Zonen sind. Das treibt die Kosten für Hotels und Restaurants in den verbleibenden Zonen natürlich die Höhe.
In Wirklichkeit sind das natürlich keine No-Go Zonen und dort gibt es natürlich Zimmer für 20 Reais und Restaurant für 8,90 Reais sem Balanca und nicht alle werden dort überfallen oder gar umgebracht. Aber in der Regel geht man da nicht hin, im Gegensatz zu Basel

Gruß
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon cabof » Sa 15. Feb 2014, 08:05

Hallo - nee, das ist nur ein Beispiel der letzten Jahre - wir machen Urlaub in FEWO/Häuser und das kostet so zwischen 30/40 Euros für 2 Personen, Selbstverpfleger ... im Schwarzwald gibt es für Feriengäste (1,50 Kurtaxe pro Tag) ein Ticket der Bahn (Bus etc.) womit man grenzenlos fahren kann, bis Basel einschließlich - und nach Straßburg oder Colmar zahlt man die kleine Differenz ab Grenze. In anderen Bundesländern gibt es bezahlbare Gruppentickets die auch zB den Transport in der Metropole Berlin einschliesst - also ist die Mobilität mE preiswerter als in BR - dort bekommt man das nicht unter einen Hut, weil die Gesellschaften privatisiert sind hier ist es halt der ÖPNV. In den letzten Jahren hatte ich das Glück in Iguaba kostenlos zu wohnen, da kommt mich so ein Tag auf 10-15 Euronen,
für meine persönlichen Bedürfnisse wie Essen á Kilo, guter Tropfen am Barzinho, Zigaretten und eine kurze Busfahrt... da will ich nicht meckern. Brasilienweite Reisen sind schon lange nicht mehr drin... Regiao dos Lagos, mehr braucht der Mensch nicht..mein Slogan.
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon Itacare » Sa 15. Feb 2014, 09:11

Klar Cabof, Du kennst Dich da im Schwarzwald aus, bist öfter dort, weißt wo das Preis-Leistungsverhältnis gut ist.
Aber was macht ein Australier, der dieses Wissen nicht hat? Der wird vielleicht sagen, dass der Schwarzwald sauteuer ist.
Nach über 20 Jahren in Bahia habe ich auch alle dem Geldbeutel zugute kommenden Informationen.
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon Berlincopa » Sa 15. Feb 2014, 12:59

cabof hat geschrieben:Hallo - nee, das ist nur ein Beispiel der letzten Jahre - wir machen Urlaub in FEWO/Häuser und das kostet so zwischen 30/40 Euros für 2 Personen, Selbstverpfleger ... im Schwarzwald gibt es für Feriengäste (1,50 Kurtaxe pro Tag) ein Ticket der Bahn (Bus etc.) womit man grenzenlos fahren kann, bis Basel einschließlich - und nach Straßburg oder Colmar zahlt man die kleine Differenz ab Grenze. In anderen Bundesländern gibt es bezahlbare Gruppentickets die auch zB den Transport in der Metropole Berlin einschliesst - also ist die Mobilität mE preiswerter als in BR - dort bekommt man das nicht unter einen Hut, weil die Gesellschaften privatisiert sind hier ist es halt der ÖPNV. In den letzten Jahren hatte ich das Glück in Iguaba kostenlos zu wohnen, da kommt mich so ein Tag auf 10-15 Euronen,
für meine persönlichen Bedürfnisse wie Essen á Kilo, guter Tropfen am Barzinho, Zigaretten und eine kurze Busfahrt... da will ich nicht meckern. Brasilienweite Reisen sind schon lange nicht mehr drin... Regiao dos Lagos, mehr braucht der Mensch nicht..mein Slogan.


Schlage vor, Du kommst mal auf die Insel Usedom und läßt Dir ein wenig frische Meeresluft um die Nase wehen; Strände fast so breit wie an der Copacabana, Sand fast weiß und sehr fein, Wasser beste Qualtität. Dort bekommst Du außerhalb der Monate Juni/Juli/August auch Ferienwohnungen im von Dir erwähnten Preisrahmen. Auch gibt es günstige Möglichkeiten sich zu verpflegen. Selbst zur Hochsaison kannst Du noch was finden für ca. 60 €.
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon Brazil53 » So 16. Feb 2014, 13:36

Und dann gibt es noch die "Sommer-Inflation"
Die hohen Temperaturen ermöglichten drastische Preiserhöhungen bei den Getränken. (Ist wie in Deutschland mit den Benzinpreisen an der Tankstelle, zu Ferienbeginn)

Preço das bebidas acompanha temperaturas e sobe mais que a inflação

Erva-mate foi a campeã e teve alta de 67,75% em relação ao verão passado


http://noticias.r7.com/economia/preco-das-bebidas-acompanha-temperaturas-e-sobe-mais-que-a-inflacao-15022014
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon Max Moritz » So 16. Feb 2014, 21:03

Itacare hat geschrieben:Klar Cabof, Du kennst Dich da im Schwarzwald aus, bist öfter dort, weißt wo das Preis-Leistungsverhältnis gut ist.
Aber was macht ein Australier, der dieses Wissen nicht hat? Der wird vielleicht sagen, dass der Schwarzwald sauteuer ist.
Nach über 20 Jahren in Bahia habe ich auch alle dem Geldbeutel zugute kommenden Informationen.


Cabof sei mir nicht boese ich bin aus der teureren Ecke der R.d.L. und finde Iguaba,São Pedro und Araruama auch weit billiger als z.B.Buzios, aber in Iguaba ist ja nun echt der Hund begraben, im Sommer voll mit Baixada Fluminense und im Winter tote Hose.Aenlich Cabo Frio wo die Mineiros das sagen haben.In Buzios zahlt man ueberall drauf,1 Longneck egal welcher Marke 7-10 Reais,dafuer ist das Publikum aber um Klassen besser damit meine ich z.B. das Benehmen und Auftreten. War gerade heute im Extra Cabo Frio, 1 Dose Tunfisch 7.65.Billig in Brasilien ist vorbei, Man zahlt oder bleibt zu Hause.Kein Land fuer Cheap Charlys.
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon cabof » Mo 17. Feb 2014, 09:40

Leute/gente.... hier schreiben 40 Jahre Brasilien-Erfahrung. Die guten Zeiten sind für mich und vielen von alten Usern längst vorbei.
Bei kleinem Geldbeutel (alias nicht jede Abzocke mitmachen) muß ich BR auf Sparflamme geniessen. Habe meine Pläne schon längst begraben jeden Bundesstaat BR zu besuchen, kenne weder Pantanal noch Amazonas - den Rest schon. In den letzten Jahren habe ich einen Spagat gewagt: Iguaba (im Haus meiner Holden und deren Familie, kostenlos) mit Tagesausflügen zu meiner Familie in Cabo Frio und alles ist im grünen Bereich... es besteht ein Unterschied zwischen den Newbies/Touristen und den Insidern. Ich besuche Brasilien (meine 2. Heimat) nur noch aus Gewohnheit - wegen den Kontakten - sonst würde ich sagen: 1 x und nie wieder.

Zum 2. Fred. Ausländische Besucher in DE.... wenn man sich in Foren klugmacht ist DE von der Preis/Leistungsschiene in EU mit an den
Preiswertesten... wenn ein BR Reisender mich per PN konsultiert gebe ich gerne Auskunft - ja, ich kenne Sylt, Föhr, Helgoland etc. von
TAGESAUSFLÜGEN, würde einen Teufel tun mich dort einzunisten.

Zu den alten Zeiten: bin mal von Brüssel mit der VASP nach Rio geflogen, Preis weiss ich nicht mehr (günstig) und es gab einen BR Flug Inland gratis dazu.. somit habe ich Para kennengelernt.... andere Geschichte.
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