Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich ?

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Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich ?

Beitragvon barteli100 » Do 13. Feb 2014, 06:43

Das obige Thema hat zwar nur indirekt mit der Kriminalitaet zu tun, aber je hoeher die Preise steigen, desto mehr steigt auch die Kriminalitaet an
Ich habe gelesen, dass die Preise in Restaurants, Bars und auch Supermaerkten in touristischen Gegenden in Rio in den letzten Wochen drastisch erhoeht wurden Eine Protestbewegung dagegen sei von minder bemittelten Brasilianern gestartet worden, die zum Boykott solcher Laeden aufruft Entsprechende Informationen und Aufrufe wurden auch im Facebook publiziert
Gelten diese Preiserhoehungen wirklich nur in touristischen Zonen Rios wie Copacabana, Leme, Ipanema etc, oder sind sie auch in anderen weniger touristischen Gegenden spuerbar ? Diese haben zweifellos mit den kommenden sportlichen Grossereignissen in Rio zu tun
Kann es sein, dass diese massiven Preiserhoehungen wirklich die Ursache fuer die ansteigende Kriminalitaet in Rio ist, wie sie in einigen der vorangehenden Threads geschildert wird ?
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon BrasilJaneiro » Do 13. Feb 2014, 07:43

barteli100 hat geschrieben:Das obige Thema hat zwar nur indirekt mit der Kriminalitaet zu tun, aber je hoeher die Preise steigen, desto mehr steigt auch die Kriminalitaet an
Ich habe gelesen, dass die Preise in Restaurants, Bars und auch Supermaerkten in touristischen Gegenden in Rio in den letzten Wochen drastisch erhoeht wurden Eine Protestbewegung dagegen sei von minder bemittelten Brasilianern gestartet worden, die zum Boykott solcher Laeden aufruft Entsprechende Informationen und Aufrufe wurden auch im Facebook publiziert
Gelten diese Preiserhoehungen wirklich nur in touristischen Zonen Rios wie Copacabana, Leme, Ipanema etc, oder sind sie auch in anderen weniger touristischen Gegenden spuerbar ? Diese haben zweifellos mit den kommenden sportlichen Grossereignissen in Rio zu tun
Kann es sein, dass diese massiven Preiserhoehungen wirklich die Ursache fuer die ansteigende Kriminalitaet in Rio ist, wie sie in einigen der vorangehenden Threads geschildert wird ?


Es ist alles relativ zu sehen. Ernährt man sich wie viele Brasilianer mit Reis und Bohnen, dann ist das Leben nicht so teuer. Braucht man bestimmte Feinkost bzw importierte Lebensmittel, dann muss man schon etwas dinheiros hinlegen. Das nun alle an der Fußball-WM und Olympia mitverdienen wollen ist doch nur logisch. Wer günstig Urlaub machen will, ist in Brasilien absolut im falschen Land.
Preiserhöhungen haben mit der Kriminalität nichts zu tun. Dafür sind verantwortlich raffgierige, korrupte und nur an sich denkende Politiker, die es nicht verstehen wollen, dass ein Sozialsystem mit kostenloser guter Bildung, sozialer Wohnungsbau und sozialer finanzieller Absicherung bei Arbeitslosigkeit und Erwerbsunfähigkeit die Kriminalität verhindern kann. Menschen auf sich selbst zu überlassen aber von staatlicher Seite jedem verdienten centavos mit Steuern zu belegen gehört heute in die geistige Schublade der Kapitalisten von gestern.
Ein moderner Staat mit Zukunft kann so auf Dauer nicht existieren. Deutschland muss auch aufpassen, dass es nicht in den unsozialen Abgrund fällt. Die Politik muss für das gesamte Volk da sein und nicht nur für rücksichtslose Banker, Unternehmer und sonstigen Staatsausbeuter.
Man muss sich einmal in den "Kriminellen" einfinden. Du wirst in armen Verhältnissen geboren, bekommst keine Chance auf gute Schul- und Berufsbildung, erhälts später keine staatlichen Hilfen, sondern bist nur auf dich wie ein Wolf in den Weiten Alaskas überlassen. Was sollst du machen? Arbeit gibt es für dich nicht? Damit auch kein Geld. Was machst du? Du beklaust natürlich andere, die im Besitz von Geld und Wertsachen sind. Im Prinzip machen sie das gleiche wie Banker, Unternehmer und Politiker. Nur nicht aus niederen Gründen wie diese, sondern um zu überleben.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon zagaroma » Do 13. Feb 2014, 21:05

Barteli, was Du da sagst finde ich absoluten Unfug.

Ich kann jetzt nur vom Nordosten hier reden, den Süden kenne ich nicht. Aber hier gibt's genug Arbeit für alle, die arbeiten WOLLEN. Ein Bauarbeiter mit Gehilfe (meist Sohn oder Neffe) bekommt inzwischen 120 R$ am Tag, bei 26 Arbeitstagen im Monat sind das über 3000 R$. Wer gut und zuverlässig arbeitet, hat eine monatelange Warteliste. Man findet einfach nicht genug Arbeitskraft.

Und für 50/80 R$ im Monat kann man abends im Colegio studieren und den segundo grau machen. Das Geld sollte ja wohl drinsein.

Aber es ist halt mühsam, den ganzen Tag auf dem Bau zu maloochen. UND abends noch in die Schule. Dazu haben viele einfach keinen Bock. Ich finde hier nicht mal einen Fünfzehnjährigen, der zweimal die Woche in meinem Garten Laub fegen will für 10 R$ die Stunde. In zwei Stunden ist er fertig, aber für 20 R$ geht doch keiner mehr aus dem Haus, auch wenn er im Leben noch nie gearbeitet hat.

Ist ja auch viel einfacher, mal eben ein Paket Drogen abzuliefern für einen Hunderter. Die anderen Kinder vergiften, ohne Mühe und für gute Kohle. !&@*$#! auf die Schule, wer braucht denn den langweiligen Kram. Leute überfallen ist doch viel spannender und ehrliche Arbeit ist einfach unrentabel!

Alles Schuld der Politiker? In Italien gibt's ein Sprichwort: Tem chuva? Governo ladrão!
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon moni2510 » Do 13. Feb 2014, 21:09

In Rio gibt es ja jetzt den RioSurreal... die Leute wachen (GOTT SEI DANK) auf und zahlen für !&@*$#! E halt nicht mehr jeden Preis. In wie weit sowas allerdings mit mehr Kriminalität zu tun hat. Ich glaube, da ist einfach die altbekannte Mischung aus fehlender Bildung und Ausbildung und Perspektive für viele Jugendliche ein Thema. Aber solange man das Wahlvolk dumm halten muss, wird sich das nicht ändern.
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Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon brasiuuu » Do 13. Feb 2014, 22:03

BrasilJaneiro hat geschrieben:
kostenloser guter Bildung


Kostenlose Bildung im Sinne eines Schulsystem's gibt es nicht, gab es nie und wird es nie geben und schon gar nicht eine gute!


Brasiljaneiro hat geschrieben:von staatlicher Seite jedem verdienten centavos mit Steuern zu belegen gehört heute in die geistige Schublade der Kapitalisten von gestern.


Blödsinn!!! Du wolltest glaube ich sagen in die Schublade der Sozialisten!
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon Colono » Do 13. Feb 2014, 22:47

zagaroma hat geschrieben:Barteli, was Du da sagst finde ich absoluten Unfug.

Ich kann jetzt nur vom Nordosten hier reden, den Süden kenne ich nicht. Aber hier gibt's genug Arbeit für alle, die arbeiten WOLLEN. Ein Bauarbeiter mit Gehilfe (meist Sohn oder Neffe) bekommt inzwischen 120 R$ am Tag, bei 26 Arbeitstagen im Monat sind das über 3000 R$. Wer gut und zuverlässig arbeitet, hat eine monatelange Warteliste. Man findet einfach nicht genug Arbeitskraft.


Im Süden ist es da eher noch schlechter weil die Pedreiros alle von den Construtoras vollbeschäftigt werden. Wir persönlich hätten da selber genügend Bedarf. Auch eine Putzfrau findet man hier eher selten.
Wahrscheinlich liegt es daran weil es den Leuten mit der Zeit immer besser geht. Ich vergleiche da oft mit meiner alten Münchner Heimat. Auch dort findet man so eine Art Haus und Hof-Maurer eher selten. Übrigens mein Opa war so einer. Der gehörte zu denen die das Land nach dem Krieg wieder aufbauten. Dafür hat er meinen Respekt.
Wir hatten hier in Brasilien zwar keinen Krieg, aber die Misswirtschaft im letzen Jahrhundert haben da schon einige Krater und Ruinen hinterlassen. Zumindest im Süden sieht man mittlerweile auch schon eine Art Aufbau und Aufbruchstimmung. Die Leute wollen dort ihre Umgebung ebenfalls schön haben.

Seis drum ich bin mir für solide Arbeit auch nicht zu schade. Obwohl ich was anderes gelernt habe. :mrgreen:

In den nächsten Wochen bin ich mal wieder in deiner Gegend um meine Hütte WM-tüchtig zu machen. Vieleicht werde ich ja eher als vorgesehen fertig. Je nachdem könnte ich dir ja etwas zur Hand gehen. Allerdings nicht als Putzfrau. :roll:
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon zagaroma » Do 13. Feb 2014, 23:45

Colono hat geschrieben:

In den nächsten Wochen bin ich mal wieder in deiner Gegend um meine Hütte WM-tüchtig zu machen. Vieleicht werde ich ja eher als vorgesehen fertig. Je nachdem könnte ich dir ja etwas zur Hand gehen. Allerdings nicht als Putzfrau. :roll:


Hahaha, danke Colono, immer gerne!

Nein, Putzfrau haben wir nach mehreren Versuchen gefixt, jetzt haben wir eine zuverlässige (die allerdings auch nach knapp sechs Stunden Arbeit wieder geht, egal was, obwohl sie den ganzen Tag bezahlt bekommt).

Was ich eigentlich sagen wollte: diese ultralinke Lebensanschauung, dass die Regierung für ALLES verantwortlich zu sein hat, ist einfach unrealistisch. Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich. Und wer phlegmatisch, faul und lernunfähig ist, der bringt's eben nicht so weit wie andere. Klar, der Staat muss Notfälle absichern, das gehört zu einem zivilen Sozialnetzwerk, aber die Bürger müssen ihren Beitrag leisten, sonst funktioniert das nicht.

Natürlich ist die Korruption ein grosses Übel und in allen latinischen Ländern schwer zu bekämpfen.

Ulkig war es in Italien, da haben wir das ja 30 Jahre lang verfolgt. Solange die Korruption ungehemmt praktiziert wurde, ging es dem Land gut. Das ganze leicht verdiente Schwarzgeld konnte ja nicht in die Bank, sondern wurde sofort wieder mit vollen Händen rausgeschmissen und ging in die Ökonomie zurück: Produkte, Dienstleistungen, Reisen, Immobilien.

Nach dem grossen Skandal von 1992 "Mani pulite (saubere Hände)" sass die Hälfte der italiensichen Politiker und Unternehmer im Knast (wer keinen Haftbefehl bekam, der war ein NOBODY), die Regierungsaufträge wurden jahrelang auf Eis gelegt und keiner traute sich mehr, Geld auszugeben. Da fing die Krise an, von der Italien sich bis heute nicht erholt hat. Berühmter italienischer Spruch: Es ging uns viel besser, als es uns schlechter ging.

Und da die Geschichte sich ja bekanntlich wiederholt, könnte Brasilien das gleiche Schicksal blühen.
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon cabof » Do 13. Feb 2014, 23:55

Lustisch Zangada Roma.... Italien ging es gut mit der Korruption (damals) - sei`s drum - aber Brasilien ist heute korrupt und es geht denen nicht gut... man liest ja in den Foren wie die Comunities vernachlässigt werden und das Geld nicht unten ankommt, ich weiß nicht ob das gemeine, ital. Volk damals besser gelebt hat und auch davon profitiert hat...
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon zagaroma » Fr 14. Feb 2014, 01:18

cabof hat geschrieben:Lustisch Zangada Roma.... Italien ging es gut mit der Korruption (damals) - sei`s drum - aber Brasilien ist heute korrupt und es geht denen nicht gut... man liest ja in den Foren wie die Comunities vernachlässigt werden und das Geld nicht unten ankommt, ich weiß nicht ob das gemeine, ital. Volk damals besser gelebt hat und auch davon profitiert hat...


Brasilien ist eine andere Realität, Italien ist klitzeklein im Vergleich. Mit fast 200 Mln Personen und diesem Riesen-Territorium hat man hier ganz andere Probleme. Aber eins ist immer gleich, denke ich: das gemeine Volk hat überall die Arschkarte, oder?

Mal ein kleines Beispiel: Mario in Rom hat eine kleine Trattoria an der Ecke und macht gute Pasta. Seine Frau steht in der Küche und sie schuften sich durch, um 6 Uhr morgens ist Mario auf dem Grossmarkt einkaufen und nach Mitternacht macht er seine Kneipe zu, weil die Italiener spät essen.

Jetzt kam 15 Jahre lang der Bettino Craxi (grosser ital. Politiker) einmal die Woche mit 15 Mann Gefolge, 10 Nutten (Verzeihung: Escorts) und 4 bodyguards zum Abendessen, weil er Marios Pasta mochte. Er hat die Rechnung für 30 Personen nie kontrolliert und das Geld immer bar auf den Tisch gelegt. Eine Quittung wollte er auch nicht, also musste Mario dem Finanzamt nichts davon sagen. So hat die italienische Regierung Marios 4 Kindern die beste Privatschule bezahlt bis zum Abitur und als der Craxi dann nach Tunesien flüchten musste, um nicht verhaftet zu werden, war Mario sehr, sehr traurig (und die Nutten auch).

Und jetzt kann man das multiplizieren mit den unzähligen Personen, die viel Schwarzgeld hatten, und mit allen anderen Abenden der Woche, an denen der Craxi irgendwo essen ging. Hat das gemeine Volk von der Korruption profitiert? Viele ja. Und irgendwie glaube ich nicht, dass es in Brasilia anders ist.

Man muss aber auch sagen, nach dem grossen Korruptions-Skandal merkte man in Italien deutlich, dass mehr Geld ganz unten ankam. Das Gesundheitswesen hat sich drastisch verbessert in den letzten 20 Jahren. Das Bildungswesen war schon immer ganz gut (sie haben ja die humanistische Bildung schon vor 2200 Jahren von den Griechen übernommen), Infrastrukturen haben sich auch sehr verbessert, Sozialämter funktionieren jetzt und haben Etats. Aber die Wirtschaft ist leider im Eimer und es ist deprimierend zu sehen, dass in Rom jeder dritte Laden geschlossen ist.
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Re: Was hat es mit den drastischen Preiserhoehungen auf sich

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 14. Feb 2014, 02:50

zagaroma hat geschrieben:Ulkig war es in Italien, da haben wir das ja 30 Jahre lang verfolgt. Solange die Korruption ungehemmt praktiziert wurde, ging es dem Land gut. .


Na ja, war Italien eine Sonderwirtschaftszone? In anderen Volkswirtschaften gilt Korruption ja ehr als Hindernis für eine blühende Wirtschaft.
Ist natürlich in der Erinnerung immer so eine Sache, was gut gehen heißt und wem es gut geht. Korruption wird vom Kunden bezahlt, der nix dafür bekommt. Dadurch wird alles teurer, weitere Investitionen werden nicht getätigt. Das Geld geht auch nicht zurück in den italienischen Wirtschaftskreislauf, Schwarzgeld ging in ein anders wohlbekanntes Land oder noch weiter weg.

Über die paar kleinen Steuerhinterzieher oder Schwarzarbeiter wollen wir nicht reden.
Ich glaube, heute zahlt man die Rechnung für die "guten Zeiten", wenn es denn halt welche waren. Klar, ein Nordlicht wie ich ist Partei und sieht das ein wenig kritischer. Aber die Frage ist, wie gut ging es Italien heute, wenn die Korruption viel ehr und schärfer bekämpft worden wäre.
Gilt auch für Brasilien.

Gruß
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