Was im Weltall so alles passiert.....

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Was im Weltall so alles passiert.....

Beitragvon zagaroma » Fr 18. Apr 2014, 14:22

... interessiert hier ja nicht alle. Deshalb greife ich den Vorschlag von Berlincopa auf und eröffne einen eigenen Fräd in der Plauderecke dafür, da müssen die Nicht-Interessierten dann gar nicht mitlesen.

Astrophysik ist nun mal ein Hobby von mir und ich finde das so spannend wie andere Leute Fussball.

Gestern gab es eine "grosse Enthüllung" der NASA und heute ist es in der gesamten Weltpresse: Wir sind wohl doch nicht allein.

Das Kepler Teleskop hat ein kleines Sonnensystem gefunden (wo die Sonne allerdings keine Sonne ist, sondern ein brauner Zwerg, aber egal), und da gibt es einen Planeten, der etwa die Grösse der Erde hat und in dem "bewohnbaren" Abstand um seinen Stern fliegt, also unter den gleichen Bedingungen, die auf der Erde Leben erzeugt haben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/planet-kepler-186f-astronomen-finden-exoplaneten-in-bewohnbarer-zone-a-964931.html

Sie sind allerdings 500 Lichtjahre weit weg, aber wenn die auch ein gutes Teleskop haben, können wir zumindest mal winken. :mrgreen:
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Re: Was im Weltall so alles passiert.....

Beitragvon Colono » Fr 18. Apr 2014, 14:48

Vermutlich werden es nicht die Portugiesen sein die da zuerst ankommen. :mrgreen:

Aber wenn wir so weitermachen, werden frei nach Albert Einstein transkontinentale Reisen wieder zur grüssten Herausvorderung der Menschheit.

Albert Einstein:
Ich bin [mir] nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.
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Re: Was im Weltall so alles passiert.....

Beitragvon amazonasklaus » Fr 18. Apr 2014, 15:57

zagaroma hat geschrieben:Das Kepler Teleskop hat ein kleines Sonnensystem gefunden (wo die Sonne allerdings keine Sonne ist, sondern ein brauner Zwerg, aber egal), und da gibt es einen Planeten, der etwa die Grösse der Erde hat und in dem "bewohnbaren" Abstand um seinen Stern fliegt, also unter den gleichen Bedingungen, die auf der Erde Leben erzeugt haben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/planet-kepler-186f-astronomen-finden-exoplaneten-in-bewohnbarer-zone-a-964931.html

Den Spiegel-Artikel habe ich jetzt nicht durchgelesen, aber auf space.com war von einem red (M) dwarf die Rede. Diese Sterne zeichnen sich durch eine unglaublich lange Lebensdauer aus. Wer weiß, vielleicht schauen die Bewohner von Kepler 186f in etwa einer Milliarde Jahre auf den roten Riesen, der sich gerade die Erde einverleibt, und freuen sich auf die vielen weiteren Milliarden Jahre, die ihre eigene Sonne noch vor sich hat.
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Re: Was im Weltall so alles passiert.....

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 18. Apr 2014, 16:10

Aufgrund meines durch das Lesen von 1200 Perry-Rhodan-Bänden erworbenen Experten-Wissens (einschl. Perry-Rhodan Lexikons) halte ich es aufgrund der Gravitations-Komponente für unwahrscheinlich, das dieser Planet in der sogenannten "Lebenszone" liegt.
Und was wäre das schon für ein Leben, in dem ein Fußball Zentner wiegen würde und ein BH mit Stahl verstärkt sein müsste um effektiv das herabhängende zu stützen. :D

Gruß
Trem Espaco

PS: Dank ebook hab jetzt grade begonnen, die Perry-Rhodan Serie weiter zu lesen.
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Re: Was im Weltall so alles passiert.....

Beitragvon zagaroma » Fr 18. Apr 2014, 17:35

Trem Mineiro hat geschrieben:
Und was wäre das schon für ein Leben, in dem ein Fußball Zentner wiegen würde und ein BH mit Stahl verstärkt sein müsste um effektiv das herabhängende zu stützen. :D

Gruß
Trem Espaco


Nee, Trem, die Schwerkraft des Sterns bestimmt nur, in welchem Abstand und wie schnell die Planeten um ihn kreisen. Die Gravitation auf den Planeten selber hängt von deren Grösse und Zusammensetzung ab. Dieser Kepler Planet ist nur 10% grösser als die Erde und wenn er denn eine ähnlich solide Konfiguration haben sollte (sie denken nicht, dass es ein Gasplanet ist, dafür ist er viel zu klein), dann wird die Schwerkraft auch höchstens 10% stärker sein als auf der Erde.
Da reicht eine Drahtverstärkung im BH.

"Bewohnbare Zone" bedeutet, nicht so weit weg vom Stern, dass man tiefgefroren wird, und auch nicht so nah dann, dass es eine Grillparty gibt. Das bezieht sich natürlich auf die Bedingungen für biologisches Leben, wie wir es kennen, wer weiss. :mrgreen:

Die "Zwerge" sind die kleinsten Sterne und etwa auf halber Strecke zwischen einer Sonne und einem Planeten.

Die Roten Zwerge sind heiss genug, um Wasserstoffusion zu erzeugen, haben aber nur etwa 10% der Sonnenmasse (unserer) und etwa 15% vom Sonnenradius. Drei Viertel aller Sterne sind Rote Zwerge.

Braune Zwerge sind nicht ganz so heiss und erreichen keine Wasserstoffusion, weisen aber sonst eine mit der Sonne vergleichbare Elementzusammensetzung auf.

Der Heimatstern von Kepler186f soll ein Brauner Zwerg sein und ist viel kleiner als unsere Sonne, aber dafür ist der Planet auch näher dran als wir.
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Re: Was im Weltall so alles passiert.....

Beitragvon Itacare » Sa 19. Apr 2014, 13:05

zagaroma hat geschrieben:Astrophysik ist nun mal ein Hobby von mir......


Dann kennst Du sicher die Sendungen von Lesch,
http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/alpha-centauri/alpha-centauri102.html

Es wurde bis jetzt schon die Existenz von gut 1000 Planeten bewiesen, ungefähr 50 davon könnten in einer habitablen Zone liegen.
Gesehen wurde noch keiner, dafür ist ihre Leucht- bzw. Rückstrahlkraft zu gering.
Hätte unsere Sonne nur einen Planeten, könnte man spekulieren, wie viele Sonnen überhaupt Planeten haben. Da es aber gleich mehrere sind, geht die Frage wohl eher in die Richtung, wie viele eine Sonne durchschnittlich hat. Bei geschätzten 100 Mrd. Galaxien mit je 100 Mrd. Sonnen kommt jedenfalls ein Sümmchen raus, das auch Pessimisten überzeugen müsste, dass es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Leben außerhalb der Erde gibt. Ob wir aufgrund der riesigen Entfernungen jemals auf sie treffen, ist natürlich eine andere Frage, ich bezweifle es.

Prüfungsfrage: was ist die Fluchtgeschwindigkeit? :mrgreen:
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Re: Was im Weltall so alles passiert.....

Beitragvon Itacare » Sa 19. Apr 2014, 13:13

Trem Mineiro hat geschrieben:Aufgrund meines durch das Lesen von 1200 Perry-Rhodan-Bänden erworbenen Experten-Wissens ...


Guter Scherz! :lol:

Die SF-Autoren kreieren ihre eigene Physik. Die guten betten sie so geschickt in echte Physik ein, dass es schwierig ist, die Tricks zu erkennen.
Einen dreifachen WARP ! :mrgreen:
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Re: Was im Weltall so alles passiert.....

Beitragvon zagaroma » Sa 19. Apr 2014, 13:41

Ja, Itacare, sie haben etliche Exoplaneten gefunden, aber ausser Grösse, Abstand zum Stern und Entfernung von uns gibt es noch einen anderen wichtigen Faktor, der eine Begegnung mit eventuellen anderen Lebewesen sehr schwierig macht: die Zeit-Synchonisation.

Einige Planeten könnten sich noch in der Dinosaurier-Phase befinden, andere haben sich vielleicht schon lange zu Tode genukt oder sowas. Auf dem Mars gab es mit ziemlicher Sicherheit mal flüssiges Wasser und zumindest mikrobisches Leben, aber das ist Millionen von Jahren her.

Man müsste also nicht nur einen Planeten mit den richtigen Konditionen finden, er müsste auch gerade jetzt eine intelligente, hochtechnologische Zivilisation beherbergen. Mmmhhh, schwierig.

Fluchtgeschwindigkeit? Das ist das, was mein Auto hergibt, wenn ich jetzt vom überfüllten, multimusikdröhnenden Strand voller Ostertrubel in die Berge von Gravatá flüchte.... :mrgreen:

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Re: Was im Weltall so alles passiert.....

Beitragvon Itacare » Sa 19. Apr 2014, 14:13

Die theoretische Anzahl aller Planeten und Monde hat ungefähr 24 Nullen hinten dran, da sollte auch was dabei sein, was zeitgleich mit uns abläuft.
Das Problem liegt eher in der Geschwindigkeit, denn Licht- oder noch höhere Geschwindigkeiten werden ein Traum bleiben, auch wenn SF oder andere Theorien diese suggerieren. Würde ein Raumschiff, das mit 10 % Lichtgeschwindigkeit fliegt, mit einem Objekt der Größe einer Murmel kollidieren, würde das Hiroshima in den Schatten stellen, um nur ein Beispiel zu nennen.

Tipp zur Fluchtgeschwindigkeit: unsere Satelliten müssen sie einhalten, sonst würden sie zurück auf die Erde stürzen. :mrgreen:
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Re: Was im Weltall so alles passiert.....

Beitragvon zagaroma » Sa 19. Apr 2014, 14:39

Dem lieben Gott sei Dank für Wikipedia:

Die Fluchtgeschwindigkeit ist die minimale Geschwindigkeit die ein Objekt benötigt um das Gravitationsfeld eines Himmelskörpers verlassen zu können.
Wirft oder schießt man auf der Erde einen Gegenstand nach oben so erreicht er eine bestimmte Höhe und fällt dann wieder auf die Erde zurück. Je höher die Anfangsgeschwindigkeit des Objekts ist desto größer ist die erzielte Höhe. Dies gilt solange die Anfangsgeschwindigkeit kleiner als die Fluchtgeschwindigkeit der Erde ist.

Schießt man ein Objekt mit mindestens der Fluchtgeschwindkeit nach oben so reicht die Schwerkraft der Erde nicht aus um das Objekt vollständig abzubremsen. Das Objekt wird sich für immer von der Erde entfernen.

Was für die Erde gilt gilt auch für alle anderen Himmelskörper. Die Fluchtgeschwindigkeit von der Oberfläche der einzelnen Himmelskörper hängt dabei von ihrer Masse und ihrer Größe ab.


Beispiele: Einige Fluchtgeschwindigkeiten/Himmelskörper

Fluchtgeschwindigkeit am Äquator
in m/s in km/s in km/h
Merkur 4.300 4,3 15.480
Venus 10.200 10,2 36.720
Erde 11.200 11,2 40.320
Mond 2.300 2,3 8.280
Mars 5.000 5,0 18.000
Jupiter 59.600 59,6 214.560
Saturn 35.500 35,5 127.800
Uranus 21.300 21,3 76.680
Neptun 23.300 23,3 83.880
Pluto 1.100 1,1 3.960
Sonne 617.300 617,3 2.222.280

Für die Fluchtgeschwindigkeit v gilt:

<math>v = \sqrt{2\gamma M \over r} </math>
wobei γ die Gravitationskonstante M die Masse des Planeten und r der Planetenradius bzw. Abstand vom Mittelpunkt ist.
Für Satelliten auf einer kreisförmigen Bahn gilt: Die Fluchtgeschwindigkeit ist √2 Mal so groß wie ihre Bahngeschwindigkeit.
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