Weil ja hier eindeutig von etwas "Essbarem" gesprochen wird, legen wir die zweite Bedeutung des Begriffes "mariola" mal lieber gleich wieder in die Schublade zurück (außerdem ist die in erster Linie in Brasilien nur dort geläufig, wo viele Portugiesen eingewandert sind und natürlich in Portugal selbst).
"Mariola(s)" ist eine alte, aus der Kolonialzeit stammende Süßspeise (eine Art Bonbon) und wird aus Bananen hergestellt:
Hier das Rezept
Mariolas
Ingredientes:
4 copos de água; 10 cascas de bananas; 5 bananas sem cascas; 2 copos de farinha de trigo; 3 copos de açúcar; suco de1 limão, cravo e canela em pau.
Modo de preparar:
Cozinhe as cascas cortadas com 2 copos de água por 10 minutos. Dissolva a farinha de trigo com os 2 copos de água restantes. Corte as bananas, junte as cascas e batano liqüidificador. Junte a farinha de trigo dissolvida. Leve ao fogo até aparecer bem o fundo da panela. Coloque a assadeira e deixe esfriar. Vire o doce e deixe secar do outro lado. Corte em retângulos pequenos e embrulhe em papel impermeável.
Zutaten (die Trinkgläser mit ca. 200 ml Inhalt) :
4 Trinkgläser Wasser, 10 Bananenschalen (vorher sauber waschen), 5 Bananen ohne Schalen, 2 Trinkgläser Weizenmehl (ohne Backpulver, weil hier gibt es das auch mit), 3 Trinkgläser Zucker, Saft einer Zitrone, eine Gewürznelke und ein Stück Zimt (nicht gemahlenen!).
Zubereitung:
Die kleingeschnittenen Bananenschalen mit 2 Gäsern Wasser etwa 10 Minuten lang kochen. Das Weizenmehl mit den restlichen 2 Glas Wasser vermischen. Die geschälten Bananen kleinschneiden und zusammen mit den gekochten Schalen in den Mixer geben und zu einem Brei vermengen. Das aufgelöste Weizenmehl dazugeben (alles in einem Topf natürlich!) und unter Umrühren einkochen, bis der Boden des Topfes beim Umrühren sichtbar wird (auf Deutsch: bis eine dickflüssige Masse entsteht). Die Masse zum Abkühlen in eine flache Kuchenform gießen, Masse umdrehen und auf der anderen Seite ebenfalls abkühlen lassen.
Die abgekühlte Masse in Streifen, die Streifen in Stücke schneiden und die Stücke in Bonbonpapier wickeln.
Im brasilianischen Originalrezept sind einige "Lücken": Ich nehme an, dass vor dem Einkochen der Masse der Zucker und der Zitronensaft dazukommen und die Gewürznelke mit der Zimtstange beim Kochen der Bananenschalen eingesetzt werden!
Das Bonbonpapier ist meine "freie Übersetzung" für das "papel impermeável". Das ist so ein Zwischending zwischen "Butterbrotpapier" und "Backpapier", an dem die fertigen Bonbons nicht hängen bleiben.
Ich hoffe, das sind deine "Mariolas"!
http://www.vidabrasileira.blog.de