Was nervt am meisten in Brasilien

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon Floriano » Sa 11. Dez 2004, 01:58

Hi helveticus,
warum kaufst Du die Briefmarken denn auch nicht bei einer Banca und schmeist den Brief einfach in den Postkasten? O:)

Noch was:
wir haben bei ESTUDIO FINEST in São Paulo ein Sofa bestellt und mit 100,00 Reais angezahlt, das Sofa sollte am nächsten Tag bis spätestens 11:00 geliefert werden. Um 12:30 rief die freundliche Dame an und sagte, dass das Sofa nicht vor 16:00 geliefert werden könnte. Wir stornierten daraufhin.

... und nun glaubt mal nicht, dass wir nach nunmehr 5 Wochen auch nur einen Centavo von unserer Anzahlung wiedergesehen hätten...
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon Jorginho » Sa 11. Dez 2004, 06:28

Da fällt mir jetzt spontan bestimmt ein Dutzend Dinge ein. Zum einen, die Unfähigkeit der Brasilianer, sich am Telefon mit ihrem Namen zu melden. Ich habe es unzählige Male erlebt, daß ich selbst auf mehrfache Nachfrage hin nur die Antwort "ich" erhielt. Das macht manches Telefonat zu einem surrealen Erlebnis, weil man versuchen muß mittels Fangfragen herauzubekommen, mit wem man da seit fünf Minuten spricht. Denn beleidigt sind sie natürlich auch noch, wenn man es nicht errät.

Noch grotesker wird es, wenn man von jemandem die Adresse braucht, weil man ihn besuchen will. Die erfährt man nämlich nie direkt. Stattdessen kommt die Gegenfrage: "Ja, wo bist du denn jetzt?" Hat man die präzise beantwortet, wird einem drei Stunden lang erklärt, wie man mit Auto, Bus, Bahn, Flugzeug und U-Boot zum Ziel gelangt. Es nützt einem auch gar nichts, wenn man gleich zu Beginn sagt: "Ich habe hier eine Stadtkarte mit Straßenverzeichnis, mit der ich ganz hervorragend umzugehen verstehe. Gib mir einfach die Adresse!" Nix da, darüber wird nonchalant hinweggehört und zu einer ausschweifenden Wegbeschreibung übergegangen.

In einem Cartório in São Paulo (Penha) mußte ich einmal Kopien von meinem Reisepass beglaubigen lassen. In Deutschland würde man die 18 kopierten Doppelseiten einfach an einer Ecke so knicken, daß man, wenn man dort einen Beglaubigungsstempel hinsetzt, gleich alle Seiten abgestempelt hat. Peng, fertig. In São Paulo dauerte der Vorgang eine Stunde, weil die Blätter einzeln mit insgesamt (ungelogen! ich hab's gezählt!) 256 Stempeln, Marken und Unterschriften zugepflastert wurden.
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Beitragvon Floriano » Sa 11. Dez 2004, 07:36

Das ist nicht FAIR!!!! Ich habe nur knapp 200 Stempel, Marken und Unterschriften bekommen für die beglaubigte Kopie des Reisepasses!!! Aber biliger wars bestimmt nicht deswegen ... :roll:
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Beitragvon Taiquai » Sa 11. Dez 2004, 14:51

Hallo Floriano,

deshalb liebe ich Bahia. Dort gibts die SAC ( Servico de Atendimento ao Cidadao) Auf einer Stellen kannst du vom Reisepass, Stromrechnung, CPF, Titulo de Eleitor, Personalausweis usw. alles erledigen.
antes tarde do que nunca,
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Beitragvon helveticus » Sa 11. Dez 2004, 14:53

@Floriano

Kurze Frage, kurze Antwort: Ich hatte keine Ahnung wieviel ich draufkleben musste! :banging:


@Jorginho
Ich glaube Dir! Musste das auch mal machen, auch São Paulo aber anderes Cartório. Schön auch, dass bei mir von 40 Seiten 38 Stempelfrei waren und natürlich auch die leeren Seiten beglaubigt werden mussten....



 :-)br

Gruss,
Raphael
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Was mich tierisch annervt

Beitragvon Gast » So 12. Dez 2004, 22:31

das ist gerade hier im Nordosten die Unfähigkeit vieler Brasis konzentriert, zuverlässig und korrekt zu arbeiten. Was sie vorne mit den Händen schaffen, reissen sie hinten mit dem !&@*$#! wieder um, ich habe da Dinger erlebt die würden ein Buch füllen - aber ich denke das Problem kennen alle, die hier oben leben. 8)
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Beitragvon Mineiro_Alemão » Mo 13. Dez 2004, 18:53

Hallo,

das mit dem Namen sagen am Telefon kann ich auch nicht verstehen wieso das so schwer ist. Besonders, wenn Leute DICH anrufen, mann nimmt ab und meldet sich und bekommt als erstes zu hören "QUEM FALA?" ohne das derjenige der Anruft sich vorstellt oder sagt was er denn will oder mit wem er sprechen will.

Was mich aber extrem nervt ist die L.M.A.A.-Einstellung vieler Brasilianer. Die benehmen sich als wenn sie allein auf der Welt wären oder als wenn sich alles um sie drehen würde. Da wird die Stereoanlage zu Hause oder im Auto auf Volle Leistung gedreht und dann muss die ganze Nachbarschaft mithören ob man will oder nicht.
Das gleiche sobald ein Brasilianer am Steuer sitzt, dann heisst es nur noch PLATZ DA WEG DA HIER KOMM ICH.
Diese Arroganz und Rücksichtslosigkeit nervt umsomehr wenn man bedenkt das jeder Brasilianer immer so sehr darauf bedacht ist RESPEKTIERT zu werden. Zitat: " VOCÊ TEM QUE ME RESPEITAR" bekommt man immer und überall und bei allen Gelegenheiten zu hören. Aber im Endefekt respektiert doch niemand seinen Nachbarn oder den Nächsten, warum also immer das blöde gequatsche von Respekt und respektieren :?: :?: :?:
Das will mir nicht in den Sinn :!: :evil:
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Beitragvon Jorginho » Mo 13. Dez 2004, 19:30

Mineiro_Alemão hat geschrieben:Da wird die Stereoanlage zu Hause oder im Auto auf Volle Leistung gedreht und dann muss die ganze Nachbarschaft mithören ob man will oder nicht.


Gegen sowas hatte und habe ich ein gutes Rezept: Eine leistungsstärkere Anlage und fettere Boxen... und für "normale Menschen" nicht auszuhaltende Musik*. 8)

* d.h. Platten von so netten Bands wie Mr. Bungle, John Zorn's Naked City, Fistfunk, Sweet Lizard Illtet, Screaming Headless Torsos, Akosh S., Invisible Scratch Pickles
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Beitragvon jensonline » Mo 13. Dez 2004, 19:48

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Beitragvon jensonline » Mo 13. Dez 2004, 20:39

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